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aXXL
18.01.2008, 14:16
Moin,
also die Sache ist so: Ich bin ebenfalls Radfahrer und hab von zuhause bis zur Arbeit etwa 7 Minuten zu strampeln (der Wind auf der Insel ist mein erklärter Feind !) Ich fahre nur bei Rot über Kreuzungen, wenn keine Autofahrer oder Cops zu sehen sind.
Dennoch fürchte ich den Tag, wo man mir wg. meines (medizinischen) "Drogenkonsums" sagt, ich solle schon mal `n Schacht ausheben, damit die Bauarbeiten für `ne U-Bahnstrecke zügiger vorangehen. Sollte mich nicht wundern...

Das Rezept auf Dronabinol ist nutzlos, denn es wird von der Krankenkasse nicht erstattet. Es wäre widersinnig, nur des Beweises wegen, dass dieses Präparat eventuell nicht hilft, derart viel Geld für die Bezahlung dieses Mittels auszugeben, ebenso wie es widersinnig ist, künftig mein gesamtes Einkommen für die Bezahlung von Dronabinol zu verwenden, falls es tatsächlich hilft.
Also "überbrücke ich" (seit 10 Jahren) die Situation mit dem Mittel, von dem ich definitiv weiß, DASS es mir hilft und nur einen klitzekleinen Bruchteil von dem kostet, was die Pharmafia verlangt.
Ich nenn das KOSTENDÄMPFUNG IM GESUNDHEITSWESEN und praktiziere, was uns die Politik seit geraumer Zeit als "vernünftig und notwendig" zur Konsolidierung des Staatshaushaltes verhökert.

Strategie der Gesundheitspolitik ist ja überdies, dass im Falle des Vorhandenseins mehrerer "gleichrangig wirksamer" Mittel stets dasjenige genommen wird, das billiger ist. Wobei die "gleichrangige Wirksamkeit" von einer nicht unerheblichen Anzahl von Patienten aufgrund deren individuellen Erfahrungswerten angezweifelt werden darf.
Ich stütze mich also auf Fremd- und Eigenkenntnisse und sehe keinen Sinn in einem Zwang zum Versuchskarnickel-Wesen mit ungewissem Ausgang, bei welchem lediglich die private Insolvenz absehbar ist.

Für einen genehmigten Selbstanbau gibt es zu viele - nahezu unüberwindliche Hürden. Ich würde auch den Import aus NL von der Fa. BEDROCAN favorisieren, aber die Behörde, die über sämtliche Anträge entscheidet (BfArM, Bonn) lehnt das unter Hinweis auf einen "zu hohen administrativen Aufwand" ab. Wohl wissend, dass sie selbst es sind, die den Aufwand bestimmen.
So wie ich den Aufwand für meinen Homegrow bestimme. Und über meine eigene Gesund- oder Krankheit.



Alles klar?

gelöscht
18.01.2008, 14:25
Eigentlich müsste man das doch erkennen können, ich verstehs nicht. Tja... die Einnahmen der Pharmaindustrie wären gefährdet wenn ein alternatives Zeug
namens Cannabis einfach so erlaubt würde.
Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Zulassungsgebühren für "verkehrsfähige Medikamente"
usw.
Natürliches Kraut kann quasi überall wachsen.
Und das noch dazu ohne Geld in die Staatskasse zu spülen.
Das Bessere ist immer schon der Feind des Guten gewesen.


Oh... :)
Moin aXXL

aXXL
18.01.2008, 15:05
Moin Schmonzes,
"lang nichts mehr von Dir gelesen" wäre ja glatt gelogen, aber Tatsache ist, dass ich mich im Neben-Thread aktuell gerade so unbeliebt mache, weil ein gewisser A. M. so auf Dir rumgetrampelt ist (hat). Das konnte ich so nicht stehen lassen, denn ich "kenne" Dich anders als dieser Gottkönig der maximalen Luftzufuhr es (unbedacht) benannt hat.
Er scheint unter den Folks berüchtigt dafür zu sein.
Ich bin anrüchiger.
Aber das weißt Du ja schon längst. Sonst würd`ste nicht in regelmäßigen Abständen auf Thread-Besuch kommen.

Alles im Lot bei Dir?

aXXL
18.01.2008, 15:08
BETREFF: RAUCHEN IN DER EIGENEN U-BAHN

http://*******.com/24624y

Mann-oh-Mann-oh-Mann...was noch?

V wie Vendetta
18.01.2008, 15:24
Rauchen in Mietwohnungen verboten....

Wer schon mal ne Wohnung von einem Kettenraucher saniert hat,
weiss warum.:kotz:

Der komplette Innenputz muss abgetragen werden,
da man sonst den Muff nie wieder aus der Wohnung bekommt.

Ich kann verstehen wenn Wohnungsinhaber Nichtraucher als Mieter wollen.
Ich sprech hier auch explizit von Kettenrauchern.
Zwei Schachteln und mehr täglich.

Mlg

Der schon Raucherwohnungen sanieren durfte...;)

V wie Vendetta
18.01.2008, 15:31
Das rauchen im freien verbieten ist aber Schwachsinn.

Es gibt nix schöneres als im Park einen zu kiffen.:smokface:


Mlg

MCillu23
18.01.2008, 15:44
Hey aXXL,

sorry, dass ich an so einem feierlichen Tag nochmal deinen Thread vollkotzen muss! :kotz:

Aber lies bitte selbst, die Meldung ist auch nicht mehr ganz neu; hab sie schon im Bildformat gelesen.

Rimonabant macht schlank und krank! :D

Auch das Abmagerungsmittel Rimonabant darf hierzulande weiter verordnet werden, obwohl der „Cannabis-Antagonist“ Depressionen bis hin zur Suizidalität auslösen kann. In den USA lehnten Gutachter der FDA die Zulassung deshalb ab – danach zog der Hersteller den Antrag zurück. Die EMEA begnügte sich mit einer Kontraindikation bei Patienten, die an einer ausgeprägten Depression leiden oder ein Arzneimittel zu deren Behandlung einnehmen.

Diese verrückten Spinner sollten lieber mal vorher darauf achten, dass nicht die CB-Rezeptoren blockiert werden, die für das körperliche und seelische Wohlbefinden zuständig sind.

SICK SAD WORLD...

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=30912

lg Illuminati²³

aXXL
18.01.2008, 18:38
V wie Vendetta.
Ich behaupte nicht, dass Rauchen gesund sei, aber zumindest hat Dir die Sucht anderer Leute zeitweise geholfen, Geld zu verdienen.
Ausserdem meine ich, dass mit der Entrichtung von Miete (die ja auch einen gewissen Gewinn abwirft) das Bewohnen, das Nutzen und auch Abnutzen der Wohnung finanziert wird und weder Eigentümer - noch Staat das Recht haben, derart tief in die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen einzugreifen, dass Rauchen, Kochen und/oder Kiffen verboten werden dürfte.
Die nächste Phase wäre nämlich, die Einhaltung der Verbote zu kontrollieren. Undzwar permanent.

Dann doch lieber alle 10 Jahre den Putz abtragen oder?
Ähnlich wie Fett absaugen.

@Illuminati:
Rimonabant...was meinst Du, wer das in Deutschland zugelassen hat bzw. die Verantwortung für die Folgeschäden trägt?

Tzilma
18.01.2008, 19:11
moin axxl,

nur mal so grüße hier im thread hinterlassend. habe bald wieder semesterferien, würde mich freuen dich mal wieder zu sehen, zu quatschen usw. ne ;)

machs gut, alles alles gute und viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel gesundheit.

allerbeste grüße,
tzilma

aXXL
18.01.2008, 20:01
Moin Tzilma,
danke. Angekommen.
Wie wäre es um den 15. März zum Auftritt der Band?

Axel

V wie Vendetta
18.01.2008, 22:24
Dann doch lieber alle 10 Jahre den Putz abtragen oder?
Ähnlich wie Fett absaugen.



Putz ist schnell erneuert....:biggrin:
Aber das mit dem Fettabsaugen iss mir zu teuer...
Ich lasse es erst garnicht soweit kommen.....:biggrin:


Mlg

MCillu23
19.01.2008, 04:00
@ aXXL

ich tippe mal spontan auf das BfArM ?!

Ist das nicht ein klasse Argument für unser Anliegen? Vorallem zeigt es schön, wie sehr das BfArM auf Risiko/Nutzenanalyse verzichtet sobald ein wirtschaftliches Interesse ( in dem Fall seitens der Pharmalobby ) vorliegt.

;)

gelöscht
19.01.2008, 16:40
Moin Schmonzes,
"lang nichts mehr von Dir gelesen" wäre ja glatt gelogen, aber Tatsache ist, dass ich mich im Neben-Thread aktuell gerade so unbeliebt mache, weil ein gewisser A. M. so auf Dir rumgetrampelt ist (hat). Das konnte ich so nicht stehen lassen, denn ich "kenne" Dich anders als dieser Gottkönig der maximalen Luftzufuhr es (unbedacht) benannt hat.
Er scheint unter den Folks berüchtigt dafür zu sein.
Ich bin anrüchiger.
Aber das weißt Du ja schon längst. Sonst würd`ste nicht in regelmäßigen Abständen auf Thread-Besuch kommen.

Alles im Lot bei Dir? Was "Ausscheidungen" (vom "bekannten fliegenden Objekt") angeht die gelegentlich von oben runter kommen.... ist so wie mit normalem Regen... das meiste fällt vorbei.;)

Was mir allerdings mehr auf den Keks geht, ist so einiges das sich auf abgeordnetenwatch.de findet. Besonders einer mit echtem "Sprung in der Platte".
Ich lass mich nicht gern verarschen und stelle dort ne Frage an einen kaputten "Plattenspieler".
Abrollen in den Ruhestand soll er.
Ich hätte da mal ne Frage an dich. Vielleicht kennst du dich ja aus mit den Reaktionen des Moderatorenteams.
Ich bekam 3 mails bezüglich dieses Textes:Sehr geehrte Damen und Herren

Der Herr Dr.Schäuble ist ja hier nicht ansprechbar da er aus guten Gründen die Öffentlichkeit meidet.
Ein sehr bedauenswerter Mensch dem hoffentlich bald nahegelgt wird sich zur Ruhe zu setzen.

Bedauernswert, da er für jeden klar denkenden Bürger ganz offensichtlich an einer posttraumatischen Belastungsstörung
und mindestens schwerem Verfolgungswahn leidet.
Psychotisch, daß er überall "Terroristen" vermutet und sämtliche Bürger dieses Landes bespitzeln will.

Sogar hier möchte er auf das Sammeln von Daten hinaus, statt sich der Fragen oder Diskussionen zu stellen.
Vielleicht sollte er sich besser in einen geheimen Bunker, strengstens überwacht und mit guter
psychotherapeutischer Versorgung zurückziehen.
Ein sog. Deutschland voller Bespitzelung mit Freiheitsberaubung seiner Bürger, die Deutsche Demokratische Republik
zerfiel vor Jahren.
Und dieser kranke Mann möchte sowas doch wieder aufziehen.

Es wäre sehr traurig wenn es GRADE DURCH sein Verhalten soweit kommt, wie bei Menschen die vor Hunden Angst haben.
Grade die können gebissen oder mindestens angeknurrt werden, da sie Angst zeigen und aus Sicht eines jeden Hundes
daher etwas übles getan haben müssen.

Damals, als auf Herrn Schäuble das Attentat verübt wurde, welches ihn in den Rollstuhl brachte, war ich zu jung um zu
bergreifen was los war. Heute ist es wohl verständlich....
Ein Teufelskreis, den dieser kranke machtbesessene Mann für sich selbst und dieses Land heraufbeschwört (hat?).

Dieser Standardantworttext den vermutlich einer seiner Büromitarbeiter hier gelegentlich reinsetzt, erweckt leider
auch den Eindruck eines "Sprungs in der Platte".

Armes Deutschland
Erste mail automatisch, zweite, ohne Kommentar wie die erste, offenbar manuell ausgelöst und erst bei der dritten ein Hinweis darauf, daß sie keine bloßen Meinungsäußerungen zulassen.
Ja, der Verfolgungswahn ist ein wenig ansteckend.
Der Typ hat es echt geschafft sogar so nen kleinen armen Hund wie mich mies draufkommen
zu lassen.
Frage: ist es dort üblich, daß 3 mails kommen ?

PS
Natürlich interessiert mich auch ne Antwort auf deine Anfrage an Bätzing vom 16.01.

DesStaa
19.01.2008, 17:04
Also ich hab der lieben Frau Bätzing auch mal eine Frage reingestellt...
Schaun wir mal was sie antworten wird, WENN sie denn antwortet.
http://www.abgeordnetenwatch.de/index.php?cmd=650&id=5812&fragen=p475#fragen

Tzilma
19.01.2008, 17:10
moin,

finde die frage sehr gut, mal schauen was sie dazu zu sagen hat.

@axxl: den termin merke ich mir mal. muss noch mal urlaub machen, aber gegen einen kleinen ausflug hätte ich überhaupt nichts. wir hören bis dahin aber noch einmal voneinander. schönes wochende dir und allen aderen natürlich auch. :)

aXXL
19.01.2008, 17:10
Moin Schmonzes,
nun, mit den Gepflogenheiten des Abgeordneten-Watch kenne ich mich nicht besonders gut aus, aber da dort neuerdings auf - für mein hypersensibilisiertes Gefühl - recht aggressive Weise um Spenden geworben wird, kann von "ehrenamtlicher Aufklärung" kaum die Rede sein.
Ich denke mir, dass ALLE Fragen erst einmal eine vorgeschaltete Zensur durchlaufen. Ist man zu "aggro" mit seiner Anfrage, ist man beleidigend oder herabwürdigend gegenüber den angesprochenen Politikern, geht die Frage auch nicht durch den Kodex.
Dann kriegste wohl nur standardisierte Antwort-Spams.
Mein persönlicher Abgeordneter (für Sylt und Nordfriesland), der Herr MdB Ingbert Liebing, CDU, zieht sich da geschickter aus der Affäre. Ein anderer aus Flensburg (SPD) hat sich seit Monaten nicht auf meine Fragen erklärt.

Ob Sabine die vielen Fragen persönlich beantwortet, wage ich auch zu bezweifeln. Wahrscheinlich delegiert sie`s an einen Referenten und lässt sich lediglich über wirklich wichtige Anfragen informieren. Ansonsten wäre sie schon am Langweiler-Syndrom gestorben - bisher scheint sie ja nur daran erkrankt zu sein (Platten-Sprung-Syndrom).

Wenn Du dem Schäuble ernsthafte Frage stellen willst, musste nicht so viel Gas geben, sondern das Wesentliche in quasi genormte Sätze des Anstandes pressen.
Das fällt nicht immer leicht, aber mitunter ist es von Vorteil, wenn man versucht sich der Gepflogenheiten seiner Gegner zu bedienen.

Was den anderen Thread angeht: Wasted time.
Die Kids dort haben einen Spieltrieb, den sie in der Feigheit ihrer Anonymität gerne so weit wie möglich ausreizen möchten, weil sie sich sicher vor Entdeckung fühlen.

In einer persönlichen Diskussion von Angesicht zu Angesicht würden sie sich niemals so weit aus dem Fenster lehnen.

Bleib am Ball, Alter. Bleib skeptisch.

Gruß

a.

aXXL
19.01.2008, 17:15
Moin DesStaa,
ja, genau. Super Fragen! Kurz, knackig, prägnant.
Mann, das kann man kaum toppen...

Das beeindruckt mich. Und das sag ich nicht bloß so daher...!

TZILMA: Alles im Grünen Lot. Falls es vorher Gelegenheit gibt, sag ich Bescheid.
Eventuell gegen Ende d. Monats in HH auf `n Kaffee, falls Du Zeit hast. Im Laden meiner Biologiker.

DesStaa
19.01.2008, 17:34
Moin DesStaa,
Das beeindruckt mich. Und das sag ich nicht bloß so daher...!

Oh, Danke! :-) Ganz ehrlich ist diese Frage eigentlich Essenz all meiner Zweifel an unserem Staat/Politischem System/Whatever. Was qualifiziert Person XYZ für das Amt XYZ? Die Frage spukte mir schon im Kopf herum, da wusste ich noch nix von Hanf. ... als Kiddie.

aXXL
20.01.2008, 16:51
@Schmonzes,
das hier hilft Dir vielleicht, Deine Fragen zu präzisieren.
Sie sollten so präzise sein wie ein (Ab-)Fangschuss...

http://www.heise.de/newsticker/meldung/102082

Schönes Rest-Wochenende oder schönen Rest-Flug oder wovon auch immer -rest.

MCillu23
20.01.2008, 18:50
Hey aXXL,

ich lass dir ein paar "nette" News da.

Ulla die Soap mit dem **** ist da

http://www.monstersandcritics.de/artikel/200803/article_54627.php/Ulla-die-Soap-mit-dem-****-ist-da

Jugendliche; "high" von Cannabis ermorden Familienvater

http://www.welt.de/welt_print/article1570165/Kriminelle_Jugendliche_terrorisieren_Grossbritanni en.html


Dass in Sachsen Anhalt eine ältere Frau von einem 18 jährigen ermordet wurde weisst du sicherlich schon... kommt alles aufeinander; vorallem seit der Disskussion über Jugendgewalt. Bin ja mal gespannt wann Koch erklärt, dass die Straftaten auf Cannabiseinfluss besonders brutal und gewissenlos sind.

einen schwermütigen Gruß von

Illuminati ²³

gelöscht
21.01.2008, 19:12
Jo, danke aXXL

Ist echt heftig mit http://www.welt.de/multimedia/archive/00486/schaeuble_DW_Politi_486850g.jpg
Gollum :confused:
Hab erstmal bei den Mods von abgeordneten.de kritisch bemerkt, daß die Antworten
nach deren Regeln eigentlich unter Massenmail fallen um wohl auch bewußt
deren Statistik zu beeinflussen.

aXXL
22.01.2008, 15:43
AUFKLÄRUNG TUT NOT
(im doppelten Sinne)

FISH-MIX:

http://www.az-web.de/sixcms/detail.php?template=az_detail&id=407040&_wo=News:Topnews&_g=Verunreinigte-Drogen-auf-deutschem-Markt

AUFLÖSUNGS-ERSCHEINUNGEN:

http://www.welt.de/berlin/article1576004/Polizei_loest_spezielle_Drogen-Einheit_auf.html

INZEST:

http://www.wz-newsline.de/sro.php?redid=193214

WAHLKAMPF-ENTSCHEIDUNGSHILFE:

http://hanfverband.de/aktuell/meldung_1201004833.html

aXXL
22.01.2008, 15:59
AUFKLRÄRUNG BLUTROT

SONDER-WUNDER. ABSEHBAR

Sonderbar, dasss Cannabis
eine solche Seuche ist,
dass nicht mal die WHO
- UNO, NATO oder so -
schafft, die Seuche abzuschaffen,
an der all die kiffer schlaffen.
Deutschlandweit um 4 Millionen.
Das könnt` einen Krieg schon lohnen.

Wunderbar, dass Cannabis,
dem man Heilwirkung beimisst,
schon so lange überdauert,
wie man um die Ethik trauert.
Ob Politiker, die schlaffen
es noch eines Tages schaffen
Krieg Millionen zu erklären,
die mit Heilkraut glücklich wären,
ist indes noch ungewiss
wie ein Vogelgrippe-Schiss,
der `ne schlimme Seuche ist,
weil sie kleine Kinder frisst.

Absehbar, dass Cannabis
Kriegsgrund für die Schlaffen ist
mittels UNO-WHO,
NATO, K-FOR oder so
all die Pflanzen und Personen
hinter Stacheldraht und Zonen
einzusperren, einzumauern,
wo die Seuchen auf sie lauern
und im Kriegsfall es auch schaffen
jene Politik der Affen
seuchentechnisch umzusetzen.
Bis die Fliegen sich drum fetzen.
Ob man dann für Cannabis
weiße Seuchenfahnen hisst
hängt im Krieg oft von den Waffen
ab und von politisch Schlaffen,
die mit Macht und Hass-Allüren
grausam Seuchenkriege führen
ohne jemand zu verschonen.
Offenbar nicht mal Millionen.
Sonder-Wunder Cannabis.
Absehbar, wann Ende ist.

(c) aXXL

aXXL
22.01.2008, 16:46
SPAZIERKRANK

Es war an einem Montagmorgen etwa um 3 Uhr früh gegen Ende des vergangenen Jahres, als Cochise von einem entfernten Freund eine unmissverständliche Aufforderung per Mail erhielt:
„Geh mal wieder spazieren!“
Darunter war ein Link gesetzt.
Cochise klickte ihn an. Prompt öffnete sich die bunte Website eines großen deutschen Nachrichtenmagazins, dessen allgemeine Berichterstattung angesichts der Übermacht verlogener Käseblättchen im deutschen Sex and Crime - Printwald als noch einigermaßen glaubwürdig eingeschätzt werden konnte. Die Schlagzeile der Online-News titelte:

**** auf Sylt. Schmuggelware in Rucksäcken angeschwemmt.

Ein prüfender Blick auf das Kürzel der verantwortlichen Agentur und auf die Uhrzeit der Erst-Veröffentlichung überzeugten ihn, dass eine realistische Chance zum Handeln bestand. Er schaltete den PC ab, legte den gerade erst angesteckten Spliff zum Erlöschen in den Aschenbecher und zwängte seine geschwollenen Füße in die klobig wirkenden – doch maßgefertigten Wanderstiefel.
Im gleichen Moment erhob sich in der hinteren Zimmerecke aufgeregt schwanzwedelnd ein haariges Bündel von kalbgroßem Hund. „Suleika“ – sein treue Begleiterin über die letzten Jahre. Rumänischer Hütehund-Mix mit Wolfsblut-Einschlag. Ein Tier wie aus dem Märchen-Bilderbuch: Schön und furchteinflößend zugleich.
Cochise hatte von seinem Stuhl aus kaum in Richtung seiner Stiefel gegriffen, da hob sie schon aufmerksam den wuscheligen Kopf und wusste, dass er sie mitnehmen würde. Er ging niemals ohne sie.

Nachdem die überaus schmerzhafte Prozedur des Ankleidens endlich für ihn beendet war und er seiner Leika einen speziell angefertigten Tragebeutel umgeschnallt hatte, der all seine vielen Medikamente enthielt, tastete er sich auf wackeligen Füßen zur Haustür. Sein Gleichgewichts-Sinn war etwas aus dem Lot, aber bei der Menge an Pillen, die er gegen seine schlimmen Leiden schlucken musste, schien das gelegentliche Torkeln noch die angenehmste der vielen heftigen Nebenwirkungen zu sein.
Etwas unsicher griff er deshalb nach seiner großen Maglite-Taschenlampe, verstaute sie in seinem weiten Regencape und wies die Hündin mit einem leisen „Leika...die Krücke“ an, ihm die Alu-Gehhilfe zu bringen. Sie reagierte sofort. Den monströsen Kopf mit den zotteligen Haaren unnatürlich weit nach links geneigt, schnappte sie nach der Krücke und apportierte diese in annähernd senkrechter Weise quer durchs Zimmer zu ihrem Herrchen. „Braver Hund. Brave Leika“, flüsterte er. Sie wedelte dankbar mit dem Schwanz.
Schließlich stellte sie sich neben ihn, rieb in einer Art Ritual ihren Zottelkopf an seinem teilgelähmten Bein, um sich danach unmittelbar an der Haustür auf die Hinterpfoten zu erheben und damit in der sich nach oben streckenden Bewegung größer zu werden als Cochise selbst. Dann tapste sie mit der rechten Pforte auf den Griff der Haustür und schon öffnete sich für beide der Weg nach draußen.

„Zum Strand“ sagte er leise. Sie verstand seine Worte und machte sich auf, um die ersten Meter der Straße vorauszulaufen und dort nach eventuell herumliegenden Hindernissen abzusuchen. Nach Bierdosen, Steinen oder unebenen Gehwegplatten, die ihn hätten ins Straucheln bringen können, denn er ging trotz seiner Behinderten-Gehhilfe sehr unsicher.
Ungelenk wie ein ferngesteuerter Roboter mit eckigen, langsamen Bewegungen. Vorsichtig und zögerlich. Immer darauf bedacht nicht zu stolpern oder gar zu fallen.
Leikas Aufgabe war es deshalb, an möglichen Hindernissen etwas zu verweilen und sie mit ihrer Gegenwart anzuzeigen, damit er sicher an ihnen vorbeikam.
Seine heftigen Symptomatiken waren in den vergangenen Wochen und Monaten zu sehr fortgeschritten, als dass er einen Sturz hätte riskieren können. Er wusste, er würde aus eigener Kraft kaum wieder auf die eigenen Beine kommen, denn seine unteren Extremitäten versagten ihren Dienst mit jedem Tag der Krankheitsfortdauer mehr und mehr.

Cirka eine gute Stunde später hatte er in mühseliger Anstrengung die zwei knappen Kilometer zum Nordsee-Strand geschafft und stakste ungelenk durch den feuchten Sand hinunter zum Wassersaum der anschwappenden Wellen.
Die Hündin preschte in großen, weiten Sätzen neben ihm auf und ab und ließ ihrer Freude über den nächtlichen Spaziergang ungezügelten Lauf. Mitunter bewegte sie sich graziös und anmutig. Fast wie in Slow - Motion. Dann wiederum nahm sie ganz plötzlich Tempo auf und wechselte im schnellen Vorpreschen mehrfach die Richtung, so als wenn sie absichtlich die weitest möglichen Wege in höchst möglichem Speed zurücklegen wollte.
Es war eine Augenweide ihr zuzusehen: Ihr ungestümes Wesen vermittelte den Eindruck jugendlichen Überschwanges und zugleich immer wieder absolute Sicherheit in Aktion und Reaktion. Sie strotze vor Energie und leistete sich ohne jegliche Anstrengung eine spielerisch anmutende Dauerdemonstration von Biegsamkeit, Geschwindigkeit und Gewandtheit.

Cochise hingegen bot in der Nässe des Sandes mit seiner kaum auf festen Bodenwiderstand stoßenden Krücke und mit seinen nahezu spastisch anmutenden Bewegungen ein Bild des absoluten Jammers. Nicht nur, dass er viel zu langsam vorankam. Die Empfindungsstörungen und falschen Nervenreize in seinen Beinen vermittelten ihm auch ständig das unsichere Gefühl, abwechselnd auf einem dicken Schwamm – wie auch auf einem Wasserbett zu gehen.
Dennoch kämpfte er sich tapfer voran. Den stürmischen Südwest-Wind im Rücken mühte er sich nordwärts. Seine rechte Hand umklammerte den Griff der Krücke mit eiserner Faust. Mit der linken hielt er die Stablampe, die ab und an den näheren, vor ihm liegenden Bereich zwischen Wassersaum und Strand ausleuchtete.
Es begann zu regnen. Die Tropfen peitschten das Regencape, der Sturm zerrte am Stoff des weiten Umhangs, der bis zu seinen versteiften Kniegelenken reichte. Das Gehen fiel ihm im aufgeweichten Boden zunehmend schwer, doch er kehrte nicht um. Noch nicht...
Suleika war innerhalb weniger Minuten nach Einsetzen des Regens vollkommen durchnässt und sah aus wie ein riesiger triefender Wischmopp auf vier Beinen.
Sie drehte jedoch noch immer ihre überschäumenden Laufrunden zwischen Wind, Wetter und stürmisch herannahenden Wellen und lieferte so ein pralles Bild purer Lebensfreude.

Sie waren bereits eine geraume Zeit in der Dunkelheit am Meer unterwegs, da hielt Leika sehr plötzlich in ihrem verspielten Bewegungsdrang inne und zeigte ein vorausliegendes Hindernis an.
Cochise schaltete erneut die Taschenlampe ein und sah im Schein des Lichtkegels in knapp drei Schritten Entfernung ein unförmiges Paket vor sich am Strand liegen. Wahrscheinlich hatte es die Flut dorthin getragen.
Sein Herz begann zu pochen. Er spürte von einem Moment auf den anderen keinen Schmerz mehr, sondern nur noch eine übergroße Hoffnung, die sich seines ganzen geplagten Wesens bemächtigte. Er blieb stehen und flüsterte der Hündin lediglich ein knappes „Hol`s!“ zu.
Leika packte das neben ihr liegende Pakt mit ihrem riesigen Maul, schnappte noch einmal sicherheitshalber nach und brachte die Fundsache schließlich wie ein Beutestück stolz und mit hoch erhobenem Schweif zu ihrem Herrchen. Sie legte es nicht ab, sondern hielt es ihm so entgegen, dass er sich nicht danach bücken musste.

Es war ein ziemlich ausgebeulter Rucksack, den sie gefunden hatte. In seinen äußeren Taschen mit Schwimmern aus Kunststoff befüllt, so dass er trotz seines Gewichtes im Wasser nicht hatte untergehen können. Den gesamten Tragesack hatten jemand der Länge nach mit einem sehr widerspenstigen Gewebeband verklebt, was aber nur der Befestigung von Trageriemen und Öffnungslaschen diente. Cochises` Taschenmesser war scharf genug, um das Tape ohne großen Kraftaufwand zu durchtrennen, so dass er den Inhalt der Verpackung innerhalb weniger Sekunden ins grelle Licht der Maglite ziehen konnte.
Zum Vorschein kamen drei klobige Päckchen vom Format doppelter Ziegelsteine. Eingeschweißt in starke PVC-Folie und zusätzlich mit starkem Tape umwickelt, so dass das Meerwasser dem Inhalt keinen Schaden hatte zufügen können. Gute 6 Kilo.
Cochise durchstach mit der Klinge seines Messers die Folie, um an der zerfetzten Stelle zu prüfen, ob es sich tatsächlich um ****** handelte. Dazu steckte er seinen rechten Zeigefinger in den Mund, benetzte ihn mit Spucke und ließ einige der am gelöcherten Päckchen hervorquellenden Kristalle daran anhaften. Dann rieb er den nassen Finger kurz über seinen Gaumen. Nur wenige Sekunden später merkte er, wie sich eine Art Betäubung über der Stelle ausbreitete und bitterer Speichel seinen Schlund- und Speiseröhrenbereich mit einer eigenartigen Empfindungslosigkeit überzog.

Er schätzte das Material auf über 90 % Reinheitsgehalt. Wahrscheinlich Stoff aus Kolumbien. Cali oder Medellin. Zeug, das die FARC oder die Paramilitärs in steter Zusammenarbeit mit den jeweiligen Drogenbaronen nach Europa verhökerten. Zur Fortführung des schmutzigen Kampfes gegen das eigene Volk, denn mit der kolumbianischen Regierung zu verhandeln war inzwischen so gut wie unmöglich geworden. Konstruktive Gespräche über als Geiseln genommene Personen wie Pastoren, Oppositionspolitiker und einfache Bürger oder gar Verständigungen über simple Gefälligkeiten in Form von Haftentlassungen sogenannter „Freiheitskämpfer“ fanden schlichtweg nicht mehr statt. Die Regierung verweigerte alle Verhandlungen und provozierte daher immer dreistere Aktionen der Rebellen.
Cochise wusste aus den Nachrichten um das Schicksal der Abgeordneten Bettancourt, die schon seit mehreren Jahren in den Fängen der FARC einem ungewissen Schicksal voller Entbehrungen und körperlichen Qualen entgegensah. Ihr Leid und sein Leiden im Dschungel der fremdbestimmten Zwänge – da gab es nach seinem Gefühl einige Parallelen.

Nachdem er seiner Hündin anerkennend über den zottigen Kopf gestreichelt hatte, begann er die drei Pakete unter dem weiten Regencape direkt am Körper zu verstauen, indem er sie in seinem Flanellhemd bunkerte. Danach zog er die zuvor in den Sand gesteckte Krücke heran, um sich wieder auf den Rückweg zu machen.
Südwärts. Gegen den Sturm und gegen den heranpeitschenden Regen. Im unrhythmisch eckigen Gang des schwer Körperbehinderten, der auf Schwämmen und Wasserbetten zu balancieren glaubte, weil einige zuckende Muskelpartien und übersensibilisierte Stellen in seinen Beinen ein Blitzgewitter von gewaltigen Schmerzeinschlägen verursachten. Selbst mit dem gesamten Müll an Medikamenten in Leikas aufgesattelter Tragetasche war diesen Schmerzen nicht zu begegnen. Nicht einmal ansatzweise. Die pharmazeutischen Präparate verursachten lediglich Nebenwirkung über Nebenwirkung. Weder aber konnten sie seine argen Qualen lindern – noch den ständig sich verschlimmernden Zustand seiner seltenen Krankheit aufhalten. Die Mittel waren unnütz. Vollkommen unnütz.

Noch schlimmer jedoch wog, dass er medizinisch als „austherapiert“ galt.
Als nicht mehr behandelbar.
Als Mensch zweiter Klasse ohne Anspruch auf ordentliche Therapie, weil eines Tages über ihn bekannt geworden war, dass sein chaotisches Vorleben einige lächerliche Vorstrafen wegen Drogenbesitzes aufwies. Demzufolge musste er sich einer verwaltungsbehördlichen Beurteilung unterwerfen, die ihn auf ewig für „unzuverlässig“ erklärte.
Für dauerkriminell und in medizinischer Hinsicht quasi entmündigt.
Dieser behördliche Makel hatte dazu geführt, dass ihm von seinen behandelnden Ärzten keine Betäubungsmittel gegen seine Leiden verschrieben werden durften, sondern bloß noch Dreck. Weitestgehend unwirksame Mittelchen ohne konkreten Nutzen. Er nannte sie „Foltermittel“.
Deshalb fühlte er sich auf ähnlich fatale Weise in Geiselhaft genommen wie die Abgeordnete Bettancourt im kolumbianischen Dschungel. Unschuldig als Person als solche und dennoch würdig genug, um im Namen der undefinierten Rachsucht einer weitestgehend anonymen Gesellschaft unsägliche Qualen zu erdulden.

Nach guten dreißig Minuten Rückweg angestrengten Humpelns durch den Sturm sah Cochise plötzlich im niederprasselnden Regen zwei entgegenkommende Lichtkegel, welche sich relativ schnell näherten. Leika stoppte ihren ungestümen Lauf und zeigte an, dass sie die Bewegungen in der Entfernung wahrgenommen hatte. Sofort lief sie zu ihrem Herrchen und schmiegte sich an seine Seite; so als ob sie ihren loyalen Schutz anbieten – und weitere Verhaltensanweisungen abwarten wollte.
Cochise seinerseits schaltete seine Taschenlampe an, um sich für die schnell Entgegenkommenden im Dunklen bemerkbar zu machen.
Wenige Augenblicke später trafen die Lichtkegel aufeinander. Cochise stakste ungelenk auf zwei in Regenjacken gehüllte Männer zu, die sich sogleich zu erkennen gaben:
„Zollbehörde Nordfriesland“ raunzte eine Stimme hinter einer der Taschenlampen, „was machen sie denn hier um diese Zeit?“
„Ich gehe mit meinem Hund spazieren“, antwortete Cochise seelenruhig, „ist das verboten?“
„Nein, das ist es nicht“ kam es unwirsch zurück, „aber es ist doch recht ungewöhnlich um diese Uhrzeit. Bei diesen Wetterverhältnissen.“
„Ja, sie haben Recht. Die Wetterverhältnisse sollten verboten werden, aber das nächtliche spazieren gehen müsste eigentlich erlaubt bleiben“.
„Können wir mal ihren Ausweis sehen?“ fragte eine andere Stimme in moderaterer Tonart.
„Natürlich, kein Problem!“
Cochise griff unter das Regencape, streifte dabei einen der ******-Ziegel unter dem Hemd und nestelte aus der darüber liegenden Tasche seinen alten Personalausweis hervor.
Einer der Zöllner ergriff das Identifikationsdokument, um es zu überprüfen und versuchte im Schein seiner Lampe die verschwimmenden Buchstaben zu entziffern.
Sein Kollege wandte sich erneut im barschen Tonfall an Cochise: „Sagen sie mal, was hat ihr Hund denn da für einen Rucksack umgeschnallt?“
Er machte einen Schritt auf Leika zu und schien nach der Medikamententasche greifen zu wollen, zuckte jedoch erschrocken zurück als die Hündin plötzlich von einem Moment zum nächsten die Zähne fletschte und ein tiefes Knurren aus ihrer Kehle verlauten ließ.
„Halten sie sofort den verdammten Köter zurück, Mann“ schrie der übellaunige Zöllner verängstigt.

Cochise raunte nur ein knappes „Aus, Leika“, dann wandte er sich den Zoll-Beamten zu und erklärte in stoischer Gelassenheit. “Das ist mein Überlebens-Set aus Notfall-Medikamenten. Werfen sie ruhig einen Blick hinein, aber fassen sie es bitte nicht an. Meine Hündin ist darauf gedrillt, nur mich an die Tasche zu lassen. Jeden Fremden, der sie anfasst, würde sie sofort angreifen“.
Er beugte sich über ihren Rücken und öffnete mit einer Hand die Klettverschlüsse der Tasche, damit die beiden Uniformierten sich von seinen Angaben überzeugen konnten.
Im Schein der Lampen waren einige Medikamenten-Verpackungen zu erkennen: Vorwiegend Schmerzmittel, leichte Antidepressiva und entzündungshemmende Präparate. Dazu zwei aufgewickelte Mullbinden, Pflaster und eine Schere.

„Dankeschön“, sagte der ruhigere der beiden Beamten.
Nach der flüchtigen Sichtung der Daten gab er den Ausweis zurück, weil er zur Kenntnis genommen hatte, dass Cochise ein Ortsansässiger war.
Ein „Aber warum nennen diesen harmlosen Plunder eigentlich Überlebens-Set?“ konnte er sich nicht verkneifen.
Cochise holte Luft und einen Augenblick lang schien es, als baue sich eine unheimliche Aggression in ihm auf. Er besann sich jedoch rechtzeitig, ließ laut aufstöhnend die Luft wieder ab und antwortete kaum hörbar: “Weil mir die Ärzte bloß noch zwei Wochen geben. Ich hab einen Rückenmarks-Tumor. Heute war die letzte Möglichkeit für mich spazieren zu gehen. Morgen checke ich im Hospiz ein. Nächste Woche tausche ich das Überlebens-Set gegen ein Sterbe-Set.“

Betretenes Schweigen machte sich für einige Sekunden breit.
Tropfen prasselten hernieder.
Sturm zerrte an den Regenjacken.
Im Abstand von wenigen Metern brausten die Wellen aus der Dunkelheit heran und erschöpften ihre Kraft an den sandigen Ufern der Insel wie schon seit Ewigkeiten zuvor.

„Tja, also - mhh“, meinte der Übellaunige, „da kann man ja nicht mehr viel...“
„Klappe!“ herrschte ihn sein Kollege an. “Du hast jetzt erst mal Funkstille!“
Dann an Cochise gewandt: „Entschuldigen Sie bitte, dass wir sie aufhalten mussten. Wir sind etwas nervös, weil wir einen Dienstauftrag von ziemlicher Wichtigkeit und Dimension haben. Womöglich stoßen wir auf gewaltbereite Schmuggler und Kriminelle. Da kommen sie aber schon aus rein körperlichen Gründen nicht in Betracht.“
Er tippte grüßend an die unter seiner Kapuze hervorlugende Dienstmütze, murmelte ein gerade noch halbwegs verständliches „Alles Gute für die Zukunft“ und zog schließlich seinen Kollegen nachdrücklich am Ärmel, um sich auf die gefährliche Suche nach üblen Drogen und global agierenden Drogenhändlern zu machen.
Die Dunkelheit hatte sie nach kurzer Zeit schon geschluckt.

Cochise und Leika nahmen den weiteren Rückweg nach Hause in Angriff.
Er roboterhaft ausladend, torkelnd, schwankend und eckig wie immer. Scheinbar aber doch auf eine ganz spezielle Weise etwas energiegeladener als sonst.
Sie bereits wieder umhertollend mit riesigen Sprüngen und engen Pirouetten um sich selbst, als wenn es nichts Schöneres gäbe als laufen, laufen, laufen.
Ab und zu lobte er sie mit leiser Stimme, „Brave Leika! Guter Hund!“
Dann wedelte sie mit ihrem nassen zottigen Schweif, dass die Tropfen sprühten und lief erneut voraus, um die weitere Sicherheit seines bevorstehenden Weges zu überprüfen.

Seit jener Nacht war dieser Weg für Beide um ein Vielfaches einfacher zu gehen. Nicht zuletzt, weil Cochises` Überlebens-Set um einige Kilo zugenommen hatte, aber Leika nie wieder die Medikamententasche tragen musste.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,472381,00.html



(C) aXXL

aXXL
23.01.2008, 09:42
"BUSSEN" STATT BÜSSEN

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/cannabis-bussen_wieder_im_gespraech_1.656217.html

aXXL
24.01.2008, 15:26
AUS DEM ONLINE-BLÄTTERWALD:

Sport:
http://www.faz.net/s/Rub73884F84B06D4DC4AE74508250EBEA26/Doc~EFB48948D7FA44BA2BF900FDE6CB6A7BE~ATpl~Ecommon ~Scontent.html?rss_googlefeed

Anwaltssport( Schweiz):
http://www.20min.ch/week/tv/story/30884250

Volkssport (Holland):
http://www.stern.de/politik/panorama/:Cannabisanbau-Hasch-Nordrhein-Westfalen/608473.html

Volkssport(Groß Britannien):
http://www.stern.de/politik/panorama/:Gro%DFbritannien-Hanf-Plantagen-Zimmer/584714.html

Gewalt als Sport? (Deutschland):
http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Tilidin-Drogen-Jugendgewalt;art122,2462120

Taliban-Sport (Afghanistan):
http://www.rheinpfalz.de/cgi-bin/cms2/cms.pl?cmd=showMsg&tpl=rhpMsg.html&path=/rhp/welt/ticker&id=NEWSTICKER080123225253.1zvg3u35

Statistik-Sport (Deutschland):
http://www.dhs.de/web/presse/meldungendetail.php?id=49

aXXL
25.01.2008, 19:43
FREITAGS-BLÄTTERWALD

"Asoziales Verhalten" durch Khat?:
http://www.welt.de/welt_print/article1588636/Schmuggel_mit_afrikanischen_Drogen_auf_Rekordnivea u.html

Ausnahme-Erlaubnis für 89jährigen Drogenkonsumenten mit Reputation:
http://www.focus.de/politik/deutschland/rauchverbot_aid_234965.html

890 Tacken für 12 Tonnen:
http://www.tirol.com/chronik/international/75869/index.do

Milliarden-Geschäft Cannabis-Pille:
http://*******.com/3dope4

Nichts Neues von Thomasius:
http://*******.com/yo8qz6

Nächtliche "Trocken-Tanke" als Prävention:
http://www.pr-inside.com/de/alkoholkonsum-polarisiert-jugendliche-erste-r402967.htm

Schönes Wochenende...

aXXL
28.01.2008, 12:04
EILMELDUNG

http://www.ad-hoc-news.de/Aktuelle-Nachrichten/15198622/Ticker


Aus sicherer - weil betroffener - Quelle im Osten der Republik: Es handelt sich bei dem Unternehmen um "CATWEAZEL" in Aachen.

aXXL
28.01.2008, 14:33
In gleicher Sache:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,531445,00.html

http://www.aachener-zeitung.de/sixcms/detail.php?template=az_detail&id=413823&_wo=News:Topnews&_g=Bundesweite-Razzia-gegen-Cannabis-mit-Schwerpunkt-in-der-Region-Aachen

aXXL
28.01.2008, 20:30
...und nochmal:

http://www.tagesschau.de/redirectid.jsp?id=video268414

gelöscht
28.01.2008, 20:43
Moin aXXL

Nu' versteh ich auch besser wieso du deine Lampen bis zum allerletzten Zünden abnudelst.
;)

Gibt's nicht bald wieder Leute die ne Verfassungsklage o.Ä. starten ?

-dandelion-
28.01.2008, 20:56
damn wollte mir bei denen ende letztes jahr noch was bestellen habs dann aber doch nicht gemacht da ich bei so 0815 internet präsenzen immer skeptisch bin, scheinbar zurecht!

aXXL
28.01.2008, 22:28
Schmonzes, Du kommst doch aus dem Süden oder verwechsel ich da schon wieder was?
Wenn Du möchtest, kontakte ich Dich mit jemand, der bereits an einer Verfassungsklage gescheitert ist und randvoll mit guten juristischen Ansätzen, um die Situation auf die Defizite festzunageln. Einer, der absolut nicht aus dieser - unserer - Szene kommt...ein richtiger Bürger und Zivilist, dem man eher den Makel "Spießer" anheften würde, jedoch voller Abscheu ist gegen das, was vom BVerfG ausgesessen, ausgesessen und immer noch ausgesessen wird.

Du kannst aber auch mal selbst forschen und das "Juraforum" angooglen. Dort suchst Du nach "Cannabis" und nach "klartext".

Leider ist der beste diesbezügliche Thread schließlich gemülleimert worden, weil es sehr heftig zur Sache ging mit persönlichen Animositäten und sich die Teilnehmer durch die Nachricht verunsichern ließen, ich würde ein vergleichendes Buch zwischen dem hiesigen Thread - und dem im Juraforum publizieren.
Das rief die Zensur auf den Plan.


Ich verabschiede mich an dieser Stelle für eine dreitägige Auszeit, weil ich einigen Verpflichtungen in eigener Sache nachkommen muss, aber spätestens am Wochenende wird dann wieder weitergemacht: Prävention dieser unsäglich leichtfertig mit Menschenleben rumspielenden "Prävention".

See you

aXXL

Officer Pickelstine
29.01.2008, 17:20
Schlag gegen Hamburgs "Gras"-Züchter

http://www.mopo.de/2008/20080129/hamburg/panorama/schlag_gegen_hamburgs_gras_zuechter.html


Hat Hamburgs Polizei zu viel Geld?


http://www.mopo.de/2008/20080129/hamburg/politik/verwoehnt_die_polizei_ihre_qualmenden_beamten.html

Versteh nicht wie sinnlos man Geld ausgeben kann, aber rauchende Polizisten müssen natürlich mit 60000€ STEUERGELDER unterstützt werden!!!

Skunk-Nation
29.01.2008, 20:24
Hallo liebe Hanfburgler,

hehe, wollte mich auch mal wieder melden....

... natürlich, um aXXL erstmal weiterhin alles gute zu wünschen, für Gesundheit und auch im kampf gegen die Prohibition. weiter so, ich bleib jedenfalls dabei und bin jedesmal dankbar was neues von euch/dir zu lesen. wünsche euch wirklich alle kraft, um weiter zu kämpfen, für eure ziele, die auch meine sind!

naja, zum juristischen, also zwecks verfassungsklage, könnt ich nun auch mein senf dazu geben, denke aber, dass trägt hier nix zu bei.

lieber nochmal paar schöne protestmailer an Fr. Bätzing(?).

also, das solls auch schon gewesen sein. kurze wortmeldung halt. du bist net allein aXXL, auch wenns mnachmal so aussieht.

bis denne & alles gute
Skunk

Officer Pickelstine
29.01.2008, 20:29
Bätzing!!!
http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-650-5812--f92203.html#frage92203

Kann das sein, dass die Sabine ein ziemlich gutes Gedächtnis hat?! Die kann sich ja wirklich immer an alles erinnern.
Also irgendwie kommt mir das so vor, als würde sie die Fragen beantworten lassen :mata:




du bist net allein aXXL
Word ;)

Officer Pickelstine
29.01.2008, 20:48
Warum muss ausgrechnet jetzt wieder so viel schlechtes in den Medien gezeigt werden?!

http://lifestyle.de.msn.com/gesundheit/gesundheit_artikel.aspx?cp-documentid=7387929

Officer Pickelstine
30.01.2008, 19:14
Eine sinvolle Durchsetzung und das in den USA
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,531772,00.html


Haben die Medien überhaupt eine Ahnung von irgendwas?!
http://www.ksta.de/html/artikel/1201474854295.shtml

Tzilma
30.01.2008, 19:15
moinsen,

grüße gehen raus an den axxl und den officier. macht weiter so!

beste grüße,
tzilma

Officer Pickelstine
30.01.2008, 20:35
Danke dir!
Natürlich auch Grüße zurück an dich, axxl und alle anderen die sich in diesem Thread beteiligen.
Auf das sich hier noch mehr Beteiligung zeigt :)

MCillu23
30.01.2008, 23:25
Impfstoff gegen Drogen entwickelt!


http://de.news.yahoo.com/afp/20080130/tsc-usa-gesundheit-wissenschaft-c2ff8aa_1.html

*mit frohen Nachrichten meldet sich Illuminati wieder aus Berlin zurück*

gelöscht
31.01.2008, 05:26
Tja... witzige "Zeitungsente"
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,526272,00.html
Aber falls doch was dran sein sollte, dann hat da jemand seit 1995 schon jede Menge Stoff
für die Wissenschaft quasi legal durchgeballert.

Aber da:
Anfang 2007 sorgten Meldungen der englischen Presse für Furore: Dem Boulevardblatt "Sun" lag nach eigenen Angaben ein Regierungspapier vor, wonach die englische Regierung plane, mit einer Spritze Babys für ihr gesamtes Leben immun gegen ******, ****** und Nikotin zu machen.
... hört der Spaß echt auf !

Scheiß Medien!
Hoffentlich fallen bei der allgemeinen Verblödung nicht zu viele Leute drauf rein.

aXXL
31.01.2008, 20:11
ABSTIMMEN

http://www.tagesspiegel.de/meinung/umfragen/art1,2465748.html

Danke.


Auf Sabine komm ich später zurück. Derzeit gib`s Wichtigeres....

aXXL
31.01.2008, 21:02
WEITEREMPFEHLEN:

http://www.encod.org/info/Wien-2008-zehn-Jahre-spater.html

aXXL
01.02.2008, 14:29
KOMMENTIEREN

http://www.welt.de/hamburg/article1606928/Schlag_gegen_Marihuana-Bande.html#article_readcomments


Sabine muss noch immer warten....

aXXL
01.02.2008, 14:38
BLÄTTERWALD

..."was wollt`s denn?"...
http://www.nachrichten.at/regional/salzkammergut/641037?PHPSESSID=95771fce5026102b32d6ab490de9983e

und/oder:

http://www.op-online.de/regionalnews/Dietzenbach/76_161_31363435323634.htm

gelöscht
01.02.2008, 19:32
Aha...
bei folgendem schlug dann die Zensur zu
Schizoid erscheint die Politik bei nicht ganz exakter Betrachtung !
Sieht man genauer hin, so geht's doch nur darum möglichst viel Kohle durch legale Gifte einzunehmen.
Nikotin (Nervengift) und Alkohol (Zellgift) eignen sich auch gut dafür um die Rentenkasse zu entlasten.
Leicht angetrunkene Autofahrer steigern das Bruttosozialprodukt wenn sie sich die Karre beim Reinfahren in die eigene Garage demolieren.
Die KFZ-Werkstatt hat was zu tun und auch Lohn- Umsatz-
u. Mehrwertsteuer für Ersatzteile lassen die Staatskasse rülpsen.
Drogenpolitik dient nur der Ablenkung von zigtausenden Toten pro Jahr durch legale Gifte. Und dazu aus Kiffern Zusatzgebühren heraus zu pressen weil man deren Eignung zum Autofahren anzweifeln möchte !
Zitat:"Die Drogenpolitik der Bundesregierung, nach der Sie fragen, ist nicht auf eine "Bevorzugung" einzelner Suchtmittel ausgerichtet. Sie basiert vielmehr auf den vier Säulen von Prävention, Beratung und Behandlung, Überlebenshilfen und Schadensreduzierung sowie Angebotsreduzierung und repressiven Maßnahmen. Ziel der Prävention ist, den gesundheitsschädlichen Konsum von Suchtmitteln von vornherein zu verhindern."
Jaja... man will Kiffer auch noch mit Psychopharmaka mißhandeln !
Was kommt als nächstes nach dem Blei als Streckmittel ?
Radioaktiv verstrahltes Zeug, damit auch die Krebsrate gepusht wird, um wieder zu labern: "Wir warnen ja schon lange vor dem gefährlichen Cannabis" ?
Man haßt eben die Wahrheit.

Edit:
Das von offizieller Seite nämlich keinerlei Warnung wegen des Streckens mit Blei erfolgte,
sieht nämlich mindestens nach unterlassener Hilfeleistung aus.
Als mal Wein mit Glykol gepanscht wurde war das Gemotze riesig.
Das Reinheitsgebot des deutschen Bieres versus Drecksgebot der illegalen Drogen.
Selbst H-Junkies können mit sauberem Stoff älter werden als Alkoholiker.

aXXL
02.02.2008, 08:38
ECHTES VORBILD: UTE KÖHLER SCHMERZPATIENTIN.

http://www.freies-wort.de/nachrichten/thueringen/seite3thueringenfw/art2402,765531

Da darf Sabine gerne noch etwas warten....

Tzilma
02.02.2008, 09:14
ich frage mich gerade wer der dritte ist. wünsche euch dreien auf jeden fall alles gute, das alle erfahren und verstehen was für ein fieses spiel da getrieben wird mit cannabispatienten. sind wir nicht alle cannabispatienten? cannabis als medizin gegen diese verlogene welt?

Das Schlimmste sei, so Köhler, „dass wir als kranke Menschen gezwungen sind, solche Kämpfe auszufechten“.

ich finde das einfach nur unglaublich traurig!

aXXL
02.02.2008, 12:12
Moin Tzilma, (Schmonzes, Officer P., MCillu23, Skunk-Nation u.A.)
der dritte ist ein Patient und ACM-Mitglied aus Bayern.
Er hat aus Protest gegen die Situation, dass mit herkömmlichen schulmedizinischen Mitteln seine permanenten Schmerzen nicht gelindert werden können, nahezu wirkstoffreien NUTZHANF angebaut und sich dann selbst angezeigt. Ergebnis: 6 Monate.

Schönes Abbild einer kompletten VERSAGER-Reaktion unserer unabhängigen deutschen Justiz.


Mit Ute Köhler habe ich vergangene Woche informell telefoniert. Sie ist eine einfache Frau aus dem Volk, aber zugleich von einem unbändigen Lebenswillen erfüllt, die unerträgliche Systematik einer Verweigerung von möglicher Hilfe öffentlich anzuprangern.
Wenn man über die Hintergründe ihrer Geschichte informiert ist, fragt man sich, was in einem Richter vorgehen mag, der sie - wenn auch gering - aber immerhin doch verurteilt hat.
Ebenso hab ich mit einem Patienten telefoniert, der zu den Opfern der Catweazel-Razzia gehört hat, obgleich sein Kaufgegenstand (Controller) bei der Hausdurchsuchung noch original verpackt gewesen ist. Zudem verfügt er über ein ärtliches Rezept, das ihn als cannabisbedürftig ausweist,
aber die verschriebene Höchstmenge an Dronabinol ist zu gering, so dass er sich gezwungen sieht...
(An dieser Stelle muss der Sicherheits-Aspekt in den Vordergrund treten. Also Selbst-Zensur.)

Übrigens ist es laut seiner Schilderung im Verlaufe der Hausdurchsuchung zu einer sehr menschlichen Anteilnahme seitens der involvierten Beamten gekommen, über die ich mich hier nicht näher auslassen möchte, weil Menschlichkeit nicht auch noch disziplinarrechtlich geahndet werden muss.
Ich denke dennoch, dass den Prohibitionsbefürwortern, den staatsanwaltlichen Karrierestrebern und politisch Beton-Großkopferten verdeutlicht werden sollte, dass der beamtliche "Gewissens-Notstand" immer mehr um sich greift und nicht mehr bloß vereinzelt von einer "stillschweigenden Duldung" des Cannabis-Phänomens gesprochen werden kann, sondern schon von einer regelrecht
"verbeamteten Sympathiewelle" für harmlose Patienten und Kifferleins (ab einem bestimmten Alter und Sozialstatus).

FRAGT MAL BEISPIELSWEISE DEN VORSITZENDEN DER GdP (Gewerkschaft der Polizei)...
FRAGT MAL EINEN ERFAHRENEN KRIPO-BEAMTEN, WENN SEINE KOLLEGEN NICHT DABEI SIND...

---

Ich war nach den o. g. Telefonaten auf Deutschlandreise und habe einige großartige Menschen gesehen und gesprochen.
Menschen, die mir inzwischen sehr viel bedeuten und die auf ihre eigene Weise selbst vom Thema betroffen sind:
1.
Ein Michael F. am Krückstock, mit unsicherem Gang, mit deutlichsten Krankheitsausprägungen seiner MS und einer Unzahl an erfahrenen Enttäuschungen über die Art und Weise, wie im Jahre 2008 der Staat noch immer mit seinen schutzbefohlenen Bürgern umspringt, obgleich das Springen niemals wieder zu den physischen Möglichkeiten des Michael F. gehören wird.
Ein Blick in sein Gesicht hat mich dennoch überzeugt, dass er weiter kämpfen wird, um den deutschen Schattensprung in Sachen Medizinal-Cannabis zu erleben.
2.
Ein Rechtsanwalt H. M. (HH), der sich mehr als 2 Stunden Zeit für mich nimmt, um allgemeine Gedanken über die verknöcherte Haltung der Justiz in Drogenfragen auszutauschen und Einblick zu gewähren in seine Arbeitsweise, ohne dabei vordergründig auf seinen Profit zu schielen.
Die Bekanntschaft dieses Anwaltes gemacht zu haben, der künftig meine Belange beim BfArM vertritt, weil ich mit meinen "P. G. G`s." ( = Prekariat-Gedankengut-Gedichte) und anderen Texten beim Bundesinstitut TOTAL VERSCHISSEN zu haben scheine, gleicht den großen Vertrauensverlust aus, den ich durch die desaströsen Erfahrungen mit dem korruptionsanfälligen Robert W. erdulden musste. Einen Anwalt H. M. kann ich JEDEM irgendwie Betroffenen empfehlen. Einen Robert W.
nicht mal sich selbst.
3.
Eine Gabi G., die in mühevoller Arbeit und konkreter Vorbildhaftigkeit einen SCM-Patienten-Verein schafft, betreut, organisiert, vertritt, optimiert, virtualisiert etc. und dabei einen kaum versiegenden Fundus an Information und persönlichem Engagement darstellt. Sie ist der Pfeiler des SCM, auf den sich jeder
Patient stützen kann. Sie haut sich die Nächte um die Ohren. Sie feilt an Petitionen, Eingaben,
Vorlagen, Schriftsätzen und setzt sich für die Belange der Mit-Patienten ein wie eine Löwin für ihre bedrohten Jungen. Kämpfernatur durch und durch. Idol ohne großes Rumgetue oder gar Aufhebens um die eigene Person. Gabi und Sabine einmal an einem Tisch miteinander argumentieren zu sehen, um zu erfahren, ob unsere Drogenbeauftragte überhaupt noch fähig ist zu weinen angesichts des angerichteten Schreckensszenarios zu Lasten -zigtausender Patienten und Millionen sonstiger Cannabisnutzer...das wäre einer der Wünsche, die ich mir von einer guten Fee erfüllen ließe.
4.
Eine "gute Fee", zu der ich über den Nebenkriegs-Ausgleichs-Schauplatz www.morphinistenseite.de kontaktet worden bin und die scheinbar zum rechten Zeitpunkt in mein "von unten nach oben gespült-Leben" tritt. Kompetent. Erfahren. Menschlich (*****...obgleich ich absolut euphorisiert gerne auch einen sechsten Stern vergeben würde).
Die direkten Eindrücke sind noch zu frisch, die Wucht meiner Verwunderung zu groß und die Hoffnung zu sehr verlockend, als dass ich nun zu jauchzen begänne, alle meine Probleme seien gelöst. Nein, bloß der Schärfegrad des Messers, mit welchem dieser Gordische Knoten eines unglaublichen Politikums und tagtäglich andauernden Justizskandals mit einigen raspelnden Schnitten gelöst werden könnte, hat merklich zugenommen. Feen sind mitunter einfache Leut`.
Das macht mich glücklich, denn ich sehe mich im Grunde auch nur als "einfachen Leut`".
5.
Mein bester Freund, B. Spiegel meiner Seele. Wirkstoff und Antagonist.
Indirekt hat er mir das Angebot unterbreitet, unter seinen Fittichen Asyl in einem sehr fernen Land zu bekommen. Nicht heute und nicht morgen, aber grundsätzlich. Für den Fall, dass die anfallenden Gerichtskosten und Ausgaben für das Straf- und Verwaltungsverfahren meine bisher äußerst spärliche Altersvorsorge vollkommen zunichte machen und im Frühberentungs- oder Pflegefall für ein derart wenig abgesichertes Menschlein-Schicksal nur noch einmal täglich Arsch-Abwischen, Dauer -Magensonde, Valium-Dauermedikation, Urin-Dauerkatheter und dauerndes Angeschnauze einer völlig überforderten, überlasteten, überstressten Aushilfspflegekraft in Betracht kommt.
Er, dieser beste Freund, ist einer von den sonstigen vielen, vielen, vielen Menschen, die ihre gesellschaftlichen Verpflichtungen erfüllen, hart arbeiten, Steuern zahlen, konsumieren und auch wählen gehen. Zur Entspannung und anstelle von VIAGRA greift er auf ein natürliches Produkt zurück. Er glaubte, auf ein natürliches Produkt zurückzugreifen.
Das Erschrecken in seinem Gesicht, als ich über Blei, Glas, Brix erzählte, (er wusste NICHTS davon) entspricht in etwa dem Erschrecken eines Volkskörpers, dem man in emotionaler Eiseskälte und rein geschäftsmäßig sagt, er sei an einer wenig erforschten - womöglich unheilbaren Symptomatik erkrankt.


Für mich heißt diese Symptomatik "BTM-Gesetz".
Dritte Welt-like.
Unwort des vergangenen Jahrhundert-Viertels.

Da mutet es wie aus einer völlig fremden Galaxie an, wenn www.spiegel-online.de (Video) im Nachgang zur letzte Woche veröffentlichten CNN-Nachricht über einen Automaten berichtet, der
in Los Angeles bei Bedarf ( und Erfüllung der Voraussetzungen) bestes Heilkraut spuckt.
Möglicherweise ist es so etwas, was Sabine Tränen in die Augen treibt: Unkomplizierte Direkt-Hilfe.

Schönes Wochenende.
Danke für Eure aufgewendete Zeit.

aXXL

gelöscht
02.02.2008, 18:08
Das Video ist zu finden über den Titel: "Legaler Dealer"

aXXL
02.02.2008, 18:19
Womit wir zugleich das Berufsziel einiger Ausnahme-Charaktäre künftiger Generationen benennen könnten.
"Wer sich "legaler Dealer" allerdings nicht merken kann ( und sich als kommender Legaldealer damit selbst disqualifiziert), kann auch einfach "Cannabis" in die Suchwort-Leiste eingeben.
Illegaler Dealer kann er ja dann immer noch werden. Aber tut das nötig bei der derzeit positiven Automatisierung?

Sabine muss noch warten...!

aXXL
02.02.2008, 18:24
TZILMA SAGT - SO WIE MILLIONEN:

Englisch: No plant is illegal
Spanisch: Ninguna planta es ilegal
Französisch: Aucune plante n'est illegale
Russisch: никакое растение не нелегально
Holländisch: Geen plant is onwettig
Italienisch: Nessuna pianta è illegale
Norwegisch: Ingen plante er illegal
Portugiesisch: Nenhuma planta é ilegal
Polnisch: Zadna roslina jest nielegalna
Serbisch: Nijedna biljka je ilegalna
Latein: Nulla herba nefasta est
Griechisch: Κανένα φυτό δεν είναι παράνομο / Kanena fito den ine paranomo
Katalanisch: Cap planta es il.legal
Dänisch: Ingen plante er illegalt
Tschechisch: žádná kytka není ilegální
Chinesisch: 没有 植物 是 非法 的! mei2you3 zhi2wu4 shi4 fei1fa3 de0!
Ungarisch: Egyik növény sem tilos
Vietnamesisch: Không có loại cây nào có thể bị cấm
Tagalog: Walang bulaklak yung iligal
Malayisch: Tiada tanaman yang diharamkan
Kiswahili: Hakuna kipando ni haramu
Indisch od.? Bengalisch: Fool illegal nai
Schwedish: Ingen planta är illegal
Afrikaans (Südafrika): da is ne a plant wat verboude is
Indonesisch: bukan ada tanaman yang gelap
Japanisch: ichidou shokubutsu wa ihouno dewarimasen
Persisch: hitch giyah gheyr-eh ghanuni nist
Thai: ไม่มีต้นไม้ผิดกฎหมาย mai(3) mii(1) dtoon(1) maai(4) pit(2) god(2) maai(5)
Türkisch: hiç bir bitki yasadışı değildir

aXXL
04.02.2008, 14:53
NA, HOPPLA:

http://www.westfalen-blatt.de/nachrichten/regional/owl.php?id=15675&artikel=1

gelöscht
04.02.2008, 15:13
Moinzen aXXL !#
Höhööö da hats genau die richtigen erwischt. Nicht lustig.
Denksdu der Richter verliert jetzt seinen Job:confused:

aXXL
04.02.2008, 15:28
Nein, denke ich nicht. Als Richter wird er gewieft und gesetzesbelesen genug sein, um sich aus der Affäre zu ziehen. Notfalls nach familieninterner Absprache, welche Aussage wohl die günstigste wäre, um den Fortbestand der sozialen Existenz zu sichern.
Ausserdem kannst Du Dir denken, wie "Krähen" miteinander umgehen. Da gibt`s von Haus aus einen fetten Reputations-Bonus.
Man sollte sich also grundsätzlich auch an die vorgegebenen Verhaltensmaßregeln halten und vorerst KEINE Aussage machen, wenn man selbst von einem solchen wild umherdriftenden Bumerang getroffen wird.

Hier noch das "Neueste" von Sabine zu Salvia:
http://www.abgeordnetenwatch.de/sabine_baetzing-650-5812--f95657.html#frage95657

dr.dedo
04.02.2008, 16:08
tachsen,
das ist zwar alles schön und gut aber es sieht einfacher aus als es ist das problem der legalisierung liegt doch daran das es ne bestimmte lobby gibt die das zu verhindern weiss das alles legal wird weil sie damit unmengen an steuerfreien gewinn einfahren. da dies auch noch meist leute sind die viel macht haben und sogar in regierungen sitzen u.s.a bestes beispiel werden die natürlich alles was in ihrer macht steht dagegen tun das es eine legalisierung gibt. diese leute sagen zwar immer wir müssen was gegen den drogenkonsum bzw verkauf machen ist ja klar wird ja auch von ihnen erwartet weil es was illegales ist und der 0815 bürger zu unwissend ist um es zu checken das die übeltäter eigentlich vor ihnen stehen. reiche werden reicher und arme immer ärmer der kapitalismus macht uns alle kaputt denkt mal drüber nach

aXXL
04.02.2008, 20:04
Da muss ich eigentlich nicht lange drüber nachdenken, dr. dedo...
Ich weiß nicht mehr wo in diesen vielen Beiträgen, aber irgendwo im unübersichtlichen Wust von Meinungsäusserungen zum Thema hab ich mal geschrieben, dass ich Geld für die Droge mit dem größtmöglichen Suchtpotential halte.
Enstprechend kann ich persönlich mich mit einem Einkommen knapp über der Armutsgrenze diesbezüglich noch als relativ "unabhängig" einschätzen. Wer wenig hat, kann nicht viel verlieren.
Zu Festigung Deiner übrigen Vermutungen in Sachen "Business und Hintermänner" kann ich Dir ein sehr aufklärerisches Buch empfehlen. Es heißt "Schmutzige Hände" und wurde von Jürgen Roth geschrieben.

Jetzt noch kurz dieses, bevor der Job ruft..

"Man haute sich das Zeug so lange rein, bis man im Koma lag."

http://*******.com/2xkfoe

Berichterstattung derjenigen Seite, die Kinder und Jugendliche vor Cannabis schützen will, aber nicht mal vor Nikotin und Alkohol bewahren könnte.

aXXL
05.02.2008, 16:22
"AMERICANICATION"

http://www.*************watch?v=eWENsfg-kQ8

and

http://www.*************watch?v=-f_O5JhuZ1E&NR=1

but also

http://www.efluxmedia.com/news_Medical_Marijuana_Users_Can_Be_Fired_Californ ia_Court_Ruled_13229.html

DesStaa
06.02.2008, 00:58
Super interessant die Situation mit dem Medical MJ in USA. Hätte nicht gedacht, daß es so ausufert. Natürlich verständlich, aber trotzdem überraschend (für mich).

Ich hab auch noch leichten Grippeschmerz, da würde etwas Kräuterchen auch gut helfen. :D

aXXL
06.02.2008, 18:00
Moin,
seit gestern nageln mich die heftigen Nebenwirkungen meines zweiten Interferon/Ribavirin-Durchlaufs.
Fühle mich zu weiterführenden Kommentaren derzeit nicht in der Lage, werde aber versuchen die wichtigsten Info-Links zu setzen.
Das "Spiel" schaue ich mir einstweilen von der Aussenlinie an.

Gruß

aXXL

http://www.ftd.de/politik/international/313413.html

Officer Pickelstine
06.02.2008, 19:52
Na sieh mal einer an. Afghanistan soll größter Cannabis-Produzent sein.
Wenn es mich nochmal zur Bundeswehr verschlagen würde (was ich nicht hoffe) und ich nach Afghanistan kommen sollte, dann weiß ich was zu tun ist!!!
Jetzt wo die Bundeswehr nach Afghanistan MUSS, kann der ein oder andere doch noch spaß für billiges Geld haben. Aber unbedingt beneiden tue ich sie sicherlich dafür nicht.

Ich glaub im letzten Hanfblatt stand auch was über Cannabis in Afghanistan oder Libanon?!


Mit Haschisch gegen Krebs!!! (http://www.vitanet.de/aktuelles/Krebs/20080206-Mit-Haschisch-gegen-Krebs-/)


Tolle Nachrichten aus Rostock :)
Was brauchen die Politiker den noch für Aussagen/Studien, um zu sehen das Cannabis auch Kranken helfen kann und NICHT krank macht!!!



700 Kilo Haschisch (http://www.megawelle.com/Nachrichten.3036.Gran.Canaria..700.Kilo.Haschisch. html)

hanftal
06.02.2008, 21:17
Nabend,

Wie die Hochschule am Dienstag mitteilte, wiesen die Pharmakologen Robert Ramer und Burkhard Hinz in Zellkulturen nach, dass der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol die Auswanderung von Tumorzellen in umliegendes Gewebe bremst.

Na, das is doch mal was. War auch an der Zeit endlich mal wieder gute Nachrichten zu hören.
Gerade letzte Woche erzählte mir ein Kollege auf meiner neuen (baldigen Ausbildungs-) Arbeitsstelle, dass ein Freund von Ihm im Krankenhaus liegt....wegen Bleivergiftung. Tolle Abwechslung, nach mit Plastik vergiftetem Gras auf dem Markt hier.
In Übersee geschieht auch mal was erfreuliches, hach solche Sachen verschönern den Feierabend.

@aXXL: Leider komme ich im Moment nicht zum dichten und habe auch nicht oft Zeit hier reinzuschauen, geschweige denn zu posten. Arbeitstechnisch bedingt. Sobald mich die Muse wieder küsst werdet ihr´s aber erfahren.

Bis (hoffentlich) bald
peace´n´greetz

aXXL
07.02.2008, 13:05
AKTUELL,
VIRTUELL,
UNKOMMERZIELL.

http://www.hanfjournal.de/hajo-website/download/pdf/pdf_pdf/2008/0802hanfjournal.pdf

Officer Pickelstine
07.02.2008, 18:51
Moinsen,
hab mir mal die neue Hajo Ausgabe durchgelesen.

Also das geht ja mal so gar nicht, mit welchen Mitteln soll den noch alles gestreckt werden?! :kotz:
Zeitungsmeldungen zu Folge hätten niederländische Grasdealer von Venlo aus 200 Kilo Cannabis in deutsche Städte exportiert, die im Verhältnis eins zu zehn mit gemahlenem Fischfutter vermengt waren.
Das kostet noch weniger als drei Euro pro Kilo, vermischt mit Weed kommt der gemeine Brunnenvergifter leicht auf das Tausendfache. Die Täter seien in den Niederlanden mittlerweile zu drei Jahren Haft verurteilt worden.
Anm. Der Redaktion: Ohne Fischfutter hätte es wohl mehr gegeben..

Aber zum Glück wurden die Verantwortlichen sofort gefasst!!!

aXXL
07.02.2008, 20:38
WATCH-TIME
(Präcodex)

Sehr geehrte Frau Bätzing,
Bezug nehmend auf Ihre kurzgehaltene Antwort vom 29. 01. möchte ich mich EINDEUTIG dagegen verwahren,von Ihnen als Befürworter einer Legalisierung von Cannabis dargestellt zu sehen.
Wahr ist, dass ich seit 25 Jahren an einer Virus-Infektion leide und im Verbund mit anderen Betroffenen, welche von sehr viel schlimmeren Krankheiten gequält werden, gegen die politische Untätigkeit opponiere, die hierzulande noch immer unter der
Schutzbehauptung eines Internationalen Schutzabkommens bei cannabisbedürftigen Betroffenen für tausendfachen Überlebenskampf in Schmerz, Leid und strafrechtlicher Verfolgung sorgt, derweil in Kalifornien die ersten Automaten zur Vergabe von ärztlich rezeptiertem (pflanzlichem) Cannabis
in Dienst gestellt worden sind.

Diese Kranken verstehen nicht, dass sie nun noch der im Grunde einfach abzuwendenden Gefahr einer möglichen
Bleivergiftung ausgesetzt werden.

Diese Kranken verstehen nicht, wieso von Ihnen das Diamorfin-Programm gutgeheissen - aber Cannabis verteufelt wird, zumal es sich beim Gros der Patienten um mündige Erwachsene in
(dem Grundgesetz nach) unzumutbarer Rechtsposition handelt und jede diesbezügliche Jugendschutz-Argumentation völlig fehl am Platze ist.

Diese Kranken verstehen nicht, warum von der Drogenbeauftragten ständig nur Negativ-Studien ins Feld geführt werden, aber der Roques-Report oder die Kleiber/Kovar-Studie nirgends Erwähnung finden.

Diese Kranken verstehen ebenfalls nicht, warum das BfArM und das BMG 11 Jahre brauchen, um festzustellen, dass es tatsächlich medizinischen Bedarf an Cannabis-Inhaltsstoffen gibt, bis dato jedoch nur 4 (vier!) Genehmigungen auf einen Extrakt erteilt worden sind, der von seiner Wirksamkeit und von den Kosten her für den "durchschnittlichen Kranken" inakzeptabel ist.

Ich schreibe Ihnen, weil mich diese Fragen persönlich betreffen , nicht aber um einer etwaigen Legalisierung das Wort zu reden und äussere daher die Bitte, dass Sie Stellung zu den gestellen Fragen beziehen.

MfG

guenther
08.02.2008, 10:04
na ja axxl

ich weis nicht so recht , lesen heist nicht unbedingt verstehen

aber wie sagt es sich so schön.:

die Hoffnung stirbt zu letzt !

aXXL
08.02.2008, 11:55
ICH verstehe es.
Sabine versteht es ebenfalls, aber sie traut sich nicht zu sagen, dass Sach- und Fraktionszwänge sie auf die Position des gespielten Unverständnisses festnageln.
Ist ja auch wesentlich einfacher um den heißen Brei herumzureden, anstatt `ne ordentliche Schöpfkelle direkt aus der (sozialen) Mitte zu entnehmen, an der man politisch ersticken könnte. Welcher Macht-Junkie will das schon?

aXXL
08.02.2008, 13:12
SOCKEN FÜR ZEITUNGS-ENTEN

http://www.szon.de/lokales/bad_waldsee/stadt/200802080781.html

aXXL
08.02.2008, 14:00
REHAB-VISUM

http://portal.gmx.net/de/themen/unterhaltung/musik/klatsch-tratsch/5365518-Amy-Winehouse-Visum-abgelehnt,cc=000000182500053655181bWFYK.html

aXXL
08.02.2008, 14:03
IS´ GEIZ GEIL?

http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/2008/2/7/news-21863727/detail.html

aXXL
08.02.2008, 14:59
MISSION "PRÄCODEX" IMPOSSIBLE

Guten Tag Axel Junker,

vielen Dank für Ihre Nachricht an Frau Bätzing über
abgeordnetenwatch.de.
Wir tun uns allerdings schwer Ihre Mail frei zu schalten, weil sie
gegen
den Moderations-Codex verstößt. Sie fällt in die Kategorie:

- mehrere Nachfragen, in der Regel mehr als eine

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auf abgeordnetenwatch.de
möglichst vielen Menschen, die Möglichkeit geben wollen, Fragen zu
stellen. Das bedeutet, dass wir pro Fragesteller die Anzahl der Fragen
bzw. Nachfragen begrenzen müssen.

Wir werden Frau Bätzing Ihre Nachricht aber zur Kenntnisnahme
weiterleiten
(aus Datenschutzgründen ohne Ihre E-Mail Adresse).

Wir hoffen auf Ihr Verständnis und darauf, dass Sie
abgeordnetenwatch.de
weiterhin nutzen. Wenn Sie Fragen zur Moderationsentscheidung haben,
dann
bitten wir um eine kurze Rückmeldung an moderation@abgeordnetenwatch.de

Den Moderations-Codex finden Sie unter: www.abgeordnetenwatch.de/codex
.

Mit freundlichen Grüßen,
Svenja Diefenbacher
(abgeordnetenwatch.de)

--
abgeordnetenwatch.de
c/o Parlamentwatch e.V.
Mittelweg 12
20148 Hamburg
Tel: 040 - 317 69 10 - 26
Fax: 040 - 317 69 10 - 28
email: info@abgeordnetenwatch.de
www.abgeordnetenwatch.de

MCillu23
08.02.2008, 16:16
LOL ! Ist das ein Armutszeugnis oder was? :D

Abgeordnetenwatch.de hat sowas wie eine maximale Anzahl an Fragen pro Benutzer oder was?
Wo dann noch der Sinn der Seite bleibt ist mir unbegreiflich.

aXXL
08.02.2008, 16:45
Das A.-Zeugnis nennt sich "Codex".
"Freies Ermessen."

Ich bezeichne es als wirksame "Vollgas-Notbremse".
Die fünfte Säule der Prävention.

GrowBeginnerZP
08.02.2008, 18:10
Wir hoffen auf Ihr Verständnis und darauf, dass Sie
abgeordnetenwatch.de
weiterhin nutzen.

Ich hoffe, dass du weitermachst. Umformulieren und ab dafür!

Find die mail von dieser Svenja Diefenbacher eigendlich recht nett verfasst. Da scheint ja schon fast Sympathie durch....

:top: für deine Arbeit an Sabine! Auch wens frustrirend ist, immer die gleichen Antworten zu erhalten von ihr. Fast wie ne kaputte LP...


Gruß Jörg

aXXL
08.02.2008, 20:18
Svenjas standardisierte Sympathie. Die sechste Säule der Präventions-Re-inkarnations-Invasion.

Wenn Du, J., mal nachschaust (im Codex), dass das Moderatorenteam Massenmail-Anfragen nicht zulässt, aber derlei Vollgas-Notbremsen selbst en masse verschickt, dann fühlt man sich schon irgendwie gründlich verschaukelt.

Kann Dir aber versichern, dass ich weder unter falschem Namen - noch unter falscher Mail-Adresse meine Fragen umformuliere, weil mich Sabines (von vornherein festgelegte) Antworten weniger interessieren als das Prozedere des Schalen brechenden politischen Eiertanzes, der auf so vielen kranken - und noch viel mehr gesunden - Rücken ausgetragen wird.

GrowBeginnerZP
08.02.2008, 22:42
Auch wenn ich dich nicht persönlich kenne, so schätze ich dich doch so ein, als dass du für Sabine keine falschen Namen und e-mail acc brauchst.

Meinte damit, dass sie es umformuliert bestimmt nehmen, wenn nicht, mach zwei draus.

Das Prozedere mit denen ist die Härte schlecht hin. Allein die dauernden unqualifizierten Antworten...
Immer die gleiche Leier und selbst hat sie keine Ahnung! :kotz:


Gruß Jörg

DesStaa
08.02.2008, 23:46
Hi Axel und alle anderen,

die gute Sabine hat meine Frage nach ihrer beruflichen Qualifikation ja seit einigen Tagen auch beantwortet. http://www.abgeordnetenwatch.de/sabine_baetzing-650-5812--f92758.html#frage92758
Wie zu erwarten ziemlich nichtssagend, aber was will man erwarten. Eigentlich war 100% klar was da kommen würde. Natürlich hat sie selber keine Ahnung von der Materie, aber ganz dolle Experten an der Hand. Klar. Ne eigene Meinung hat sie auch nicht und Rückgrat? Politiker...
Das ganze System ist schon im Kern Schwachsinn, man darf da lieb ein paar Fragen stellen und als Antwort kommt eine nette Sosse, mit einigen Fakten gespickt vorrausgesetzt die Schaden ihrem Ansehen auch nicht.
Falls die Frage nicht richtig beantwortet werden kann kommt eine Erläuterung ihrer festgesetzten Meinung, z.t. ergänzt mit Verweisen, aber in der Summe hat man nichts davon.
Fragt man zu oft kommt gar nichts mehr ausser Formbriefen oder Spam.

Mich regt u.a. endlos auf, daß sie - sobald man die Cannabispolitik anzweifelt - das gleichsetzt mit "Cannabis ist harmlos"... Naja, ich werde da wohl nichts mehr anfragen. Verschwendete Zeit, da rede ich lieber mit der Wand.

Schönes WoE ihr lieben,

Des

aXXL
11.02.2008, 14:00
IDOLE DER "PRÄVENTION"

http://www.max.de/pop-kultur/people/stars-drogen-klinik/205122,1,article,Sucht+zum+Mitfiebern.html

http://derstandard.at/?url=/?id=3218032

aXXL
11.02.2008, 14:03
http://www.dopesmoke.com/gallery2/d/206-3/legalize-cannabis.jpg

aXXL
12.02.2008, 16:07
PRÄVENTIONS-(STIL)-BLÜTEN

http://www.abendblatt.de/daten/2008/02/12/846468.html

http://www.welt.de/berlin/article1660657/In_Berlin_bluehen_die_Cannabis-Pflanzen.html

http://www.abendblatt.de/daten/2008/02/12/846639.html

Tzilma
12.02.2008, 16:13
Mit seinen beiden Söhnen habe er ein Abkommen getroffen. "Wenn es so weit ist, ist das Einzige, worum ich bitte, dass wir es das erste Mal, was auch immer es ist, zusammen machen, weil ich die Erfahrung mit ihnen zusammen machen möchte."

:top:

:)

aXXL
12.02.2008, 17:08
...yep!
Und ab dann wahrscheinlich immer wieder.
Das würde er aber wahrscheinlich nicht im Radio sagen.
Das tut bisher nur George Michael.
Obgleich DER ja mit Söhnen wahrscheinlich nichts am Hut haben will/kann/möchte.

Geht`s Dir gut, P.?
Alles klar beim Studium?
Und was machen die besten Bonsches der Welt?
"Innen drin" alles im Lot bei Dir?

Gruß
der kleine "a" in Zwangs-Ehe mit dem "XXL"

DesStaa
12.02.2008, 17:15
http://www.welt.de/berlin/article1660657/In_Berlin_bluehen_die_Cannabis-Pflanzen.html

Dezernatsleiter Rüdiger Engler: "Blei ist noch nicht in Erscheinung getreten. Aber wir hatten Fälle, in denen Glasgranulat und Glasschrot verwendet wurde. Das Marihuana wird auch mit Talkumpulver, Ingwer, Weizenmehl und Nasigoreng gestreckt“.

Nasi-Goreng? Ähm... Versuche mir das grad vorzustellen.
Schon jemand mal dieses indonesische Reisgericht im Gras gefunden?
An sich ja ziemlich lecker und viel zu Schade um es zu Rauchen. :-P

aXXL
12.02.2008, 17:24
So lange das Gras natürlich - und das Nasogoreng nicht gentechnisch gezüchtet ist, könnte man beim aufkommenden Fress-Flash doch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe...
...nun ja, "schlagen" nicht.
Schließlich sind wir gewaltlose Widerständler oder?

Schaut Euch bei Gelegenheit mal `n paar Cops an. Alles gutgenährte Kerle.
Kein Wunder bei dem Nahrungsmittel-Angebot.

aXXL
14.02.2008, 16:43
BUSINESS-WECHSEL VIETNAMESISCH

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/362716/index.do

gelöscht
14.02.2008, 17:11
nix neues, seit längerem sind auf allen Atami produkten auch vietnamesische texte und in der Soft Secrets werben einige growshops mit ganz seitigen vietnamesischen anzeigen.

Vietnamesen sind aufgrund ihrer europäischen vorgeschichte quasi präsdestiniert. Als "gast"arbeiter in sozialistischen "bruder"staaten verheizt und dann sich selbst überlassen haben sie nach der wende dann klandestine strukturen im zigarettenschwarzhandel aufgebaut und die dann für weed vertrieb umgenutzt.

In england lassen die angeblich mittlerweile jugendliche "arbeiter" einschippern, die dann auf den "farmen" wohnen und arbeiten. In der dortigen presse sind die "viet-gangs" die billig schrottige immobilien kaufen und da auf teufel komm raus anbauen ein recht grosses thema, inkl. der ganzen bandbreiten an rassen- und kulturellen vorurteilen..

Tzilma
14.02.2008, 23:22
...yep!
Und ab dann wahrscheinlich immer wieder.
Das würde er aber wahrscheinlich nicht im Radio sagen.
Das tut bisher nur George Michael.
Obgleich DER ja mit Söhnen wahrscheinlich nichts am Hut haben will/kann/möchte.

Geht`s Dir gut, P.?
Alles klar beim Studium?
Und was machen die besten Bonsches der Welt?
"Innen drin" alles im Lot bei Dir?

Gruß
der kleine "a" in Zwangs-Ehe mit dem "XXL"

hallo axxl,

studientechnisch habe ich erst einmal alles geschafft. muss jetzt mal kurz durchatmen, aber das wird schon noch. so lange muss ich diesen ganzen wahnsinn auch nicht mehr mitmachen.
und sonst läuft alles ganz ordentlich, auch "innen drin". bin halt recht abgelenkt zur zeit und höre schöne musik -> patrick wolf.

alles gute!
tzilma

aXXL
15.02.2008, 19:07
KONZERTE, KIPPEN und KURIERE

http://www.nm-online.de/artikel.asp?art=770892&kat=16&man=9

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,534513,00.html

http://www.ahlener-zeitung.de/aktuelles/muensterland/Grosser_Drogen_Grenzverkehr.html

aXXL
15.02.2008, 19:09
WER WÄHLT WAS UND WEN WARUM?

http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_michael_naumann-595-15039--f99085.html#fr

http://hanfverband.de/aktuell/meldung_1203083778.html

aXXL
17.02.2008, 11:08
DEUTSCHLANDREISE

(Just one more coffee to go)

Robbies Kacke schien bereits ordentlich am Dampfen, als er sich Anfang des Jahres 08 entschloss, endlich seine lange vor sich hergeschobene Reise anzutreten. Der Trip quer durch die deutsche Republik war seiner unbescheidenen Meinung nach schon deshalb erforderlich, um die überaus schmerzhafte Erinnerung an das grenzenlose Elend in ihm aufzufrischen, das nicht nur seine eigene Seele seit geraumer Zeit belastete, sondern allüberall anderswo auch mit brachialer Gewalt über kranke Menschen unserer kränkelnden Gesellschaft herrschte. In Mannheim wie in Hamburg, in Stuttgart genauso wie in Berlin. In provinziellen Gemeinden, auf kleinen unbedeutenden Inseln oder in den vielen anonymen Sterbehospizen und unwürdigen Pflegeheimen des gesamten restlichen Landes. Überall mussten Patienten inzwischen schriftliche Anträge stellen, um ihr erbärmliches Dasein relativ schmerzbefreit überleben zu dürfen. Geholfen wurde ihnen dennoch nicht.
Nochmals die bleierne Schwere des kompletten Ohnmachtgefühls zu empfinden, das schien der Antrieb für seine Reise zu sein. Die brodelnde Wut über die offensichtlichen Missstände bis in die kleinste Nervenfaser nachzuvollziehen. Den Ekel vor den Verantwortlichen erneut aufleben zu lassen, die für das von ihnen selbst angerichtete Elend blind zu sein schienen und taub für die Argumente jener Unzahl an Patienten, die seit mehr als einem Jahrzehnt bei der Verwaltung um Linderung ihrer chronischen Leiden angestanden - und sich erst nach einigen erniedrigenden Bettel- und Bittstellerkampagnen für eine leidlich organisierte Form des Widerstandes gegen bürokratische Untätigkeit entschieden hatten.
Entscheiden mussten - einzig weil Widerstand gegen den überbordenden bürokratischen Unsinn die Überlebenschancen bietet, die durch die Existenz der Krankheit ohnehin reduziert sind.
Robbies eigenes gesundheitliches Dilemma ließ sich auf diese Weise für drei lange Tage
in den Hintergrund drängen. Der Stress der Fahrt und die Flut der Eindrücke würden ihn derart stark beschäftigen, dass überhaupt keine Zeit bliebe über die Frage nachzudenken, wie er denn nun sein Restleben easy und komplikationslos absolvieren würde können, nachdem sein sozialer Klima-Index ohnehin auf „wenig zukunftsträchtig“ stand: Abhängig vom Geld, doch nichts auf Tasche. Abhängig vom Konsum, aber nichts aufm Konto. Abhängig von der Einnahme eines Wirkstoffes, jedoch in Illegalität und strafrechtlicher Verfolgung. Nichts an Immobilien. Kein Landbesitz. Null an mit Zahlen bedruckten Wertpapieren. Ghandi hätte seine helle Freude gehabt an soviel Entsagung.
Selbst auf die Zugfahrt hatte Robbie hinsparen müssen. Obgleich er die Reise bereits viele Wochen im Voraus gebucht hatte, ohne natürlich den billigmöglichsten Tarif von der DB zu bekommen, so wusste er doch, dass er für das aufgewendete Geld bestimmt gute drei Wochen lang seinen Junggesellen-Kühlschrank hätte füllen können. Oder vier Raten an Gerichtskosten abdrücken. Vielleicht sogar `ne neue Matratze kaufen, um endlich den geschundenen Rücken zu entlasten.
Stattdessen aber jonglierte er ständig mit seinem mäßigen Einkommen und allen möglichen erklecklichen Verpflichtungen, achtete dabei allerdings penibel auf pünktliche Begleichung jeder Verbindlichkeit und vermied es überdies peinlichst über den monatlich abzuführenden Obolus an die Justiz hinaus weitere Schuldenlöcher entstehen zu lassen. Was irgendwie an Kneten reinkam, ging also auch zwangsläufig wieder raus. Das war die einzig verlässliche Sicherheit, die seinem persönlichen Wirtschaftssystem innewohnte. So gesehen – finanziell -war die Kacke wirklich dampffrisch. Eine dauerhafte Zumutung in Anbetracht des gierigen Schlundes, der sich für den einfachen Antragsteller mit einem monatlichen Gehalt knapp über der Armutsgrenze öffnete wie das Maul eines gefräßigen Buckelwals, nachdem Robbie bei der Verwaltungsbehörde seinen Anspruch auf Import, medizinisch begleitete Vergabe und überwachte Therapie-Anwendung von pflanzlichem Cannabis angemeldet hatte. Das kostete. Das kostete richtig: Unendliche Zeit, eine Vielzahl an Nerven, satte Gebühren und fette Kostenbescheide, zwei deftige Anwaltshonorare und einen immensen Aufwand an persönlicher Fortbildung in Sachen Recht und Medizin. Aus der Portokasse war das nicht zu löhnen. Für die Deutschlandreise reichte es aber dennoch gerade so eben.

Die kleine Reisetasche war schnell gepackt: Wäsche zum Wechseln, Tropfen zum Schlucken und Kraut zum Inhalieren. Dazu ein Buch zur Unterhaltung und vom öden Bahnhofskiosk den obligatorischen Coffee to go.


Auf dem ersten Halt seiner Etappenfahrt durch die Widerstands- und Verteidigungslinien
der gemeinen Medizinalcannabisgemeinde Deutschlands führten Robbies innere Koordinaten ihn zuerst zu einem seiner beiden für ihn tätigen Anwälte, die sich zwangsläufig an seinen spärlichen 20 % über der Armutsgrenze gütlich taten. Er war froh, dass sich die Herren Rechtsbeistände überhaupt mit derart niedrigen Ratenzahlungen abspeisen ließen, denn die rechtspolitisch so brisante Angelegenheit „Gesundheit für einfache Leute mit einfachen Mitteln“ schien in der Republik des abschlaffenden Wirtschaftwunders inzwischen derart kompliziert verquast, verquickt und verquirlt zu sein, dass die ordinären Kranken ihre zutiefst qualvolle Siechtums- und Leidenzeit wirklich besser mit einem prallen Medizin- und gediegenen Jurastudium verbracht hätten – anstatt sich unbedarft und absolut nichtsahnend in eine überlebensgroße Hoffnung zu verrennen. In die Hoffnung auf unbürokratische Hilfe. Hilfe zur Bekämpfung schwerer Lebensqualitätsverluste. Doch es passierte praktisch nichts für cannabisbedürftige Patienten. Nicht die Bohne. Nur Ablehnung. Unverständnis und blanker Hohn. In immer wieder neuen Variationen aus verschwenderisch verschnörkelten „Auf gar keinen Fall!“ – Formulierungen, die gegen saftige Gebühren von emotionsarmen Sach- und Fachbereichs-Mitarbeitern zu geduldigem Papier gebracht wurden, um die hohe Dunkelziffer an traurigen Einzelschicksalen still, leise und ohne großes Aufsehen – aber nach „gründlicher Prüfung“ - sukzessive abhaken zu können. Für puren Behördenzynismus hielt Robbie es deshalb, dass man es im elften Jahr der formalen Auseinandersetzungen erst geschafft hatte, fünf einzelnen Patienten eine verwaltungsrechtliche Anerkennung ihres medizinischen Cannabisbedarfs zuzugestehen. Allerdings nicht ohne diesen „glücklichen Kandidaten“ die versuchsweise Einnahme eines überteuerten und teils sogar wirkungslosen Wirkstoffextraktes aufzuzwingen, welcher urplötzlich aus dem Hut der Pharmaindustrie gezaubert worden war, um dem unhaltbaren Zustand eines gesundheitlichen Bedarfs ohne pharmazeutische Bedarfsdeckung nunmehr angemessen profitabel zu begegnen.


Der erstmals in dieser Sache aufgesuchte Anwalt wirkte in jenem Einstandsgespräch mit Robbie jung, unverbraucht und dynamisch. Er redete schnell und viel, produzierte aber keinen unnötigen Wortmüll von gleichrangig traurigem Standard wie er heutzutage oft von Mensch zu Mensch bzw. von Handy zu Handy ausgetauscht wird: Gesprochener Unrat ohne Belang, der über die Summe der Einzelkosten den marktführenden Kommunikations-Giganten einige fette Milliarden jährlich in die Kassen spült, ohne dass Anlass zum Optimismus auf etwaige Verringerung der verbalen Müllberge bestünde.
Was der muntere Advokat ansonsten zur rechtlichen Situation aus seiner Sicht sagte, hatte reichlich Hand und Fuß. Er referierte trocken, sprachgewandt mit unaufdringlicher Stimme und spickte seine kleinen Erzählungen mit diesem oder jenem passenden Vergleichsbeispiel, um sich noch besser bei seinem Gesprächspartner verständlich zu machen. Im Verlaufe des cirka zweistündigen Plauschs offerierte er Milchkaffe in Pappbechern ( not to go) - späterhin auch Bionade. (Bionade ist neuerdings in seriös arbeitenden Kanzleien relativ angesagt, weil Alkohol als Flüssigkeitshaushaltsregulativ zu oft klaffende Lücken in den nur mittelmäßig verhüllenden Schleier vorgeblicher Seriosität schlägt.)

„Langer Rede – kurzer Sinn“, wiederholte der Anwalt und deutete damit an, dass das sich mittlerweile im Kreis drehende Fachgespräch langsam zur Quadratur eines Endes führen müsse. Genauso gut hätte er „Viel Rauch um nichts!“ sagen können oder „Was für ein Theater um einen ganz natürlichen Überlebensanspruch“, aber nach Lage der Dinge hatte er eben ein Faible für die erneuerbare Energie des kurzen Sinns langer Rede.
Beide Gesprächspartner waren sich ohnehin Monate schon vor Robbies Schnupperbesuch in der Kanzlei telefonisch einig über die Tatsache geworden, dass dem mündigen Bürger
mit der Schaffung des Grundgesetzes ein Höchstmaß an individueller Freiheit in großer Selbstverantwortung zugesprochen worden ist. Diese Eigenverantwortung dürfe keinesfalls durch eine behördlich bevormundende Einengung der Persönlichkeitsrechte, durch Verbots-, Negierungs- und Zwangsmaßnahmen gegen die körperliche Unversehrtheit und durch den kontinuierlichen Abbau des Schutzes der Privatsphäre ausgehebelt werden. Auch nicht von den einfältig agierenden Verwaltungsbonzen, die sich im Verlaufe der unverschämt langen Zeit der Antragsbearbeitung für schmerzbefreites Überleben einen formidablen Heidenspaß aus der Tatsache zu machen schienen, dass cannabisgebrauchende Patienten eher in den Knast wanderten oder einsam und qualvoll an ihrem Leiden krepierten, als etwa ein altbekanntes, ungiftiges Naturpräparat aus harzbesetzten Blütenständen importieren lassen zu dürfen, das selbst im Mutterland der Prohibition bei Vorlage des Rezeptes und digitaler Fingerabdruck-Erkennung an vereinzelt aufgestellten Verkaufsautomaten inzwischen erworben werden kann wie simples Soda-Dosenwasser gegen Dehydrierungsanzeichen.

Das nicht sonderlich mondän eingerichtete Anwaltsbüro war im vierten Stockwerk eines architektonisch wenig auffälligen Zweckbaus inmitten der lebhaft pulsierenden Großstadt untergebracht und bot als einzig wirkliche Sehenswürdigkeit einen hervorragenden Blick in das drittklassige Stadion eines unbedeutenden Zweitliga-Vereins, der sich auf rostbraunen Fan-Trikots als „Champions – League – Sieger - Besieger“ beweihräuchern ließ. Mandant und Anwalt reichten sich zum Abschied deshalb die Hand wie Sieg-Spieler und Schiedsrichter und signalisierten gegenseitiges Einvernehmen in gleicher Sache. Als Robbie schließlich mit dem Lift ins Erdgeschoss hinunterfuhr, um die nächste U-Bahn in Richtung seines besten Freundes zu nehmen, der einige Stadtteile weiter residierte, hatte er einen guten Eindruck von seinem anwaltlichen Beistand bekommen. Ein eigentümliches Feeling von „David gegen Goliath“ machte sich in ihm breit. Gutgelaunt steckte er sich also eine Dünngedrehte zwischen die schmalen Lippen und machte sich auf zur nahegelegenen U-Bahnstation.

Für 2,60 € erstand er ein Ticket am Automaten. Ohne Fingerprint-Scan. Drei Zonen hatte er nun Zeit, um in aller Ruhe und Gelassenheit „Gesellschaft“ im öffentlichen Nahverkehr zu beobachten: Alte Männer mit langweiligen Gazetten. Junge Mädchen mit trendy Handys. Abgehärmte Hausfrauen - behängt mit Einkaufstüten. Schnieke Typen - ausgestattet mit teuren Laptops und billigen Pappbechern, deren bräunlicher Inhalt eine weitaus gesündere Genussdroge zu sein versprach als etwa das offen präsentierte Flaschenbier in den Händen einiger mitfahrender Bauarbeiter. Da war es wieder: Das Alltags-Phänomen des„Drugs to go and drugs to show“. Die totale Freiheit sich anzutun, wonach einem auch immer der Sinn stand, so lange es gesetzeskonform blieb. Handystrahlungsaufnahme. Feinstaub-Inhalation. Hörnervschädigung. Sehstärkenreduktion. Zufuhr von toxischem Alkohol-Zellgift in geringst möglicher bis höchstprozentiger Dosis. Dazu Koffein, Vanillin oder Buer-Lecithin. Dem einzelnen Konsumenten schien es egal zu sein, ob die kaum messbare Strahlung von Mobiltelefonen die Fruchtbarkeit miniert oder ob Weichmacher in Textilien und Kunststoffen sich auf manche Menschen auswirken wie auf gefangene Fische, die in einem Bassin voller Pril - Konzentrat schwimmen. Jeder hat die freie Auswahl im reichhaltigen Angebot der individuellen Lieblingsdrogen und darf sich in der Öffentlichkeit als multipler Abhängiger präsentieren, damit auch der restlichen Welt nicht verborgen bliebe, welche ungeheure Fülle an Stoffen und Substanzen verfügbar ist, mit der man sich steuerlich geschröpft, schleichend und schonungslos selbst zu Grunde richten kann: Zucker für Kinder. Alcopops für Jugendliche. Schnaps für Heranwachsende. Nikotin für echte Männer. Valium für seelisch falsch gepolte Frauen. Viagra für mehr oder weniger sexuell Gehandicapte und spitze Spritzendope für spritzige Spitzenleistungssportler.
All das und noch sehr viel Schlimmeres mehr ist aktuell „verkehrsfähig“ und wird zum Teil unter Aufbietung bestmöglicher Lügenpropaganda-Märchen in den expandierenden Markt gepumpt. Sogar reines ****** aus pharmazeutischer Produktion. Offenbar ist sauberer Stoff für Suchtkranke letztendlich doch gesünder und bringt mehr Profit in die Staatskasse als das anrüchige Geschäft mit gestrecktem Dreck von unsicherer - oder gar afghanisch-talibanischer Herkunft. Wahrscheinlich deshalb lässt die unglaubwürdige Drogenbeauftragte der BRD vollmundig verlautbaren, „die ******vergabe in den Niederlanden sei vorbildlich.“ Die Drogenbeauftragte jedenfalls ist es nicht.


In der Wohnung seines Freundes angekommen, fiel der Stress von Robbies Schultern wie eine überirdische Last. Sie begrüßten sich mit einer herzlichen Umarmung und schauten sich kurz und intensiv an: Alles wie immer. Ein wenig mehr Bauch vielleicht, die Haare etwas grauer und die Falten etwas tiefer ins Gesicht gefurcht, doch die Gefühle füreinander waren noch stets die gleichen, noch immer die guten.
Sie setzten sich in das große Schlaf- und Wohnzimmer, tauschten kleine Willkommens-Geschenke und erzählten sich einige wissenswerte Neuigkeiten, die in letzter Zeit passiert waren. Die „Catweazel-Aktion“ in Aachen beispielsweise, von wo aus auf Geheiß der dortigen Staatsanwaltschaft bundesweit rund 1500 willfährige Polizei- und Zollbeamte in aller Herrgottsfrühe ausschwärmen mussten, um insgesamt 234 Kunden eines Growshops mit richterlichen Hausdurchsuchungsbefehlen zu malträtieren. Abgesegnet durch einen schnell und windig konstruierten Generalverdacht, der jeden harmlosen Blumentopf oder Bio-Erde-Käufer des Online-Growladens zum gefährlichen Hanfplantagenbetreiber mutieren lassen musste. Ein Schauspiel sondergleichen mit späterhin schon verhältnismäßig tragikkomischen Zügen, nachdem in die interessierte Öffentlichkeit durchgesickert war, dass einerseits einige vom eigenen Gewissen geplagte Beamte nur halbherzig illegales Material beschlagnahmt hatten, weil sie offenes Mitleid und Solidarität mit manchen Betroffenen zeigten. Andererseits die angeordnete Massendurchsuchung mit Sippenhaftcharakter auch einen vollkommen überraschten Verwaltungsrichter, eine Anwältin und einen Justizbeamten mit der ganzen Härte des aufgegeilt widerwärtigen Rumschnüffelns in den tiefsten Privatbelangen jener sogenannten „grundgesetzlich geschützten Bürger“ traf wie das blanke Entsetzen die entjungferte Unschuld einer ausschließlich für Juristen tätigen Nutte. Peinliches Eigentor par excellence mit 1500 Stürmern. In Fachkreisen munkelt man, es handle sich dabei um ein absichtlich verdeckt geschossenes Tor ohne weitere disziplinarrechtliche Konsequenzen, da gewöhnliche Inkompetenz-Überschreitung aufgrund von Profilierungssucht aktuell noch kein zu ahnendes Delikt darstellt und folgerichtig mit staatsanwaltschaftlicher Unerfahrenheit entschuldigt werden muss. De facto also mit dem stabilen Fundament der überall wie schales Sauerbier angebotenen „Prävention“.
Robbies Freund machte ein fassungsloses Gesicht, als er erstmals an jenem Nachmittag
von bleiverseuchtem Marihuana in Deutschland hörte. Von den über 100 akuten Vergiftungen in Leipzig. Von einigen weiteren Fällen in Österreich. Von der lahmarschigen Reaktion der Drogenbeauftragten auf die Ängste wegen der gesundheitlichen Bedrohung für rund vier Millionen Konsumenten, die sie wie zum Hohn mit dem floskelhaften Argument von oben her abbügelte, „die Schaffung einer unabhängige Analysemöglichkeit von kontaminiertem Cannabis sende ein falsches Signal an zu schützende Jugendliche....“
Ein echtes Signal an zu schützende Erwachsene – ob gesund oder krank – zu senden, das ließ das scheuklappengestützte Betonkopfdenken aber scheinbar nicht zu. Die letzte Bastion der „ verwaltungsgesteuerten Drogenbeauftragung“ im angeblich weltweiten Kampf gegen das Übel „Rauschgift“ verschanzt sich seither weiter feige hinter schlaffen Schlagworten und inständig ritualisierten Verbalinjurien von der „fehlenden Unbedenklichkeitsbescheinigung“, vom „zu hohen administrativen Aufwand für den Import von Medizinalcannabis“ und von der „Vier Säulen-Prävention“. Robbie wusste seit mehr als 30 Jahren wie diese „Prävention“ in Wahrheit aussieht: Ein trauriges Bild von mehr als 50tausend übereinander gestapelten nackten Überdosierungs-Leichen, denen pflichtbewusste Angestellte von rechtsmedizinischen Instituten auf der Suche nach dem Schlüssel zur Bekämpfung von irgendwie womöglich genetisch gearteter Stoff - und Substanzmittelabhängigkeit (in scheibengeschnittenen Hirnen oder in blutigen Organen) als letzte Dreingabe gesellschaftlich demonstrierter Abscheu ein grob genähtes Geflecht aus nicht biologisch abbaubarem Wundnahtmaterial auf Brust und Schädeldecke häkeln. Zur besseren Unterscheidbarkeit von anderen Leichenbergen aus Tabak- und Alkoholtoten.

Die Stimmung kippte nicht. Die Situation war wie zuvor: Beschissen. Die Kacke bekannt am Dampfen, aber das tat der guten Laune zwischen den beiden Freunden keinen Abbruch. Nach dem ersten ausführlichen Informationsgespräch gab es rein biologische Rouladen, Kartoffeln und Blumenkohl und abends im Breitwand-TV ein spannendes Fußballspiel zwischen Dortmund und Bremen. In den Adern der beiden Beinahe-Blutsbrüder pulsierte eine muntere Mische aus Endorfin, Serotonin, Adrenalin und assoziationsbedingtem Dauerspleen, der die polytoxe Gesamtkomposition der tagsüber freiwillig oder unfreiwillig zugeführten Mittel und Stoffe aus Kaffee, Feinstaub, Nikotin, Herbiziden, Pestiziden und all den schicken Chemosachen, die sich im Trinkwasser befinden, zu später Nacht mit einer ganz normalen Müdigkeit abrundete. Wehr- und willenlos gaben sie sich folgerichtig ihrer Schlafsucht hin.

Am nächsten Morgen schlich Robbie sich nach dem Konsum zweier mächtiger Schalen voll koffeinhaltiger Drogenbrühe, mit deren Hilfe er seine Medikamente hinuntergespült hatte, auf leisen Zehenspitzen aus dem Haus, um sich möglichst lautlos zu verabschieden.
Jetzt endlich galt es, seine eigentliche Reise durch die Republik anzutreten. Zehn Minuten Fußweg unter Schmerzen durch das Getöse des frühmorgendlichen Großstadt-Molochs. Automatenticket. Zwei Zonen U-Bahnfahrt bis zum Hauptbahnhof. Leute gucken. Zeitungen. Handys. Frisuren. Gesichter. Plastiktüten. Coffee to go. Hier und dort ein offen zur Schau getragenes Bier, dessen blasse Halter so aussahen als seien sie bereits seit zwei Tagen in Suffrolle rückwärts auf Tournee durch sämtliche U-Bahnstationen der Stadt unterwegs. „Aussteigen bitte in Fahrtrichtung links.“
Auf dem Bahnsteig zum Zug dann neuerlich hektische Betriebsamkeit in Form von laut lärmend ankommenden Rollkoffern, unendlichen Rucksack-Variations-Präsentationen, neurotischen Elite-Laptop-Bewachungsversuchen und stetem Kaltblasen von dezent in Pappbechern kredenzten Heißgetränken aus sorgsam gerösteten und feingemahlenen Aufputsch-Bohnen in antibiotikabelastetem Leitungswasser-Aufguss. Einsteigen in Fahrtrichtung rechts.
Der ICE – berauschend schnell unterwegs im berauschten Deutschland - war proppevoll. Etwas siffig das Interieur. Ein, zwei Toiletten defekt. Vom geselligen Unterhaltungswert der mitfahrenden Passagiere her gesehen schien die Atmosphäre vergleichbar mit der einer Fuhre nichtssagender Kohlensäcke in muffig riechenden Güterwaggons. Typisch durchschnittlicher Durchschnitt eines gelangweilten Mittelmaßes. Aufdringlich cool. Abwesend anmutend in ihre relativ unbequemen Sitze drapiert, hatten sich die Mitfahrer mehrheitlich eingestöpselt, eingeplugged, registriert, eingeloggt und vermittels elektronischer Droge aus dem realen Hier und Jetzt hinauskatapultiert in einen digitalen Reizflutbehandlungsversuchsfokus. Chill-Zone. Alle naslang hörte Robbie diverse Klingeltöne aus einer ganzen Armada ultrahochmoderner Handys, die Fotos, Filme, Tonaufnahmen und wohl auch Downloads von x-beliebigen Internetpornoportals machen konnten, aber ihren allgegenwärtigen Zeitgeist sofort und gnadenlos aufgaben, wenn der ICE durch einen der vielen Tunnel der Nord-Süd-Strecke donnerte. „Download gecancelt! Bitte wählen sie sich erneut ein! Den fälligen Betrag buchen wir von Ihrer Goldcard ab.“
Der Reisefahrplan-Flyer wies neben den obligatorischen Ankunfts- und Abfahrtszeiten des Schnellzuges jede Menge Sonderangebote für Bahnkunden aus und lockte mit Preisnachlass in billigen Hotels, Rabatt für Städtetouren und Bonusmeilen-Gutschrift für die Nutzung bestimmter Leihwagen. Eine rot umrandete Anzeige kündete vom besonderen Preisvorteil eines „XL Coffee to go“ für 3,70 € im Vergleich zu einem stinknormalen Kaffee, den es bereits für satte 2,90 € gab. Mochte Geiz wirklich geil sein und billig nicht blöd, so war Robbie spätestens nach der Lektüre dieser Annonce klar, dass die staatlich verordnete Schamgrenze in Sachen Drogenaufklärung nahezu ebenso schnell fiel wie der hohe Preis für kulturell akzeptierte Alltagsdrogen weiterhin rapide anstieg.
Hannover, Göttingen, Kassel, Frankfurt. Tunnel. Tunnelblicke. Tunnelfahrten. Niemand sah Robbie an, wie es wirklich um ihn stand. In ihm tobte der Kampf Gut gegen Böse und
produzierte Viren. Kleine unbarmherzig agierende Mistviecher, die vollkommen nutzlos waren und sich innerhalb kürzester Zeit in einer lächerlich geringen Menge von nur einem Milliliter Blut achtstellig vermehren konnten. Komprimierter Kackdampf. Er verkniff es sich, eine der funktionierenden Toiletten im Zug aufzusuchen und seine lädierte Lebensqualität mit einem Hieb stimmungsaufhellendem, appetitförderndem Kraut zu verbessern. Es würde womöglich sicherere Möglichkeiten zum Medizinalkiffen geben als ausgerechnet in einem ICE, der mitten hinein in die unfassbaren Unzulänglichkeiten deutscher Rechts- Gesundheits- und Drogenpolitik rauschte.

In Mannheim stieg er aus. Er hatte eine halbe Stunde Aufenthalt zum Umsteigen und sich bereits Tage zuvor auf einen Kaffee mit einem Aktivisten-Pärchen verabredet, das er vor Monaten irgendwann über das gemeinsame Vorgehen für die gleichen Interessen kennen gelernt hatte. Widerständler. Unermüdliche Kämpfer für die eigenen – aber auch für die berechtigten Fremdbelange anderer Patienten. Sie begrüßten sich herzlich inmitten der durch die Gänge strömenden Menschenmenge, tauschten ebenfalls wie selbstverständlich kleine, immer wieder gern gesehene Willkommenspräsente miteinander und starteten schließlich zu einem kurzen Spaziergang, der neben den zu ertragenden Schmerzen vom Laufen auch etwas Frischluft und einige tiefe Atemzüge an Autoabgasen brachte. Schnell zogen sie sich daraufhin in ein kleines Bistro zurück und orderten je eine Tasse koffeinhaltiger Legal-Flüssigdroge. Nebenan gab es Bier und Schnaps zu kaufen und einen kleinen unscheinbaren Tabakwarenladen, neuerdings aber auch ein Rauchverbot in sämtlichen öffentlichen Räumen. Wer dennoch seiner Nikotinsucht frönen wollte, musste sich notgedrungen auf einen Bahnsteig in ein kleines – mit gelber Farbe eingegrenztes - Quadrat begeben und durfte dort unter den mitleidvollen Blicken aller Nichtraucher an seinem formidabel besteuerten - und in Brand gesteckten Tabak-Papierstängel lutschen. Wer davon Krebs bekam, der wurde so gut als möglich medizinisch behandelt. Bloß Cannabis schien nicht zur Therapie dieser in engen gelben Grenzen zugezogenen Suchtmittel-Auswirkung vorgesehen zu sein, obgleich eine wahre Schwemme an positiven Studien dem uralten Naturheilmittel inzwischen nicht nur krebshemmende – sondern auch schmerzreduzierenden Eigenschaften zuschreibt.

30 Minuten Aufenthalt. Aufputsch-Getränk mit Small-Talk zwischen drei Kranken, die
sich ihr eigentliches „Überlebensmittel“, ihr heilbringendes oder wenigstens gut linderndes Medikament nicht mit der gleichen Selbstverständlichkeit öffentlich reintun dürfen wie die Raucher in ihren eigens dafür abgegrenzten Bereichen. Versteckspiel und Heimlichtuerei schienen stattdessen gefordert. Die beiden Aktivisten und Robbie waren sich ohne weitere Diskussion darüber einig, dass sie sich nicht an solcherlei Peinlichkeiten beteiligen würden. Nicht um den Preis einer totalen Selbstverleugnung und erst recht nicht zu Lasten einer absoluten Selbstaufgabe.
Die halbe Stunde Zwischenstop war schneller um als gedacht. Robbie umarmte seine Mitstreiter zum Abschied und gab sich äußerst zuversichtlich, dass sie sich schon sehr bald wiedersehen würden. Er wusste, dass die Organisation der vom gesundheitlichen Notstand betroffenen Personen – das SCM (Selbsthilfenetzwerk Cannabis als Medizin) - ständig an Mitgliedern gewann. Die Austausch zwischen den Patienten per Internet war beispielgebend, und der notwendige Informationsfluss von der Basis in die Ausläufer der politischen Gefilde lief nach erst einem Jahr des Bestehens der Organisation wahrlich nicht schlecht. Der Anfang war gemacht. Man hatte sie „ganz oben“ bereits zur Kenntnis genommen und reagierte dort mit Interesse auf die Kritik von „ganz unten“. Der Rest würde ein Frage von Geduld und Beharrlichkeit sein. Tugenden, die besonders auf chronisch Kranke zutreffen, die nichts zu verlieren – aber alles zu gewinnen haben.

Robbie stieg in den am Bahnsteig haltenden Zug, suchte sich einen freien Sitzplatz und vertiefte sich in sein mitgeführtes Buch, um die knappe Stunde an Fahrtzeit bis zum nächsten Ziel – Karlsruhe - zu überbrücken. Er fühlte sich körperlich unwohl, hatte Rückenschmerzen und ein starkes Bedürfnis nach Ruhe. Liegen. Schlafen. Entspannen. Der Schaffner kam, ließ sich das Ticket zeigen und bedeutete Robbie auf Nachfrage, wo er denn hin wolle, mit kargen Worten, dass der Zug nicht nach Karlsruhe fahre sondern nach Stuttgart.

Die Ausschüttung an Stresshormonen war unvergleichlich. Weitestgehend hilflos gab Robbie dem Ansturm an urplötzlich auftretenden Zweifeln, Ängsten und Sorgen nach und degenerierte von einem Augenblick auf den anderen innerlich zu einem winzigen Häuflein Elend ohne jedes Selbstbewusstsein. Fragen über Fragen marterten sein Gehirn und pumpten eine zähe Suppe an widerlichen Gefühlen in seinen geschlauchten – weil vollkommen unvorbereiteten Organismus. Wieso saß er überhaupt im falschen Zug? Konnte er dem eigenen Orientierungssinn nicht mehr trauen? Wie lange würde er wohl für den Umweg über Stuttgart zurück nach Karlsruhe brauchen? Was würde der immense Zeitverlust für die fest getroffene Verabredung bedeuten? Wohin müsste er sich wenden, wenn ihn niemand am Treffpunkt erwartete? Welche Konsequenzen könnte das Scheitern der Verabredung für sein persönliches Ziel haben, das er mit dieser anstrengenden Reise in die Tiefe seiner Gefühle en passant verfolgte?
Leise, aber inständig verfluchte er sich, dass er nicht zum Millionen-Heer der stinknormalen Handygebraucher zählte, die eine solch prekäre Situation womöglich auf Anhieb mit einem kurzen Telefonat aus dem fahrenden Zug heraus hätten lösen können. Doch seine Abneigung gegen die kleinen aufdringlichen Gebührenschleudern war einfach zu stark und einer kleinen Unzulänglichkeit oder Unaufmerksamkeit wegen würde er seine ehernen Prinzipien nicht so schnell über den Haufen werfen. Mochte die Termin-Kacke auch noch so dampfen.

Die restliche Zugfahrt bis zur ungeplanten Ankunft in Stuttgart verging wie in quälend langsamer Zeitlupe. Ohnmacht, Wut, Hilflosigkeit und Angst breiteten sich in Robbie aus und spülten altbekannte Empfindungen in sein Bewusstsein, wie er sie in gleicher Art und Weise schon in der unrühmlichen Auseinandersetzung mit der Verwaltungsbehörde in Sachen Cannabis-Medikation erlebt hatte. Niedergeschlagen erduldete er das blanke Gefühl unendlicher Scham, einen groben Patzer mit möglicherweise weitreichenden Folgen verursacht zu haben, ohne wirklich schuldig zu sein. Am liebsten wäre er im Boden versunken, aber genau das galt es vorerst zu vermeiden.
In Stuttgart am Bahnhof angekommen, bestieg er im Laufschritt den nächstbesten Regional-Zug und ließ sich ungeduldig und nervlich angefressen zurück durch die schwäbische Pampa Richtung Karlsruhe schippern. Inmitten einer mitfahrenden Horde grölender Schüler und pickelgesichtiger Azubis, die quer durch alle Abteile lärmten. Er hatte die Schnauze voll. Total und gründlich voll. In erster Linie von sich selbst, aber auch das deutschlandweite Medizinalcannabisproblem konnte ihn in jenen Momenten gut am Arsche lecken.

Mit rund 90minütiger Verspätung kam Robbie schließlich in der Stadt der höchsten Gerichtsbarkeiten an. Stressgebadet. Zerknirscht. Hochtourig angeödet und verunsichert.
Zu allem Überfluss hatte er zuvor in Stuttgart in einer Telefonzelle noch das Adressbüchlein mit allen wichtigen Anschriften und Rufnummern seiner vielfältigen Kontakte liegen lassen, was seine überaus depressive Stimmung zusätzlich in den abgrundtiefen Keller der Düsternis trieb. War es nicht schon peinlich genug, dass er die Frau so lange hatte warten lassen, mit der er verabredet gewesen war? Musste er jetzt auf seinen vagen Verdacht, sich an ihre Adresse zu erinnern, noch auf die Suche nach ihr machen? Als Fremder in einer fremden Stadt? Sollte er nicht besser umdrehen und gleich wieder nach Hause fahren? Er kam sich vor wie ein Blender. Wie ein unzuverlässiger Schwätzer. Wie ein Versager, dem man die einfachsten Terminabsprachen nicht zutrauen kann einzuhalten.
Robbie nahm sich am Bahnhofsvorplatz ein Taxi, nannte den vermuteten Zielort und ließ sich hoffnungsschwanger und angstzerfressen zugleich zu einer nicht weit entfernt liegenden Praxis fahren, in der er hoffte, seine Verabredung anzutreffen. Schweiß perlte während der kurzen Fahrt von seiner Stirn. Sein Puls jagte. Er gab sich nur noch wenige Augenblicke in Karlsruhe und plante, das gleiche Taxi zurück zum Bahnhof zu nehmen, wenn seine Suche erfolglos bleiben würde. Der Wagen hielt. Er stieg aus und betätigte den Klingelknopf. Nur wenige Sekunden später öffnete sich ein Fenster und ein Frauenkopf schaute heraus: Sie hatte tatsächlich gewartet.

Das Reiseziel war endlich erreicht. Robbie versuchte sich mit Müh und Not aus seiner mittelschweren Depression herauszuhangeln, den Ärger über den ungewollten Umweg zu verdrängen und allen Widrigkeiten zum Trotz unbefreit zu wirken, aber es wollte ihm nicht so recht gelingen. Keine 15 Minuten nach seiner verspäteten Ankunft fand er sich in einer kleinen, gemütlichen Wohnküche einer schönen Altbau-Wohnung auf einem Sofa sitzend – etwas scheu, etwas verklemmt – jener Frau gegenüber, mit der sich bereits seit einigen Monaten schriftlich über seine individuellen Problematiken ausgetauscht hatte. Er hielt sie in der Cannabisfrage für überaus kompetent, für sehr engagiert und überdies auch streitbar genug, um ihn eventuell aus der misslichen Lage seines verwaltungsbehördlich verweigerten Lebensanspruches in Schmerzlosigkeit zu befreien. Nicht von Krankheit oder von deren mitunter unerträglichen Symptomen, doch wenigstens von gesetzlicher Verfolgung und ewig drohendem Strafanspruch.
Sie bot ihm Kaffee und etwas zu essen an, war freundlich, aufmerksam und selbstbewusst in ihrer Rolle einer durch und durch erfahrenen Person, die sich auf eigenem – und daher sicheren Terrain bewegt. Er hingegen bekam vor lauter kleinkindlicher Scheu, sich mit seinen überdimensionierten Hoffnungen auf eine ihm fast völlig unbekannte Person zu fokussieren, plötzlich Bammel vor dieser nahezu surrealen Konstellation, in welcher es unterschwellig sicher auch um all die unausgesprochenen Ansprüche ging, die Robbie insgeheim noch mit dieser seiner Deutschland-Reise verbunden hatte: Das Ende der schlimmen Hexenjagd auf Patienten. Den Schlussstrich unter die Entsetzlichkeiten der sozialen Ausgrenzung. Womöglich die Wiederkehr der Menschlichkeit in die emotionale Eiseskälte einer ethisch fragwürdigen Auseinandersetzung um Leben und Tod, um Siechtum und Behandlung. Seine Augen füllten sich mit Tränen. Trauer flutete die Seele.
Er hatte sich ein wenig zuviel abverlangt in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit. Die elend langen Zugfahrten. Die vielen Menschen unterwegs. Die konzentrierten Gespräche um Alles oder Nichts mit dem Rechtsanwalt, mit seinem besten Freund, mit den beiden Aktivisten und nun auch noch mit ihr, die sie ihm zuhörte, ihn befragte, ihm antwortete und sich intensiv mit ihm und mit seinem Lebenstrauma auseinander setzte. Die vielen Eindrücke. Die widerstreitenden Gefühle. Das permanente Kreisen in Unverfügbarkeiten. Das verlorene Adressbuch, das ihn schmerzte wie verlorene Freundschaften. Die Aussichtslosigkeit der Umsetzung eines grundgesetzlich verbürgten Anspruchs. Letztendlich auch die bald schon wieder bevorstehende, quälend lange Heimfahrt vom inzwischen erreichten Ziel zurück zum Ausgangspunkt. Robbie stellte das alles auf einen Schlag in Frage.
War es die Mühen wirklich Wert? Machte er sich nicht etwas vor? Sollte er nicht besser die Segel streichen und sich still und demütig in sein künftiges Schicksal fügen? In den Boden der 1,80m tiefen Versenkung?


Es dämmerte bereits und durch die belebten Straßen Karlsruhes eilten die Menschen mit einer freudigen Zielstrebigkeit heim, als ob es nirgends auf der Welt Ungerechtigkeit gäbe. Schon gar nicht in der hochentwickelten, aufgeklärt demokratischen Bundesrepublik Deutschland oder gar in der eigenen zivilisierten Stadt, in der ein Bundesverfassungsgericht argusäugig darüber wachen sollte, dass schwer erkrankten Menschen durch das Vorenthalten einer geeigneten Medikation nicht noch zusätzlich unzumutbare Last aufgebürdet wird.

Sie gingen durch den Nieselregen zum Bahnhof, umarmten sich zum Abschied wie gute alte Bekannte und versprachen Kontakt zu halten. Er drehte sich nicht mehr nach ihr um auf seinem Weg zum Bahnsteig, nahm sich aber vor, sobald wie möglich ein neues Adress-Büchlein zu besorgen und ihre Anschrift als eine der ersten darin einzutragen zum Zeichen eines Neu-Anfangs. Zur Dokumentation, dass die „Kaffeefahrt Deutschlandreise“ in Sachen Cannabis als Medizin noch lange nicht beendet war, sondern jetzt erst richtig beginnen musste. So wie eine wahre Geschichte, bei der schlussendlich die Kacke noch genauso dampft wie zu Beginn derselben.

24 Stunden später traf Robbie zu Hause ein und kümmerte sich als erstes um seine Pflanzen.
Dann schmiss er die Kaffeemaschine an, legte etwas leises Hintergrundgedudel auf, setzte sich an seinen PC und begann niederzuschreiben, was noch immer so überaus unglaublich erscheint, dass eine wirklich wahre Geschichte eigentlich anders enden müsste...



(c) aXXL

aXXL
17.02.2008, 13:09
WER WÄHLT? WAS? WEN? WARUM?

http://www.*************watch?v=cpBzQI_7ez8&feature=related

http://www.*************watch?v=9vb0-FjPHvE&feature=related

aXXL
17.02.2008, 19:47
SPIEGEL DER "PRÄVENTION"

http://www.spiegel.de/video/video-26846.html

gelöscht
17.02.2008, 20:07
Moinzn aXXL alte Schüssel :biggrin: ! Scheint sehr informativ zu sein obwohl ichs nicht gelesen hab :biggrin: werdes aber noch;)

Zuviel :smokface: :smokface: :smokface: hehe

Gruss nach Sylt island !

aXXL
20.02.2008, 16:00
ABSCHRECK

http://newsticker.welt.de/index.php?channel=ver&module=dpa&id=16968370

http://www.capital.de/finanzen/steuern/meldungen/823402.html

Officer Pickelstine
21.02.2008, 14:03
Michael hat geantwortet :mata:

http://www.kandidatenwatch.de/frage-595-15039--f99085.html#frage99085

aXXL
21.02.2008, 15:19
Hallo Protestmailer-Nutzer!

Der Deutsche Hanf Verband hat heute eine neue Aktion des Protestmailers
gestartet, die sich an die Bundesjustizministerin Zypries wendet. Sie
wird aufgefordert, den Anbau von Cannabis zum Eigenverbrauch nicht mehr
zu bestrafen!

Mit dem Protestmailer \"Homegrower entkriminalisieren - Schwarzmarkt
schwächen\" reagiert der DHV erneut auf die bisher größte Polizeiaktion
gegen den illegalen Anbau von Cannabis, bei der Ende Januar 1600
Polizisten Hausdurchsuchungen bei 214 Kunden des Aachener Growshops Catweazel
durchführten. Obwohl die Staatsanwaltschaft mit dem gewaltigen Aufgebot
an Menschen und Material eigentlich einen bundesweiten Schlag gegen
die Betäubungsmittelkriminalität führen wollte, traf die Aktion
hauptsächlich kleine Fische. Bei mehr als 2/3 der Durchsuchungsopfer wurde gar
nichts gefunden, 66 bauten weniger als 100 Pflanzen an.

Dabei gefährden Homegrower niemanden außer sich selbst und entziehen
dem Schwarzmarkt Geld. Dazu kommt, dass viele ihren illegalen
Zimmergarten nur deshalb einrichten, weil sie Angst vor gefährlichen Streckmitteln
haben. Nicht erst seit den Bleivergiftungen in Leipzig sollte jedem
klar sein, dass der Schwarzmarkt keine Qualitätskontrolle kennt.

Wer Cannabis zu Hause anbaut minimiert Gesundheitsrisiken und schwächt
die Mafia! Der Eigenanbau von Cannabis sollte deshalb straffrei werden.

Unterstützt den Kampf des DHV für die Entkriminalisierung des
Eigenanbaus! Fordert mit einer Protestmail an die Bundesjustizministerin
Brigitte Zypries den Anbau von Cannabis zum Eigenverbrauch nicht mehr zu
bestrafen!

Mehr unter http://hanfverband.de/protestmailer/mitmachen_13.html

Mit hanfigen Grüßen
Steffen

gelöscht
22.02.2008, 14:18
ich bin mir relativ sicher, dass du's nicht einsiehst, aber egal. Geht nicht, weisst du und auch warum.

aXXL
22.02.2008, 14:29
Tja..."einsehen"....ist halt so `ne Sache.
Es geht mir dabei ähnlich wie mit dem Wort "Drogenpolitik"....

Von daher darfst Du Dir sicher sein. Aber wie Du schon sagtest: "Egal".
Es geht ja nur um Menschenleben...

Axel

aXXL
23.02.2008, 16:52
AMNESTIE?

Für das Heer der Steuersünder
fordern wir die Amnestie.
Liechtenstein wird eingemeindet.
Nicht ein Reicher angefeindet,
denn es wäre Blasphemie
all die Stützen und Eliten,
die dem Land die Stirne bieten
mir nichts – dir nichts einzulochen,
bloß weil sie ihr Süppchen kochen.


Für das Heer der Cannabisten
heißt es „Schock als Therapie.“
Jemand muss ja Knäste füllen
und die Sucht auf Strafe stillen
- diese Gräuel-Phantasie -
all der Stützen und Eliten
(Politik-Polyester-Nieten),
die seit Jahr und Tag und Wochen
Unrecht üben. Ungebrochen.


Für das Heer der Morphinisten
gilt das Wort von „Amnesie“.
Eigenart der Populisten
mit den langen Wählerlisten,
die sich krumm und bucklig lügen
und in Liechtenstein vergnügen.
Reich bedacht mit Umgangston
auf „Vier-Säulen-Prävention“,
die zurecht ihr Ziel verfehlt,
weil Zensur als „Wahrheit“ zählt.

Amnestie für Kriegsverbrecher.
Amnestie für Steuersünder.
Amnestie für stille Zecher
oder Zuckerjunkie-Kinder.

Amnestie für Kriminelle
und Sabine – auf die Schnelle –
für den Berg an Drogenleichen
und für all die superreichen
Liebestaumel-Lebemänner,
Crack- und Marihuana-Kenner,
Süchtels, Wichtels, Schizophrene
oder Omis ohne Zähne,
die sich gerne straffrei wüssten
zwischen Berg und Tal und Küsten.

Zwischen Sylt und Sumpf und Sein
- Stiftungsrecht in Liechtenstein -
fordern wir die Amnestie.
Recht auf schwule Travestie.
Auch für Juden, Moslems, Christen,
Flegel, Flitzer, Pazifisten
und die in der Nase bohren
wie Administratoren
und den Rest der Drogen-Heere
in des Alltags öder Leere
fordern wir die Amnestie.
So wie Schnee beim Après-Ski.


Sind wir alle amnestiert,
lebt sich’s wieder ungeniert
frisch und frank und ungemein
menschlich. Wie in Liechtenstein.
Chemisch. Wie mit Pharmazie.
Schweinisch. Fast in Sodomie.
Kultisch. Ku-Klux-Klan-Kultur.
Schatten auf der Sonnenuhr
mit dem Schüsselsprung per Sie
und dem Drang zur Amnestie.

Vergib mir, Gott, dass ich drum bettel:
Schenk uns unsre Ablasszettel!
Schenk uns Liechtensteiner Ehre!
Schuldenfreiheit und was wäre,
wenn wir endlich mal begriffen,
dass auf Amnestie fürs Kiffen
wohl geschissen ist? Gepfiffen!

Freiheit ist zu tun was immer
nicht noch ärger ist und schlimmer
als das sanfte Ruhekissen,
das dem Hanf dient als Gewissen.
Freiheit braucht nur Phantasie.
BILD und BUNTE und FÜR SIE
und ein deutsches Strafgesetz,
das den Freiheitsdrang verletzt
wie das Wort „Schizophrenie“.
Keine Frage: Amnestie!

(c) aXXL

Tzilma
23.02.2008, 17:26
:)

gelöscht
23.02.2008, 18:17
"Egal". Es geht ja nur um Menschenleben



ja, wir nazi-admins lassen bevorzugt menschen sterben, um unseren willkürlichen spiesserregeln geltung zu verschaffen - ufftata, ufftata...

Was du armer mensch mmn mal dringend bräuchtest, wäre eine ego-substitution. Tut dir vielleicht gar nicht so gut, hier deinen eigenen, beschützten pinkelbaum stehen zu haben :mata:

Tzilma
23.02.2008, 21:42
was sind denn das hier für bad vibrations. einmal bitte auf den sven väth drücken: "gude laune!"

aXXL
23.02.2008, 22:00
Nun lass uns mal nicht gegenseitig die wortspielerische Sau am Pinkelbaumstamm schubbern, Mario, auch wenn ich Dir mit der Ego-Substitution unter den momentanen Verhältnissen (Interferon II) absolut Recht gebe.

Du müsstest mitbekommen haben, dass mir "Drogenpolitik" ganz besonders am Herzen liegt - und nicht bloß Cannabis-Politik - nachdem sich in meiner Vita das eine unentflechtbar mit dem anderen verwoben hat und die Pressemitteilung der Grünen reichlich Öl in die fackelnde Wut derjenigen gegossen hat, die sich durch die Bätzing`schen Ankündigungen ("Niederländischer Vorbild-Charakter") Hoffnung auf das Ende des lebensverkürzenden Drecksvergabe von Gossendroge gemacht hatten.

Ich halte weder Dich noch die anderen für schlimme Nazi-Admins, aber die Rigorosität des "OFF" hat mich doch ziemlich verblüfft und die bereits vorhandene Wut (Richtung UNION/SPD) dann (verständlicherweise?) nochmals gut hochgeköchelt.
Dass dabei als weitere Reaktion eine Amnestie für nasebohrende Admins eingefordert worden ist, scheint mir angesichts von (regelkonform durchgeführter) Zensur nicht weiter der Rede Wert, um nun möglicherweise die Kettensäge für den Fall des so oft bepinkelten Schubberstamms herbeireden zu müssen oder?
Oder liege ich komplett falsch und Du hast echt noch nie im Leben in der Nase gebohrt? Das würde mich schwer wundern, denn meine eigenen Griffel kennen seit Monaten keine anderen Aufenthaltsplätze als die der Tastatur, von Spliff-Drehorten oder Nasen-Innenwandungen.

Echt Mann, ich tu`s ja wirklich selten, aber an dieser Stelle doch mal, und ich hoffe, Du versteht es richtig:
:love:

Axel

gelöscht
23.02.2008, 22:16
Du müsstest mitbekommen haben, dass mir "Drogenpolitik" ganz besonders am Herzen liegt - und nicht bloß Cannabis-Politik


wenn dir das diesbezügliche ausleben sehr wichtig ist, dann viel spass auf auf deinem neuen, verständnisvollen lieblingsforum www.forum.drogenburg.de/fhb

diese eine kleine regel ist so alt wie das forum, und sie ist relativ wenig missverständlich. Sie hat nichts und überhaupt nichts zu tun mit besonderer sym- oder antipathie mit speziellen drogen oder konsumenten, sie ist einfach. Beiträge, die ausschliesslich andere drogen als hanf zum thema haben sind nicht erwünscht. Isso.

Tzilma, geh kuscheln...

Tzilma
23.02.2008, 22:20
Tzilma, geh kuscheln...

meine kuscheltiere sind alle so weit weg. :cry:
:knuddl:

Tzilma
23.02.2008, 22:53
War es die Mühen wirklich Wert? Machte er sich nicht etwas vor? Sollte er nicht besser die Segel streichen und sich still und demütig in sein künftiges Schicksal fügen? In den Boden der 1,80m tiefen Versenkung?


ich kann mir gut vorstellen, dass der robbi einfach mal ruhe, entspannung, gute musik und einen entspannenden joint nötig hatte.
vielleicht mal zurücklehnen und auf die schönen momente im leben warten.

ich kenn da auch jemanden, der nach einem hohen flug am schönen himmel, nah an der wärmenden sonne anschließend in tiefe, kalte versenkung fällt.
immer wieder, hin und her, auf und ab. aber so lange er im flug mehr kraft gewinnt, als er für den aufstieg aus der tiefe benötigt ist doch alles: gude laune! :)

aXXL
24.02.2008, 00:58
Kann sein, vielleicht, TZILMA...Gut möglich, Günther.

Andererseits: Ob ein Schuss vor den Bug oder sonstige Stressfaktoren, das hilft alles irgendwie weiter. Schließlich leb ich nicht allein auf dieser Welt oder bin auch nicht der Mittelpunkt des Universums. Ich lasse andere Meinungen gelten - es sei denn sie sind direkt und aktiv gegen mich persönlich gerichtet und sachlich/fachlich falsch.

Wenn also von der Dienstaufsicht eingegriffen wird, weil ich mich (hier) mit Dingen beschäftige, die nur indirekt mit dem hier bearbeiteten Grundthema zu tun haben, sollte ich mein Haupt in Demut beugen und bekennen einen Fehler gemacht zu haben.

Was mir mehr zu schaffen machen würde, wäre die Erkenntnis, dass innerhalb dieses Threads erneut aufeinander eingeprügelt wird, obgleich unser aller Ziele weitgehend identisch sind. Da würde ich dann in der Tat doch lieber `nen Rückzieher machen, weil ich Gewalttätigkeiten verabscheue und schlicht keinen Bock habe, mir ein künstliches Feindbild zu züchten, das die Energie abkriegt, die für die echten Feinde bestimmt ist.

Von daher bin ich wohl auch eher der "Kuschel-Typ".
Kuscheln hat durchaus Daseinsberechtigung und ist die Vorstufe zur Existenzsicherung der menschlichen Spezies.
Aber Sven Väth zum Kuscheln? Das wäre mir doch zu sehr ufftata - ufftata...

Mr.Whide Widow
24.02.2008, 01:14
Moin Moin
tach gesagt.Sorry muste mal Pupsen :D @Tzilma uff jeden kommste nach Berlin wird richtig gestampft :applaus:

Syka
24.02.2008, 05:25
Hallo,

ich habe mit einem großen grinsen im gesicht den ersten Post durchgelesen , doch das verging mir als ich das Wort Hepatitis C gelesen habe.

Hilft kiffen gegen Hepatitis C ?

Meine Mutter ist an Hepatitis C erkrankt.... und hat nun eine leberzirrhose :(

guenther
24.02.2008, 09:01
@syka

kleiner Tip an Dich.:

surfe mal zu www.acmed.org da bekommst Du einiges bzgl. - Cannabis - med. Verwendung zu lesen .
Wenn Du dann noch das dortige - Forum - besuchst findest Du sicherich tiefere
Infos teils auch spez. zu Deiner Frage

Cannabis hilft nicht gg. Hepa-C .... ABER ... Cannabis hilft ennorm gg. viele verschiedene Folgen von Nebenwirkungen bedingter Krankheiten und das effektiv und recht verträglich
im Verhälnis zu manchen Pillen.

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::: ::::::
na ja AXXL , wünsche guten Verlauf

so long

aXXL
24.02.2008, 15:28
Moin Syka.
Gegen die Hepatitis C (chronische Leberentzündung) als solche hilft Cannabis durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften, durch seine Appetit stimulierenden Effekte und durch die antidepressive Wirkung.
Überdies gibt es eine klinische Studie, welche die Therapiestabilität im Falle einer Interferon-Kombi-Therapie gegen die Viruslast der Hep C bei gleichzeitigem Konsum von Cannabis bestätigt. (Findest Du auch auf der ACM-Seite.)

Bei einer Zirrhose ist von größter Wichtigkeit, auf leberschädigende Substanzen (Alkohol und dauerhafter Tablettenkonsum) zu verzichten und sich soweit wie möglich gesund zu ernähren. Die Anbindung und der Austausch mit anderen Betroffenen durch ein gemeinsames Patientenforum ist nützlich; ebenso aber auch das zu Rate ziehen eines ausgewiesenen Gastroenterologen, der oft mehr weiß und umsichtiger handelt als ein gewöhnlicher Hausarzt.

Deiner Mutter von hier aus alles erdenklich Gute!

A.

aXXL
27.02.2008, 08:39
FORTBILDUNG

http://www.oe24.at/zeitung/welt/weltchronik/article245934.ece

Ganjabreddah
28.02.2008, 15:05
Polizei belohnt mit Haschisch

Zeitungsartikel (http://www.welt.de/vermischtes/article1732330/Polizisten_belohnen_Informanten_mit_Haschisch.html )

aXXL
28.02.2008, 15:21
UNGLAUBLICH:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/104159

KAUM ZU GLAUBEN:

http://www.badische-zeitung.de/suedbaden-cannabis-wird-immer-beliebter.103402

aXXL
28.02.2008, 15:26
Moin,
was meint die versammelte Gemeinde zum Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zur deutlich eingeschränkten Online-Durchsuchung? Müssen wir Paranoia haben? Bleibt alles wie es war?
Sind Cannabisgebraucher potentielle Gefährder der Sicherheit unseres Landes? Kann und darf es etwa Durchsuchungsbeschlüsse aufgrund von Einlassungen in solchen Treads wie diesen und anderen geben?

Saacht ma wat...!

Gruß
aXXL

gelöscht
28.02.2008, 15:55
UNGLAUBLICH:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/104159




moinsen axxxel


ambesten nicht gleich alles kopieren, was du so "gegen" cannabis findest,
denn dieser artikel ist falsch ....das stimmt garnicht !!

aXXL
28.02.2008, 16:08
GEGEN Cannabis?
Falls besagter Artikel tatsächlich falsch ist, sofort das entsprechende Dementi posten.

Gegen "Enten" bin ich leider nicht gefeit. Falls es eine war: Sorry. Ich bin nicht Bruce Allmächtig oder aus der näheren Verwandtschaft.

Ganjabreddah
28.02.2008, 16:13
Moinsen Axel,

das Gesetz finde ich total schwachsinnig, wie so vieles von den Politikern erschaffene Gesetze. Angeblich sollen ja dadurch hauptsächlich die Terrornetze aufgespührt werden, was wiederrum total hirnrissig ist, da jeder einigermaßen noch denkende Terrorist erstens nicht Kontakte von zu Hause via Internet benachrichtigt und zweitens höchstwahrscheinlich Dateien/Texte intensiv verschlüsseln würde.

Ich selber denke eher, dass der Staat das Gesetz eher für kleinere illegale Geschäfte erlassen hat z.B. für Raubkopierer und natürlich Kiffer (grower).
Der Staat hat aber ein großes Problem und zwar das die Datenmengen im Netz so hoch sind, dass es sehr schwer sein wird alles brauchbare herraus zufiltern.
Überleg mal wie viele Leute in Growerforen in ganz Deutschland unterwegs sind und dann gibts ja noch die anderen paar Millionen, die in anderen Foren illegale Sachen berichten/austauschen.

Denke nicht, dass man jetzt so mega Paranoia haben muss und eig. stört mich das Gesetz auch in soweit nicht, ausser das wieder unnötig Steuergelder verprasselt werden.


Gruß,
Chris




Edit: Was mich zu dem Thema noch interessieren würde, muss die Polizei nicht vor der Online-Durchsuchung den Verdächtigen kontaktieren?

MCillu23
29.02.2008, 12:45
Hey,

ich war gestern im Headshop und dessen Besitzter meinte, dass die Durchsuchungen, die auf den Bust vom Catweazel stattgefunden haben, illegal waren.
Weiss jemand, ob die nach dem NRW Gesetz durchgeführt wurden? Wenn ja, dann sollte er Recht haben, denn das Gesetz wurde ja gerade vom BuVerfassungsgericht für nichtig erklärt.

MfG illu

aXXL
29.02.2008, 17:10
Moin Chris,
nein, weder die Polizei - noch die beantragende Staatsanwaltschaft oder gar der Beschluss fassende Richter nimmt vorher Kontakt zum Observierten auf. Damit würde das Ermittlungsziel gefährdet.

Moin Abba-Illu,
vollkommen richtige Schlussfolgerung. Man hat behördlicherseits quasi eine rechtliche Grauzone missbraucht, um Fakten zu schaffen.
Das ist in etwa so dubios, wie das Anfüttern von Informanten mit Drogen.
Hoffe, dass sich die Catweazel-Betreiber einen guten Anwalt leisten können. Wie alle anderen von Hausdurchsuchungen betroffenen Personen auch. Nach meinem Empfinden müsste es infolge der Ungesetzmäßigkeit zu einem absoluten Beweismittelverwertungs-Verbot kommen, alle Verfahren müssten eingestellt - und der verantwortliche Staatsanwalt zur Nachschulung auf die Uni geschickt werden.


JON JON and the Poco Loco Band, Live:
29. Februar, ab 20.00 Uhr im "Kolibri" am Flughafen Westerland (ziemlich kurzfristige Ankündigung).
15. März, Neuer Kursaal Westerland, 20.00 Uhr im Rahmen des Henner-Krogh-Wettbewerbs.
22. März, Osterfeuer Hörnum, 20. 30 Uhr.

Dr. Cannabis Chris
02.03.2008, 18:48
Übertrieben?! (http://www.gulli.com/news/0-9-gramm-haschisch-reichen-f-2008-02-29/)

V wie Vendetta
02.03.2008, 23:08
Übertrieben?! (http://www.gulli.com/news/0-9-gramm-haschisch-reichen-f-2008-02-29/)

http://board.gulli.com/thread/1026393-09-gramm-haschisch-reichen-fr-tatvorwurf-wegen-anbau-und-herstellung/2/
Sind ziemlich viele geisteskranke dort unterwegs...:kotz:

Gut so, dass man endlich mal durchgreift. Am besten man macht da einen Präzedenzfall draus. Und rottet so das Kifferpackzeug endlich aus. Ich bin dann auch gerne bereit ein paar Euro meines Einkommens für den Bau von Gefängnissen abzutreten.

Weiss jemand wo der wohnt...:gucklink:
Ma nen Besuch abstatten...:gucklink:

Mlg

aXXL
03.03.2008, 11:57
http://video.google.de/videoplay?docid=6227764886026539612&pr=goog-sl

Schnuckelig anzuschauen, wenn man seinen Herer oder Bröckers noch nicht gelesen hat und quasi unbeleckt ins Thema einsteigen möchte, um die Hintergründe und die wirtschaftlichen Idiotien auszuloten, die uns das Hanf/Cannabis/Marihuana-Verbot eingebrockt hat.

Wahrscheinlich kann man mit derart alten Aufnahmen keine Fortbildungsseminare für Richter und Staatsanwälte bestücken, aber wünschenswert wäre es angesichts der Hexenjagd auf (0,9er) Mini-Mengen schon.

Hauptsache die Bananen-Ernte fällt wieder reichhaltig aus im Jahre 2008, in der Entwicklungszone Deutschland. Dort, wo man seinen Industrie-Arbeitplatz ebenso ratzfatz schnell durch Rationalisiserung oder überzogene Vorstandsmitglieds-Prämien los sein kann wie andererseits auch seine Freiheit, soziale Reputation und bürgerliche Karriere wegen eine Pickels Dope. Seine Gesundheit wegen einer Gesetzeslücke....

Das Selbsthilfenetzwerk Cannabis als Medizin, SCM, hat jüngst übrigens ein aufschlußreiches Schreiben vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte erhalten, in welchem sich der Sachbearbeiter zum Geschäftszeichen 82 (Anträge auf medizinische Verwendung, Selbstanbau, Import von Cannabis etc.) sinngemäß äussert, dass das BtM-Reglungswerk und (wie wir schon länger vermuteten wohl auch die diesbezüglichen Verwaltungsvorschriften) NICHT AUSREICHEND ausgearbeitet sind, um die (vielen) Fälle der medizinischen Cannabisbedürftigkeit zur Zufriedenheit der Patienten zu bescheiden.

Wörtlich heißt es (Auszug):
...ich stimme Ihnen zu, dass die vom BVerwG eröffnete Möglichkeit der

Erteilung von Ausnahmegenehmigungen für Patienten zu therapeutischen

Zwecken keine befriedigende Lösung ist. Dieses Instrument war vom

Gesetzgeber nicht dazu vorgesehen, um Patienten ohne ärztliche

Verschreibung mit hochwirksamen und betäubungsmittelrechtlich nicht

verkehrsfähigen Stoffen zu versorgen. Infolgedessen ist das ganze

Regelungskonzept des BtMG nicht darauf abgestellt, was Beantragung und

Teilnahme am Betäubungsmittelverkehr für den einzelnen Patienten und

auch alle anderen Beteiligten äußerst mühsam und aufwendig gestaltet.



Dazu die Meinung eines involierten Anwaltes:

...das hört sich für mich an wie eine Mischung aus: "Ich will auch nicht
immer
der Buhmann sein und Schuld habe ich daran auch nicht, sondern das
Gesetz";
Beschwichtigen und pädagogisches Gewähren lassen in Bereichen, die
nicht
Berühren; Zuständigkeiten und Ursachen auf Dritte umleiten.
In Bezug auf den Antrag beim BfArM sehe ich keine große Relevanz,
außer, bei
sehr wohlwollender Interpretation, dass eine freundliche und kompetente

Herangehensweise ggf. auf tatsächliche Lösungsbemühungen oder zumindest
Hilfestellungen stoßen könnte. Hilfestellungen auch ggf. dergestalt,
wie sie
der Gehalt des Textes darstellt, nämlich, es kann an anderer Stelle
auf die
Auffassung des Ministeriums bzw. eines leitenden Mitarbeiters verwiesen

werden.


Ich möchte mich hier nicht auf Teufel komm raus unbeliebt machen und unterstreiche, dass ich es für ein regelrechtes Erbärmlichkeits-Zeugnis halte, wenn Staatsanwälte verfassungsrechtlich nicht abgedeckte Online-Jagd auf Seed-Retailer oder Equipment-Hökerer oder Kleinstmengen-Besitzer betreiben.
Aber was sich 15 Millionen Schmerzpatienten in Deutschland gefallen lassen (müssen), bloß weil
Politik, Justiz und Verwaltung zu träge sind, um ihre erzkonservativen Ansichten zu überdenken, das ist schon ein wenig skandalöser als eine achtlos weggeworfene Bananen-Schale mit vagem Gefährdungspotential.

Gruß aus dem bereits wieder halb geschlossenen Auge Emmas

aXXL

gelöscht
03.03.2008, 23:39
Muss mal so mehr als Grower zu Dir sagen,dass es toll ist solche Leute
wie Dich in unserer Bande zu haben ;) die wenigstens den Arsch hochbekommen,
und Widerstand leisten!

Mein vollsten Respekt dafür aXXL,weiter so!

sorry musste mal raus.
Gruß
BH(der den Arsch nicht hochkriegt)

aXXL
04.03.2008, 13:16
Moin Bud habitat,
danke, Mann!
Dein Beitrag geht runter wie Öl, aber ohne Euch alle würde die Sache nicht funktionieren.
Der einzige Unterschied zwischen der überwiegenden Mehrheit der Thread-Teilnehmer und mir ist also nicht das "Arsch hoch -" oder das " Niedrig-Couch-Arsch-Phänomen", sondern womöglich bloß die Tatsache, dass ich um mein Leben kämpfe und mir den entstehenden Stress, die Wut, den Druck und das Unrecht von der Seele schrei(b)en muss, damit ich nicht aus lauter Verzweiflung zum Strick greife. Ich glaube jeder von Euch würde sich wehren und das Mögliche - aber auch das Unmögliche - unternehmen, wenn er von einer chronischen Seuche geplagt wird und von einer eng begrenzten Lebenserwartung ausgehen muss.
Dafür darf ich mich wegen meines Tuns von der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing auch einen
"Legalisierungsbefürworter" nennen - und von einer Genehmigungsbehörde (BfArM) als "unzuverlässig" einstufen lassen.

Aus Sicht von Sabine bin ich also jemand, der ein gefährlicher Jugendverführer ist und die Kiddies zum ungezügelten Cannabiskonsum anstiftet. Das hat den Diktus eines potentiellen

RAUSCHGIFT-TERRORISTEN.

Ähnlich gravierend ist die schwachsinnige Einschätzung des BfArM meiner Person durch das vernichtende Urteil einer persönlichen "Unzuverlässigkeit", die aus meinen Vorstrafen resultiert und als nicht medizinischer Grund für die Ablehnung meines Antrags auf Selbstanbau bzw. Import von Medizinal-Cannabis herhalten musste.
Diese reputationsvernichtende Floskel aus den Wortschatz einer emotional vollkommen am Schicksal einer Menge von Patienten unbeteiligten Verwaltungsbehörde macht damit mit einem einzigen Wort zunichte, dass ich seit vielen Jahren schon einen wichtigen Job im Rahmen der öffentlichen Personenbeförderung bekleide, Steuern zahle, einen ausgewogenen Draht zur örtlichen Polizei habe, meinen "staatsbürgerlichen" Pflichten nachkomme und durch eine über sehr lange Dauer eher bescheidene Lebensweise schuldenfrei (geworden) bin.

UNZUVERLÄSSIG?

Mann, ich hab schon Gewissensbisse, wenn mir wegen der seit 5 Wochen durchgeführten Interferon-Therapie die Kraft fehlt, diesen Thread angemessen mit weiteren Infos und Beiträgen zum Thema zu bestücken. Ich quäle mich durch regelrechte Schreib-Blockaden hinsichtlich der Kolumnen im Hanfjournal und im Hanfblatt (wegen der Nebenwirkungen von "Pegnferon" und "Rebetol" - siehe GOOGLE) und kriege dennoch meinen ganz normalen Alltag geregelt.Muss ich mir da einen solchen ausgemachten Dünnschiss nachsagen lassen?

Muss ich nicht. Ganz besonders nicht, wenn es die staatliche Unfähigkeit zur humanen Lösung dieser Problematik(en) ist, die mich in die Situation zwingt, meinen Arsch hoch zu kriegen und etwas zu tun. Glaub(t) mir, dass ich meine Energie und Kreativität lieber für das weitere Fortkommen unserer Band nutzen würde, als Tausende € für Rechtsanwälte auszugeben, kritische Schriftsätze zu verfassen und annähernd jeden Tag mit den patientenfeindlichen Auswirkungen einer lückenhaften Gesetzgebung konfrontiert zu werden.

Ich bin dennoch niemand Besonderes, Bud habitat. Setz mich also nicht auf einen Thron, der mir nicht gebührt. Ich bin Dir dankbar, dass Du mir in gewisser Weise Mut machst und Solidarität zeigst, doch wenn man die Sache nüchtern betrachtet und etwas simplifiziert, dann folge ich lediglich einem relativ egoistischen Überlebenstrieb. Mehr nicht. Dafür lohnt es aber schon, den Arsch hochzukriegen und auch so lange wie möglich oben zu halten.

Gruß
aXXL

aXXL
04.03.2008, 14:10
LESENSWERT

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/wo_die_gesetze_des_marktes_staerker_sind_als_jene_ der_staaten_1.682605.html

gelöscht
04.03.2008, 14:17
das beste an der Kriminalisierung ist das man keine Steuern zahlt.

Dummer Spruch, würde auch lieber Steuern zahlen und wissen, daß meine Mitmenschen und ich nicht boykotiert und kriminalisiert werden.

aXXL
04.03.2008, 14:29
PROPAGANDA
(NICHT LESENSWERT, WEIL EINSEITIG)

http://www.gea.de/detail/938863

http://www.kn-online.de/magazin/ratgeber/ernaehrung/2315781

http://www.suedkurier.de/region/donaueschingen/freiburg/art2976,3088310,1

aXXL
04.03.2008, 19:33
SPIEGEL-ENTEN-RICHTIGSTELLUNG IN SACHEN STUDIVZ

http://derstandard.at/?url=/?id=3243782

aXXL
05.03.2008, 18:15
MEDIZINISCHE ENTWICKLUNGSZONE: DEUTSCHLAND

Marihuana-Urteil: Gnade für Hanf-Heiler
[04-03-2008 15:11 UTC] Autor: Thomas Kirschner

Die schlechte Nachricht für alle potentiellen Hanfzüchter gleich
vorweg:
Der Marihuana-Anbau ist und bleibt in Tschechien weiter illegal. Am
Montag hat der Oberste Gerichtshof aber festgestellt, dass die Justiz
nicht jedem Hobbygärtner aus seinen Hanfpflanzen einen Strick drehen
kann.
Der Oberste Gerichtshof musste über den Fall einer Frau aus der Nähe
des
mittelböhmischen Nymburk entscheiden. Sie war wegen des Anbaus von
Hanfpflanzen rechtskräftig verurteilt worden, hatte jedoch eingewendet,

dass sie die Pflanzen zur Heilung von Haut- und Magenbeschwerden
verwendet habe, und keineswegs zur Marihuana-Produktion. Die
Heilwirkung
des Hanfes unterstreicht auch Legalisierungs-Befürworter David C(ermák,

Organisator der Prager Hanfparade:
"In Tschechien hat sich in den letzten Jahren die pharmazeutische
Anwendung von Marihuana stark entwickelt. Leute stellen daraus Salben
oder Tees her. Marihuana hilft, die Symptome von verschiedenen
Krankheiten zu lindern, etwa bei Parkinson. Und eine Marihuana-Salbe
ist
sehr gut für Wunden -- es gibt nichts anderes, was zum Beispiel die
Wunden von Ekzemen so schnell abheilen lässt."
Auch der Oberste Gerichtshof hat nun die Medizin Marihuana anerkannt.
Für eine Verurteilung, so die Richter, reiche nicht der bloße Fund der
Pflanze. Es müsse vielmehr nachgewiesen werden, dass auch die Absicht
bestanden habe, den Hanf zu "Gras" zu machen. Hanfanbau zwecks
Hautsalbenproduktion stelle dagegen nur eine geringe gesellschaftliche
Gefährdung dar, und es sei nicht angebracht, dies zu kriminalisieren,
hieß es in dem Urteil. Der Fall muss nun in der untergeordneten Instanz

neu verhandelt werden. Und auch wenn es keineswegs so gemeint ist,
dürfte das auch den Bestrebungen zu einer völligen Freigabe von
Marihuana in Tschechien neuen Auftrieb geben. In der europäischen
Kiffer-Rangliste steht das Land auf Platz eins und in der Praxis wird
das Hanf-Verbot ohnehin sehr großzügig gehandhabt, so
Marihuana-Aktivist
David C(ermák:
"Ausländer, die nach Tschechien kommen, wundern sich meistens, wie
offen
die Leute hier mit Marihuana umgehen. Hier wird überall ganz offen
gekifft -- in Kneipen, in Klubs, auf der Straße -- das ist ganz normal.

Faktisch gesehen ist Kiffen in Tschechien legal, nur das Gesetz
reflektiert das nicht."
--

aXXL
06.03.2008, 13:39
GÄHN-MANIPULATION?

http://www.taz.de/1/zukunft/konsum/artikel/1/deutsche-kiffen-ohne-biosiegel/?src=SZ&cHash=e75a49451b

aXXL
06.03.2008, 13:54
IMMER WIEDER NEU UND ANSTÖSSIG:

http://www.hanfjournal.de/hajo-website/download/pdf/pdf_pdf/2008/0803hanfjournal.pdf

Babomera
06.03.2008, 16:32
''Made in Germany''

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Cannabis;art1117,2489044

aXXL
06.03.2008, 18:18
Aber auch im Distrikt Marzahn und überall dort, wo man nicht Glas und Bleistaub rauchen will.

DerMicha
06.03.2008, 21:54
@axxl

wie steht es denn bei dir momentan? wie weit bist du in welcher instanz befindet sich dein rechtstreit und hast du schon irgendwass erreichen können?
ich habe diesen fred heut erst entdeckt und nich die musse alle was weis ich wie viele seiten durch zu lesen (kannst du sicher verstehen...)

ich habe damals im hanfjurnal schon von deiner aktion gelesen und es dann irgendwie aus den augen verloren...
dehalb würd mich jetzt mal so der stand der dinge interessieren...
meinen respekt für die aktion hast du auf jeden fall... ich hätte nich den mumm

aXXL
07.03.2008, 17:39
Moin DerMicha,
klar, das wäre ein hartes Brot, den gesamten Thread zu durchforsten. Da wäre man `ne Zeit lang beschäftigt. Würd` ich an Deiner Stelle wahrscheinlich auch nur tun, wenn ich`s körperlich bräuchte und ein echter Thread-Junkie wäre...Smile.

Zum Verfahren: Die Verhandlung und Verurteilung zu einem Jahr Haft ohne Bewährung fand vor nicht ganz 7 Monaten - im August - vor dem Amtsgericht Niebüll statt. Meiner Berliner Anwalt hat damals Berufung gegen das Urteil eingelegt.
Zwischenzeitlich hätte u. U. schon neu terminiert sein können (normalerweise dauert es zwischen 4 - 6 Monaten bis zur nächsten Instanz), aber a) ist die Akte ziemlich umfangreich und b) hatte ich den Anwalt gebeten beim Landgericht für eine Verfahrenspause wg. momentaner Verhandlungsunfähigkeit aufgrund der derzeit stattfindenden Interferon-Therapie mit ihren starken Nebenwirkungen zu plädieren.
Ich befinde mich in der 6. Woche der Therapie ( = bisher 5 Injektionen Interferon und ca. 245 Kapseln Ribavirin, Handelsname Rebetol ) und agiere ständig zwischen Fieberschüben, Durchfall, Körperschmerzen, Unkonzentriertheit und leichten Verwirrheitszuständen. Anfang kommender Woche werde ich nach meiner letzthin durchgeführten Viruslast-bestimmung erfahren, ob die Mittel sich bereits auswirken und begonnen haben, die (letzte) Viruszahl von etwas über 2 Mio. Viren pro ml. Blut zu dezimieren.
Voraussichtliches Ende der Therapie ist der 30. September. Falls es Scheiße läuft, muss ich auf insgesamt 48 Wochen Therapiedauer verlängern, was bedeuten würde, dass ich dann erst am 23. Dezember mit dem pharmazeutischen Höllenritt fertig wäre.
Gute Gelegenheit, um am 24. Dezember eventuell "von oben" ein Weihnachtsgeschenk aus kompletter Virusfreiheit zu kriegen, aber das ist Hoffnung und Zukunftsmusik.

MUMM (alkoholfrei) ist diesbezüglich nur eine von vielerlei anderen Zutaten, die ich für eine solche Parforce-Tour brauche. Der "Wasch-Zettel" der genannten Medikamente (Google weiß alles!) sagt Dir, warum...

Gruß an alle "Hanfplage-Hardcories" und "Selbstanzeige-Quereinsteigies"

DeraXXL

aXXL
07.03.2008, 18:05
REICHLICH ZOFF-STOFF

http://www.sueddeutsche.de/,tt8m1/panorama/artikel/714/162266/
(Roland Barnabas S. unter Drogen)

http://www.jungle-world.com/seiten/2008/10/11575.php

http://www.zeit.de/news/artikel/2008/03/04/2488359.xml
(Moses unter Drogen)

gelöscht
08.03.2008, 19:42
Tag aXXL,
Dein Gehirn muss doch irgendwann mal völlig erschöpft sein.
Zu diesem Zweck habe ich Budstadt-City gegründet.
Wenns Dir mal zuviel wird schau rein,es hat sich viel getan.
Auch für Dich ist was dabei,ich kämpfe auf gaaaanz kleine Weise :)
für die selbe Sache.

Respekt
BudHabi

edit:lasse baumeln böng

schwimme gerade die Strecke Niebüll Richtung Sylt :biggrin:
hab die Bahn verpasst,fuck...

aXXL
08.03.2008, 20:16
Moin, Bud Habitat,
gegen mentale Erschöpfungszustände hilft eine regenerative Pflanze.
Manchmal baut man sie in Budstädten an - mitunter in der flachen Provinz der nordfriesischen Hemisphäre. Beides gut.

Was ich nicht verstehe...: Du SCHWIMMST die Strecke Niebüll - Westerland? Wie geht das? Steht in Niebüll schon das Nordmeer vor dem Dorftor?
Also, falls ich mal die Bahn verpasse und den Neopren-Anzug für die Strecke kurz hinter Klanxbüll bis Morsum nicht dabei hab, mach ich Eisenbahnschwellen-Hüpfen.
Das schwemmt die letzten THC-Nanogramm-Reserven aus dem Rettungsring und beugt allen Erschöpfungszuständen weitläufig vor.

Gruß

aXXL

gelöscht
08.03.2008, 20:47
Naja,mein Auto war schon auf dem Zug,dann bin ich wegen dem doofen Nichtrauchergesetz,
nochmal auf den Bahnsteig,schnell Medispliffen.
In der Heilung vertieft, nahm ich den davon schleichenden Zug garnicht war.
Erst als die Sirene ,dass Zeichen für den Weichensteller ergrellte,
weckte es mich aus meiner tiefen Meditation.
Fuck,zu spät,ich sah nur noch die Puffer vom letzten Wagon,
aber 1000 Meter entfernt:holla:

Es war sonderbar da fuhr er nun der letzte Zug.
Völlig relaxt "geistesgegenwärtig fertig", machte ich micht schlürfend,
auf den Weg,straight Loco hinterher.
Auf halber Strecke Beine schwer,
Speichel suchend dachte ich an die Sprüche des heilenden Shamanen,
den ich letzte Woche im Ketamagebirge aufsuchte,
weil er mir dringend etwas geben musste:biggrin:


Egal Beine taten weh,rechts und links die Rauschenden Fluten,
josen dachte ich ,lausch dem Rausch und spring.
Naja und nu schwimm' ich hier,
wireless;D

Spaß muss sein,
Leben ist zu kurz,für'n langes Gesicht
Legalize It
Gruß
Budstädter

aXXL
10.03.2008, 18:36
Pressemitteilung vom 10.03.08


Expertengremium: Drogenpolitik der UNO eindrucksvoll gescheitert

Der Schildower Kreis, ein neu gegründetes Gremium von Wissenschaftlern
und Praktikern aus dem Drogenbereich, kritisiert massiv die repressive
Drogenpolitik der UNO.

Vor 10 Jahren verabschiedete die Vollversammlung der Vereinten Nationen
ein internationales Programm zur Drogenbekämpfung. Dessen Erfolge
sollen
auf einer Sitzung der UN-Commission on Narcotic Drugs (CND) vom 10.-14.
März 2008 in Wien überprüft werden.

Im Jahr 1998 hoffte man, innerhalb der nächsten 10 Jahre den Anbau von
illegalen Drogen ausrotten zu können und die Nachfrage nach diesen
Drogen "dramatisch zu reduzieren". Heute zeigen die der CND
vorliegenden
Reports der Regierungen dagegen:

1. Der weltweite Konsum und Anbau von Opium und Coca hat sich
offensichtlich nicht vermindert, während der Konsum von Amphetaminen
und
insbesondere der Konsum und Anbau von Cannabis ständig weiter steigen.

2. Eine überzeugende Evaluation der vorgesehenen einzelstaatlichen
Programme zur Nachfrage-Reduzierung, zur Drogenvernichtung, zur
Verhinderung der Geldwäsche oder zur besseren interstaatlichen
Kooperation in der Strafverfolgung erwies sich als unmöglich, da sie
alleine auf den lückenhaften Selbstauskünften der Regierungen beruht.

3. Alternative Ansätze zur Prävention, Behandlung und
Schadensminimierung fristen noch immer ein Schattendasein. Dies gilt
insbesondere für Menschen, die intravenös Drogen konsumieren und von
denen in einigen Ländern bis zu 80% mit HIV infiziert sind.
Lediglich in 3 % der berichtenden Länder gibt es ausreichende Angebote
für Substitutionsbehandlungen und lediglich 13% geben an, das volle
6-Punkte-Programm (Information, Beratung, Testen, Spritzentausch,
Kondomvergabe etc.) von UNAIDS zu erfüllen. Die Weigerung der
Bundesregierung, die Projekte zur ******gestützten Behandlung weiter zu
finanzieren, liefert hierfür ein bedauernswertes Beispiel.

4. Allein die repressive Drogenverfolgung nimmt ständig weiter zu. Dies
gilt gleichermaßen für die internationale Kooperation in diesem
Bereich.
Es trifft auch zu für die Weiterentwicklung der drei internationalen
Drogenkonventionen von 1961, 1971 und 1988, die noch immer an der
erfolglosen US-amerikanischen Drogenpolitik ausgerichtet sind. Erfolge
verzeichnen nur die wachsende Zusammenarbeit der Polizei (EUROPOL;
INTERPOL etc.) und die weltweit zunehmenden Einschränkungen der
Menschenrechte - von der Todesstrafe für Drogendelikte (30 Länder)
über
die ersatzlose Vernichtung bäuerlichen Drogen-Anbaus, den Ausbau
polizeilicher Befugnisse bis hin zur Verweigerung zureichender
medizinischer Versorgung.

5. Die negativen Folgen dieser Politik -- Überfüllung der
Strafanstalten,
Schwarzmarkt, Ausbreitung von HIV und Hepatitis - bleiben ebenso wenig
erwähnt wie die Möglichkeit einer alternativ geregelten Drogenvergabe.

Der bisher international eingeschlagene Weg der Drogenbekämpfung mit
repressiven Mitteln, den das United Nations Office on Drugs and Crime
(UNODC) schon heute - vor jeder Evaluation - unverändert fortsetzen
möchte, vergrößert das Übel, anstatt es zu beheben.

Die im Schildower Kreis zusammengeschlossenen Wissenschaftler und
Praktiker fordern deswegen, die Drogenpolitik aus dem Strafrecht
herauszunehmen, die Drogenprohibition aufzuheben und endlich legale
Bezugswege zu schaffen.

**********
Der Schildower Kreis ist ein Netzwerk von Experten aus Wissenschaft und
Praxis. Wir wollen auf die schädlichen Folgen der Drogenprohibition
aufmerksam machen und legale Alternativen zur repressiven Drogenpolitik
aufzeigen.

Im Schildower Kreis sind u.a. folgende Fachleute vernetzt:
Prof. Dr. habil Gundula Barsch, Prof. Dr. jur., Dipl.-Psych. Lorenz
Böllinger, Andreas Heimler, Prof. Dr. Manfred Kappeler, Pfarrer Michael
Kleim, Dr. Axel Klein, Dr. Nicole Krumdiek, Prof. Dr. jur. Cornelius
Nestler, Dr. Bettina Paul, Prof. Dr. jur. Stephan Quensel, Dirk
Schäffer, Prof. Dr. Sebastian Scheerer, PD Dr. Henning Schmidt-Semisch,
Dr. Wolfgang Schneider, Prof. Dr. Heino Stöver, Dr. Rainer Ullmann,
Dipl. FinW. Georg Wurth

**********

**********
Quellen:
Resolution S-20/2 annex ( Urspüngliche Resolution 1998 unter
www.un.org/ga/20special/poldecla.htm )
E/CN.7/2008/1 (Provisional agenda, annotations and proposed
organization
of work)
E/CN.7/2008/2 (The world drug problem; Zusammenfassung)
E/CN.7/2008/2/Add. 1 (The World drug problem. Drug demand reduction)
E/CN.7/2008/4 (World situation with regard to drug abuse)
E/CN.7/2008/5 (World situation with regard to drug trafficking)
E/CN.7/2008/6 (Action taken by subsidiary bodies of the Commission on
Narcotic Drugs) zur Strafverfolgung
E/CN.7/2008/7 (Responding to the prevalence of HIV/AIDS)
E/CN.7/2008/8 (Collection and use of complementary drug related data:
Kritik eines Expertentreffens der UNODC vom 18-20.9.07
E/CN.7/2008/14-15 (Strategy for the period 2008-2011 for the United
Nations Office on Drugs and Crime -- UNODC)

aXXL
10.03.2008, 20:19
Nebenan ist`s möglich

...und in Deutschland krepieren jährlich noch immer Tausende Menschen am Schmerz.

Bilder eines Besuchs:http://inside.to/cannabis/besichtigung_dezember06/

Babomera
10.03.2008, 20:56
Schlag gegen Drogenszene? (http://tirol.orf.at/stories/262653/)

Jensen78
11.03.2008, 00:41
Mal ne ganz depperte Idee, aber wer weiss evtl sollten sich (Achtung Utopie) mal alle Kiffer/Anbauer aus ganz Deutschland zusammentun, jeder ne Selbstanzeige machen und alle mal dafür in den Bau gehen. Die würden blöd dreinschauen wenn es auf einmal ca 6Mio mehr Häftlinge gäben würde... ;o)
Aber soclhe Aktionen sind leider kaum durchführbar schon allein weil wir Menschen so gestrickt sind, dass sich jeder selbst am nächsten steht. Aber sollte es machbar sein und sagen wir mal 1Mio das durchziehen,ich wäre dabei!

Babomera
11.03.2008, 06:08
Du meinst wahrscheinlich sowas oder? KLICK (http://hanfburg.de/growing/special/zeigdich.jsp)

aXXL
11.03.2008, 17:21
FOCUS, POLIZEI, UN

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/tid-9116/cannabis_aid_263777.html

http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/category/Aus%2Baller%2BWelt/id/222437

http://www.kurier.at/nachrichten/wien/139276.php

Jensen78
12.03.2008, 02:49
Du meinst wahrscheinlich sowas oder? KLICK (http://hanfburg.de/growing/special/zeigdich.jsp)

Jepp, aber leider nicht durchsetzbar. Genauso wie es niemals wirkliche Anarchie geben wird. Und wer sich zB auch da einmal mit auseinander gesetzt hat weiß dass es bei Anarchie nicht um reine "Randale" und Chaos geht sondern eher darum dass es ein friedlcihes Miteoinaderleben gibt ohne das staatliche Organe benötigt werden.Ebenso werden es die hanffreundlichen Menschen nicht schaffen eine Legalisierung durchzubringen, denn es gibt leider immer Querolanten die dagegen schießen müssen, leider oft nur um sich in den Mittelpunkt zu stellen-


Bin ehrlich gesagt auch fest der Meinung dass in Deutschland der Eigenbedarf und Anbau zum Eigenverbrauch noch nicht legal ist, weil sich die Politik nicht sicjher ist wie es versteuert werden könnte und weil sowohl die Tabak- als auch die Alkoholindustrie da den Daumen drauf hat. Wäre es legal würden Kunden verloren gehen...


Naja, Bewerbungen sind raus für Job in Holland. Aber leider werden die da ja auch immer schlimmer...

aXXL
12.03.2008, 10:15
AMEN(DT)

http://www.nachrichten.at/leben/656531

aXXL
12.03.2008, 13:04
Der ganz normale Mittwochs-Wahnsinn

Weder richtig "HÜ!" - noch falsch "HOTT":
http://www.mzbern.ch/pages/index.cfm?dom=139&rub=100004698&arub=100211540&orub=100211531&osrub=100211531&Artikel_ID=101784122

"...ist die Drogenmenge schon sehr erheblich...!":
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1205080999555.shtml

CLEAN-MESSIAS oder SCHARLATAN?:
http://www.focus.de/panorama/boulevard/tv-show_aid_264798.html

Soziale Sünden:
http://www.welt.de/meinung/article1787118/Die_katholische_Kirche_will_eine_Moraldiktatur.htm l

Sterbende Sonnen und Drogenfunde:
http://www.zdnet.de/security/news/0,39029460,39188223,00.htmSicherheitskamera

V wie Vendetta
12.03.2008, 13:59
Der ganz normale Mittwochs-Wahnsinn
"...ist die Drogenmenge schon sehr erheblich...!":
http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1205080999555.shtml



Einfach nur zum kotzen...:kotz:
EUSKIRCHEN. Zwei Brüder aus dem Stadtgebiet Euskirchen haben den Begriff Nutzgarten offenbar völlig neu definiert. Wo andere Kartoffeln oder Salat ernten, hatten sie 20 Cannabispflanzen angepflanzt. Aber anstatt im Sommer des letzten Jahres die Drogen zum Eigenbedarf zu ernten, kassierten sie nun im Amtsgericht Euskirchen saftige Strafen.

Richter Gisbert Unkelbach und das Schöffengericht verurteilten die beiden Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von einmal 18 Monaten und im anderen Fall zu drei Monaten auf Bewährung. Auf die Schliche kam die Polizei dem Brüderpaar, weil ein ursprünglich festgenommener Euskirchener den Beamten einen Tipp gab. Der 27-Jährige wurde in Euskirchen von der Polizei aufgegriffen.

Bei der Durchsuchung seiner Taschen fanden die Beamten einen Schraubenzieher und er gab zu, dass er eigentlich gerade auf dem Weg war, einen Einbruch zu begehen. Auf der Wache plauderte er dann munter „aus dem Nähkästchen“ und nannte eben auch die Namen der Brüder und was man wo so alles finden könnte. Den Hinweisen ging die Polizei nach. Und tatsächlich fanden die Beamten dann die bereits oben erwähnten Mengen an Cannabispflanzen im Garten der Eltern der Angeklagten. Die 20 sichergestellten Pflanzen entsprachen einer Ernte von gut 40 Gramm Drogen.

„Ich kann nicht sagen, wie gut die Qualität gewesen ist. Ich kam ja nicht mehr dazu, sie zu testen“, sagte der geständige Hauptangeklagte. Er ergänzte, dass es sich allerdings nur um Marihuana für den Eigenkonsum gehandelt habe.

Des Weiteren fanden Polizeibeamte noch Cannabis-Samen, eine Wasserpfeife und rund fünf Gramm Haschisch im Zimmer des 31-Jährigen. Auch beim 29-jährigen Bruder führten die Beamten zeitgleich eine Durchsuchung durch. Allerdings fanden die Rauschgiftfahnder dort nur ältere Samen und ein leer stehendes Gewächshaus. „Ich habe auch mal versucht eine Pflanze zu züchten. Aber als es nicht geklappt hat, habe ich es sein lassen“, sagte der Angeklagte.

Nichtsdestotrotz wurde auch er angeklagt und auch verurteilt. „Man hätte es in diesem Fall vielleicht auch mit einer Geldstrafe bewenden lassen können, aber der Schuss vor den Bug und die drei Monate auf Bewährung tuen ihnen hoffentlich gut“, sagte Richter Unkelbach bei der Urteilsverkündung.

Bei dem älteren Bruder fiel der „Schuss vor den Bug“ allerdings deutlich heftiger aus: 18 Monate auf Bewährung. „Auch wenn Sie alles gestanden haben und das sich strafmildernd auswirkt, ist die Drogenmenge schon sehr erheblich. Aber aufgrund ihrer sozialen Situation habe ich mich entschieden, das Urteil noch einmal auf Bewährung auszusetzen“, erläuterte Richter Unkelbach.

Dieser Unkelbach gehört erschossen...:mad:

Mlg

aXXL
13.03.2008, 10:39
Moin.
Jeder darf und soll ja so seine Meinung vertreten, aber ein "Dieser Unkelbach gehört erschossen..." läuft im Grunde meiner inneren (Hippie-)Einstellung entgegen. Vielleicht wäre Aufklärung die wesentlich härtere Strafe für einen solchen Richter, der scheinbar nicht absehen kann, was er mit seinen Urteilen so verursacht.
Ich kann mir schon denken, was man empfindet, wenn man solche dümmlichen Richter-Sprüche hört, die niemals gefallen wären, hätte die beiden Brüder etwa Schnaps gebrannt oder unversteuerte Zigaretten verhökert. Besonders, wenn man von ähnlich lautenden Aussagen schon jemals selbst betroffen gewesen ist oder in vergleichbaren Situationen steckt, die solche Aburteilungen wahrscheinlich werden lassen.
Dennoch liefe mir ein kalter Schauer den Rücken runter, wenn Unrecht generell mit noch härterem Unrecht beantwortet würde.
Ich bitte mir zu vergeben, aber ich gehöre einer Altersklasse an, die im Leben bereits zuviel Dokus und Berichte über Kriegsgreuel gesehen hat und dementsprechend zurückschreckt, wenn derlei Forderungen aufgestellt werden. Nimm`s nicht persönlich, Vendetta, kann mir schon denken, dass
Du bei näherer Betrachtung Deine Aussage relativieren würdest. Wäre schön, wenn Du`s tatsächlich tätest oder wenigstens schreibst, dass Du`s nicht unbedingt wörtlich gemeint hast.

docgreen78
13.03.2008, 11:57
Meinung ist halt Meinung.

Aber es gibt noch mehr 'Richter Unkelbachs', leider.
Mein letztes Strafverfahren endete mit einer Geldstrafe von 1200 Euronen, plus Anwalts- und Gerichtskosten. Und jetzt kommt der Hammer:
Die liefen damals bei mir ein, haben meine komplette Bude auf den Kopf gestellt, aber richtig. Da war nix mehr da, wo es hingehörte. Gefunden haben sie nicht viel, nur Hasch-Krümel in den Schubladen, auf dem Fußboden unter dem Schreibtisch und vor den Fußleisten. Reste halt, die irgendwann mal bei der Konsumvorbereitung abgeplatzt sind
Gesamtmenge lag zwischen zwei und drei Gramm, wobei das größte Bröckchen nicht mal 0,5 war.
Ist noch nicht mal eindeutig bewiesen worden, daß alles, was die lieben Beamten beschlagnahmt haben, auch tatsächlich 'verbotene Substanz' war.
War dem Richter aber egal.

PS: Ich komme nicht aus Bayern.

V wie Vendetta
13.03.2008, 13:05
Erschiessen war nicht nett....;)
Man bekommt aber Hass.:mad:

Und wenn ich mir in Deutschland teilweise die Richterschaft angugge,
bekomm ich das Gefühl das damals nicht entnazifiziert wurde..:kotz:

Sehe ich vorallem wenn mal wieder brutale Schläger und Kinderschänder Bewährung kriegen..
Mich würds übrigens nicht wundern wenn der Richter n Alkoholproblem hat.

Das sind nämlich die schlimmsten.:kotz:

Mlg

aXXL
13.03.2008, 13:39
JEDE wie auch immer geartete Strafe ist falsch, um Cannabisgebraucher auf einen vermeintlich "besseren" Weg zu bringen.
Änderungen von Konsum-Verhaltensweisen kommen in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle NICHT durch einschneidende Urteile oder Sanktionen zustande - sondern durch (Selbst-)Einsichten, die auf eigenes Erfahren, auf eigenes Erleben, auf positive Lernprozesse gründen. Leider hat die Exekutive bis heute noch keine Antwort auf das Drogengebrauchs-Phänomen gefunden.
Im Gegenteil:
Aus der falschen Interpretation einer möglichen "Selbstschädigungsgefahr" werden durch richterliches Erzeugen von Stress, Druck und Angst die sozialschädlichen Auswirkungen erst richtig potentiert und tragen zu den immensen Milliarden-Kosten bei, die die sog. "4-Säulen-Prävention" landauf - landab verursacht.
Bis dato haben das lediglich 2 Richter begriffen und versucht anzuprangern. Nescovic (nicht mehr im Amt) und Müller (AG Bernau), aber beide mussten und müssen sich womöglich noch heute des Vorwurfs erwehren "Whistleblower" zu sein.

Eine andere Frage ist die der Vorgehensweise von Cops bei Hausdurchsuchungen...
Klar ist, dass sich manche als RAMBO aufführen, weil ihnen die Tragweite ihrer überzogenen Handlungsweise (im Macht-Rausch) sehr oft nicht bewusst ist. Im Beisein eines Anwaltes würden solche Low-minder wahrscheinlich nicht so ein Spektakel abziehen.
Es gibt allerdings auch zivilisierte Kriminaler, die durch ihre Gesprächsbereitschaft auffallen und im Rahmen einer Hausdurchsuchung nur das Allernotwendigste tun. Beispielsweise den Beschuldigten fragen, ob er irgendwo irgendetwas liegen habe, damit die gesamte Angelegenheit verkürzt werden könne. So - und ähnlich "entgegenkommend" - hat sich zumindest die hiesige Kripo anlässlich der insgesamt 3 Hausdurchsuchungen aufgeführt, die mir die medizinischen Verwendung in den letzten 7 Jahren eingebracht hat.
Kurz zu den Folgen der Hausdurchsuchungen:
Das 1. Verfahren wurde nach Rücksprache mit dem Staatsanwalt in Flensburg unter Verweis der medizinischen Nutzung eingestellt.
Im 2. Verfahren gab es 7 Monate auf 2 Jahre zur Bewährung plus 500 € Geldstrafe.
Im 3. (Aug. 07) wurde erstinstanzlich ein Jahr Haft ohne Bewährung ausgesprochen.

Die Tendenz zur Strafverschärfung ist also ersichtlich.
Und das, obgleich ich belegen kann, dass Cannabis im vorliegenden Fall zu einer gesundheitlichen Stabilisierung führt und ich seit über 5 Jahren unter Einsatz aller Mittel und Möglichkeiten versuche, eine entsprechende Genehmigung vom BfArM zu bekommen, die nach dem Gesetz möglich sein soll, die aber zugleich am mangelhaft ausgearbeiteten Regelungswerk der BfArM-VV`s (Verwaltungsvorschriften) scheitert.

Was also soll ich tun?
Weiterhin aushäusigen medical guerilla-grow betreiben und damit in höchst möglichem Maße Verantwortung für meine Gesundheit übernehmen?
Oder mich dem Verfolgungsdruck unterwerfen und die aus ärztlicher Sicht absehbaren medizinischen Konsequenzen verdrängen?

Ich weiß, was ich tun werde.
Selbst auf die Gefahr hin, dass es nicht bei Allen gleich gut ankommen kann.
Aber schusswaffenfrei wird es auf jeden Fall sein...

aXXL
13.03.2008, 13:49
Durch diese hohle Gasse...

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Landsberg/Uebersicht/Artikel,-Wer-einen-Joint-raucht-besitzt-ihn-auch-_arid,1190060_regid,2_puid,2_pageid,4500.html

oder durch diese...

http://www.krankenversicherer.ch/index.taf?id=001rvk_0700&lang=de&newsaction=details&ic=12032008%2Ervk&ec=1205&lid=2&clientid=C51.001&cli_clientid=&cli_ic=&cli_ec=

oder auch durch diese könnte "SIE" kommen

http://www.wienweb.at/pstorystart.aspx?menu=1&cid=147833

V wie Vendetta
14.03.2008, 01:10
Ganz heftig....

http://www.germany.indymedia.org/2008/03/210361.shtml

Er hat keinen verpfiffen..:top:

Angesichts der Fülle der mildernden Umstände überraschte das Urteil, bzw. man fragt sich, ob das Strafmaß eigentlich noch bis Rädern und Vierteilen gereicht hätte, wenn 5 1/2 Jahre "milde" sein sollen. Pro Kilo mehr als ein Jahr Knast! Für das gleiche Strafmaß darf man seine Frau erschlagen oder ein paar Kinder vergewaltigen.

:kotz:

Mlg

aXXL
14.03.2008, 11:07
Moin.
Kurz-News:
1.
Strafverfahren gegen einen SCM-Patienten in Bayreuth eingestellt. Vorwurf: Besitz von 140 g Cannabis.
Staatsanwalt wollte letzte Woche noch gegen Geldbuße von 600 € einstellen, aber der Angeklagte verweigerte sich diesem Deal. Er hat MS UND eine Genehmigung des BfArM auf Nutzung des Cannabis-Extraktes.
Nun ist die Sache bei der Gerichtsverhandlung (ohne Geldbuße) eingestellt worden.
Wird Bayern damit zum Vorreiter in der Unterlassung von Strafverfolgung medizinischer Cannabis-Nutzer?
2.
In Sachen Extrakt berichtet Deutschlands erste Genehmigungs-Inhaberin (man erinnere sich an den ausgelösten Medien-Hype damals), dass sie die verschriebene Dosis um ein Mehrfaches erhöhen musste, um einen wirksamen Effekt zu verspüren.
Nunmehr - da die von der Herstellerfirma gesponserten Vorräte zur Neige gehen - sieht sie sich plötzlich und unerwartet einer VERVIERFACHUNG des ursprünglich angedachten Preises ausgesetzt. Da sie sich der Zahlung derart hoher Kosten nicht gewachsen fühlt, wird sie ihren ursprünglichen Antrag auf pflanzliches Cannabis voraussichtlich erneuern.
3.
Drei Cannabisnutzungs-Aktivisten befinden sich inzwischen wegen akuter Gesundheitsprobleme im Krankenhaus bzw. Knast-Krankenhaus. Allen wurde die beantragte Genehmigung verweigert, obgleich die ärztliche Indikation gegeben ist.
So werden aus behördlichen BfArM-Verwaltungsvorschriften-Lückenhaftigkeiten konkrete Menschenopfer produziert. In Deutschland im Jahre 2008.
4.
Auf der Cannatrade in der Schweiz wird es einen SCM-Stand geben. Infos. Aufklärung. Mitglieder-Akquise.

5. (off topic):
JON JON and the Poco Loco Band (Bilder unter "aXXL") beim diesjährigen Henner Krogh-Musikwettbewerb. Samstag, Congress-Centrum Westerland, Beginn 19 Uhr. Tickets wohl nur noch auf dem Schwarzmarkt.

Schönes Wochenende.

aXXL
14.03.2008, 12:08
TRAUMATA

http://www.bochumer-szene.de/News/tabid/915/articleType/ArticleView/articleId/932/Pfleger-25-betrieb-zu-Hause-CannabisPlantage.aspx

http://www.welt.de/welt_print/article1768843/Uran_Drogen_und_300_Millionen_aus_Venezuela.html
(hatte ich das Trauma schon...?)

http://www.nachrichten.ch/kolumne/303660.htm

aXXL
14.03.2008, 12:43
http://www.*************watch?v=giWcxWiuTDc

aXXL
14.03.2008, 23:12
Die Linke.- BAG Drogenpolitik beim „Drug Peace Marsh“ in Wien
Aus Anlass der Tagung der UN-Drogenkomission vom 10.-14.März in Wien (siehe
http://wien.orf.at/stories/262584/ ), veranstaltete die „European Coalition
for Just and Effective Drug Politics“ unter dem Motto „Drug Peace Marsh“
( www.encod.org , siehe WIEN 2008: ZEHN JAHRE SPÄTER) eine Demonstration
(07.03.) und eine Konferenz (08./09.03):
„Im Juni 1998 verkündeten die Vereinten Nationen eine 10-Jahres-Strategie,
um messbare Resultate im Kampf gegen Drogen zu erzielen. In den letzten 10
Jahren war der „Krieg gegen Drogen“ wieder einmal erfolglos. Der Gebrauch
von Drogen kann Probleme verursachen, aber das Verbot von Drogen führt zu
Katastrophen:
Millionen Menschen werden kriminalisiert, Millarden Euros werden für einen
sinnlosen und kontraproduktiven „Krieg gegen Drogen“ verschwendet. Die
Bemühungen den Schaden zu minimieren und den verantwortlichen Umgang mit
Drogen zu verbessern werden durch die Regierungen aktiv vereitelt.
Unterdessen bleibt der Drogenmarkt in den Händen des „organisierten
Verbrechens“, die erhebliche Gewinne erwirtschaften. Dadurch wird das
globale Wirtschaftssystem gestört und eine weitverbreitete Korruption ist
eine Folge davon.
Drogenpolitik sollte eine Angelegenheit des öffentlichen Gesundheitswesens
sein und nicht der Exekutive:
Wir fordern von der UNO das Recht, Pflanzen für den Eigenbedarf und nicht
kommerzielle Zwecke anzubauen. Gleichzeitig sollte es einzelnen Ländern
erlaubt sein, eine Drogenpolitik zu erproben, welche nicht auf Verboten
basiert.“

Als Vertreter der BAG Drogenpolitik waren Ingrid Wunn (Frankfurt) und
Joachim Biermanski (Alsfeld) beim Drogenfriedensmarsch mit Transparent
„Legal Illegal- Scheissegal“ und Plakat „HANF auf die Felder RETTET die
Wälder“ beteiligt.
Mit AktivistInnen und Fachleuten aus vielen Ländern kamen die Vertreter der
BAG Drogenpolitik bei der Konferenz in Kontakt und konnten am Stand vom
„Alice-Projekt“ Frankfurt BAG-Infos verbreiten und zu Forderungen
sozialistischer Drogenpolitik informieren.

aXXL
16.03.2008, 12:27
OFF TOPIC?

JON JON and the Poco Loco Band
hat beim diesjährigen, 20ten Henner Krogh-Förderpreis in Westerland auf Sylt unter insgesamt 7 teilnehmenden Formationen den 2. Platz belegt und zugleich den Reinhard Mey-Sonderpreis für den besten deutsprachigen Text ihrer Eigenkomposition "Dein Lied" gewonnen.
Die Gewinn-Prämie für den 10minütigen Auftritt war satt, aber ich rede ungern über Geld, weil ich ein zutiefst gespaltenes Verhältnis zu diesem Suchtmittel hege und die menschlichen Erfahrungen und sich entwickelnden Freundschaften innerhalb der erst seit 15 Monaten bestehenden Gruppe ohnehin
UNBEZAHLBAR sind.

Ich würde Euch gerne an diesem wahrgewordenen Traum teilnehmen lassen. Wer also mal in der Nähe ist und sich breitbandstilistische Spektrum-Mucke von hohem Autodidakten-Niveau reinziehen möchte, ist auf unseren künftigen Konzerten gern gesehen.
Wir sind gespannt, ob`s im Publikum verdächtig nach streng medizinischer Anwendung riecht oder nach reinem Genuss...

SYLT, Hörnum, Osterfeuer, 22. März 2008, 20.30-22.30 Uhr
Westerland, Alter Kursaal, Benefiz for "Kenya Nest", 19. April 2008

aXXL
17.03.2008, 12:20
NACHTRAGENDES NACHFRAGEN:

Deckmantel "Unschuldsvermutung"?
http://derstandard.at/?url=/?id=3267072

VIAGRA oder VALIUM?
http://www.shortnews.de/start.cfm?id=702048

A & O oder "X" statt "U"?
http://www.berlin.de/landespressestelle/archiv/2008/03/14/96368/index.html

Babomera
18.03.2008, 13:07
Mehr junge Cannabis Konsumenten (http://www.lexisnexis.de/aktuelles/soziales/134154/mehr-junge-cannabis-konsumenten-suchtberatung-muss-umdenken)

Mit Hanf den Feuerbrand austreiben (http://www.20min.ch/news/schweiz/story/19023467)

aXXL
18.03.2008, 13:23
URTEILE IM NAMES DES CANNABIS (NICHT NUR ALS MEDIZIN) AKZEPTIERENDEN VOLKES:

http://www.mainpost.de/lokales/franken/Franken;art1727,4399479

http://www.abendblatt.de/daten/2008/03/17/859522.html

http://www.bkz-online.de/modules/news/article.php?storyid=349981&storytopic=8

gelöscht
18.03.2008, 13:55
die neusten cannabis news bei axxl :D

JustChill
18.03.2008, 15:12
die neusten cannabis news bei axxl
Find ich super!
Was so alles berichtet wird und offensichtlich bekommt es trotzdem keiner mit ... traurig!
Axxl, dich kann man nur bewundern, wirklich! so ein Durchhaltevermögen trotz schweren Schicksals legt sonst kaum jemand an den Tag. Respekt :cool:

aXXL
18.03.2008, 20:46
Moin.
Jeder, der interessiert ist, kann mitkriegen WAS er WILL, WENN er WILL.
Im Zeitalter der Medien und der kommunikativen Netze alles kein Problem.


@JustChill:
Das "Durchaltevermögen" akzeptiere ich. Wahrscheinlich ist es bloß `ne Pawlov`sche Reaktion auf die dauerhafte Ungerechtigkeit seitens der Prohibitionisten. So wie jede Strömung eine Art Gegenströmung erzeugt.
Das mit dem "schweren Schicksal" relativiere ich einfach mal ein wenig. Ein Blick nach Tibet, Tschetschenien, Sudan zeigt, dass es millionenfach schwerere Schicksale zu ertragen gibt als meines. Ich bin "nur" krank und kann aus eigener Kraft noch genug tun, um meine Lage, meine Situation und meine Gesundheit zu verbessern. So füllt z. B. ein unerwartet gutes Abschneiden unserer Band und `n pralles Preisgeld von Reinhard Mey für den besten deutschen Songtext - logisch - die Batterien, die meine Lebensgeister antreiben. Dabei ist der Text nicht mal von mir.
Oder ich erhalte - wie heute - die erfreuliche Nachricht über MILLIONENVERLUSTE, die mir keineswegs Leid tun, sondern - weil es sich um Viren handelt - eher aufbauen.

Nö, "schweres Schicksal" würd ich das nicht nennen, was ich trage. Ich wehre mich halt dagegen, meiner gesundheitlichen Überzeugung und meinen Erfahrungen aus gut 10jähriger Cannabis-Selbstmedikation zuwiderhandeln zu sollen.
NIEMAND - AUCH DIE JUSTIZ NICHT - KANN VON MIR VERLANGEN, DASS ICH WILLENTLICH EINE VERSCHLECHTERUNG MEINES PHYSICH-PSYCHISCHEN GESAMTZUSTANDES HINNEHME, INDEM ICH AUF CANNABIS VERZICHTE ODER AUS FINANZIELLEN GRÜNDEN VERZICHTEN MUSS, BLOSS WEIL ES DIE VERANTWORTLICHEN STELLEN UND BEHÖRDEN IN KENNTNIS EINER FÜLLE VON ÄHNLICH GELAGERTEN FÄLLEN IMMER NOCH NICHT GESCHAFFT HABEN, EIN ENTSPRECHENDES REGELUNGSWERK ZUR ANTRAGSBESCHEIDUNG AUF CANNABISMEDIKATION UND FREISTELLUNG VON STRAFVERFOLGUNG ANTRAGSTELLENDER PATIENTEN ZU SCHAFFEN.

Folgte man künftig weiterhin dieser bisher fast schon wie selbstverständlich praktizierten Denkart einer absichtlichen Untätigkeit und gewollten Verschleppungstaktik deutscher Gesundheitsbehörden, hätte dies die allgemeine Konsequenz zur Folge, dass Patienten vorsätzlich und fremdbestimmt zur Hinnahme von Schmerz und Leid gezwungen werden können UND zusätzlich einem staatlich organisierten sozialschädigenden Verfolgungsdruck ausgesetzt werden dürfen.

Sie können und dürfen tatsächlich...

Der Fall Volker Krug in Würzburg ist der jüngste und m. E. auch der peinlichste Beleg für die exzessive Skandalträchtigkeit bundesrepublikanischer Gerichtsurteile über Menschen in jahrelang akuter Not und auswegloser Situation im behördlich geschaffenen Wirrwarr aus hohnsprechender Gesetzeslückenhaftigkeit.

Alles wissen es. Alle sehen zu. Alle halten die Fresse.

Nein, nicht alle...
Ein kleiner - an Überlebenswillen reicher - Verein, das SCM wehrt sich. Wir sind der Tropfen, der begonnen hat den seelenlosen Stein (aus BfArM, Justiz und Politik) zu höhlen. Der DHV hilft. Die Fachmagazine helfen. Die LINKE sympathisiert.
Die CANNATRADE gibt uns Gelegenheit, einen Stand zu machen (in aller Bescheidenheit) und nicht nur in der Schweiz und in Österreich (encod) geben wir Kunde davon, was falsch läuft in unserem Lande und seinen lächerlich unglaubwürdigen "WIR SIND DEUTSCHLAND!"-KAMPAGNEN.

SCHICKSAL?
Easy to take until now - not just because of medication

aXXL
19.03.2008, 12:08
INSEL- und KÜSTENBEWOHNER HOFFEN ZU OSTERN ERNEUT AUF GÜNSTIGE STRÖMUNGSVERHÄLTNISSE...

Online: http://www.rp-online.de/public/kompakt/aktuelles/545847


Spanien
Schmuggler werfen eineinhalb Tonnen Drogen über Bord

Toulon (RPO). Von der Polizei bedrängte Schmuggler haben vor der
spanischen Küste eineinhalb Tonnen Drogen über Bord geworfen. Wie die
französische Küstenwache am Dienstag mitteilte, war ihr Schnellboot
Ende
vergangener Woche vor Cartagena im Südosten Spaniens entdeckt worden.
Spanische und französische Polizei hätten darauf Jagd auf die
Schmuggler
gemacht. Nachdem die Drogenfahnder das Boot aufgebracht hatten, konnten

sie noch rund die Hälfte der Fracht aus dem Meer fischen. Insgesamt
hatte die Lieferung einen Wert von drei Millionen Euro. Fünf Schmuggler

wurden festgenommen.
--

aXXL
19.03.2008, 23:35
GEGENSTRÖMUNGSVERHÄLTNISSE

Bayrische Härte gegen Cannabis als Medizin
http://hanfverband.de/aktuell/meldung_1205940439.html
Meldung des DHV vom 19. 03. 2008

Experten wie Franjo Grotenhermen von der Arbeitsgemeinschaft Cannabis
als Medizin (ACM) berichten immer wieder von einem spürbaren
Nord-Süd-Gefälle beim Umgang mit Cannabispatienten die BtM-Straftaten
begehen. Zwei aktuelle Urteile belegen diese These.
Cannabispatienten aus dem Süden der Republik müssen demnach mit
deutlich
härteren Strafen rechnen als die Einwohner Norddeutschlands und
Bewohner
von Großstädten.

Im Gegensatz zu Berlin, wo Richter wiederholt Angeklagte wegen deren
schlechten Gesundheitszustands freisprachen, spielt die
Krankengeschichte in Bayern und Baden-Württemberg bei der Beurteilung
von Cannabisdelikten nur am Rande eine Rolle. Dass dies zu unnötigem
Leid führt, musste Volker Krug am eigenen Leib erfahren.

Angeklagter leidet an Morbus Chron und Morbus Bechterew

Der 40-jährige Würzburger leidet seit mehr als 20 Jahren unter den
Folgen gleich zwei schwerer Erkrankungen. Neben Morbus Crohn, einer
chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, die Krug mit Dauerschmerzen und

künstlichem Darmausgang zum unfreiwilligen Frührentner machte, wurde
bei
ihm auch eine Spondylitis ankylosans (auch Morbus Bechterew)
diagnostiziert.
Die Botschaft, auch noch an einer chronisch entzündlichen rheumatischen

Erkrankung zu leiden, die ihm weitere Schmerzen und eine Versteifung
der
Gelenke bescheren würde, nahm Volker Krug die Hoffnung. Starke
Medikamente - Morphin, Antidepressiva, Cortison und andere - wurden zu
seinen täglichen Begleitern. Die Nebenwirkungen der bis zu 30 Pillen
die
er Tag für Tag schlucken musste machten ihm auch psychisch zu schaffen.

Zwei Selbstmordversuche waren die Folge.

Erst Cannabis brachte Volker Krug Erleichterung! Wenn er kiffte,
verschwanden die Schmerzen und der Appetit kam zurück. Zum ersten Mal
seit langer Zeit konnte er wieder gut schlafen. Nach einiger Zeit ging
es ihm so gut, dass er sich sogar wieder eine Arbeit suchte. Volker
Krug
war zurück im Leben.

Bayrische Richter schicken Schwerkranken ins Gefängnis

Seine Fortschritte erkaufte sich Volker Krug jedoch teuer. Viermal kam
er seit 2000, dem Jahr seiner Entscheidung für Cannabis als Medizin,
mit
dem Gesetz in Konflikt. Viermal wurde er verurteilt.
Weil er eine Geldstrafe nicht zahlen konnte, steckte die bayrische
Justiz den Schwerstkranken kurzerhand ins Gefängnis. Bei seiner
Entlassung nach sieben Wochen hatte der krankheitsbedingt
Untergewichtige noch einmal rund zehn Kilo verloren.

Um endlich auch legal von Cannabis zu profitieren, schrieb er dem
Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und beantragte
eine Ausnahmegenehmigung für die Verwendung von Cannabis als Medizin.

Bis die Genehmigung kommen würde, war er auf Versorgungsfahrten nach
Holland angewiesen, wenn er nicht nur vegetieren wollte. Eine solche
Reise zur Beschaffung seiner Medizin wurde ihm im Juli 2007 zum
Verhängnis.
Für die 225 Gramm Marihuana, die Würzburger Polizisten damals bei
Volker
Krug fanden, wurde er nun zu 2 Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.
Wird er in den kommenden Jahren beim Kiffen erwischt, muss er wieder in

den Knast. Dass ein (Über-)Leben ohne Cannabismedizin für den Patienten

schlechthin unmöglich ist, interessierte die Richter nicht.

Hamburg: Nur Geldstrafe für 2,8 Kilo Marihuana

Dass es auch anders geht, zeigt ein Fall aus Norderstedt (bei Hamburg).

Dort stand ein 24-jähriger vor Gericht, weil bei einer Durchsuchung
seines Hauses 45 Cannabispflanzen, mehrere Setzlinge und knapp 2,8
Kilogramm Marihuana gefunden wurden. Vor Gericht erklärte der Täter,
Cannabis gegen Schmerzen, Schlaflosigkeit und andere Beschwerden zu
verwenden. Der Staatsanwalt glaubte dieser Darstellung und forderte
lediglich eine Geldstrafe in Höhe von 1400,- Euro. Der Richter setzte
die Zahlung sogar zur Bewährung aus.
In Bayern wäre Dominik v. G. sicher nicht so glimpflich davon gekommen.

Im Gegenteil, sein Prozess wäre wohl kaum ohne eine lange Haftstrafe
ausgegangen.

aXXL
19.03.2008, 23:43
http://www.sylt-exklusiv.de/henner-krogh.html

Babomera
20.03.2008, 11:24
Hi Axel,
da kann man dir und deiner Band wohl mal zu dem Erfolg gratulieren :top:
Wie sieht das eigentlich mit der Musikveröffentlichung aus. Ich hatte dich schonmal gefragt, ob man eure Musik irgendwo anhören kann, weil nach Sylt zu kommen, wäre zu weit für mich.



Hanfampel (http://www.bild.de/BILD/news/leserreporter/lokal-uebersicht/08-frankfurt/2008/03/19/ampel-hanf/symbol-witz,geo=4061876.html)
So ein schwachsinn :mata:

Joints bei Pegnitz (http://www.kanal8.de/default.aspx?ID=1782&showNews=199854)

Unterwegs mit 10 Kilo (http://www.stimme.de/nachrichten/polizei/heilbronn/art1491,1206513)

Schweizer Betäubungsmittelgesetz (http://www.bielertagblatt.ch/News/Schweiz/106491)


(http://www.kanal8.de/default.aspx?ID=1782&showNews=199854)

aXXL
20.03.2008, 12:06
@Babomera,
Danke für die Gratulation. Ich werd`s den Jungs ausrichten.
Danke auch für Deine Cannabis-Bericht-Erstattung. Bin froh, dass ab und zu jemand die medialen Lücken füllt und ebenfalls zeigt, was täglich, stündlich - ja, wahrscheinlich sogar minütlich - an Drogenkriegs-Informationen auf uns einprasselt und welch gewaltiger Stellenwert dabei der REPRESSION zukommt.
Und noch immer hat die Bundesregierung kein Interesse darzustellen, was das Erzeugen von sozialschädlicher Verfolgung jährlich so kostet...


Zur Musik: Wir arbeiten mit Hochdruck an der filmischen Umsetzung einiger Poco Loco-Stücke. Das Event am vergangenen Samstag haben wir z. B. mit 2 Kameras abgelichtet; daneben gibt es inzwischen schon relativ viel Doku-Material über Übungsraum-Sessions und öffentliche Konzerte, so dass wir bis zu `nem Upload bei Youtube hoffentlich nicht mehr allzu lange brauchen werden.
Wenn es soweit ist, gibt`s sofort Bescheid.
Hier.
Wo sonst?

Babomera
21.03.2008, 15:41
Find ich gut. Hatte bis jetzt nur Bilder von euch bei Myspace gesehen. Bin gespannt bis es endlich soweit ist. Ich werde aufjedenfall hier weiter am Ball bleiben und weiter berichten wenn es was Neues gibt. Wie bisher sonst auch.

Also bis dahin,
Gruß
Babo (oder der alte Officer P.)




Rekruten bekifft (http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2008/03/20/schweiz/30_von_32_rekruten_bekifft)



Grüne Hilfe


Das Grüne Hilfe Netzwerk e.V. kann hiermit die Aufnahme eines weiteren Regionalbüro verkünden! Der Grüne Hilfe Netzwerk e.V. ist ein Organ bundesweiter Pro-Hanf Gruppen, welcher 1994 auf Initiative der Cannabis-Bundeskonferenz entstanden ist. Sie verstehen sich als Kontakt- und Informationsbörse sowie Hilfe zur Selbsthilfe zu den Themen Cannabis und Recht, Cannabis als Medizin und Gefangenenbetreuung.
Ab sofort steht die "Grüne Hilfe" mit Rat und Tat auch in Niedersachsen zur Verfügung.

Die genaue Adresse:
Groovy
c/o Grüne Hilfe Niedersachsen
Kurze Geismarstr. 6
37073 Göttingen
Deutschland
Telefon: 0551/2507197
Sprechzeiten: Donnerstag von 16.00-18.00
eMail: gruene-hilfe-niedersachsen@hotmail.de



Feedback:
Wie fast jeder Verein freut sich auch dieser über Feedback, z.B. was nach einer Beratung weiter passierte etc pp.! Schicke Ihnen einfach eine eMail
oder einen kurzen Telefonanruf. Ohne deine Hilfe können Sie nicht an
Informationen gelangen.


Spende:
Die Hilfe des Grüne Hilfe Netzwerk e.V. sind kostenlos, aber nicht
umsonst. Wenn dir unsere Informationen geholfen haben, denke bitte über
eine Spende nach. Nur dadurch können wir unseren Bürobetrieb aufrecht
erhalten.

Grüne Hilfe Netzwerk Berlin
Mühlendamm 5 - 10178 Berlin
Tel: 030 868 70 3862
eMail: berlin@gruene-hilfe.de - http://www.gruene-hilfe.de/

aXXL
21.03.2008, 17:29
OSTER(SCHR)EIER 08

Schnüffel-Roboter:
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/31/0,3672,7183391,00.html

Das ewige Mörder-Kraut:
http://mt-online.de/mt/lokales/minden/?sid=fb9f475e7ed679ce1113a28c70c2365e&cnt=2251761

Im Rausch reich werden...:
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3941&Alias=wzo&cob=335268

Lösung des Drogenproblems durch Abstinenz:
http://www.baz.ch/news/ticker.cfm?keyID=17CD2E0A-DF54-4CBB-95FF9E386784539B&startpage=1&ObjectID=CC27DE2F-1422-0CEF-7046E4448CF8525A

Kontrollierte Herrstellung und Vergabe durch geeignete Institutionen:
http://www.abgeordnetenwatch.de/rita_schwarzeluehr_sutter-650-5718--f100165.html#frage100164

Schnüffel-Roboter in Aktion:
http://de.indymedia.org/2007/12/203329.shtml

Babomera
22.03.2008, 11:10
Bertinotti will weiche Drogen legalisieren (http://www.dolomiten.it/nachrichten/artikel.asp?KatID=f&p=5&ArtID=111880)


Niederlanden droht "das Ende" der Coffeeshops (http://www.nachrichten.at/weltspiegel/660371?PHPSESSID=9476011158877dbffb954e43d32041b3)

Babomera
22.03.2008, 16:08
Cannabis statt Gemüse (http://www.stern.de/politik/panorama/:Hanf-Plantagen--Cannabis-Gemse/614369.html)

aXXL
23.03.2008, 17:46
http://www.vaterland.li/page/lv/artikel_detail.cfm?id=28925

Ostergruß von Sylt

aXXL
24.03.2008, 14:21
Haschisch Cannabis-Züchter wurde hart bestraft

Seit geraumer Zeit geraten "Homegrower" immer häufiger in das Visier
der
Polizei. Die großflächig angelegte Razzia Ende Januar, bei der mehr als

200 Beschuldigte mit Hausdurchsuchungen bedacht wurden, ist nicht als
Endpunkt der Aktion anzusehen. Das LKA hatte zuvor die Kundendaten
eines
Aachener Grow-Shops ausgewertet, um die Identität von Käufern
"auffälliger" Produkte festzustellen. Jetzt werden die ersten
Verurteilungen von Personen, die zum eigenen Bedarf anbauen, bekannt.

Das Grüne Hilfe Netzwerk e. V. berichtete von einer ersten Verurteilung

in Albstadt. Der Angeklagte hatte ebenfalls Produkte im Aachener
Head-Shop "Catweazel" bestellt, die ihm per Post zugeschickt wurden.
Aufgrund von acht Cannabis-Pflanzen in einer Höhe von 20 cm wurde er
nun
zu 3.000 Euro (125 Tagessätze á 24 Euro) verurteilt. Beim bloßen Besitz

von Cannabis für den Eigenkonsum existiert dank des
Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) längst eine so genannte "Geringe
Menge", die nicht weiter straffrechtlich verfolgt wird. Doch die
gängige
Praxis der "geringen Menge" greift beim Eigenanbau nicht - schon wenige

Blüten übersteigen diese Grenze.

Über seinen Anwalt Christian Niederhöfer aus Tübingen hatte der
Betroffene Akteneinsicht angefordert, doch das Urteil des Amtsgericht
Albstadt erging, noch ehe die angeforderten Akten eintrafen. RA
Christian Niederhöfer hat im Namen des Verurteilten Widerspruch
eingelegt. Das Grüne Hilfe Netzwerk ruft zur Teilnahme an einer
Protestmail an Frau Zypries auf. Mit der Androhung und Vollstreckung
solch harten Strafen wird der Anbau und Besitz geringer Mengen
kriminalisiert. Die Konsumenten werden sich zur Beschaffung ihres
Eigenbedarfs künftig vermehrt an den illegalen Schwarzmarkt wenden, um
solchen Strafen zu entgehen. Der Verein befürchtet, dass sich
Hanf-FreundInnen wieder vermehrt auf die unsauberen Bedingungen des
Schwarzmarktes einlassen, anstatt sich zum Eigenbedarf sauberes
Cannabis
selbst zu züchten. Im Schwarzmarkt werden nicht selten gefährliche
Streckmittel eingesetzt. Im Umkreis von Leipzig wurde dem Endprodukt
beispielsweise bleivergiftetes Gras beigemischt.

Dazu kommt: Bei den 235 durchsuchten Wohn- und Geschäftsräumen wurden
nur zwei "Profiplantagen" und neun "Großplantagen" mit 100 bis 1.000
Pflanzen entdeckt. 66 Durchsuchungen betrafen Kleinanbauer und bei 158
verblieb der Polizeieinsatz gänzlich ohne Ergebnis. Bei fast 95 Prozent

der Durchsuchungsopfer handelte es sich also um kleine oder keine
Fische. Wer sich am Versand der Protestmail an Bundesjustizministerin
Brigitte Zypries (SPD) beteiligen will: Diese kann von der Website des
DHV bequem verschickt werden.
http://hanfverband.de/protestmailer/mitmachen_13.html

Babomera
24.03.2008, 17:25
Die Wurst im Blumenbeet? (http://www.echo-muenster.de/node/22631)


Politiker und Experten stellen sich den lokalen Problemen (http://www.jungfrau-zeitung.ch/artikel/?cq_*d117b846=ivxPU=879871sq)

aXXL
25.03.2008, 14:58
DEUTSCHLAND, DEINE PROGRESSIVEN NACHBARN...

http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/zuerich/854324.html

Babomera
26.03.2008, 17:14
Einbrecher klauen Marihuana-Plantage
http://www.echo-online.de/suedhessen/static/590140.htm


Hanf-Notstand
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/29449716

Babomera
27.03.2008, 15:21
Haschisch per Post
http://vorarlberg.orf.at/stories/266105/


So soll das laufen :)
http://www.ovb-online.de/news/landkreis_rosenheim/rosenheim_stadt/art4136,1128173

gelöscht
28.03.2008, 01:10
aus der BoNNzenprovinz:

Kripo vergisst bei Umzug ****** und Munition

Behördensprecher räumt Panne beim Umzug ins neue Präsidium ein
Von Dagmar Blesel
Bonn. Vermisst hat sie offensichtlich niemand: Beim Umzug vom alten ins neue Polizeipräsidium im Oktober 2006 haben die Beamten zwei Stahlschränke und einen Wandschrank im Haus an der B 9 vergessen. Mit brisantem Inhalt.


/*'); /*]]>*/
Wie Behördensprecher Frank Piontek am Dienstag GA-Informationen bestätigte, lagerten in den Schränken 1,5 Kilogramm ******, mehrere Kilogramm "falsches Rauschgift", sogenannte Scheinware, 50 Patronen Munition, ein Schalldämpfer, rund 2 000 Tonbandkassetten und 1 400 Deutsche Mark. "Beim Umzug ins neue Präsidium ist es zu einer Panne gekommen", gab Piontek zu.

Ein Mitarbeiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB) hätte die beiden verschlossenen Stahlschränke am 15. März im seit Herbst 2006 leerstehenden Präsidium entdeckt - nach GA-Informationen im vierten Stock des Gebäudes in einem Lagerraum der Drogenfahnder. Der BLB ließ die Schränke von einem Handwerksbetrieb öffnen. Die Kripo stellte den Inhalt sicher. Laut Piontek werden die Drogen verbrannt; offen ist derzeit, was mit dem Geld geschieht.

Ermittlungen ergaben, dass die Gegenstände aus abgeschlossenen Strafverfahren aus den Jahren 1992 bis 1994 stammten. Chef der Drogenfahnder war zu dieser Zeit Hermann Schumacher. 2001 war der Erste Kriminalhauptkommissar in den Ruhestand getreten.

Nach dem Fund ordnete die Behördenleitung laut Piontek "eine weitere Begehung" des alten Präsidiums an. So wurde am 18. März der Wandschrank mit den Kassetten entdeckt. Was auf ihnen zu hören ist, muss nach Aussagen des Sprechers noch geklärt werden.

Polizeipräsident Wolfgang Albers hat weitere Ermittlungen angeordnet, um die Frage zu beantworten, warum die Asservate zurückgeblieben sind.

quelle:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10490&detailid=428742


unglaublich! nur ein Steinwurf entfernt versucht eine Behörde (BefArM) die zuverlässigkeit von medical-cannabis-usern infrage zu stellen.



aloha axxl,
beste Wünsche und viel Kraft für deinen Feldzug gegen die Bonner Betonkopfelite.
lg crimson

Babomera
28.03.2008, 15:49
Internetcafe bot nicht nur Internet an
http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectID=EFCDC968-1422-0CEF-7018829457B16A52



Besseres schlafen
http://www.fuldaerzeitung.de/newsroom/huenfeld/dezentral/huenfeld/art14184,556342



Führerscheinentzug am Geburtstag
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/11530/1161987/polizei_bochum?

Babomera
29.03.2008, 13:04
Reisebus unter Drogen (http://www.luaktiv.de/scripts/cms_lu_aktiv/news.php?id=7132)

Cannabisproduktion nimmt zu (http://www.faz.net/s/Rub5785324EF29440359B02AF69CB1BB8CC/Doc%7EEB23108DA2C6249F7A4354C46261D6084%7EATpl%7EE common%7EScontent.html?rss_googlefeed)
und diese sind natürlich mit Sprengfallen und Selbstschussanlagen ausgestattet:mata:

aXXL
29.03.2008, 13:09
Cannatrade zieht Menschen aus aller Welt an"

Am Freitag öffneten die Türen zur achten Cannatrade-Messe. Auf dem BEA Bern expo-Gelände finden Hanf-Sympathisanten aus aller Welt bis Sonntag hunderte von Hanfprodukten.
Die Schweizer Messe über Hanfprodukte führt heuer gemäss einer Medienmitteilung 130 Aussteller aus 15 verschiedenen Ländern zusammen. Die Besucher finden dementsprechend viele Produkte - Hanf-Lolypops fehlen genau so wenig wie Hanf-Chips, Hanf-Bier oder Hanf-Massageöl.
Im Zentrum steht denn auch die «ganzheitliche Darstellung der Nutzpflanze Hanf». Für die Messeleitung gewinne dieses Thema gerade im Umfeld der zunehmenden Repression an Wichtigkeit. Unter 18-Jährigen wird der Zugang nur in Begleitung einer erziehungsberechtigten Person gewährt.
Dazu gibt es auch einen kleinen Film, wer ihn sehen möchte gehe bitte auf folgenden Link:
http://www.espace.ch/artikel_501148.html

---

Das Selbsthilfenetzwerk Cannabis als Medizin, SCM, ist mit einem Info-Stand auf der Cannatrade vertreten.
Dank geht von meiner Seite aus an die Patienten aus südlichen Gefilden (insbesondere Gabi und Markus), die weder Kosten - noch Mühen gescheut haben, um in Bern über das Anliegen der medizinischen Cannabisnutzer in Deutschland und ihre Drangsal unter staaatlicher Repression zu berichten. Ihr seid großartige Vorbilder. Mancher "Gesunde" sollte darauf verpflichtet werden, sich eine fette Scheibe von Eurem Einsatzwilligen und von Eurer Hartnäckigkeit abzuschneiden.

Die Web-Site von www.selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin de wird aktuell runderneuert und ist für kurze Zeit vom Netz. Die neue Seite wird noch besser. Wir werden gemeinsam unsere Anstrengungen intensivieren und weiterhin auf die unglaublich perfide Haltung derjenigen Politiker, Juristen und Verwaltungs-Bürokraten aufmerksam machen, welche in den vergangenen 30 Jahren für einen aus etwa 50.000 letal Überdosierteten bestehenden Leichenberg gesorgt haben und nun endlich Diamorfin (******) als Ersatzdroge im Sinne eines gesundheitlich-sozialen Stabilisierungsfaktors für Schwerstabhängige gutheißen,
aber im gleichen Atemzuge Cannabis als Substitution zum Ausschleichen aus vorliegender Opiat-Abhängigkeit oder aber auch als (billigst mögliche) Behandlungs-Alternative bei schweren chronischen, oft tödlichen Krankheiten verteufeln und medizinische Cannabisnutzer noch immer mit der ganzen Härte eines unsinnigen Gesetzes strafverfolgen lassen.

---

Das SCM und das musikalische Autodidakten-Projekt JON JON and the POCO LOCO sind in etwa gleich alt, entwickeln sich jedoch beide nach anfänglichen Startschwierigkeiten ("Kinderkrankheiten")
prächtig.
Bei allem Hang zur "Coolness" und zum Understatement bin ich persönlich sehr, sehr stolz darauf,
meinen bescheidenen Beitrag zum Gelingen dieser sinnvollen Projekte beitragen zu dürfen, denn sie sagen inhaltlich übereinstimmend: "JA zum Leben! JA zur Freundschaft und Menschlichkeit! JA zum Miteinander in schwierigen Situationen!"

---

Es geht mir seit Beginn des zweiten Interferon-Durchlaufs vor 8 Wochen richtiggehend dreckig.
Die Nebenwirkungen der Therapie sind brutal (Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Körperschmerz, Durchfall, Fieber-Attacken, Schlafstörungen, Denkblockaden, Kräfte-Verfall, depressive Schübe) und lassen sich als Folge der Medikations-Höherdosierung (diesmal) leider nicht einfach und komplikationslos mit Cannabis lindern, so wie dies beim ersten Interferon-Versuch zur Virus-Eliminierung noch der Fall gewesen ist.
Paracetamol oder Ibuprofen sind wenig hilfreich und angesichts der Dauer der Therapiemaßnahme (minimum 30. September 2008) in Bezug auf die vermutete Schädlichkeit für meine Leber eher contraindiziert.
Ich muss es also aushalten...
Versuche mich zwar mit der nächtlichen Tätigkeit für die Taxi-Zentrale und mit den Auftritten der Band vom allgegenwärtigen Scheiß-Fuck-Ekel-Elend-Qual-Folter-Krankheitsfeeling abzulenken, (weil es im Grunde egal ist, wo ich die Auswirkungen der Visruslastbekämpfung zu spüren bekomme,)doch ich merke auch deutlich wie ich psychisch und vor allen Dingen physisch nachlasse. Abbaue.
Reduzierter und kraftloser werde.

Ich schildere diese persönlich sehr schwer auszuhaltende Situation Euch gegenüber nicht, um etwa Mitleid oder Empathie zu heischen, aber Ihr solltet wissen, dass es in den kommenden Wochen und Monaten zwangsläufig etwas Weniger werden wird, was ich Euch von der kleinen nordfriesischen Insel aus auf Eure Bilschirme und (geb`s Gott) auch in die Köpfe zu setzen mich bemühe.
Wenn Ihr dafür Verständnis aufbringt, ist das Fundament zum Weitermachen jedoch schon gelegt.

Schönes Wochenende der weltumspannenden - aus welchen Gründen auch immer - Cannabis-Gemeinde und all denjenigen, die den Arsch beim Rauchen, Vaporisieren und Cookiesfuttern noch hoch genug kriegen, um sich nicht dauerhaft durch Vorurteile und Falsch-Propaganda aus der kurzsichtigen Prohibitionisten-Ecke niedermachen/erniedrigen zu lassen.

aXXL
29.03.2008, 13:15
I.

DHV- Tätigkeitsberichte

Deutschland:
1. nach den Razzien: Legaler Cannabisanbau für Selbstversorger
gefordert
2. Polizei beschlagnahmte im Dezember 07 Daten von www.drogen-forum.com
3. NRW will Cannabis-Konsum bekämpfen
4. DHV-Analyse zur Hamburgwahl 2008
5. Konferenz in Frankfurt: Neue Thesen zur Drogenpolitik
6. Bundesförderung für ******-Therapie läuft aus
7. Salvia Divinorum (Zaubersalbei) jetzt verboten
8. Bundesregierung: 1,5 Millionen Menschen sind abhängig von
Medikamenten
9. Gastwirte vor Gericht: erster Erfolg gegen Raucher-Gesetze
10. Zahl der Zigarettenautomaten sinkt, Spielbanken verlieren Umsatz
durch Rauchverbot
11. illegaler Zigarettenhandel in Berlin
12. Magdeburg verhängt nächtliches Alkoholverbot
13. Baden-Württemberg verbietet nächtlichen Alkoholverkauf

Internationales:
14. Schweiz: Volksentscheid kommt ohne Kompromissvorschlag
15. Cannabis-Boom in Italien
16. Weltdrogenbericht: Afghanistan jetzt auch größter
Cannabis-Produzent
17. Österreich: Anzeigen schrecken Teenager immer weniger vor Drogen ab
18. Heftige Strafen für geringste Cannabismengen in Dubai und den
Philippinen
19. neue Hanfmessen in Portugal und Österreich
20. Venezuelas Präsident Chavez´ provoziert als Coca-Konsument
21. Dänemark startet Pilotprojekt zur ******abgabe

Medizin und Wissenschaft:
22. Massenrazzia gegen Cannabis-Anbau – auch Patienten betroffen
23. Morbus-Crohn-Patient bekommt zwei Jahre auf Bewährung für
Cannabis-Medizin
24. Hanfapotheke vorübergehend nicht erreichbar
25. USA/Kalifornien: Arbeitgeber dürfen offizielle Cannabis-Patienten
entlassen
26. USA/Kalifornien: "Kiffer-Uni" bringt Umgang mit Gras näher
27. Cannabis als Parodontoserisiko
28. Verschlechtert Marihuana-Konsum die Herzinfarkt-Prognose?
29. Krebsforschung: Cannabis hemmt Metastasen
30. erhöhtes Lungenkrebsrisiko durch Cannabis?

à
31. täglicher Cannabiskonsum erhöht Risiko für Fettleber bei Hepatitis
C- Patienten
32. täglicher Cannabiskonsum in der Schwangerschaft verringert
Intelligenz des Kindes
33. - 3,1 Millionen Euro für Erforschung des Endocannabinoid-Systems
34. Schlanke Nichtraucher kommen den Staat teurer als Dicke und Raucher

Nutzhanf:
35. Studie erschienen: Flachs und Hanf: Künftig Chancen in Deutschland?
36. Ein Haus aus Hanf, Lehm und Holz

Merkwürdiges:
37. USA: Promis zum Entzug im Big-Brother-Container
38. Rom: Schlangen und Pitbulls bewachen Drogen

Verschiedenes
39. Termine

Tätigkeitsbericht Steffen Geyer (November – Februar)


November

Im November habe ich die Meldung "Bleivergiftungen durch Cannabis in
Leipzig" verbreitet und in die Webseite eingebaut, den dazugehörigen
Text für den Themenbereich "Blei in Marihuana" erstellt und seine
Veröffentlichung mit einer der Meldung "'Dann kifft halt nicht' ist
nicht genug!" begleitet.

Ich hab die FAQ insbesondere über Cannabis als Medizin überarbeitet und

die Frage nach dem Coffeeshop in Bern ergänzt.

Ich habe neue Sponsoren bzw. Mitglieder auf der Webseite eingetragen
und
entsprechende Forenaccounts erstellt.
Auch die Betreuung der laufenden Protestmaileraktionen erforderte
Aufmerksamkeit. So habe ich entsprechende Anfragen beantwortet und
eingegangenes Feedback korrigiert.

Wie immer mussten diverse Kontaktformular-Anfragen beantwortet werden.
Im November ging es bei den Anfragen entweder um Nutzhanf oder die
Folgen von bereits erfolgten Kontrollen.

Ende des Monats habe ich eine Meldung über das Hanf Museum geschrieben,

die aber erst im Dezember veröffentlicht wurde.


Dezember

Der Dezember begann mit der Veröffentlichung der Meldung "Kult, Kultur
und Politik - Das Hanf Museum Berlin". In der Folge habe ich die
Geburtstagsveranstaltung des Museums besucht und dort den DHV
vertreten.

Im Anschluss habe ich den Kurz-Newsletter erstellt und versendet.

Ebenfalls Anfang des Monats habe ich ein Spendenbarometer programmiert
und auf der Startseite eingebaut. Die Spendenaktion habe ich in
diversen
Foren angekündigt.

Ich habe die Meldung "Cannabistherapie für Jugendliche auf dem
Vormarsch?" geschrieben und veröffentlicht.

Auch im Dezember habe ich Kontaktformularanfragen beantwortet.
Interessant waren die Anfragen über die Rechtmäßigkeit von DNA-Test
nach
BtM-Delikten und zur Entziehung des Sorgerechts wegen des Konsums von
Cannabis.

Ich habe auf der Tattoo-Convention in Berlin drei Tage einen
Cannabis-Infostand betrieben, Informationen verteilt, Broschüren
verkauft und Spenden für DHV und Hanf Museum gesammelt.

Ich habe Material für die Berichterstattung zu den Wahlen in Hessen und

Niedersachsen gesammelt und dafür mit den Parteien kommuniziert.

Ich habe den Sponsorenrundbrief geschrieben.

Ich habe begonnen den BND-Rundbrief zu erstellen.

Ich habe neue Sponsoren bzw. Mitglieder auf der Webseite eingetragen
und
entsprechende Forenaccounts erstellt.

Letzte Tätigkeit im Dezember war die Erstellung und Veröffentlichung
der
Meldung "Experten fordern Legalisierung, Prohibition teuer und
unwirksam".
__________________________________________________ ________________________


Januar
Der Januar begann mit der Erstellung der Informationen über die Wahl in

Hessen. Dazu habe ich auch eine entsprechende Meldung geschrieben und
veröffentlicht. Im Anschluss habe ich für Niedersachsen ähnliche
Informationen aufbereitet.
Beide Themen wurden von mir in einer Forenrunde bekannt gemacht.

Ich habe Kontaktformularanfragen unter anderem zu den Themen Hanfanbau
und Arbeitsplätze in der Hanfbranche beantwortet.
Letzteres führte zu einer erneuten Ergänzung der FAQ, diesmal um die
Fragen "Wird es jemals eine Legalisierung geben? Kämpft ihr nicht gegen

Windmühlen?" und "Wie bekomme ich einen Job in der Hanfbranche? Könnt
ihr mir da helfen?"

Ich habe einen Kurz-Newsletter erstellt und veröffentlicht.

Ich habe mich an das Leipziger Gesundheitsamt, die Apotheke in Viersen
und die Firma Merck gewand, um zu erfahren, ob der Teststreifen
"Merckoquant Blei" für die heimische Analyse von Marihuana auf
Bleisulfid geeignet ist.

Ich habe die Arbeiten am BND-Rundbrief fortgesetzt.

Ich habe mich an der Veranstaltung des Hanf Museums zur Langen Nacht
der
Museen beteiligt und DHV-Infos verteilt.

Ich habe neue Sponsoren bzw. Mitglieder auf der Webseite eingetragen
und
entsprechende Forenaccounts erstellt.
Besonders Ende des Monats ergab sich viel Arbeit aus der
Durchsuchungsaktion bei Catweazel-Kunden. Ich musste deshalb viele
Anfragen über die Benutzung des DHV-Forums beantworten und zwei
Meldungen veröffentlichen.
__________________________________________________ _________________________

Februar

Ich habe die Arbeiten am BND-Rundbrief abgeschlossen.

Die Anfragen bezüglich des DHV-Forums gingen weiter. Ich musste einige
Passwörter neu verteilen und Funktionen des Forums per Email erläutern.

Viel Zeit nahm die Berichterstattung über die Wahl in Hamburg in
Anspruch. Dazu habe ich Texte für den Themenbereich und eine Meldung
erstellt und veröffentlicht.

Ich habe am Protestmailer "Homegrower entkriminalisieren - Schwarzmarkt

schwächen" mitgearbeitet, ihn ins Netz gestellt und eine passende
Meldung geschrieben/veröffentlicht. Die anschließende Forenrunde führte

zu Diskussionen, die ich zum Teil bis heute begleite. Auch auf die
Protestmailer-Listenmail gab es Reaktionen, die ich beantwortet habe.

Die anderen Protestmailer verursachten ebenfalls Arbeit. So mussten
z.B.
Feedbackeinträge korrigiert werden.

Ich habe neue Sponsoren bzw. Mitglieder auf der Webseite eingetragen
und
entsprechende Forenaccounts erstellt.


Entwicklung der Webseite

Nach einem kurzen Einbruch der Nutzerzahlen im September konnte ich die

Besucherzahlen seit Oktober kontinuierlich steigern. Seit dem
Jahreswechsel liegt der DHV stabil bei mehr als 50.000 Visits im Monat,

wobei nur die geringere Anzahl der Tage im Februar ein Überschreiten
der
60.000er-Marke verhinderte.

Die Besucherzahl hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt
(28758 Visits im Januar 2007, 59352 Visits im Januar 2008).

Insbesondere die Texte zu den Landtagswahlen zeigen, dass unser Gewicht

in den Suchergebnissen bei Google deutlich gewachsen ist. So erreichten

wir aus dem Stand sehr gute Positionen in den SERPs
(SearchEngineResultPages = Suchmaschinenergebnissseiten) zu Stichworten

wie "Wahl Hessen", "Landtagswahl 2008" u.Ä. Allein der Suchbegriff
"Hessenwahl 2008" führte im Januar 752 Besucher auf die DHV-Seite.

Auch die Vielfalt der Suchworte, zu denen DHV-Seiten als Treffer
angeboten werden, ist binnen Jahresfrist erheblich gestiegen. Kamen im
Januar 2007 noch durch 2419 verschiedene Suchwortkombinationen Nutzer
zur DHV-Seite, waren es im Januar 2008 bereits 7455, also rund dreimal
so viele!

Vom wachsenden Interesse an unserem Webangebot konnte der Protestmailer

profitieren. In der Protestmailer-Mailingliste stehen inzwischen rund
1850 Adressen. Vor Jahresfrist waren es noch 1080.

Der Newsletter konnte hingegen kaum neue Abonnenten gewinnen. Er
pendelt
rund um die Marke von 2200 Lesern. Allerdings hat die Anzahl der Nutzer

zugenommen, die den Newsletter direkt auf unserer Webseite lesen. Diese

Entwicklung wird durch die regelmäßige Veröffentlichung der
Newsletter-Themen in verschiedenen Hanfforen begünstigt."

aXXL
29.03.2008, 13:17
II.

Tätigkeitsbericht Georg Wurth
__________________________________________________ ___________________

Im Februar habe ich diverse Termine wahrgenommen, darunter ein internes

Treffen des Bundesnetzwerkes Drogenpolitik bei den Grünen (BND), eine
Demonstration vor dem Bundesrat gegen das Verbot von Salvia Divinorum
(s. Info Nr. 7) und die Mitgliederversammlung des drogenpolitischen
Vereins akzept e.V., der bei dieser Gelegenheit einen neuen Vorstand
gewählt hat mit stärkerer antiprohibitionistischer Ausrichtung.
Außerdem habe ich Mitte Februar ein Treffen des Schildower Kreises
organisiert, einem Netzwerk von hochkarätigen antiprohibitionistischen
Experten. Nächsten Monat mehr dazu…
Eine gute Gelegenheit, Kontakte zu pflegen war der Kongress Ende
Februar
in Frankfurt, s. Info Nr. 5.
__________________________________________________ __________________

Neben den üblichen Arbeiten ist noch erwähnenswert, dass ich diese
monatlichen DHV-Infos seit Februar wieder selbst erstelle.
Außerdem habe ich munter weiter DHV-Privatsponsorenflyer verschickt.
Wer
jetzt noch keine hat, aber gerne welche hätte, melde sich bitte! Ihr
könnt mithelfen, dass die Zahl der DHV-Privatsponsoren bald die 100er
Marke überschreitet.
Außerdem gingen die Korrekturarbeiten an unserem Buch weiter. Demnächst

beginnt die Promo-Arbeit und wir hoffen, dass sich die DHV-Unterstützer

daran rege beteiligen. Ein kleiner Vorgeschmack:

Georg Wurth, Steffen Geyer
Rauschzeichen
Cannabis: Alles, was man wissen muss
http://www.kiwi-verlag.de/36-0-buch.htm?isbn=9783462039993
__________________________________________________ __________________

Ein weniger schönes Medienereignis war ein Bericht von Report München
über Cannabis, in dem ich auch als Interviewpartner kurz vorkam, s.
http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=daserste/report/archiv/v/&g2=1&f=2008
0225report-cannabis.rm
Es war einer der üblichen Hetzberichte über gefährliches Cannabis und
böse Gangster mit großen Plantagen.

Dafür gab es als Entschädigung einen schönen gleich lautenden Artikel
in
Berliner Morgenpost und Welt, s. Hier und Infos Nr. 1.
http://www.morgenpost.de/content/2008/02/12/berlin/946497.html

Als neues Firmenmitglied begrüßen wir „Garten- und Treibhaustechnik
Bock“.
Als neuen Firmensponsor begrüßen wir „Flutschkopf“.
Die Zahl der Privatsponsoren hat sich auf 91 erhöht. Der Countdown für
die 100 läuft!


Deutschland


1. nach den Razzien: Legaler Cannabisanbau für Selbstversorger
gefordert

Nach den Massenrazzien gegen die Kunden eines online-Growshops im
Januar
hat der DHV einen Protestmailer gestartet, in dem Justizministerin
Zypries aufgefordert wird, den Anbau von Cannabis zum Eigenkonsum zu
entkriminalisieren, s.
http://hanfverband.de/protestmailer/mitmachen_13.html
Schon über 600 Menschen haben an der Protestaktion teilgenommen.

Außerdem dokumentieren wir einen Artikel in der Welt über die Razzien,
in dem der Zusammenhang zwischen den zunehmenden Streckmitteln auf dem
Cannabismarkt und dem steigenden Hanfanbau durch Konsumenten
dargestellt
wird. Damit setzt sich der Artikel positiv von der sonstigen
Berichterstattung über die Razzien ab. Auch der DHV kommt zu Wort.

Zuletzt zitieren wir einen Artikel von Georg Wurth, der in der Grow
erschienen ist und die Vorkommnisse zusammenfasst und bewertet.


Legaler Cannabisanbau für Selbstversorger gefordert
Meldung des DHV vom 20. 02. 2008
http://hanfverband.de/aktuell/meldung_1203527581.html

Ende Januar führte die Polizei eine spektakuläre Aktion gegen den
illegalen Anbau von Cannabis durch. Ziel der mehr als 1600 beteiligten
Beamten waren 214 Kunden eines Aachener Growshops. Die
Staatsanwaltschaft vermutete bei den Durchsuchungsopfern
"professionelle
Cannabisplantagen" und sprach von einem "bundesweiten Schlag gegen die
Rauschgiftkriminalität".

In Wahrheit war der 28.01.2008 ein guter Tag für die Mafia! Statt die
"Organisierte Kriminalität" zu bekämpfen und Profi-Cannabis-Produzenten

zu erwischen, trafen die Polizisten nämlich fast nur auf "kleine
Fische", die Cannabis lediglich für den eigenen Bedarf anbauten und
sich
jetzt wieder auf dem Schwarzmarkt versorgen müssen. Nun fordert der DHV

in einer Protestaktion "Homegrower entkriminalisieren - Schwarzmarkt
schwächen".

Immer wieder betont die Politik, dass sich der polizeiliche Kampf gegen

Cannabis vor allem gegen "professionelle Drogenproduzenten und
Großhändler" richte. Die Realität sieht freilich anders aus. Die
deutliche Mehrheit der Strafverfahren richtet sich gegen einfache
Konsumenten, die Cannabis für den Eigenkonsum erwerben oder besitzen.
Dabei hatte das Bundesverfassungsgericht bereits 1994 festgestellt:
Der Sitz des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe Sitz des
Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe
Gelegentlicher Eigenverbrauch + keine Fremdgefährdung = keine
Strafverfolgung

"Soweit die Strafvorschriften des Betäubungsmittelgesetzes
Verhaltensweisen mit Strafe bedrohen, die ausschließlich den
gelegentlichen Eigenverbrauch geringer Mengen von Cannabisprodukten
vorbereiten und nicht mit einer Fremdgefährdung verbunden sind,
verstoßen sie deshalb nicht gegen das Übermaßverbot, weil der
Gesetzgeber es den Strafverfolgungsorganen ermöglicht, durch das
Absehen
von Strafe (vgl. § 29 Abs. 5 BtMG) oder Strafverfolgung (vgl. §§ 153
ff.
StPO, § 31a BtMG) einem geringen individuellen Unrechts- und
Schuldgehalt der Tat Rechnung zu tragen. In diesen Fällen werden die
Strafverfolgungsorgane nach dem Übermaßverbot von der Verfolgung der in

§ 31a BtMG bezeichneten Straftaten grundsätzlich abzusehen haben."
(aus BVerfG 1994-03-09 Zur Strafbarkeit des Cannabiskonsums: "Kein
Recht
auf Rausch")

Als Reaktion auf dieses Urteil waren die Bundesländer gezwungen, eine
so
genannte "Geringe Menge" zu definieren, bis zu der der Besitz von
Cannabis im Normalfall nicht zu einer Gerichtsverhandlung führt.
Wer Cannabis anbaut, profitiert bisher jedoch nur in den seltensten
Fällen von der Strafverschonung nach §31a BtMG. Dies soll sich nun
ändern, wenn es nach dem Willen des Deutschen Hanf Verbandes geht.
DHV fordert Anwendung des §31a für Eigenanbau

Der DHV fordert die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries auf, den
Anbau von Cannabis zum Eigenverbrauch nicht mehr zu bestrafen! Er
verweist darauf, dass Homegrower durch ihre Eigenversorgung dem
Schwarzmarkt Geld entzögen und so kriminelle Strukturen effektiver
bekämpfen als dies die Polizei könne.
Außerdem regieren viele der illegalen Kleingärtner mit der
Selbstversorgung auf das gehäufte Auftauchen von Schwarzmarkt-Cannabis,

dass mit gefährlichen Streckmitteln verunreinigt ist. Die Profitgier
mancher wirklich "krimineller" Cannabishändler geht nämlich sogar so
weit, dass sie bewusst die Gesundheit ihrer Kunden schädigen und deren
Leben gefährden. Zuletzt sah sich sogar die Bundesdrogenbeauftragte
Sabine Bätzing gezwungen, vor dem Konsum von Cannabis aus dem Raum
Leipzig zu warnen, nachdem es dort in gut 100 Fällen zu
Bleivergiftungen
durch verunreinigtes Marihuana gekommen war.

Wenn Konsumenten ihren Eigenbedarf selbst anbauen, suchen sie nicht das

"große Geschäft" sondern Sicherheit vor Streckmitteln und schwankender
Qualität! Der Betrieb einer Cannabiskleinstplantage - und sei ihre
Technik noch so professionell - ist nichts anderes als eine
Verhaltensweise, "die ausschließlich den gelegentlichen Eigenverbrauch
geringer Mengen von Cannabisprodukten vorbereitet und nicht mit einer
Fremdgefährdung verbunden" ist. Statt Selbstversorger wie
Schwerverbrecher zu behandeln, ihnen Verkaufsabsichten zu unterstellen
und Gefängnisstrafen zu verhängen, täte die Justizministerin gut daran,

dem "geringen individuellen Unrechts- und Schuldgehalt der Tat Rechnung

zu tragen".
Webbanner zur Aktion - Homegrower entkriminalisieren

Mit einem Protestmailer unter dem Titel "Homegrower entkriminalisieren
-
Schwarzmarkt schwächen" wird Zypries aufgefordert, den Eigenanbaus von
Cannabis zu entkriminalisieren und "nach dem Übermaßverbot von der
Verfolgung solcher Straftaten grundsätzlich abzusehen"!

http://hanfverband.de/protestmailer/mitmachen_13.html

==========

Die Welt, 11. Februar 2008, 20:52 Uhr
http://www.welt.de/berlin/article1660657/In_Berlin_bluehen_die_Cannabis-Pfla
nzen.html


Drogen
In Berlin blühen die Cannabis-Pflanzen
Von Axel Lier

Ein Defekt an der Bewässerungsanlage brachte vor Kurzem die Berliner
Polizei auf die Spur einer professionell betriebenen Aufzuchtanlage mit

450 Hanf-Setzlingen. Nachbarn hatten einen Wasserschaden gemeldet. In
Berlin wird immer mehr Cannabis im großen Stil angebaut: in der
Wohnung,
auf dem Balkon oder im Keller.

Foto: Okapia
Egal, ob mehr als 100 Hanfpflanzen in einer Scheune oder nur zehn auf
dem Balkon - Cannabisanbau ist eine Straftat nach dem
Betäubungsmittelgesetz

Der Wintergarten im Hof kam den Nachbarn komisch vor. Aus dem Anbau und

der angrenzenden Parterrewohnung in der Neuköllner Leinestraße drang
süßlich-würziger Geruch. Niemand der Nachbarn sprach den 43-jährigen
Mieter Detlef H. auf den aufgebrochenen Stromzähler an. Erst als
Polizisten bei ihm klingelten, wurde bekannt: Detlef H. ist ein
Cannabisbauer. Einer von Tausenden in Berlin, die in den eigenen vier
Wänden Hanf – im Szenejargon "Gras“ – züchten. Zum Eigenbedarf. Aus
Angst vor gestrecktem Marihuana.

Zuwachs vor allem bei kleinen Plantagen
Hanfplantagen im Wohnzimmer – ein Trend, der vor allem dem Berliner
Landeskriminalamt (LKA) aufgefallen ist. Aus der Behörde heißt es, dass

es im Bereich kleinerer Hanfplantagen (bis zu 100 Pflanzen), die von
den
Konsumenten oft für den Eigenbedarf angebaut werden, ernorme Zuwächse
gebe. Im Jahr 2006 hatten Ermittler lediglich 16 solcher Anbauflächen
entdeckt. "Für das vergangene Jahr haben wir allerdings eine deutliche
Steigerung festgestellt “, sagte Rüdiger Engler, Leiter des
Rauschgiftdezernates im LKA.

Auch bei Kleinstplantagen mit bis zu 15 Pflanzen – typische Balkon- und

Fensterbankzuchten – sei im vergangenen Jahr eine Zunahme festgestellt
worden. 2006 stießen die Beamten bereits auf 176 dieser Plantagen. Eine

Stagnation sei hingegen im Bereich der entdeckten Großplantagen (über
100 Pflanzen) festzustellen. "Im Jahr 2006 hoben wir davon 22
Anbauflächen aus“, so Rüdiger Engler. Genaue Zahlen für das Jahr 2007
könne er mit Rücksicht auf die baldige Veröffentlichung der
Kriminalitätsstatistik nicht bekannt geben. Aber: "In Berlin geht der
grüne Daumen um“, so der Ermittler ironisch.

Grund für die verstärkte heimische Anbautätigkeit könnte eine
zunehmende
Verunreinigung des Marihuanas auf dem illegalen Straßenmarkt sein. Mit
Blei versetztes Gras ist momentan vor allem in Leipzig und Umgebung im
Umlauf. Dealer nutzen Bleistaub, um das Gewicht ihrer Betäubungsmittel
zu erhöhen, damit höhere Umsätze zu erzielen sind. Über 122 Leipziger
wurden bislang in Krankenhäuser eingeliefert, weil sie das mit Blei
versetzte Marihuana geraucht hatten.

Cannabisanbau ist eine Straftat
Auch in Berlin ist das Strecken von Marihuana nichts Ungewöhnliches.
Dezernatsleiter Rüdiger Engler: "Blei ist noch nicht in Erscheinung
getreten. Aber wir hatten Fälle, in denen Glasgranulat und Glasschrot
verwendet wurde. Das Marihuana wird auch mit Talkumpulver, Ingwer,
Weizenmehl und Nasigoreng gestreckt“. Das wissen die Ermittler aus
Untersuchungen: Ab fünf Gramm Gras aufwärts werde der Stoff im Labor
unter die Lupe genommen, um den Wirkstoffgehalt zu untersuchen.
Egal, ob mehr als 100 Hanfpflanzen in einer Scheune oder nur zehn auf
dem Balkon – Cannabisanbau ist eine Straftat nach dem
Betäubungsmittelgesetz. Deshalb rückten Ende im Januar mehr als 1600
Polizeibeamte bundesweit aus und durchsuchten 235 Wohn- und
Betriebsräume von Hobbygärtnern. Es wurden mehr als 5500 Hanfpflanzen
gefunden; 40 Personen gingen vorübergehend in Haft.
In Berlin richteten sich die Ermittlungen gegen einen 53-Jährigen in
der
Elsterstraße in Neukölln. In seiner Wohnung fanden die Beamten rund 50
Cannabispflanzen, 50 Setzlinge und 260 Gramm Marihuana. In Spandau
hatte
ein 28-jähriger Kiffer in einer Wohnung an der Bismarckstraße elf
Pflanzen angebaut. Anlass der Razzia war die Kunden-Datei eines
sogenannten Grow-Shops. Die Aachener Firma "Catweazel“ soll Zubehör zur

Einrichtung von professionellen Cannabis-Plantagen veräußert haben.
"Wir
verkaufen Gewächshaustechnik“, sagt Geschäftsführer Eddy Meuter (43).
Er
vermute zwar, dass die Technik von Kunden überwiegend zum Hanfanbau
benutzt werde. "Aber es wird immer wieder von uns darauf hingewiesen,
dass der Hanfanbau in Deutschland genehmigungspflichtig ist“, so
Meuter.
Die Polizei hatte offenbar trotzdem über mehrere Monate heimlich die
Internet-Kundenbestellungen des Händlers aufgezeichnet.

Die Hanfgemeinde ist empört
Die Hanfgemeinde ist empört. Georg Wurth vom Deutschen Hanf Verband:
"Die Polizei erreicht mit ihrer Aktion vor allem, dass sich die
Konsumenten wieder verstärkt auf dem illegalen Markt mit Cannabis
eindecken werden. So unterstützt die Polizei genau die großen Fische,
auf die sie es angeblich abgesehen hat.“ Da in den vergangenen Monaten
vermehrt gestrecktes Cannabis aufgetaucht sei, sei der Anbau von
Hanfpflanzen für viele Konsumenten die einzige Möglichkeit, sich vor
gesundheitsgefährdenden Streckmitteln zu schützen.
Zu diesem Argument hatte sich kürzlich sogar die Bundesregierung
geäußert: Kiffer, die Angst vor verunreinigtem Cannabisprodukten
hätten,
weil sie ihre Gesundheit erheblich schädigen, sollten eben auf den
Konsum von Cannabis überhaupt verzichten.

==========

Grower im Visier – bundesweite Razzien
Zuerst erschienen in Grow 2/08
www.grow.de

Am Montag, den 28.01.2008, hat die Polizei die ganz große Keule
geschwungen: 1.600 Beamte waren in allen 16 Bundesländern im Einsatz,
damit insgesamt 235 Wohnungen gleichzeitig durchsucht werden konnten.
Tatverdacht: Die Betroffenen hatten in einem online-Growshop legales
Anbauzubehör bestellt. Die Szene ist verunsichert. War das die erste
Schlacht eines Krieges gegen Grower?

Alles begann beim online-Growshop „Catweazel“ in Aachen. Einer der
Betreiber wurde letztes Jahr für den Handel mit großen Mengen Cannabis
zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt. Durch diese Teilnahme am illegalen
Hanfbusiness hatte die Staatsanwaltschaft eine optimale Angriffsfläche,

um sich auch den Laden genauer anzuschauen. Dazu hat laut Polizei auch
beigetragen, dass in Aachen und Umgebung immer wieder größere
Hanfplantagen gefunden wurden, deren Zubehör von Catweazel stammte.
Außerdem behauptet die Polizei, es seien vom Shop bzw. den Betreibern
Erntehelfer zu den Plantagen vermittelt worden.

Wie auch immer, diese Vorgeschichte reichte für die Drogenfahnder aus,
um den Email- und Telefonverkehr des Ladens seit September/Oktober 2007

überwachen zu dürfen. Laut Polizei gab es dabei auch Telefonate, in
denen es nachvollziehbar um den Anbau von Hanf ging.

Drei Monate sammelte die Polizei fleißig Daten, dann kam der große
Schlag: ALLE (!) Kunden, die in diesem Zeitraum bei Catweazel bestellt
hatten, bekamen am 28.01. um 6 Uhr Besuch von der Polizei. Für die
meisten dürfte das ein traumatisches Erlebnis gewesen sein, schließlich

ist die Polizei nicht bekannt dafür, dass sie bei solchen Gelegenheiten

behutsam mit Leuten und Wohnungen umgeht. Und für einige der
Betroffenen
hat das ganze auch ein unangenehmes juristisches Nachspiel. Vorläufige
Bilanz der Polizei NRW am gleichen Tag:

"Nach den bisherigen und vorläufigen Rückmeldungen aus den Ländern
haben
seit heute Morgen rund 1.600 Polizeibeamte 235 Wohn- und Betriebsräume
durchsucht. Dabei wurden zwei Profiplantagen (eine in Rheinland-Pfalz,
eine in Baden-Württemberg), neun Großplantagen (acht in NRW, eine in
Niedersachsen) sowie bundesweit 66 Kleinplantagen entdeckt. Es wurden
mehr als 5.500 Pflanzen gefunden. Die Polizisten stellten bundesweit
weiterhin fünf scharfe Schusswaffen (drei Pistolen, eine Schrotflinte,
ein Kleinkalibergewehr), drei Gas-/Luftwaffen, Sprengstoff bei einem
Objekt in Bayern sowie Messer, Totschläger und Nun-Chakus sicher. 40
Personen wurden vorläufig festgenommen. 72.500 Euro Bargeld wurden
beschlagnahmt. Bei dem Betreiber einer Profiplantage wurden rund
120.000
Euro "eingefroren"."

Ein Ergebnis, das die Polizei vermutlich als Erfolg darstellt, immerhin

klingt es erstmal nicht wenig, wenn mehrere tausend Pflanzen und einige

große Anlagen gefunden wurden. Allerdings muss man auch die Ausmaße des

Einsatzes berücksichtigen. Wenn die Polizisten im Durchschnitt drei bis

vier Stunden mit dem Einsatz beschäftigt waren, hat jeder eingesetzte
Polizist nur eine einzige Pflanze pro Stunde beschlagnahmt. Dazu kommt,

dass bei 2/3 der Durchsuchungen nichts Relevantes gefunden wurde. So
oder so muss zumindest bei Catweazel-Kunden mit weiteren Razzien
gerechnet werden, da auch im Laden in Aachen zeitgleich eine
Durchsuchung stattfand, bei der weitere Kundendaten beschlagnahmt
wurden.

Schon der gewaltige Aufwand, der hier betrieben wurde, spricht dafür,
dass es sich um einen grundsätzlichen Angriff auf die Grower-Szene
handelt. Dabei geht es nicht nur darum, dass eine riesige Polizeiarmee
gegen Hanfgärtner aufgeboten wird, es werden auch juristisch neue
Fässer
aufgemacht.

Bedeutung für Growshops

Was Catweazel angeht, mag der Vorwurf berechtigt sein, dass die
Betreiber eine unnötige Angriffsfläche geboten und damit die
Überwachung
legitimiert haben. Ging es den Behörden also nur um den konkreten Fall
Catweazel? Dagegen sprechen einige aufschlussreiche Meldungen und
Hinweise.

Die Durchsuchung wurde Seitens der Polizei zumindest in der
Öffentlichkeit weniger mit dem Hanfhandel eines Catweazel-Inahabers
begründet als vielmehr ganz allgemein damit, der Laden verkaufe Zubehör

zum Anbau von Cannabis, was man an der besonderen "Konstellation des
Angebotes" erkennen könne. Die Bremer Polizei wurde in einer
Pressemitteilung noch deutlicher:

"Die POLIZEI wird auch in Zukunft gegen dieses Deliktsphänomen
verstärkt
vorgehen. Insbesondere die Betreiber der Plantagen bzw. der sog.
Grow-Shops, die eindeutig gewinnorientiert agieren, sind Ziel der
polizeilichen Ermittlungen. Ihnen drohen empfindliche Haftstrafen ohne
Bewährung."

Und die Märkische Oderzeitung schreibt:

... "Dennoch haben die Utensilien für die Staatsanwaltschaft eine
immense Bedeutung. Sie könnten die Grundlage für ein bundesweites
Pilotverfahren werden. Darin wollen die Ermittler erstmals klären
lassen, ab welchem Zeitpunkt der Verkauf von Zubehör für den Anbau von
Cannabis inklusive einer fachmännischen Beratung strafbar ist. Das
Fundament für das Verfahren legten die Ermittler am Montag bei der
bundesweiten Razzia. "...

Damit wird möglicherweise ein Konsens aufgekündigt, der bisher die
herrschende juristische Meinung zu dem Thema bestimmt hat: Growshops,
auch solche, die sich eindeutig in der Hanfszene bewegen und
Anbauliteratur anbieten, sind legal, solange sie nicht konkret zum
illegalen Hanfanbau beraten. Ein Growshop-Betreiber schreibt:

„Die Catweazel-Sache ist ein Präzedenzfall. Die wollen sicher
rausfinden, ob wir uns schlachten lassen wie die Lämmer oder ob wir uns

wehren. Die Branche muss geschlossen und vehement juristisch und
öffentlich dagegen vorgehen. Mit Großrazzien wurde bisher gegen
islamische Terroristen oder Kinderpornoringe vorgegangen. wenn
Blumentöpfe und Lampen verkaufen aus Staatsanwaltsicht in die gleiche
Kategorie fallen, müssen wir auf die Barrikaden.“

Die Geschichte könnte tatsächlich weit reichende Folgen für andere
Growshops haben, allerdings vermutlich erst, wenn es zu den
juristischen
Fragen im vorliegenden Fall grundsätzliche Entscheidungen gibt.
Growshop-Besitzer, die nicht in illegale Aktivitäten verstrickt sind,
müssen also wahrscheinlich nicht gleich damit rechnen, sich allein
wegen
ihres Sortiments strafbar zu machen.

Bedeutung für Kunden

Was ist aber mit den Kunden, die online bestellt haben und nichts von
den Vorwürfen gegen den Shop wussten? Sie haben lediglich legale Waren
im Internet bestellt. Reicht das tatsächlich aus, um ausgeforscht und
mit einer Hausdurchsuchung drangsaliert zu werden? Bisher jedenfalls
nicht. Zumindest hat es noch nie eine derartige systematische Aktion
gegen Kunden von Growshops gegeben. Deshalb haben diese Verfahren eine
grundlegende Bedeutung, sie sind ein Testballon der Behörden. Lassen
sich Betroffene und Gerichte solche fragwürdigen Hausdurchsuchungen
gefallen? Wenn das Vorgehen bei dieser Massenrazzia juristisch nicht in

Frage gestellt wird, dürfte das tatsächlich die erste Schlacht im Krieg

gegen Grower gewesen sein.

Auf den ersten Blick ist es kaum fassbar, dass es tatsächlich möglich
sein soll, Razzien bei Leuten zu veranstalten, die Lampen oder Dünger
im
Internet gekauft haben. Das führt drastisch vor Augen, wie weit Schily
und Schäuble den Überwachungsapparat des Staates mittlerweile getrieben

haben. Es geht nicht mehr um einen theoretischen Maßnahmenkatalog gegen

Terroristen, sondern um praktisch erfahrbare Überwachung für jedermann.

Stasi 2.0.

Auf der anderen Seite sagen einige Juristen, dass der Verdacht auf
illegalen Hanfanbau tatsächlich nahe liegend ist, wenn jemand in einem
Growshop – besonders im vorliegenden Fall Catweazel – umfangreiches
Anbauzubehör ordert.

Darauf kommt es letztendlich an: wie stichhaltig ist der Verdacht,
reicht er aus, um eine drastische Ermittlungsmaßnahme zu rechtfertigen
(Verhältnismäßigkeit)? Bei Leuten, die Kleinigkeiten wie Blumentöpfe
oder Ventilatoren bestellt haben, werden die Richter hoffentlich
ziemlich schnell und entschieden gegen die Aachener
Durchsuchungsbeschlüsse urteilen. Zweifel an der Rechtmäßigkeit der
Aktion sind aber auch grundsätzlich angebracht. Immerhin haben 2/3 der
Durchsuchungen nichts ergeben, der Verdacht war also in den meisten
Fällen nicht stichhaltig. Mit der Beschlagnahmung einer Growbox, in der

sich ausschließlich Küchenkräuter befanden, hat die Polizei sogar
selbst
offiziell bewiesen, dass das Zubehör nicht nur für Hanfanbau genutzt
wird.

Es steht uns also eine Zeit zäher und langwieriger juristischer
Auseinandersetzungen bevor, die möglicherweise keine klaren Ergebnisse
bringen werden.

Politische Dimension

Über all die juristischen Aspekte hinaus, sollte die politische
Dimension nicht vergessen werden. Hanfanbau ist „In“, immer mehr Kiffer

bekommen einen grünen Daumen. Und das ist auch kein Wunder. Seit
einiger
Zeit ist ein Großteil der Hanfblüten auf dem Schwarzmarkt mit
Streckmitteln verseucht. Erst vor kurzem sind Lieferanten aus Venlo
aufgeflogen, die 200 Kilo Gras mit Fischfutter gestreckt hatten.
Besonders dramatisch sind die über 100 Fälle von Bleivergiftungen in
Leipzig, die auf gestrecktes Gras zurückzuführen sind. Da Blei und
andere Zusätze im Gras kaum zu erkennen sind, ist der Eigenanbau für
viele Konsumenten die einzige Möglichkeit, sich vor gefährlichem
Schwarzmarkt-Dreck zu schützen. Außerdem entziehen die Hanfgärtner dem
illegalen Markt Umsatz. Wenn die Polizei solche Kleinstbauern massiv
verfolgt, stärkt sie damit gleichzeitig die großen Fische im Geschäft,
die sie angeblich in erster Linie bekämpfen will.

Die Politik sollte endlich begreifen, dass es eine rundum sinnvolle
Maßnahme wäre, wenigstens den Anbau einiger Pflanzen zur
Selbstversorgung zu entkriminalisieren.

Dafür setzt sich der Deutsche Hanf Verband ein.
Bist du dabei?
www.hanfverband.de

Georg Wurth


2. Polizei beschlagnahmte im Dezember 07 Daten von www.drogen-forum.com

Offenbar ist der Growshop „Catweazel“ nicht der einzige Fall, bei dem
Fahnder in letzter Zeit internetbezogene Daten beschlagnahmt haben.

==========
Indymedia, 21.12.2007 17:46
http://de.indymedia.org/2007/12/203329.shtml

www.drogen-forum.com Server beschlagnahmt

User Die Polizei hat nichts zu verschenken
Die Polizei beschenkt sich zu Weinachten selbst mit den Servern des
www.drogen-forum.com

Um ca. 14 Uhr 20. Dezember ging das www.drogen-forum.com down. Heute am

21. Dezember um ca. 17:00 Uhr sind nurnoch folgende Zeilen zu lesen:

"Das drogen-forum.com verabschiedet sich aus dem Internet und dankt
allen Usern, Spendern, Partnern und Freunden fuer den jahrelangen
Support.
Leider ist aufgrund diverser Vorkommnisse ein weiterer Betrieb aus
Sicht
des Betreibers nicht sinnvoll.
In diesem Sinne alles Gute,
Rob - ex-Admin"

Klar ist, dass die Betreiber von www.drogen-forum.com schon früher
Probleme mit den Behören hatten, aber nun erstmal Schluss ist. Die
informell umfangreiche Domain, die neben an Perfektionismus
herranreichende Drogen-Beratung, auch als Portal für alles rund ums
Internet und was die über 1000 User so beschäftigt, ist down und die
Server beschlagnahmt.
Das damit für die Polizei auch alle internen Mails zu lesen sind, reiht

sich für Schäuble&CO in die willkommende Liste der kommenden
Repressionsgesetze.

Eine Alternative zu www.drogen-forum.com ist sicherlich in Planung. Wir

haben keine Angst vor freiem Meinungsaustausch und Vernetzung, wir
fordern diese als Demokratie ein!

=
Richtigstellung
df_member 03.01.2008 - 23:25

nach Aussage des ex Admins (Rob) wurden die Server nicht beschlagnahmt,

sondern lediglich die Festplatten gespiegelt, dem Admin, gegen den auch

kein Verfahren o.ä. läuft, ist so zumindest kein finanzieller Schaden
entstanden.


3. NRW will Cannabis-Konsum bekämpfen

==========
DERWESTEN, 07.02.2008
http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/2008/2/7/news-21863727/detail.
html

Jugendliche
Landesregierung will Cannabis-Konsum bekämpfen

Düsseldorf. Mit einem Sonderprogramm will die nordrhein-westfälische
Landesregierung Jugendliche auf die Gefahren der Droge Cannabis
aufmerksam machen.

Für die Kampagne würden in diesem Jahr 300 000 Euro ausgegeben, teilte
der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Landtag, Stefan
Romberg, am Donnerstag in Düsseldorf mit. «Cannabis ist die häufigste
illegal konsumierte Droge und liegt bei Jugendlichen und jungen
Erwachsenen leider sehr im Trend», sagte Romberg. Das von der
Landeskoordinierungsstelle Sucht künftig gestaltete Sonderprogramm
solle
es vor allem Kinder ermöglichen, frühzeitig die Gefahren dieser Droge
kennenzulernen.

«Die meisten Kinder und Jugendlichen wissen nämlich gar nicht, wie
gefährlich Cannabis ist», betonte Romberg. Diese Sorglosigkeit zeige
sich daran, dass die Zahl junger Erwachsener bis 24 Jahre mit
Cannabis-Erfahrungen in den vergangenen Jahren stark zugenommen habe.
Ihr Anteil sei zwischen 1980 und 2003 von 14,4 Prozent auf 42,7 Prozent

angewachsen. Cannabis gilt als typische Einstiegsdroge. (dpa)



4. DHV-Analyse zur Hamburgwahl 2008

==========
Hamburgwahl 2008 - Grüne Stimmen für die CDU?
Meldung des DHV vom 15. 02. 2008
http://hanfverband.de/aktuell/meldung_1203083778.html

Am 24.02.2008 sind die Hamburger aufgerufen, eine neue Bürgerschaft zu
wählen. Um die Entscheidung bei mehr als 900 Kandidaten aus 14 Parteien

zu erleichtern, hat der DHV die Arbeit des Ersten Bürgermeisters Ole
von
Beust (CDU) und die Programme der aussichtsreichen Parteien genauer
unter die Lupe genommen und gibt eine drogenpolitische Wahlempfehlung.
Die beste Wahl für Cannabiskonsumenten sind demnach die Grünen, die in
Hamburg unter dem Kürzel GAL antreten.

Wahlkämpfe sind eine gute Zeit, um die Politik der Regierenden Revue
passieren zu lassen, die Ziele der Parteien zu bewerten und einen
Ausblick in die Zukunft zu wagen. Große Städte, wie die Hansestadt
Hamburg, gelten als Brennpunkte gesellschaftlicher Entwicklungen und
geben die Möglichkeit, soziale Probleme und die Ideen der Politik zu
deren Lösung wie unter einer Lupe zu betrachten. Was liegt da näher als

den Wahlkampf in Hamburg zu nutzen, um den Parteien in die Karten zu
sehen.
Der Deutsche Hanf Verband hat genau das getan und dabei besonders auf
die drogenpolitischen Ziele der Parteien geachtet.

Informationen nicht nur für Cannabiskonsumenten
Wer spricht sich für eine Legalisierung von Cannabis aus, ist aber
längst nicht die einzige Frage, die der DHV in seiner Wahlempfehlung
zur
Bürgerschaftswahl 2008 in Hamburg behandelt.
Die Auswirkungen des neuen Hamburger Polizeigesetzes (SOG) auf das
Leben
von Betäubungsmittelkonsumenten und die Einbeziehung möglicher
Koalitionen in die Wahlempfehlung machen die vordergründig an Kiffer
gerichteten Informationen auch für Nichtkonsumenten interessant.
Immerhin verrät die Drogenpolitik "Grundsätzliches darüber, ob eine
Partei den Bürger eher als selbstbestimmtes Individuum sieht oder als
lenkbares Schaf", wie es in der Einleitung heißt.

GAL vorn trotz Angst vor Schwarz-Grüner Koalition
Am Ende schneiden wenig überraschend die Grünen am besten ab. Gelten
sie
doch nicht erst seit Hans-Christian Ströbeles "Gebt das Hanf frei" als
Cannabisfreunde. Ganz ohne Bauchschmerzen kann der DHV sie aber nicht
empfehlen. Zu groß scheint ihm das Risiko, dass die GAL ihre Ziele
zugunsten einer Schwarz-Grünen Regierung über Bord wirft.

Manch Wahlbeobachter fühlt sich in diesen Tagen schon an die Zeit vor
der Bundestagswahl 1998 erinnert. Damals hatten die Grünen mit der
Forderung "Entkriminalisierung von Cannabis" viele Wähler für sich
gewonnen. In den Koalitionsverhandlungen mit der Schröder-SPD war
freilich von einer Legalisierung nicht mehr die Rede.

Die Erinnerung an die gebrochenen Wahlversprechen jener Tage erklärt
die
Skepsis, mit der viele Cannabiskonsumenten den Grünen bis heute
gegenüberstehen.

Linke wählen bringt hessische Verhältnisse
Wem bei dem Gedanken an eine Schwarz-Grüne Mehrheit der Angstschweiß
ausbricht, dem schlägt der DHV die Linken als Alternative für den
Wahltag vor. Nach Hessen und Niedersachsen will die Linke auch in
Hamburg auf Anhieb den Einzug in das Parlament schaffen und bietet sich

den mit bürgerlichen Parteien Unzufriedenen als konsequent
anti-prohibitionistische Alternative an.
Zwar bezweifelt nicht nur der DHV, ob eine Umsetzung der weitgehenden
Forderungen überhaupt möglich ist, zumindest können sich Links-Wähler
sicher sein, dass ihre Stimme Bewegung in die politischen Lager bringt.

Ein Wahlerfolg der Linken in Hamburg könnte so auch Ausdruck der
Schadenfreude über die Ratlosigkeit im hessischen Koalitionspoker sein.

Mehr Informationen rund um die Hamburgwahl auch unter
http://hanfverband.de/themen/landtagswahlen_hamburg_2008.html

==========

Bürgerschaftswahlen in Hamburg 2008
http://hanfverband.de/themen/landtagswahlen_hamburg_2008.html

(…)
Zusammenfassung und Wahlempfehlung

Die drogenpolitischen Unterschiede zwischen den Hamburger Parteien sind

zum Teil erheblich. Die Palette reicht von der Legalisierung aller
Drogen bis zu Versuchen, den Konsum von Tabak und Alkohol in der
Öffentlichkeit zu verbieten. Insgesamt bietet die Grün-Alternative
Liste
die beste Mischung aus liberalen Zielen und realen Chancen diese
umzusetzen.

1. Grün-Alternative Liste (GAL) | Bündnis 90/ Die Grünen
Die Grünen vertreten sehr liberale Positionen in der
Drogenpolitik. Sie haben erkannt, dass den Problemen rund um Sucht und
den Konsum von Rauschmitteln nicht mit dem Strafrecht begegnet werden
kann. Einziger Wermutstropfen ist die ungelöste Frage eines möglichen
Bündnisses mit der CDU. Es ist kaum zu erwarten, dass die GAL alle
Positionen ihrer fortschrittlichen Drogenpolitik bei
Koalitionsverhandlungen gegen die Konservativen durchsetzen könnte.

2. Die Linke
Die Linke setzt in ihrem drogenpolitischen Programm konsequent
auf die Überzeugung "Hilfe statt Strafe". Sie will die Probleme der
Gesellschaft mit Drogen durch eine weitgehende Legalisierung minimieren

und fordert die "Abschaffung der Prohibition". Leider ist nicht zu
erwarten, dass sie ihre konsequent liberal-antiprohibitionistischen
Positionen aus der Oppositionsbank Wirklichkeit werden lassen kann.

3. CDU
Mit ihrer Fixierung auf die Polizei, als beinahe einzig Erfolg
versprechendes Werkzeug zur Reduzierung des Drogenkonsums, und
angesichts der durch die amtierende CDU-Regierung erfolgten Reduzierung

der Geringen Menge sind die Christdemokraten für drogenpolitisch
Interessierte kaum wählbar.
In der Frage der ******abgabe zeigt sich die Hamburger CDU
jedoch
von einer anderen Seite und kämpft auch gegen die eigene Bundesspitze
für eine Überführung des Modellversuchs in die gesetzliche
Regelversorgung.

4. FDP
Die FDP in Hamburg steht drogenpolitisch auf einer Stufe mit der

CDU. Sie sieht Drogenkonsum einseitig als Gesundheitsgefahr und
propagiert die "Freiheit von Drogen". Gelingt ihr der Einzug in die
Bürgerschaft, will sie die CDU zu einer Rücknahme der strengen
Nichtraucherschutzgesetze bewegen.

5. SPD
Die SPD hat die Oppositionszeit nicht genutzt, um eine
eigenständige Drogenpolitik zu erarbeiten. Sie beschränkt sich darauf,
die Fortführung "funktionierender" Maßnahmen zur Suchtreduzierung in
Aussicht zu stellen. Wo sie Alternativen zur CDU-Politik vorschlägt,
sind diese oft noch repressiver als das "Original". Wer dennoch SPD
wählt, muss deshalb darauf hoffen, dass es den Koalitionspartnern
gelingt, die gemeinsame Drogenpolitik zu prägen.


5. Konferenz in Frankfurt: Neue Thesen zur Drogenpolitik

Die Stadt Frankfurt ist seit längerem bekannt für fortschrittliche Wege

in der Drogenpolitik. Die Stadt hat sowohl mit Drogenkonsumräumen als
auch mit der ******vergabe gute Erfahrungen gemacht. Im Februar lud die

Stadt zu einem „Kongress zu einer integrierten Drogenpolitik und
Drogenarbeit“ ein, auf dem die Vorstellungen von einer modernen
Drogenpolitik aktualisiert werden sollten. Die Reihen der Referenten
waren hochkarätig besetzt und etliche von ihnen forderten ein Ende der
Drogenprohibition.

aXXL
29.03.2008, 13:22
III.


Echo Online, 29.02.08
http://www.echo-online.de/suedhessen/template_detail.php3?id=579829

Frankfurt. Konferenz über Drogenpolitik

Rund 200 Experten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den
Niederlanden suchen seit Donnerstag in Frankfurt nach neuen Wegen in
der
Drogenpolitik. Es geht um globalen Drogenhandel, integrierte
Drogenpolitik und neue Wege in Therapie und Prävention. Heute sollen
die
Ergebnisse vorgestellt werden. Das Spektrum der Teilnehmer reicht von
Politik über Justiz und Wissenschaft bis zu Drogenhilfe und
Hanfverband.

==========
Frankfurter Neue Presse, 01.03.2008
http://www.rhein-main.net/sixcms/list.php?page=fnp2_news_article&id=4359127

Neue Thesen zur Drogenpolitik

Frankfurt. Neuen Schwung in die Diskussion um die Drogenpolitik von
Städten und Gemeinden sollen die "Frankfurter Thesen" bringen, die
gestern auf dem " Kongress zu einer integrierten Drogenpolitik und
Drogenarbeit" von Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann (Grüne)
vorgestellt wurden.

(…) Deutlich wurde in den Referaten, dass die Frankfurt Drogenpolitik
eine Sonderstellung einnimmt. Denn schon 1988 seien Forderungen
umgesetzt worden, die bis heute Bestand haben. Allen voran die enge
Zusammenarbeit zwischen Drogenhilfeeinrichtungen und Polizei. "Wir
haben
in Frankfurt als erste diese Zusammenarbeit gesucht, weil wir mit der
Zahl von rund eintausend Süchtigen nicht fertig geworden sind,"
erinnerte Peter Frerichs, heute Polizeipräsident von Wiesbaden, der
1988
die Montagsrunde mit allen Beteiligten mit ins Leben rief.

Auf neue Herausforderungen an die Politik angesichts neuer und leichter

verfügbarer Drogen verwies Dezernentin Rottmann. "Auch wenn das
öffentliche Interesse nachgelassen hat. Das Problem besteht weiterhin,"

so die Politikerin. Die aktuelle Drogenarbeit müsse sich "an einem
Menschenbild orientieren, das einer pluralistischen Gesellschaft
angemessen ist." Was angemessen wäre, scheint nicht eindeutig. So
kritisierte Günter Amendt "einen Trend zu immer mehr Verboten" fest,
den
er mit der einer "aggressiven Kampagne" gegen Raucher belegte, die sich

aus dem Schutz der Nichtraucher entwickelt habe. Er schimpfte auch über

das Verbot von Cannabis, das seiner Meinung nach "nicht zu
rechtfertigen" sei.

Cornelius Nestler von der Universität Köln wagte sogar die
aufrührerische These, dass die Drogen-Verbote zu viele Ressourcen bei
Polizei und Staatsanwaltschaft binden, die bei einem legalisierten
Drogenkonsum für andere Aufgaben eingesetzt werden könnten. Dem
widersprach Frerichs vehement und erklärte, dass nur solche
Drogendelikte an die Staatsanwaltschaft gingen, die im Zusammenhang mit

Delikten wie Raub, Diebstahl oder Einbruch verfolgt werden müssten.

Rottmann wollte die Verbotsdebatte nicht führen. Die Frankfurter Zahlen

zeigten, dass die Hälfte aller Jugendlichen Cannabis schon einmal
ausprobiert habe. Sie interessiere es nicht, ob es verboten sei oder
nicht. Da nahezu jeder Zugang zu dieser Droge finden könne, folgerte
Rottmann, "müssen wir die Jugendlichen dazu befähigen, mit den Drogen
umzugehen. Die Debatte, ob Verbote oder nicht, hilft da nicht weiter."

In den "Frankfurter Thesen" wird deshalb darauf hingewiesen, dass "die
Grenzen zwischen legalen, ,halblegalen' und illegalen Drogen immer mehr

verschwimmen". Der Mischkonsum von legalen und illegalen Substanzen
gehöre längst zum Alltag vieler Jugendlicher. (wyg)

==========
Ad Hoc News, 01.03.08
http://www.ad-hoc-news.de/Aktuelle-Nachrichten/de/15723380/(Feature)+Der+dro
genmuendige+Buerger+Suchttherapie


Der drogenmündige Bürger

Der drogenmündige Bürger - Suchttherapie setzt auch in Frankfurt nicht
mehr nur auf Abstinenz - Experten fordern neue Drogendiskussion
--Von ddp-Korrespondent Stefan Höhle—

(…) Psychiater Zokai war auch auf einem am Freitag vom Frankfurter
Drogenreferat veranstalteten internationalen Treffen für
Suchthilfeexperten. Die Fachleute diskutierten auf dem Kongress über
die
sogenannte «Drogenkompetenz». Das Gegenstück zu Sucht und exzessivem
Konsum ist heute nach Ansicht vieler Fachleute nicht mehr die
Abstinenz,
sondern die Kontrolle. «Niemand lebt drogenfrei», konstatiert Zokai.
«Aber die meisten können mit Drogen umgehen.»

Was zahllosen Menschen gelingt - Genuss und Kontrolle -, müssen zum
Beispiel Jugendliche als Kompetenz erst erwerben. Das fällt heute nicht

immer leicht, da die Grenzen zwischen legalen, halblegalen und
illegalen
Drogen immer mehr verschwimmen. «Mischkonsum gehört zum Alltag vieler
Jugendlicher», bestätigt die Leiterin des Frankfurter Drogenreferats,
Regina Ernst.

Ein übergeordnetes Ziel sollte daher sein, Risikokompetenz zu
vermitteln, fordert die Drogenreferatsleiterin. Jugendliche könnten
dabei unterstützt werden, zu lernen, mit Ort und Zeit ihres
Drogenkonsums umzugehen und Konsumpausen einzuhalten. Ohne eine
gesellschaftliche Diskussion darüber, sei das aber unmöglich. In einer
Erklärung riefen die Kongressteilnehmer in Frankfurt daher zu einem
«Wiedereinstieg in die gesellschaftliche Drogendiskussion» auf.

Wenn Suchtexperten heute den «drogenmündigen Bürger» fordern, klingt es

vielen fremd in den Ohren. So fremd wie vor Jahren noch eine
«kontrollierte ******vergabe».

ddp/hos/uge


6. Bundesförderung für ******-Therapie läuft aus

Es wird eng für die ******verschreibung. Wegen des Widerstands der
CDU/CSU-Fraktion im Bundestag konnte sich dieser immer noch nicht auf
eine gesetzliche Grundlage einigen, obwohl das Modellprojekt
erfolgreich
abgeschlossen wurde und eine politische Mehrheit in Bundesrat und
Bundestag vorhanden ist.
Nun läuft die finanzielle Förderung des Bundes für das Projekt aus. Das

bedeutet zwar noch kein Ende der ******verschreibung in den betroffenen

Städten, aber eine politische Lösung des Problems ist auch nicht
absehbar.

==========
Frankfurter Rundschau, 21.02.08
http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/?sid=c3ff
894cbd0403e18fae0c13625bd4ee&em_cnt=1292340


Schwerstabhängige
Bundesförderung für ******-Therapie läuft aus

Berlin/Frankfurt (dpa/lhe) - Der Bund zieht sich Ende Februar aus der
Finanzierung der ******-Therapie für Schwerstabhängige zurück. Davon
betroffen ist auch die Frankfurter ******-Ambulanz, in der zur Zeit 85
Süchtige betreut werden. Folgen für sie soll es nicht geben. Der Bund
könne in diesem Bereich ohne Gesetzesänderung nicht länger tätig sein,
sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD),
in Berlin. Eine Gesetzesänderung werde aber von der Union "blockiert".

Bätzing betonte, für die Patienten ändere sich nichts: Die Behandlung
mit dem synthetisch hergestellten ******-Ersatz Diamorphin könne über
Ausnahmegenehmigungen fortgesetzt werden. Die acht Projekt-Städte
müssten aber die Kosten alleine tragen. "Die Finanzierung des Bundes
läuft aus." Zwischen 2002 und 2007 habe der Bund dafür knapp 16
Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

In einem bundesweiten Modellversuch war die Wirksamkeit des
synthetischen ******s im Vergleich zur Ersatzdroge Methadon getestet
und
belegt worden. Die CDU hatte sich aber auf Bundesebene dem Vorhaben
widersetzt, ****** als Medikament zuzulassen und auf Rezept an
Schwerstabhängige auszugeben. Die Frankfurter Einrichtung arbeitet
seither mit einer Ausnahmegenehmigung.

Für die Frankfurter Ambulanz habe die Streichung des Bundeszuschusses
keine direkten Folgen, erklärte ein Sprecher der Gesundheitsdezernentin

Manuela Rottmann (Grüne) auf Anfrage. Es sei aber ein
besorgniserregendes politisches Signal. Die Stadt habe die Mittel für
die ******vergabe im Haushalt ohne Bundeszuschuss eingeplant. Dieser
habe in der Vergangenheit ohnehin geschwankt, so dass keine genaue
Summe
der entgangenen Förderung genannt werden könne. Über fünf Jahre hinweg
seien vom Bund 1,2 Millionen Euro geflossen. Die jährlichen Kosten des
******projekts bezifferte der Sprecher auf 1,7 Millionen Euro pro Jahr.

Das Land Hessen habe signalisiert, seinen jährlichen Zuschuss von
200000
Euro beibehalten zu wollen.

Die Grünen in Berlin kritisierten den Rückzug des Bundes als
"Wortbruch". Sie warfen der Union "Blockade", der SPD-Spitze
"Desinteresse" vor. Mit dem Wegfall der Bundesförderung sei die
Weiterführung der ******behandlung gefährdet.

==========
Pressemitteilung der Bundesdrogenbeauftragten Sabine Bätzing
25. Februar 2008
http://www.bmg.bund.de/cln_041/nn_600172/DE/Presse/Pressemitteilungen/Presse
-Drogenbeauftragte/pm-25-2-08,param=.html


Diamorphinbehandlung weiterhin möglich
Vorwürfe der Grünen sind falsch

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, stellt
angesichts der aktuellen Vorwürfe klar: „Die Diamorphinbehandlung kann
in den bestehenden Ambulanzen in Bonn, Frankfurt, Hamburg, Hannover,
Karlsruhe, Köln und München unverändert fortgeführt werden. Für die
Patienten ändert sich nichts. Kursierende Meldungen, die das Ende der
Diamorphinbehandlung an die Wand malen, sind irreführend. Ich trete
unverändert dafür ein, dass der Gesetzentwurf des Bundesrates möglichst

bald durch den Bundestag verabschiedet wird. Der von den Grünen
erhobene
Vorwurf des Wortbruchs von SPD und CDU ist deshalb schlicht falsch.“

Die rechtliche Grundlage für die Fortführung ist die Ausnahmeregelung
nach § 3 Abs. 2 Betäubungsmittelgesetz. Eine Genehmigung der
Diamorphinbehandlung auf dieser Basis haben alle sieben Standorte
erhalten. Für Hamburg und München läuft die Frist bis Mitte 2008, für
alle anderen Städte bis Mitte 2010. Frankfurt, Karlsruhe und Köln
können
aufgrund ihres Antrags auch neue Patientinnen und Patienten in die
Behandlung aufnehmen; die anderen Standorte hatten auf diese
Erweiterungsmöglichkeit im Antrag verzichtet.

Die Bundesregierung hat das ******modellprojekt und die bisherige
Fortführung der Diamorphinbehandlung mit über 15 Millionen Euro
gefördert. Eine weitere Bezuschussung der Behandlung aus Bundesmitteln
ist nicht möglich, da alle Forschungsfragen beantwortet sind. Gemessen
an den gesamten Behandlungskosten ist der Anteil der Bundesförderung
für
die laufende Behandlung vergleichsweise gering; für die finanzielle
Absicherung der Behandlung spielen diese Beträge keine entscheidende
Rolle. Sabine Bätzing: „Die Fortführung der Diamorphinbehandlung liegt
mir unverändert am Herzen. Deshalb unterstütze ich die geplante
Förderung der Qualitätssicherung der weiteren Diamorphinbehandlung
durch
das Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität
Hamburg
aus Mitteln des Bundesministeriums für Gesundheit.“


7. Salvia Divinorum (Zaubersalbei) jetzt verboten

Nachdem das Bundeskabinett am 23.01.08 die 21. Verordnung zur Änderung
betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften (21. BtMÄndV) beschlossen
hatte, hat Mitte Februar auch der Bundesrat nachgezogen. Damit hat
diese
Verordnung nun Gültigkeit. Darin ist auch enthalten, dass Salvia
Divinorum, so genannter Zaubersalbei, der Anlage 1 des BtMG hinzugefügt

wurde und damit vollständig verboten ist.

Als starkes pflanzliches Halluzinogen erfreute sich die Droge in
letzter
Zeit wachsender Beliebtheit. Trotz der starken Wirkung scheint die
Substanz nicht besonders gefährlich zu sein. Die Bundesregierung musste

in ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen zugeben, dass ihr
weder Zahlen zur Verbreitung der Droge, noch zu Schadensfällen bzw.
gesundheitlichen Problemen, noch zu einer möglichen Abhängigkeit
Informationen oder Fallbeispiele vorliegen. Dabei sollten genau das
nach
§ 1 BtMG die Kriterien sein, nach denen sich ein Verbot zu richten hat.

Gleichzeitig wurde mit derselben Verordnung der Stoff Modafinil aus der

Anlage 1 herausgenommen und damit verschreibungsfähig gemacht. Es
handelt sich dabei um einen so genannten „neuro-enhancer“, eine
Konzentrationsdroge der Pharmaindustrie, die in den USA bereits
millionenfach Verwendung findet und nun auch den deutschen Markt
erobern
soll.

s. zu Salvia D.:

Verbot von Zaubersalbei ist ein gefährlicher Irrweg
Meldung des DHV vom 07. 08. 2007
http://hanfverband.de/aktuell/meldung_1186485808.html


8. Bundesregierung: 1,5 Millionen Menschen sind abhängig von
Medikamenten

==========
Deutscher Bundestag
hib - heute im bundestag Nr. 035, 08.02.2008
http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2008/2008_035/02.html

Bundesregierung: 1,5 Millionen Menschen sind abhängig von Medikamenten

Gesundheit/Antwort
Berlin: (hib/MAP) Nach Angaben der Bundesregierung schätzt die Deutsche

Hauptstelle für Suchtgefahren die Zahl der Medikamentenabhängigen auf
1,4 bis 1,5 Millionen. Der Abhängigkeit liege ein komplexes
Ursachengeflecht zugrunde, heißt es in der Antwort der Bundesregierung
(16/7973) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion von Bündnis 90/Die
Grünen
(16/7813). Da der größte Teil der Präparate mit Suchtpotenzial
verschreibungspflichtig sei, komme insbesondere den Ärzten eine große
Verantwortung zu. Die volkswirtschaftlichen Folgekosten der
Medikamentenabhängigkeit liegen nach Auskunft der Bundesregierung
derzeit bei schätzungsweise 14 Milliarden Euro jährlich, so die
Bundesregierung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung
fördere
wissenschaftliche Projekte zur Suchtforschung bereits seit 1991. Im
Programm der Bundesregierung "Gesundheitsforschung: Forschung für den
Menschen" würden zurzeit vier Suchtforschungsverbünde mit etwa 26
Millionen Euro gefördert.


9. Gastwirte vor Gericht: erster Erfolg gegen Raucher-Gesetze

In etlichen Bundesländern klagen Gastwirte gegen die strikten
Anti-Raucher-Gesetze, vor allem wenn sie eine Ein-Raum-Gaststätte
betreiben, in denen meist gar nicht mehr geraucht werden darf. Nun hat
das Landesverfassungsgericht von Rheinland-Pfalz diese Regelung bis zur

Entscheidung im Hauptverfahren ausgesetzt.

==========
Spiegel-online, 12. Februar 2008
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,534678,00.html

NIKOTIN-DEBATTE
Gericht stoppt absolutes Rauchverbot in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz darf in kleinen Kneipen auch nach Inkrafttreten des
Rauchverbotes weiter geraucht werden. Nach einem Urteil des
Landesverfassungsgerichts in Koblenz sind Gaststätten mit nur einem
Schankraum vom Nichtraucherschutzgesetz ausgenommen.

Koblenz - In Mini-Kneipen, die keinen zweiten Raum für die Raucher
abtrennen können, darf nun vorerst weiter geraucht werden. Das
entschieden die Richter am Verfassungsgericht des Landes
Rheinland-Pfalz. Damit gaben sie der Klage von fünf Kneipenbetreibern
nach, die sich in ihrer Existenz bedroht sehen.

Das Rauchverbot beeinträchtige sie tendenziell stärker als die Besitzer

von Gaststätten, die Raucherräume einrichten könnten, erklärten die
Richter. Ob diese "wirtschaftlich voraussichtlich gravierende
Ungleichbehandlung" gerechtfertigt sei, will das Gericht im
Hauptsacheverfahren klären.

Die Argumentation der Kläger sei nachvollziehbar, erklärten die
Richter.
Die Schonfrist gilt zumindest, bis das Gericht die Frage grundsätzlich
in einem Hauptverfahren geklärt hat. Die Gastwirte müssen aber am
Eingang deutlich sichtbar auf eine Raucherlaubnis hinweisen.

Dagegen lehnten die Koblenzer Richter den Antrag eines Rauchers, das
Inkrafttreten des Gesetzes zu verschieben, ab. Der Mann sieht durch das

Rauchverbot sein Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit
verletzt.
Für ihn seien aber im Gegensatz zu den Gastronomen keine besonders
schweren Nachteile, die möglicherweise nicht wieder gut zu machen
seien,
zu erwarten, erklärten die Richter.

Grundsätzlich kann das Gesetz zum Rauchverbot in Rheinland-Pfalz damit
wie vorgesehen am Freitag in Kraft treten. Das neue Gesetz sieht unter
anderem vor, dass in Gaststätten nur noch in abgetrennten Räumen
geraucht werden darf, die nicht größer als der Hauptgastraum sind.

Bislang wurden bei den Landesverfassungsgerichten siebzehn Klagen gegen

die Nichtraucherschutzgesetze eingereicht, wie eine Umfrage der
Deutschen Presse-Agentur ergeben hatte.

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hatte im Januar erstmals
einen
Eilantrag eines Rauchers abgelehnt, der gegen das hessische Rauchverbot

klagt. Dem Kläger würden keine Nachteile entstehen, wenn er auf das
Hauptverfahren warten müsse, lautete die Begründung. Der hessische
Staatsgerichtshof lehnte eine Klage von zwölf Kneipenbesitzern ab, weil

sie keine Nachteile durch das Gesetz belegen konnten.

Ein Rauchverbot in Kneipen und Restaurants gilt bisher in zwölf
Bundesländern. Wie in Rheinland-Pfalz tritt am Freitag auch im Saarland

ein Nichtraucherschutzgesetz in Kraft. In Thüringen und
Nordrhein-Westfalen haben Raucher noch bis zum Juli Zeit.
flo/ler/dpa


10. Zahl der Zigarettenautomaten sinkt, Spielbanken verlieren Umsatz
durch Rauchverbot

==========
netzeitung, 09. Feb 14:24
http://www.netzeitung.de/vermischtes/897678.html

Zigarettenautomaten werden immer weniger

Sie gehören zu einer aussterbenden Art: Zigarettenautomaten. Wegen der
Rauchverbote werden sie seltener. Auch Spielkasinos leiden unter der
Anti-Raucher-Stimmung.

Die Zahl der Zigarettenautomaten in Deutschland ist im vergangenen Jahr

um 50.000 auf 450.000 gesunken. Das berichtet die «Bild»-Zeitung unter
Berufung auf den Bundesverband Deutscher Tabakwaren-Großhändler und
Automatenaufsteller.

Grund für die Reduzierung sei das veränderte Marktumfeld. Dazu gehöre
laut Verband der steigende Anteil unversteuerter Zigaretten, die
Einführung der Altersprüfung per Chipkarte an Automaten sowie weitere
Rauchverbote aufgrund des Nichtraucherschutzgesetzes.

Das Rauchverbot verhagelt auch den deutschen Kasinos die Bilanz. Wie
die
«Wirtschaftswoche» berichtet, mussten die staatlich konzessionierten
Spielbanken im Januar erhebliche Umsatzeinbußen verkraften. Demnach
sanken in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig- Holstein die
Spielerträge im Januar um 25 bis 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

In der Spielbank am Potsdamer Platz in Berlin seien es sogar rund 35
Prozent weniger gewesen. «Viele Raucher gehen früher oder kommen erst
gar nicht», sagte Rainer Chrubassik, Sprecher der Deutsche Spielbanken
Interessen- und Arbeitsgemeinschaft (Desia). Auch die Umsatzzahlen in
den privaten Spielhallen gingen zurück.

Sollte der Spielerstreik anhalten, bekommen das auch die Finanzminister

der Länder zu spüren. Nach Angaben der Desia brachten rund 8,9
Millionen
Besucher den deutschen Kasinos im vergangenen Jahr Bruttoerträge in
Höhe
von 923 Millionen Euro. Bei einer durchschnittlichen Abgabenlast von
etwa 80 Prozent wurden rund 740 Millionen Euro an die Länder
überwiesen.
Bei einem Rückgang von 20 Prozent müssten die Länder auf rund 150
Millionen Euro verzichten. (dpa)


11. illegaler Zigarettenhandel in Berlin

In dem Berliner Viertel, in dem sich das DHV-Büro befindet, ist der
illegale Zigarettenhandel die sichtbarste Drogenszene. Jeden Tag kommt
man an den Stehplätzen der Vietnamesen vorbei.

==========
Der Spiegel, 15. Februar 2008
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,534513,00.html

ILLEGALER ZIGARETTENHANDEL
Auf der Jagd nach "Jin Ling"
Von Gordon Repinski

Zigaretten werden teurer - der Schwarzhandel blüht. Zwischen den
tristen
Plattenbauten Ostberlins machen Schmuggler Rekordumsätze mit den
Glimmstängeln. Auch der Zoll verstärkt seinen Einsatz - mit seiner
"Mobilen Kontrollgruppe" macht er Jagd auf die Zigarettenmafia.

Berlin - Landsberger Allee, sechs Uhr morgens. Plattenbauten ragen hoch

über das "Allee Center". Ein grauer VW steht in einer hinteren Reihe
des
Parkplatzes. Plötzlich geht alles ganz schnell. Auf ein Zeichen
springen
drei Beamte der Zollfahndung aus dem Auto, laufen quer über den
Parkplatz, verfolgen einen jungen Mann. Die Gruppe jagt ihm hinterher,
in Richtung Park. Knallende Schritte, Schreie in einer fremden Sprache.

Kurze Zeit später kommt Zollbetriebsinspektor Peter Kluge* mit einer
blauen Sporttasche in der Hand zurück. Er atmet schwer, strahlt aber
über das ganze Gesicht: "Ein Volltreffer! Die Tasche ist voller
geschmuggelter Zigaretten!" Die Ausbeute allein in diesem Einsatz: 32
Stangen illegale Ware. Als Kluge und seine Kollegen näher kamen, ließ
der Täter die Tasche fallen.

Für die "Mobile Kontrollgruppe Zoll Berlin" ist der Parkplatz vor dem
"Allee Center" ein Brennpunkt im Kampf gegen den illegalen
Zigarettenhandel. Die Täter sind überwiegend Vietnamesen. Meist wurden
sie von Schleusern nach Deutschland gebracht. Sie sind unauffällig und
gut organisiert. In Banden haben sie sich die Stadt untereinander
aufgeteilt - mit den Straßenhändlern an der untersten Stelle im Gefüge
der Gauner.

Seit den Grenzöffnungen in Europa Anfang der neunziger Jahre boomt das
Geschäft mit den Zigaretten. "Die Vietnamesen haben damals den Markt
übernommen. Sie sahen so etwas wie eine Marktlücke in dem Geschäft",
erklärt Andreas Meyer, Pressesprecher der Berliner Finanzdirektion
Mitte.

Allein in Berlin haben die Schmuggler 300 Verkaufsstellen

Es ist noch immer eine Boombranche. Mehr als 300 Verkaufspunkte gibt es

mittlerweile in Berlin. Fast alle davon im Ostteil. "Je ärmer die
Stadteile sind, desto größer der Anteil der illegalen Zigaretten", weiß

Kluge zu berichten. "In Stadtteilen wie Marzahn oder Hellersdorf
schätzt
man, dass bis zu 40 Prozent der gerauchten Zigaretten aus dem illegalen

Handel stammen." Nach zehn Jahren Erfahrung in der Fahndung kennt der
Mann die Verkaufspunkte beinahe auswendig. Die Händler stehen an Parks,

vor Bahnhaltestellen, auf Supermarktparkplätzen. Kluge jagt aber nicht
nur die Täter. Er jagt vor allem "Jin Ling".

Auf den ersten Blick sieht sie aus wie eine Schachtel "Camel". Gelb,
halbrunder Schriftzug, ein Widder auf der Vorderseite statt eines
Kamels. "Jin Ling"-Zigaretten werden aus Russland in Nacht- und
Nebelaktionen über die Autobahnen Osteuropas nach Deutschland
geschmuggelt. In Russland kosten sie umgerechnet zwei Euro - pro
Stange.

Im Berliner Straßenhandel wird sie zum zehnfachen Preis angeboten - je
nach Standplatz für 18 bis 20 Euro. Die Gewinnspannen haben die
organisierte Kriminalität regelrecht umgekrempelt: "Das Geschäft ist so

lukrativ, dass ganze Banden vom Drogen- auf den Zigarettenhandel
umgestiegen sind", sagt Kluge. Auch weil das Risiko bedeutend geringer
ist: Für ein Kilo ****** wandert man in den Knast, bei Zigaretten eben
nicht.

Die Deutschen qualmen Milliarden illegaler Zigaretten

Und so wächst seit Jahren der Handel mit den Glimmstängeln. "Mit jeder
Tabaksteuererhöhung wird es mehr", beobachtet auch Kluges Kollege
Martin
Beckel*. Nach Angaben des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg sind
allein im ersten Halbjahr 2007 rund 49 Millionen illegal eingeführte
Zigaretten in den beiden Bundesländern beschlagnahmt worden. 11,5
Millionen mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Ähnlich die
Steigerung im Straßenhandel: "Alleine in Berlin haben wir in diesem
Zeitraum 1,3 Millionen Zigaretten sichergestellt, das sind 100.000 mehr

als im Vorjahr", sagt Pressesprecher Michael Kulus vom Hauptzollamt
Berlin.

Der mittlerweile aufgelöste "Verband der Cigarettenindustrie" (VdC)
schätzte 2005 das Volumen der illegal nach Deutschland gelangten
Zigaretten auf 11 Milliarden Stück. Demnach soll gerade in
Ostdeutschland jede dritte Zigarette illegal ins Land gelangt sein. Die

meisten Bemühungen von Zoll und Polizei sind nur ein Tropfen auf den
heißen Stein. "Um dem Treiben den Garaus zu machen, bräuchte man allein

in Berlin jeden Tag Hunderte von Beamten, die sonst nichts anderes
machen", erklärt Andreas Meyer.

Vor einem Plus-Markt in Marzahn finden die Zollbeamten einige der
aufwendigen Verstecke in unmittelbarer Nähe der Verkaufspunkte. Wie
hier
in Marzahn lagern die Zigaretten oftmals unter der Erde. Um sie zu
finden, geht Kluge mit seiner "Tabaksonde" zu Werk, einem großen
Schraubenzieher, mit dem er nach möglichen Verstecken stochert.

Schnell findet er auch hier eine kleine Schlaufe unter Laub, die in
einen Betondeckel eingelassen ist. Darunter befindet sich ein
abgesägtes
Wasserrohr in der Erde. Genau 2 Stangen Zigaretten passen in einen
solchen "Erdbunker", wie Kluge die Lager in seiner Sprache nennt. Am
heutigen Morgen findet er in einem kleinen Gebüsch vor dem Supermarkt
vier solcher Verstecke, sowie eine unter dem Laub verscharrte Tüte. 14
Stangen sind es insgesamt. Kaum 5 Minuten hat es gedauert. Selbst die
Kollegen staunen.

Die flinken Händler selber zu schnappen, ist nur schwer möglich. Um elf

Uhr versuchen Kluge und Beckel an einem Supermarkt in Treptow
zuzugreifen. Schon aus der Entfernung sieht der Händler die Fahnder,
flüchtet über die Bahngleise der S-Bahn. Lebensgefährlich. Kluge zieht
seine Männer zurück. Die Gefahr einer Verfolgungsjagd wäre für Jäger
und
Gejagte zu groß.

Man ist mit den Jahren vorsichtiger geworden im Zollamt - auch in der
direkten Auseinandersetzung mit den Händlern. "Schutzwesten sind
Pflicht", sagt Kluge und fügt hinzu: "Wenn wir zugreifen, dann nur mit
mehreren Beamten gleichzeitig." Im Hinterkopf bleibt immer das
schockierende Erlebnis von 1999.

Damals, an der S-Bahn Haltestelle Friedrichsfelde Ost, hatten zwei
Kollegen geschmuggelte Zigaretten in einem Lager vermutet. Anders als
sonst waren die Vietnamesen diesmal nicht geflüchtet, sondern hatten
Verstärkung geholt. Zu fünft kamen sie wieder, schlugen mit
Eisenstangen
auf die beiden Fahnder ein. Warnschüsse fielen. Im letzten Moment hört
man von draußen die Sirenen der Polizei.

Der damals betroffene Frank Wagner leitet heute das Zollamt in
Schöneberg. Er hat noch heute die Narben von den Schlägen am Arm. "Für
zwei Stangen geschmuggelte Zigaretten hätte ich beinahe auf den Täter
schießen müssen", sagt er heute. Seine Stimme verändert sich, während
er
über die Momente spricht, als er hilflos am Boden lag.

Wenn einer der Händler mal auf frischer Tat ertappt wird, droht ihm der

Prozess. Das ist die Theorie. In der Praxis haben die meisten keine
gültigen Papiere, sind in Deutschland nur geduldet. "Ein
Gerichtsverfahren bringt meistens nichts, weil die Angeklagten entweder

gar nicht erscheinen oder nicht zahlen können", klagt Kluge.

Die Polizei konzentriert ihre Fahndung auf die Kunden

Und so konzentriert sich die Fahndung auf die Ware - und die Käufer.
"Wer beim Kauf von einer Stange geschmuggelten Zigaretten erwischt
wird,
der bekommt eine Strafe von 25 Euro aufgebrummt." Ob das wirklich
abschreckend wirkt? "Wenn man den Preis der beschlagnahmten Zigaretten
dann noch dazu rechnet, tut das den Leuten schon weh", betont Kluge.

********************
DIESE STRAFE DROHT KÄUFERN VON SCHMUGGELZIGARETTEN

...beim Kauf von bis zu 400 illegalen Zigaretten
Der Kauf von bis zu 400 Zigaretten wird mit einem Verwarngeld bestraft.

Bis zu 100 Zigaretten sind 15 Euro fällig, bis zu 250 Zigaretten 25
Euro. Für zwei Stangen (400 Stück) illegaler Zigaretten werden 35 Euro
Strafgeld verhängt.

...beim Kauf von 401 bis zu 1000 geschmuggelten Zigaretten
Wer zwischen zwei und fünf Stangen Zigaretten bei den Schmugglern
kauft,
muss mit einem Bußgeld rechnen, das individuell festgelegt wird. Man
darf sich aber getrost auf einen satt dreistelligen Betrag einstellen.
Ein solches Strafmaß erwartet übrigens auch Wiederholungstäter.

...beim Kauf von mehr als 1000 Schwarzmarkt-Zigaretten
Wer mehr als fünf Stangen geschmuggelte Zigaretten kauft, hat ein
Steuerstrafverfahren am Hals - und wird wegen dieses Deliktes einen
Eintrag in sein Vorstrafenregister bekommen.
********************

Wie etwa dem Rentner Rudolf V.*, der in Treptow an den Bahnschienen
Zigaretten gekauft hat. Die "erste Stange, die ich je gekauft hat",
behauptet er. "Das sagen sie alle", sagt Kluge nachdem V. seine Strafe
bezahlt hat. "Es gibt kaum Unrechtsbewusstsein beim Zigarettenkauf."

Treptow war der letzte Einsatz am heutigen Tag. Um 14 Uhr ist
Feierabend
- nach neun Stunden Arbeit. Insgesamt 15.600 Zigaretten haben die
Fahnder eingesammelt. "Ein Tropfen auf den heißen Stein", weiß Kluge.
Aufgeben ist für ihn dennoch kein Thema: "Wir dürfen den illegalen
Banden auf keinen Fall ganz das Feld überlassen!"

*Namen geändert

aXXL
29.03.2008, 13:24
IV.

12. Magdeburg verhängt nächtliches Alkoholverbot

==========
Netzeitung, 01. Feb 12:22
http://www.netzeitung.de/deutschland/891458.html

Magdeburg verhängt nächtliches Alkoholverbot

Die anhaltinische Landeshauptstadt will dem Alkoholmissbrauch einen
Riegel vorschieben. Seit Freitag darf im Zentrum der Stadt kein Alkohol

konsumiert werden.

Auf öffentlichen Plätzen im Stadtzentrum vom Magdeburg gilt seit
Freitag
ein Alkoholverbot in der Zeit zwischen 18 und 6 Uhr. Das haben die
Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt und die zuständige Polizeidirektion

verfügt.

Das Verbot rund um den zentralen Hasselbachplatz ist laut Magistrat
zunächst bis Ende März befristet. Die Stadt wolle die Wirkung der
Maßnahme testen. In der Vergangenheit habe sich auf dem Hasselbachplatz

eine regelrechte Szene etabliert, sagte Oberbürgermeister Lutz Trümper
im «Morgenmagazin» des ZDF. «Abends und in den Nachtstunden finden sich

dort Gruppen ein, die den Platz in Besitz nehmen», so Trümper. Sie
rückten mit Bierkästen an und konsumierten stundenlang Alkohol. In der
Folge komme es immer wieder zu Gewalttaten und Ordnungswidrigkeiten.
«Das hat ein Ausmaß erreicht, das wir als Kommune nicht mehr dulden
können», fügte der SPD-Politiker hinzu. So kam es in der Silvesternacht

zu Ausschreitungen, als rund 50 zum Teil vermummte Randalierer zunächst

ein Polizeiauto angriffen und mit Steinen und Böllern warfen.

Laut Magistrat werden Polizei und Stadtordnungsdienst die ersten
Kontrollen am kommenden Wochenende vornehmen. Dabei solle vor allem
präventiv gewirkt werden. Ab der nächsten Woche solle bei Verstößen die

Identität festgestellt und dem Betroffenen ein paar Tage später ein
Zwangsgeld angedroht werden. Beim dritten Mal werde das Zwangsgeld
vollstreckt. Dieses kann laut Magistrat bei weiteren Verstößen bis auf
2.000 Euro erhöht werden. Zahlt die betroffene Person nicht, werde eine

Zwangshaft angeordnet. (dpa)

13. Baden-Württemberg verbietet nächtlichen Alkoholverkauf

==========
Spiegel online, 13.02.08
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,535132,00.html

SPERRZEIT FÜR TANKSTELLEN
Baden-Württemberg verbietet nächtlichen Alkoholverkauf

Kein Whiskey und Bier mehr nachts an der Tanke: In Baden-Württemberg
darf künftig an Tankstellen und im Einzelhandel nachts kein Alkohol
mehr
verkauft werden. Im Gegenzug werden die Sperrzeiten in der Gastronomie
verkürzt.

Stuttgart - Jugendliche sollen geschützt werden - auch in der Nacht.
Deshalb verbietet Baden-Württemberg künftig den nächtlichen Verkauf von

Alkohol an Tankstellen und im Einzelhandel. Unklar ist noch, ob das
Verbot bereits ab 22 Uhr oder erst ab Mitternacht bis sechs Uhr gelten
soll. Die Union besteht auf die frühe Uhrzeit.

Die FDP-Fraktion hatte sich lange gegen die nächtliche Sperrfrist
gewehrt. Nach langem Hin und Her erklärte sich die CDU-Fraktion im
Gegenzug bereit, die Sperrzeiten für Gaststätten zu verkürzen: am
Wochenende auf fünf, unter der Woche auf drei Uhr. Die bisherige
Regelung verpflichtet Gastronomen dazu, ihre Räume wochentags von zwei
Uhr bis sechs Uhr zu schließen, am Wochenende spätestens um drei Uhr.

Das Gesetzespaket sei ein Kompromiss, "der keiner Seite leicht gefallen

ist", sagte FDP-Fraktionschef Ulrich Noll. Nach zwei Jahren wolle die
Koalition die Regelung überprüfen. (...)
sil/dpa


International


14. Schweiz: Volksentscheid kommt ohne Kompromissvorschlag

==========
Neue Zürcher Zeitung, 15.02.08
http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/gegenvorschlag_zur_hanf_initiativ
e_vom_tisch_1.671748.html


Gegenvorschlag zur Hanf-Initiative vom Tisch
Abstimmung voraussichtlich in Jahr 2009

Die Volksinitiative «für eine vernünftige Hanf-Politik mit einem
wirksamen Jugendschutz» kommt voraussichtlich im nächsten Jahr ohne
Gegenvorschlag vors Volk. Die Gesundheitskommission des Nationalrats
hat
es mit 10 gegen 8 Stimmen abgelehnt, auf einen früheren Entscheid
zurückzukommen.

(ap) In letzter Minute hätte die Gesundheitskommission noch auf einen
Vorschlag des Ständerats eintreten können, wie Kommissionspräsident
Jürg
Stahl (SVP/ZH) am Freitag an einer Pressekonferenz in Bern sagte.
Ausschlaggebend für das Festhalten an der bisherigen Position sei die
Tatsache gewesen, dass die Ideen zum «richtigen Inhalt» eines solchen
Gegenvorschlags zu weit auseinandergegangen seien und sich daher keine
tragfähige Grundlage habe finden lassen.

Die zuständige Kommission des Ständerats hatte sich erst im vergangenen

Januar dafür ausgesprochen, die seit Jahren blockierte Situation in der

Drogenpolitik aufzuweichen und anstelle eines einfachen Neins zur
Hanf-Initiative sozusagen einen «Ausweg durch die Hintertür» zu suchen.

Sie hiess deshalb einen Antrag von Felix Gutzwiller (FDP/ZH) gut, unter

gewissen Voraussetzungen eine Entkriminalisierung des Cannabiskonsums
bei Erwachsenen zu ermöglichen.

Allerdings machte die Kommission der Kleinen Kammer schon damals klar,
dass dieses Projekt ohne Unterstützung aus dem Nationalrat nicht weiter

verfolgt werden würde. Es ist nun deshalb davon auszugehen, dass die im

Jahr 2006 eingereichte Volksinitiative im kommenden Jahr dem Volk
vorgelegt und zur Ablehnung empfohlen wird.

Das nach dem Scheitern der Revision des Betäubungsmittelgesetzes im
Juni
2004 lancierte Begehren verlangt, den Konsum, Besitz, Erwerb und Anbau
von psychoaktiven Hanfprodukten für den Eigengebrauch straflos zu
lassen
und Vorschriften über Anbau, Herstellung, Ein- und Ausfuhr sowie Handel

zu erlassen. Werbung für Cannabis soll aber verboten bleiben.


15. „Das grüne Gold des Südens“: Cannabis-Boom in Italien

==========
Dolomiten, 15.02.08
http://www.stol.it/nachrichten/artikel.asp?KatID=da&p=5&ArtID=109252

„Das grüne Gold des Südens“: Cannabis-Boom in Italien

In Italien boomt offenbar die Cannabis-Produktion. Wurden im Jahr 2006
zwischen Südtirol und Sizilien noch 150 Personen ausgeforscht, welche
die Stauden, aus denen Haschisch und Marihuana gewonnen wird,
kultiviert
hatten, waren es in der ersten Hälfte des Jahres 2007 bereits 228.

Das entspricht einer Vervierfachung. Diese Zahlen nannte am Freitag die

Tageszeitung „La Repubblica“.

Fast 1,7 Millionen Cannabis-Stauden wurden im vergangenen Jahr in
Sizilien von der Polizei „geerntet“ - so viele wie in keiner anderen
Region. Cannabis-Gewächshäuser an der Südküste der Insel fänden sich
Seite an Seite mit solchen für Melanzane.

In Kalabrien entdeckten die Drogenfahnder immerhin noch mehr als 7.000
Exemplare, die - eine regionale Besonderheit - aufgrund der günstigen
Bodenbedingungen die Rekordhöhe von drei Metern erreichten.

Folge man einer Faustregel der US-Antidrogenbehörde DEA, wonach nur
knapp 20 Prozent des in Umlauf befindlichen Suchtgifts sichergestellt
wird, erreiche die Zahl der in Süditalien gezogenen Cannabis-Stauden
„stratosphärische Höhen“, merkte „La Repubblica“ an. Alle
zusammengenommen ergäben eine Plantage von der Größe eines
Nationalparks.

Eine einzelne Pflanze repräsentiere einen Wert von 400 Euro, schrieb
die
Zeitung. Nicht schlecht für den „typischen“ Cannabis-Bauern, der
meistens 25 bis 30, allerhöchstens 40 Jahre alt und in der Regel nicht
vorbestraft sei, aber gewissen berufliche Fehlschläge hinter sich habe
und selbstständig tätig sei.

Es wäre aber nicht Süditalien, drängte sich nicht die Frage nach einer
eventuellen stillen Beteiligung der Mafia auf. Nach Überzeugung eines
abtrünnigen Mitglieds der ehrenwerten Gesellschaft steht tatsächlich
die
Cosa Nostra hinter dem Boom. „Fremde Herren“, so wird laut „Repubblica“

erzählt, kaufen Samen und Pflanzen oder heben Pacht auf die
Anbauflächen
ein.


16. Weltdrogenbericht: Afghanistan jetzt auch größter
Cannabis-Produzent

Die Behauptung, Afghanistan sei nun mit 70.000 ha auch der größte
Cannabisproduzent wird tatsächlich nicht nur von der Basler Zeitung,
sondern auch von der UNODC verbreitet, s.
http://www.unodc.org/unodc/en/frontpage/unodc-anticipates-another-large-opiu
m-crop-in-afghanistan-in-2008.html

Das ist zunächst erstaunlich, weil Marokko bisher als unangefochtener
Spitzenreiter galt.
Allerdings meldet der Welt-Drogenreport 07 der UNODC für Marokko in
2005
nur noch 76.400 ha in 2005 (2003: 134.000 ha), s.
http://www.unodc.org/pdf/research/wdr07/WDR_2007_1.4_cannabis.pdf

Es könnte also gut sein, dass zumindest nach offiziellen Zahlen Marokko

inzwischen vom ersten Platz verdrängt wurde. Ob das etwas mit der
Realität zu tun hat?

==========
Financial Times Deutschland, 06.02.08
http://www.ftd.de/politik/international/313413.html

Afghanistan jetzt auch weltgrößter Cannabis-Produzent

Kabul/Tokio (dpa) - Der weltgrößte ******produzent Afghanistan ist
inzwischen nach einem Bericht der Vereinten Nationen auch der
wichtigste
Lieferant der illegalen Droge Cannabis geworden. Experten schätzen den
jährlichen Umsatz mit illegalen Drogen auf mehr als 250 Milliarden Euro

weltweit.

Die im vergangenen Jahr rund 70 000 Hektar große Anbaufläche von
Cannabis, aus dem Haschisch gewonnen wird, werde in diesem Jahr
voraussichtlich weiter anwachsen, heißt es in dem am Mittwoch in Tokio
vorgestellten Winterbericht des UN-Büros für Drogen und Kriminalität
(UNODC) zu Afghanistan. Die Anbaufläche für Schlafmohn, aus dem
Rohopium
und dann ****** produziert wird, werde 2008 ähnlich groß wie im Vorjahr

sein oder knapp unter diesem Rekordwert liegen.

«Der Opiumanbau mag einen Spitzenwert erreicht haben, aber die Menge
wird auch 2008 immer noch schockierend hoch sein», sagte UNODC-Chef
Antonio Maria Costa. «Afghanistan wird zu einem geteilten Land, mit
klaren Drogen- und Aufstands-Schlachtlinien», warnte Costa. Die
wachsende Anzahl von opiumfreien Provinzen im Nordosten stehe in
starkem
Kontrast zu immer höheren Anbaumengen von Rohopium im Süden und Westen,

den Hochburgen der Taliban. Im Nordosten, wo die Anbaufläche in den
vergangenen Jahren drastisch abgenommen hat, ist die Bundeswehr
eingesetzt. Ihr ist der Kampf gegen den Drogenanbau allerdings durch
ihr
Mandat ausdrücklich untersagt.

Im vergangenen Jahr produzierte Afghanistan mehr als 90 Prozent des
weltweiten Rohopiums. Nach Einschätzung von UNODC dienen die
Drogengelder den Taliban maßgeblich dazu, ihren Aufstand zu
finanzieren.
«Opium ist eine massive Einkommensquelle für die Taliban» und werde den

Rebellen in diesem Jahr rund 100 Millionen US- Dollar in ihre
Kriegskasse spülen, warnte Costa. Bauern würden von den Rebellen, aber
auch von lokalen Kriegsherren oder korrupten Beamten, mit einer Art
Steuer in Höhe von rund zehn Prozent ihres Einkommens aus dem
Opiumanbau
belastet.

«Afghanische Drogen, und die Gelder, die sie einbringen, sind eine
destabilisierende Kraft», warnte Costa. Europa, Russland und die Länder

entlang der afghanischen ******routen sollten sich «gegen schwere
Gesundheits- und Sicherheitsfolgen wappnen». Der UNODC-Chef rief
Afghanistan und die verbündeten Länder eindringlich zum schnellen
Handeln auf. «Während Analysten endlos darüber debattieren, wie bei
Sicherheit, Entwicklung, dem Kampf gegen Drogen und guter
Regierungsführung die Prioritäten gesetzt werden sollen, wird die
afghanische Opiumsituation äußerst ernst und gefährlich», sagte Costa.
«Und die Zeit ist nicht auf der richtigen Seite.»

Nach dem Weltdrogenbericht 2007 haben sich die Geschäfte mit ******,
******, Cannabis und Amphetaminen im letzten Jahr insgesamt nicht
ausgeweitet. Etwa fünf Prozent der Weltbevölkerung konsumieren illegale

Drogen, ein Großteil davon Cannabis. Fast ein Prozent ist schwer
drogensüchtig.





17. Österreich: Anzeigen schrecken Teenager immer weniger vor Drogen ab

==========
OÖNachrichten, 01.02.2008
http://www.nachrichten.at/regional/salzkammergut/641037?PHPSESSID=95771fce50
26102b32d6ab490de9983e

Anzeigen schrecken die Teenager immer weniger vor Drogen ab

SCHÖRFLING. Der Polizei gelang erneut ein Schlag gegen die Drogenszene:

Sie hob einen Suchtgiftring mit 20 Verdächtigen aus. Sorgen bereitet
der
Polizei, dass Anzeigen offensichtlich ihre abschreckende Wirkung
verloren haben.

Nach umfangreichen Erhebungen forschten Schörflinger Polizisten einen
Suchtgiftring mit 20 Verdächtigen aus. Die jungen Leute im Alter
zwischen 17 und 23 Jahren aus dem Großraum Schörfling konsumierten
Cannabis, Ecstasy und Speed. Das Cannabis wurde teilweise in kleineren
Indoor- und Outdoor-Plantagen selbst erzeugt. Die chemischen Drogen
kauften sie in Wels.

(…) In die Freude über den Erfolg im Kampf gegen die Drogen mischt sich

bei Chefinspektor Hans-Jürgen Hofinger ein Wermutstropfen: Denn die
Anzeigen gegen junge Drogenkonsumenten verlieren immer mehr ihren
Schrecken. "Das Unrechtsbewusstsein ist absolut gesunken", berichtet
der
Kriminalreferent des Bezirkspolizeikommandos im OÖN-Gespräch. "Was
wollt's denn, wegen dem bisserl Cannabis", hören die verblüfften
Polizisten immer wieder von ertappten Drogenkonsumenten. Auch Eltern
finden nichts dabei, wenn ihre Kinder Marihuana konsumieren: "Was
macht's ihr denn für ein Theater."

"Cannabis ist nach wie vor die klassische Einstiegsdroge", lehnt
Hofinger eine Verharmlosung von weichen Drogen ab. Mit Sorge beobachtet

er, dass die meisten Anzeigen gegen Drogenkonsumenten im Sand verlaufen

und eingestellt werden.


18. Heftige Strafen für geringste Cannabismengen in Dubai und den
Philippinen

Gleich drei krasse Nachrichten über Cannabisstrafen gab es im Februar.

1. Der britische DJ Grooverider wurde in Dubai wegen des Besitzes von
2,16 Gramm Marihuana zu vier Jahren Haft verurteilt.
2. Ebenfalls zu vier Jahren wurde der Brite Keith Brown verurteilt. Der

dreifache Vater wurde am Dubai-Airport mit 0,003 Gramm Cannabis unter
seinen Schuhsolen „erwischt“. Das ist weniger als ein Körnchen Zucker
und mit bloßem Auge kaum erkennbar.
3. In den Philippinen wurde ein 54-jähriger zu einer lebenslangen
Haftstrafe verurteilt, weil er angeblich zwei Zivil-Polizisten 1,79
Gramm Marihuana verkauft haben soll.

==========
Die Welt, 19.02.2008

Drogen in Dubai: Vier Jahre Haft für DJ Grooverider

Dubai (dpa) - Ein Gericht in Dubai hat den britischen Disc Jockey
Raymond Bingham (DJ Grooverider) wegen Drogenbesitzes zu vier Jahren
Gefängnis verurteilt. Sein Vergehen: 2,16 Gramm Marihuana im Gepäck.

Die Internetausgabe der «Gulf News» berichtete, der 40 Jahre alte
Brite,
der am 23. November am Flughafen von Dubai festgenommen worden war,
solle nach Verbüßung der Strafe ausgewiesen werden.

DJ Grooverider hatte sich nach seiner Festnahme über die strengen
Anti-Drogen-Gesetze des islamischen Landes erstaunt gezeigt und
erklärt,
er habe das Marihuana in seiner Tasche «vergessen». Der DJ, der unter
anderem als Radiomoderator für die BBC gearbeitet hatte, war in die
Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gereist, um bei einer
Veranstaltung
Platten aufzulegen.

==========
Evening Standard, 25.02.08
http://www.thisislondon.co.uk/news/article-23436226-details/Briton+jailed+in
+Dubai+after+officials+find+cannabis+weighing+less +than+a+grain+of+sugar+und
er+his+shoe/article.do


Briton jailed for four years in Dubai after customs find cannabis
weighing less than a grain of sugar under his shoe
==========
Drug War Chronicle
Issue #522 - 2/8/08
http://stopthedrugwar.org/chronicle/522/philippines_life_sentence_two_grams_
marijuana


12. Southeast Asia: Philippines Court Orders Life Sentence for
Selling Two Grams of Marijuana


19. neue Hanfmessen in Portugal und Österreich

Der Markt der europäischen Hanfmessen bleibt in Bewegung. Gleich zwei
neue Hanfmessen gehen dieses Jahr neu an den Start.

In Portugal startet vom 16.-18. Mai die „Feira do Canhamo“, s.
http://www.feiradocanhamo.com/?ctipo=m1-8&tlang=4

In Österreich findet vom 10.-12. Oktober die internationale Hanfmesse
Wien „cultiva“ statt, s.
http://www.cultiva.at/


20. Venezuelas Präsident Chavez´ provoziert als Coca-Konsument

Zum wiederholten Male hat sich Venezuelas Präsident Chavez` als
Konsument des in Südamerika traditionell gekauten Coca-Blattes geoutet
und damit die USA provoziert, die ihm vorwerfen, im kolumbianischen
******geschäft mitzumischen.
Dazu sagte er, Coca sei nicht gleich ******, erst der Kapitalismus und
internationale Mafiabanden hätten es dazu gemacht.

Chavez` kaute demonstrativ bei einem Treffen linker südamerikanischer
Staatsführer ein Coca-Blatt und bedankte sich bei seinem bolivianischen

Kollegen Morales für den Nachschub. Er habe gewusst, dass dieser ihn
nicht im Stich lassen würde, seine Vorräte seien zu Ende gegangen.

==========
Drug War Chronicle
Issue #521 - 2/1/07 <http://stopthedrugwar.org/chronicle/521>

13. LATIN AMERICA: CHAVEZ ENDORSES COCA -- AGAIN <#13>
http://stopthedrugwar.org/chronicle/521/hugo_chavez_endorses_coca_and_thanks
_evo_morales


Venezuelan President Hugo Chavez' embrace of coca continued last
weekend
as he publicly chewed the leaf and thanked Bolivian President Evo
Morales for bringing him some more. Coca isn't cocaine, Chavez pointed
out.


21. Dänemark startet Pilotprojekt zur ******abgabe

Während sich die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag nicht dazu durchringen
kann, die erfolgreiche ******-Verschreibung in geregelte Bahnen zu
lenken, gibt es in anderen Ländern weitere Fortschritte.
Das dänische Parlament hat im Februar grünes Licht für einen eigenen
Modellversuch gegeben. In 2008 und 2009 sollen 500 betroffene Dänen von

dem Programm profitieren. Die Liste europäischer Länder, die sich der
******abgaben an Schwerstabhängige zuwendet, wird immer länger. Neben
Deutschland haben auch die Schweiz und die Niederlande deutlich
positive
Erfahrungen damit gemacht.

Auch die israelische Stadt Tel Aviv hat im Februar bekannt gegeben,
dass
sie eine Genehmigung für einen solchen Versuch beantragen will.

==========
Drug War Chronicle
Issue #525 - 2/29/08

10. Europe: Denmark Parliament Approves ****** Maintenance Pilot
Project
http://stopthedrugwar.org/chronicle/525/denmark_******_maintenance_pilot_pro
gram/


The Danish parliament Monday has given its approval for a ******
maintenance pilot project, Agence-France Press
<http://afp.google.com/article/ALeqM5jgdLJgullVs3PmpP9c74DiOL7sKw>
reported, citing the Danish Health Ministry. The project will be aimed
at the Scandinavian nation's most recalcitrant ****** users.


Medizin und Wissenschaft

aXXL
29.03.2008, 13:27
V.

22. Massenrazzia gegen Cannabis-Anbau – auch Patienten betroffen

==========
ACM-Mitteilungen vom 2. Februar 2008

(2) Razzia gegen Cannabis-Anbau in Deutschland - auch Patienten
betroffen

Wie mehrere Medien meldeten, wurden am 28. Januar 2008 in Deutschland
Razzien bei Personen durchgeführt, die im Verdacht standen, Cannabis
anzubauen. (…)

Einer der Betroffenen ist ein chronischer Schmerzpatient und
ACM-Mitglied, dessen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung zur Verwendung

von Cannabis zur Zeit von der Bundesopiumstelle in Bonn bearbeitet
wird.
Ihm wurde eindrücklich klar gemacht, dass das deutsche Gesetz nicht
zwischen der medizinischen Verwendung von Cannabis und dem
Freizeitkonsum der Droge unterscheidet. Gegenüber dem Vorsitzenden der
ACM, Dr. Franjo Grotenhermen, erklärte er, es habe um 6 Uhr geklingelt,

als seine Tochter gerade seine Enkeltochter für die Schule fertig
machen
wollte. Er habe die Beamten gebeten, ihm wenigstens einen Teil seiner
Medizin da zu lassen. Sie seien zwar angesichts seiner schweren
Erkrankung freundlich und verständnisvoll gewesen, hätten jedoch alles
mitgenommen. Er habe sich "überfallen und ausgeraubt" gefühlt.


23. Morbus-Crohn-Patient bekommt zwei Jahre auf Bewährung für
Cannabis-Medizin

==========
ACM-Mitteilungen vom 16. Februar 2008

(2) Morbus-Crohn-Patient erhält zwei Jahre Gefängnis auf drei Jahre
Bewährung wegen illegalen Cannabisbesitzes

Volker Krug, ein Morbus-Crohn-Patient aus Würzburg, der seit vielen
Jahren Cannabis erfolgreich medizinisch einsetzt, wurde am 13. Februar
zu einer Strafe von zwei Jahren Gefängnis, die auf drei Jahre zur
Bewährung ausgesetzt wurde, verurteilt. Er war am 9. Juli wegen des
Imports von mehr als 200 Gramm Cannabis aus den Niederlanden in
Untersuchungshaft genommen und am 17. Oktober gegen Zahlung einer
Kaution unter Auflagen aus der Haft entlassen worden. Herr Krug war
bereits wegen illegalen Cannabisbesitzes vorbestraft. Die medizinische
Verwendung der Droge wurde strafmildernd berücksichtigt.
(Quelle: Persönliche Mitteilung von Volker Krug)

==========
Bayrische Härte gegen Cannabis als Medizin
Meldung des DHV vom 19. 03. 2008
http://hanfverband.de/aktuell/meldung_1205940439.html

Experten wie Franjo Grotenhermen von der Arbeitsgemeinschaft Cannabis
als Medizin (ACM) berichten immer wieder von einem spürbaren
Nord-Süd-Gefälle beim Umgang mit Cannabispatienten die BtM-Straftaten
begehen. Zwei aktuelle Urteile belegen diese These.
Cannabispatienten aus dem Süden der Republik müssen demnach mit
deutlich
härteren Strafen rechnen als die Einwohner Norddeutschlands und
Bewohner
von Großstädten.

Im Gegensatz zu Berlin, wo Richter wiederholt Angeklagte wegen deren
schlechten Gesundheitszustands freisprachen, spielt die
Krankengeschichte in Bayern und Baden-Württemberg bei der Beurteilung
von Cannabisdelikten nur am Rande eine Rolle. Dass dies zu unnötigem
Leid führt, musste Volker Krug am eigenen Leib erfahren.

Angeklagter leidet an Morbus Chron und Morbus Bechterew
Der 40-jährige Würzburger leidet seit mehr als 20 Jahren unter den
Folgen gleich zwei schwerer Erkrankungen. Neben Morbus Crohn, einer
chronisch-entzündlichen Darmerkrankung, die Krug mit Dauerschmerzen und

künstlichem Darmausgang zum unfreiwilligen Frührentner machte, wurde
bei
ihm auch eine Spondylitis ankylosans (auch Morbus Bechterew)
diagnostiziert.
Die Botschaft, auch noch an einer chronisch entzündlichen rheumatischen

Erkrankung zu leiden, die ihm weitere Schmerzen und eine Versteifung
der
Gelenke bescheren würde, nahm Volker Krug die Hoffnung. Starke
Medikamente - Morphin, Antidepressiva, Cortison und andere - wurden zu
seinen täglichen Begleitern. Die Nebenwirkungen der bis zu 30 Pillen
die
er Tag für Tag schlucken musste machten ihm auch psychisch zu schaffen.

Zwei Selbstmordversuche waren die Folge.

Erst Cannabis brachte Volker Krug Erleichterung! Wenn er kiffte,
verschwanden die Schmerzen und der Appetit kam zurück. Zum ersten Mal
seit langer Zeit konnte er wieder gut schlafen. Nach einiger Zeit ging
es ihm so gut, dass er sich sogar wieder eine Arbeit suchte. Volker
Krug
war zurück im Leben.

Bayrische Richter schicken Schwerkranken ins Gefängnis
Seine Fortschritte erkaufte sich Volker Krug jedoch teuer. Viermal kam
er seit 2000, dem Jahr seiner Entscheidung für Cannabis als Medizin,
mit
dem Gesetz in Konflikt. Viermal wurde er verurteilt.
Weil er eine Geldstrafe nicht zahlen konnte, steckte die bayrische
Justiz den Schwerstkranken kurzerhand ins Gefängnis. Bei seiner
Entlassung nach sieben Wochen hatte der krankheitsbedingt
Untergewichtige noch einmal rund zehn Kilo verloren.

Um endlich auch legal von Cannabis zu profitieren, schrieb er dem
Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und beantragte
eine Ausnahmegenehmigung für die Verwendung von Cannabis als Medizin.

Bis die Genehmigung kommen würde, war er auf Versorgungsfahrten nach
Holland angewiesen, wenn er nicht nur vegetieren wollte. Eine solche
Reise zur Beschaffung seiner Medizin wurde ihm im Juli 2007 zum
Verhängnis.
Für die 225 Gramm Marihuana, die Würzburger Polizisten damals bei
Volker
Krug fanden, wurde er nun zu 2 Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.
Wird er in den kommenden Jahren beim Kiffen erwischt, muss er wieder in

den Knast. Dass ein (Über-)Leben ohne Cannabismedizin für den Patienten

schlechthin unmöglich ist, interessierte die Richter nicht.

Hamburg: Nur Geldstrafe für 2,8 Kilo Marihuana
Dass es auch anders geht, zeigt ein Fall aus Norderstedt (bei Hamburg).

Dort stand ein 24-jähriger vor Gericht, weil bei einer Durchsuchung
seines Hauses 45 Cannabispflanzen, mehrere Setzlinge und knapp 2,8
Kilogramm Marihuana gefunden wurden. Vor Gericht erklärte der Täter,
Cannabis gegen Schmerzen, Schlaflosigkeit und andere Beschwerden zu
verwenden. Der Staatsanwalt glaubte dieser Darstellung und forderte
lediglich eine Geldstrafe in Höhe von 1400,- Euro. Der Richter setzte
die Zahlung sogar zur Bewährung aus.
In Bayern wäre Dominik v. G. sicher nicht so glimpflich davon gekommen.

Im Gegenteil, sein Prozess wäre wohl kaum ohne eine lange Haftstrafe
ausgegangen.


24. Hanfapotheke vorübergehend nicht erreichbar

==========
ACM-Mitteilungen vom 16. Februar 2008

(1) Hanfapotheke vorübergehend nicht erreichbar

Die Hanfapotheke (www.hanfapotheke.org) ist seit einigen Monaten nicht
erreichbar. Die Ursache ist unbekannt. Nach der letzten Mitteilung im
Sommer 2007 hatte die Apotheke nach eigenen Angaben zu diesem Zeitpunkt

nahezu 50 Patienten mindestens einmal mit Cannabis versorgt.


25. USA/Kalifornien: Arbeitgeber dürfen offizielle Cannabis-Patienten
entlassen

==========
IACM-Informationen vom 2. Februar 2008

2. USA: Arbeitgeber dürfen nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs
von Kalifornien Arbeitnehmer entlassen, wenn diese medizinischen
Cannabis nach dem staatlichen Gesetz
verwenden

Der staatliche Oberste Gerichtshof von Kalifornien urteilte am 24.
Januar, dass Arbeitgeber nicht ihre Rechte überschritten, wenn sie
Arbeitnehmer entlassen, die bei Drogentests durchfallen, weil sie
medizinischen Cannabis einnehmen. Das Urteil betraf einen früheren
Mechaniker der Luftwaffe, Gary Ross, der sich 1983 bei einem Sturz von
einem Flugzeugflügel den unteren Rückenbereich verletzt hatte. 1999
verschrieb ihm ein Arzt nach dem staatlichen medizinischen
Cannabisgesetz (Compassionate Use Act) Cannabis, um die Schmerzen von
Herrn Ross zu lindern.

Zwei Jahre nach Beginn der Einnahme der Droge wurde Herr Ross der
Arbeitsplatz als Systemadministrator bei einem
Telekommunikationsunternehmen gekündigt, nachdem er durch einen
Drogentest gefallen war. Herr Ross legte Klage ein, mit der Begründung,

seine Entlassung habe die staatlichen Gesetze verletzt, die vor einer
unzulässigen Kündigung und Diskriminierung auf Grund einer Behinderung
schützen. Das oberste staatliche Gesetz wies dieses Argument jedoch
deutlich zurück. "Der Compassionate Use Act eliminiert nicht das
Missbrauchspotenzial von Marihuana oder das legitime Interesse des
Arbeitgebers an der Frage, ob ein Arbeitnehmer die Droge verwendet",
schrieb Richterin Kathryn M. Werdegar.

(Quelle: New York Times vom 25. Januar 2008)


26. USA/Kalifornien: "Kiffer-Uni" bringt Umgang mit Gras näher

==========
oe24, 26.02.08
http://www.oe24.at/zeitung/welt/weltchronik/article245934.ece

"High" School
"Kiffer-Uni" bringt den Umgang mit Gras näher
Oakland, 26. Februar 2008

An einer Uni in Kalifornien wurde eine eigene Cannabis-Schule
gegründet.
Dort wird der medizinische Nutzen des Krautes näher gebracht.

"Endlich eine Schule, die einen im Leben weiterbringt!", das dachte
sich
wohl so mancher Student auf der Suche nach einem Sinn und schrieb sich
in die Cannabis-Schule der Oaksterdam University in Oakland,
Kalifornien, ein. Auch so manche Eltern sind nicht besonders
begeistert,
wo es den Nachwuchs hin verschlägt. Doch anstatt zu protestieren,
sollten sie sich selber einschreiben, um herauszufinden, ob die
Aufregung überhaupt gerechtfertigt ist. Denn an der "Kiffer-Uni" wird
in
den Vorlesung richtiges Fachwissen vermittelt. Hier wird der
medizinische Umgang mit der Droge näher gebracht.

Vorlesungen zum Kiffen
An der Oaksterdam University im kalifornischen Oakland wird
unterrichtet, wie man Cannabis heranzieht und verkauft. Der akademisch
ausgebildete Gras-Züchter soll dann sein Wissen in der Apotheke
anwenden. In den USA gibt es eigene Cannabis-Apotheken, die das Gewächs

für den legalen, medizinischen Gebrauch verkaufen.

Kein Problem mit dem Gesetz
Bisher hatte die Kiffer-Schule noch keine Probleme mit den
kalifornischen Gesetzen. Eines will die Universität auf keinen Fall
sein: ein Hippie-Unterschlupf. Wer glaubt, dass er sich hier zudröhnen
kann und zu "chilliger" Musik vor sich hin vegetieren kann, der hat
sich
verkalkuliert. An diesem Punkt hakt einer der Professoren ein. Chris
Conrad sagte, "Unsere Schule soll ein Modell sein, wie man Cannabis
anders anwenden kann."

Hochschule mit einem richtigen "high"
Ob die Studenten das auch so sehen und nicht den einen oder anderen
Nutzen für das medizinische Kraut finden?


27. Cannabis als Parodontoserisiko

Cannabiskonsum ist laut einer neuseeländischen Studie mit einem
erhöhten
Risiko für Parodontose verbunden. Über die Ursachen lässt sich
trefflich
spekulieren.

"Thompson glaubt übrigens nicht, dass die Schädigung der Gingiva vom
Rauch der Joints ausgeht. Er vermutet, dass die Inhaltsstoffe des
Rauches das Immunsystem schädigen und die Wundheilung im Bereich der
Gingiva beeinträchtigen."

Könnte der Rückgang des Zahnfleisches nicht auch an der Mundtrockenheit

liegen, eine der häufigsten Nebenwirkungen des Cannabiskonsums?
Oder neigen Cannabiskonsumenten gar zur Vernachlässigung der
Mundhygiene?
Oder hat es etwas mit dem gesteigerten Appetit auf Süßes zu tun?
Der DHV meldet weiteren Forschungsbedarf an…

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Ärzteblatt, 6. Februar 2008
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=31298

Cannabis als Parodontoserisiko
dpa

Dunedin – Cannabis-Konsumenten fallen die Zähne früher aus. So plakativ

lassen sich die Ergebnisse einer prospektiven Kohortenstudie im
amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2008; 299: 525-531) zusammenfassen.
Zahnmediziner aus Neuseeland führen dort mehr als ein Drittel aller
schweren Parodontosen bei jungen Erwachsenen auf die Hanfdroge zurück.

Die Dunedin Multidisciplinary Health and Development Study begleitet
1.037 Kinder der Jahrgänge 1972/73 in ihrer körperlichen und mentalen
Wirkung. Ergebnisse der Studie hatten in den letzten Jahren bereits
mehrfach auf die negativen Folgen des Cannabis-Konsums aufmerksam
gemacht. So im Jahr 2002, als eine Assoziation zwischen häufigem
Cannabiskonsum und Psychosen und Depressionen aufgezeigt wurde (BMJ
202;
325: 1212-1213).

Später wurde gezeigt, dass die Anfälligkeit vermutlich genetisch
bedingt
ist. Den Forschern fielen auch die negativen Auswirkungen des
Cannabisrauchens auf die Lungenfunktion auf (Addiction 2002; 97:
1055-61), was nicht verwunderlich ist, da die schädigende Wirkung des
inhalierten Rauches unabhängig davon ist, welches „Kraut“ geraucht
wird.
Und auch die jetzt gefundene Assoziation zu einer frühzeitigen
Parodontose dürfte Zahnmediziner nicht überraschen, zählt Tabakrauchen
doch zu den lange bekannten wesentlichen Ursachen für die Parodontose,
die im Spätstadium zur Lockerung und zum Verlust (auch gesunder) Zähne
führen kann.

So weit ist es bei den Teilnehmern der Dunedin Studie noch nicht
gekommen. Von Unvollständigkeiten des Gebisses ist nicht die Rede. Doch

bei der letzten Untersuchung (im Alter von 32 Jahren) hatten, wie
Murray
Thomson von der Otago Universität in Dunedin und Mitarbeiter berichten,

immerhin 265 (knapp 30 Prozent) der jungen Erwachsenen
Gingivaablösungen
mit Sondierungstiefen von vier Millimeter an wenigstens einer Stelle.
Bei 111 Teilnehmern waren die „Zahnfleischtaschen“ sogar bis zu fünf
Millimeter tief, was eine fortgeschrittene Parodontose anzeigt.

Diese Kennzeichen einer mangelnden Zahnhygiene traten vor allem bei den

Cannabiskonsumenten auf. Selbst nach Berücksichtigung des Tabakrauchens

und anderer Risikofaktoren, hatten Cannabiskonsumenten noch ein um 60
Prozent erhöhtes Risiko auf Sondierungstiefen von bis zu 4 mm. Die
schwere Parodontose mit Sondierungstiefen von bis zu fünf Millimeter
trat sogar 3,1-fach häufiger auf.

Nun ist der Cannabis-Konsum in Neuseeland keineswegs selten. Jeder
zweite Studien-Teilnehmer konsumierte die Droge gelegentlich. Weitere
20
Prozent wurden als starke Konsumenten eingestuft. Dies bedeutet aber,
dass der Cannabis-Konsum eine nicht unerhebliche Ursache für die
Parodontose ist. Nach den Berechnungen (des “population attributable
Risk”) von Thompson sind 22,6 Prozent aller leichteren und 36 Prozent
der schwereren Parodontose-Fälle auf den Cannabiskonsum zurückzuführen.

Thompson glaubt übrigens nicht, dass die Schädigung der Gingiva vom
Rauch der Joints ausgeht. Er vermutet, dass die Inhaltsstoffe des
Rauches das Immunsystem schädigen und die Wundheilung im Bereich der
Gingiva beeinträchtigen. © rme/aerzteblatt.de


28. Verschlechtert Marihuana-Konsum die Herzinfarkt-Prognose?

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Onmeda, 25.02.08
http://www.onmeda.de/aktuelles/news/?id=2662

Verschlechtert Marihuana-Konsum die Herzinfarkt-Prognose?

Das Risiko, an den Folgen eines Herzinfarkts zu versterben, scheint für

Marihuana-Konsumenten erhöht zu sein. Ein Forscherteam um Kenneth
Mukamal am Beth Israel Deaconess Medical Center, USA, fand heraus, dass

Menschen, die Marihuana konsumieren, eine etwa dreifach höhere
Todesrate
nach einem Herzinfarkt aufweisen als Nicht-Konsumenten.

Die Wissenschaftler analysierten die Daten von 1.913
Herzinfarkt-Patienten, die im Mittel vier Tage nach dem Herzinfarkt
befragt wurden. 52 Personen sagten aus, im letzten Jahr Marihuana
konsumiert zu haben. 317 der Befragten starben innerhalb der
Studiendauer von knapp vier Jahren an den Folgen des Herzinfarkts. Die
Datenerhebung ergab, dass es eine gestaffelte Verbindung zwischen
Marihuana-Konsum und Todesfällen infolge eines Herzinfarkts zu geben
scheint. So haben Personen, die seltener als einmal pro Woche Marihuana

zu sich nehmen, im Vergleich zu Nicht-Konsumenten ein 2,5-fach höheres
Risiko und Personen, die mindestens einmal pro Woche Marihuana
konsumieren ein 4,2-fach erhöhtes Risiko, an den Folgen eines
Herzinfarkts zu sterben.

Obwohl Marihuana-Konsum keinen generellen Einfluss auf die Sterberate
in
der Bevölkerung zu haben scheint, legen die Ergebnisse nahe, dass es
spezifische Risiken für anfällige Bevölkerungsgruppen wie Menschen mit
Herz-Kreislauf-Problemen gibt. Auch wenn die Ergebnisse durch größere
Studien bestätigt werden müssen, raten die Wissenschaftler daher von
Marihuana-Konsum ab. (…)


29. Krebsforschung: Cannabis hemmt Metastasen

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Focus online, 05.02.08
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/news/krebsforschung_aid_236632
.html

Krebsforschung
Cannabis hemmt Metastasen

Ein bestimmter Inhaltsstoff der Hanfpflanze verhindert, dass
Tumorzellen
sich im Körper ausbreiten und so Metastasen bilden können.

Cannabis macht nicht nur high, Wirkstoffe der Pflanzen können auch
kranken Menschen helfen. In der Medizin werden sie vor allem
eingesetzt,
um Übelkeit und Erbrechen bei Chemopatienten zu lindern. Doch es gibt
auch seit Längerem Hinweise dafür, dass die sogenannten Cannabinoide
direkt zur Krebstherapie taugen: Sie hemmen möglicherweise die Teilung
von Krebszellen und fördern das Absterben der Tumorzellen.

Die Rostocker Pharmakologen Robert Ramer und Burkhard Hinz haben einen
Mechanismus entdeckt, der die Antikrebswirkung von Hanf erklärt. Sie
wiesen in Tests mit Gebärmutterhals-- und Lungenkrebszellkulturen nach,

dass Cannabinoide auch das Eindringen (Invasion) von Tumorzellen in das

Blut- und Lymphsystem blockieren. Über diesen Weg können sie sich im
ganzen Körper ausbreiten und Metastasen bilden. Ermöglicht wird die
Wanderung durch Gewebe zersetzende Enzyme, die die Krebszellen
produzieren. Der Cannabis-Wirkstoff Tetrahydrocannabinol bewirkt
offenbar, dass die Zellen einen Hemmstoff gegen diese Enzyme bilden.
Damit sind die Tumorzellen lahmgelegt.

Die Forscher hoffen, dass Cannabinoide in Zukunft die Grundlage für
eine
Krebsbehandlung bilden können, die mit weniger Nebenwirkungen als die
klassische Chemotherapie einhergeht.

cf/Journal of the National Cancer Institute


30. erhöhtes Lungenkrebsrisiko durch Cannabis?

IACM-Informationen vom 16. Februar 2008
http://www.cannabis-med.org/german/bulletin/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id
=267#10


Wissenschaft: Lungenkrebs
In einer Studie mit 79 Lungenkrebspatienten von Wissenschaftlern des
medizinischen Forschungsinstituts von Neuseeland war starkes
Cannabisrauchen mit einer sechsfachen Zunahme von Lungenkrebs
assoziiert. Es handelt sich um eine der kleinsten Studien dieser Art,
und die bisher größte Studie, die in den USA durchgeführt worden war,
fand kein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs bei Cannabisrauchern.
(Quelle:
Aldington S, et al. Eur Respir J 2008;31(2):280-6.)

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DiePresse.com, 29.01.2008
http://diepresse.com/home/techscience/wissenschaft/358564/index.do?_vl_backl
ink=/home/index.do

Cannabis: Ein Joint ist so krebserregend wie 20 Zigaretten

Das Rauchen von Cannabis erhöht das Lungenkrebs-Risiko um das
sechsfache
- unabhängig von den übrigen Rauchgewohnheiten.

Der Rauch eines Joints ist so krebserregend wie der aus 20 Zigaretten.
Das berichtet eine Gruppe neuseeländischer Forscher im "European
Respiratory Journal" (Bd. 31, Nr. 2). In einer Mitteilung des Journals
zu der Arbeit der Wissenschafter um Richard Beasley vom Medizinischen
Forschungsinstitut in Wellington (Neuseeland) ist von "wirklich
alarmierenden" Resultaten die Rede. Je länger und je mehr Cannabis
geraucht werde, umso höher liege das Risiko für Lungenkrebs - und das
unabhängig vom Tabakkonsum.

In die Studie wurden neuseeländische Lungenkrebspatienten im Alter
unter
55 Jahren einbezogen. Alle gaben in einer persönlichen Befragung
ausführlich Auskunft über ihre Rauchgewohnheiten, die
Krankheitsgeschichte der Familie und den Beruf. Zusätzlich berichteten
sie über ihren Alkohol- und Cannabiskonsum. Patienten, die in ihrem
Leben mehr als 20 Joints geraucht hatten, wurden noch genauer befragt.
So wurden 79 Lungenkrebspatienten mit einer Kontrollgruppe von 324
anderen Patienten verglichen.

Lungenkrebs-Risiko versechsfacht sich
Eines der Resultate: In der Gruppe mit hohem Cannabis-Verbrauch (über
zehn Jahre hinweg einen Joint täglich oder fünf Jahre lang zwei Joints
am Tag) war das Risiko für Lungenkrebs 5,7 Mal höher als bei den
übrigen
Patienten. Mit Blick auf diese Diagnose war das Rauchen eines Joints so

gefährlich wie das Rauchen von 20 Zigaretten, schreiben die Autoren.
Dieser Zusammenhang zeigte sich unabhängig von den übrigen
Rauchgewohnheiten. "Obwohl unsere Studie nur eine relativ kleine Gruppe

berücksichtigt, zeigt sie klar, dass langfristiges Cannabis- Rauchen
das
Lungenkrebsrisiko erhöht", erklärte Beasley.

Bereits 2007 hatte er in einer anderen Studie im Journal "Thorax"
gezeigt, dass der Rauch aus getrockneten Cannabis-Blättern (Marihuana)
die Zahl feiner Verästelungen in der Lunge verringert. Diese sind für
den Sauerstofftransport ins Blut und den Abtransport von Schadstoffen
zuständig. Cannabis-Raucher hätten zudem häufig keuchende
Atemgeräusche,
sonderten Schleim ab, husteten und hätten ein Gefühl der Enge in der
Brust.

Der Rauch eines Joints enthält zudem bis zu zwanzigmal mehr schädliches

Ammoniak als der einer Zigarette, berichteten Forscher um David Moir
von
der kanadischen Gesundheitsbehörde, ebenfalls 2007. Zudem seien
Stickstoff-Monoxid und weitere Stickstoff-Oxide im Marihuana-Rauch
drei-
bis fünfmal höher konzentriert als im Zigarettenqualm, berichteten die
Wissenschaftler im Journal "Chemical Research in Toxicology". (Ag.)


31. täglicher Cannabiskonsum erhöht Risiko für Fettleber bei Hepatitis
C- Patienten

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IACM-Informationen vom 16. Februar 2008
http://www.cannabis-med.org/german/bulletin/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id
=267#10


Wissenschaft: Fettleber
Nach Angaben von französischen Forschern war täglicher Cannabiskonsum
mit einem erhöhten Risiko für eine Fettleber bei Patienten mit
Hepatitis
C assoziiert. Insgesamt wurden 315 Patienten mit einer unbehandelten
Hepatitis C, die sich einer Leberbiopsie unterzogen, in die Studie
aufgenommen. Täglicher Cannabiskonsum war ein unabhängiger
Risikofaktor,
der die Häufigkeit einer Fettleber im Vergleich zu
Gelegenheitskonsumenten und Nichtkonsumenten verdoppelte.
(Quelle: Hézode C, et al. Gastroenterology 2008;134(2):432-9.)


32. täglicher Cannabiskonsum in der Schwangerschaft verringert
Intelligenz des Kindes

Oder spricht täglicher Cannabiskonsum während der Schwangerschaft für
einen geringen Intelligenzquotienten der Mutter, der an das Kind
vererbt
wird?

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IACM-Informationen vom 16. Februar 2008
http://www.cannabis-med.org/german/bulletin/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id
=267#10


Wissenschaft: Schwangerschaft
In einer prospektiven Studie mit 648 Kindern fanden Forscher der
Universität von Pittsburgh eine verringerte Leistungsfähigkeit in einem

Intelligenztest (Stanford-Binet-Intelligenzskala) im Alter von sechs
Jahren, wenn ihre Mütter während der Schwangerschaft täglich Cannabis
konsumiert hatten.
(Quelle: Goldschmidt L, et al. J Am Acad Child Adolesc Psychiatry, 22.
Januar 2008 [elektronische Veröffentlichung vor dem Druck])


33. - 3,1 Millionen Euro für Erforschung des Endocannabinoid-Systems

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Pressemitteilung, 20.02.2008
http://idw-online.de/pages/de/news247749

3,1 Millionen Euro für neue Forschergruppe

Frank Luerweg, Abteilung Presse und Kommunikation
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Wissenschaftler der Universitäten Mainz und Bonn wollen das so genannte

Endocannabinoid-System genauer unter die Lupe nehmen. Die Deutsche
Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Forschergruppe in den nächsten

drei Jahren mit 3,1 Millionen Euro. Endocannabinoide tragen ihren Namen

nach der Hanfpflanze Cannabis. Sie ähneln dem Hanf-Inhaltsstoff
Tetrahydrocannabinol (THC), der für die berauschende Wirkung von
Marihuana verantwortlich ist. Im menschlichen Körper spielt das
Endocannabinoid-System eine extrem wichtige Rolle - und das nicht nur
im
Gehirn: Läuft es aus dem Ruder, können Herzkrankheiten, Allergien,
Osteoporose oder Gedächtnisstörungen die Folge sein.
Um die berauschende Wirkung der Hanf-Pflanze Cannabis weiß die
Menschheit schon seit Jahrhunderten. Verantwortlich ist ihr
Inhaltsstoff
Tetrahydrocannabinol (THC): THC dockt im Gehirn an bestimmte Stellen in

den Neuronen an, die so genannten CB1-Rezeptoren. Dadurch verändert es
die Signalverarbeitung - Folge ist ein Rauschzustand.

Dass es den CB1-Rezeptor überhaupt gibt, hat einen guten Grund: Auch
der
menschliche Körper selbst stellt nämlich Substanzen her, die an den
Rezeptor binden. Diese Endocannabinoide beeinflussen dadurch bestimmte
Hirnfunktionen - beispielsweise das Gedächtnis. "Erstaunlicherweise
entfalten Endocannabinoide aber auch in anderen Zellen des Körpers eine

Wirkung", erklärt der Sprecher der neuen Forschergruppe Professor Dr.
Andreas Zimmer. "Wir haben beispielsweise kürzlich nachgewiesen, dass
sie das Knochenwachstum oder auch Entzündungsvorgänge in der Haut
regulieren. Dazu binden sie an eine andere Zielstruktur, den
CB2-Rezeptor, der im Gehirn nicht vorkommt."

Inzwischen kristallisiert sich heraus, dass das Endocannabinoid-System
im Körper eine zentrale Funktion ausübt: "Wir vermuten, dass es einen
Regelkreis darstellt, der den Körper im Gleichgewicht hält", erklärt
Zimmer. Beispielsweise schüttet der Körper bei Gefahr Botenstoffe aus,
die Herzfrequenz und Blutdruck erhöhen. So kann er gegebenenfalls
schnell flüchten - oder sich einem Kampf stellen. Ist die Gefahr
vorbei,
beruhigt sich der Organismus wieder. Und gerade für diese Rückkehr zum
Normalzustand scheinen Endocannabinoide wichtig zu sein.

Dauerstress ist für den Körper extrem schädlich. Eine Fehlfunktion des
Endocannabinoid-Systems kann daher vermutlich zu ernsthaften
Krankheiten
führen - darunter Depressionen, chronische Schmerzen, Herzkrankheiten
oder Drogensucht. Die Arbeitsgruppen in Bonn und Mainz wollen daher
unter anderem herausfinden, wie der Körper das System reguliert.
"Endocannabinoide haben nur eine kurze Lebensdauer", erklärt Professor
Zimmer. "Der Körper baut sie oft innerhalb von Minuten wieder ab. Uns
interessiert, wie er das macht und ob wir dabei mit Medikamenten
eingreifen können." Im Tierexperiment wollen die Wissenschaftler zudem
detaillierter untersuchen, welche Folge eine Fehlfunktion der CB1- und
CB2-Rezeptoren haben kann. Mittelfristig erhofft sich die
Forschergruppe
neue Erkenntnisse, wie Depressionen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen
entstehen und sich eventuell therapieren lassen.

aXXL
29.03.2008, 13:30
VI.



34. Schlanke Nichtraucher kommen den Staat teurer als Dicke und Raucher

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Der Spiegel, 05. Februar 2008
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,533257,00.html

Schlanke Nichtraucher kommen den Staat teurer als Dicke und Raucher
Von Jens Lubbadeh

Was ist billiger für die Gesellschaft: Schlank und gesund länger zu
leben oder dick und rauchend früher zu sterben? Wissenschaftler haben
jetzt im Staatsauftrag nachgerechnet - und sind zu einem politisch
inkorrekten Ergebnis gekommen.

Viele europäische Staaten haben der Zigarette den Kampf angesagt -
jetzt
ist das Fett der nächste Gegner. Die Bundesregierung plant, mit dem
Aktionsplan "Ernährung und Bewegung" die Deutschen um ein paar Pfunde
zu
erleichtern, vor allem Kinder. Eine internationale Studie hatte den
Deutschen bescheinigt, das fetteste Volk Europas zu sein. Und kürzlich
bestätigte die Nationale Verzehrstudie der Bundesregierung diese
alarmierenden Zahlen noch einmal: Mehr als die Hälfte der Deutschen hat

Übergewicht.

Die Folgen von Rauchen und Übergewicht sind: Diabetes,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenkrebs. Vermeidbare Krankheiten, die
die Gesundheitssysteme finanziell über Gebühr belasten, sagen die
einen.
Stimmt, aber dafür sterben Raucher und Übergewichtige auch früher - und

kosten deshalb die Gesellschaft weniger, sagen die anderen.

Wer hat Recht?
Niederländische Wissenschaftler um Pieter van Baal vom niederländischen

Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt haben die Probe aufs
Exempel gemacht und im Auftrag des niederländischen
Gesundheitsministeriums eine Kostenkalkulation erstellt. Wie hoch sind
die Kosten durch Raucher und Fettleibige tatsächlich?

Das Ergebnis: Gesunde, schlanke Menschen sind für das Gesundheitssystem

teurer als Raucher und Übergewichtige, schreiben van Baal und seine
Kollegen in der Fachzeitschrift " Public Library of Science Medicine".
Der Grund ist einfach: Die längere Lebenserwartung der Gesunden und
Schlanken kommt den Staat letztlich teuer.

Raucher lebten sieben Jahre kürzer als schlanke Nichtraucher
Die Forscher hatten die Ergebnisse nicht anhand von statistischen
Auswertungen realer Fälle, sondern anhand von Simulationen gewonnen.
Dazu schufen sie drei hypothetische Gruppen: schlanke Nichtraucher,
schlanke Raucher und fettleibige Nichtraucher (Body-Mass-Index über
30).
Als Grundlage für die Simulationen nutzten sie Datenmaterial von
20-jährigen Männern und Frauen aus den Niederlanden.

Anhand von statistischen Erkrankungswahrscheinlichkeiten berechneten
sie
für jede Gruppe die zu erwartenden Krankheiten im Laufe des Lebens und
die damit verbundenen Kosten - bis zum jeweiligen statistischen
Todesalter. Gesunde, schlanke Menschen hatten der Erhebung zufolge eine

durchschnittliche Lebenserwartung von 84 Jahren. Bei Übergewichtigen
waren es etwa 80, bei Rauchern rund 77 Jahre.

Raucher und Fettleibige neigten stärker zu Herzkrankheiten als die
gesunde Vergleichsgruppe. Krebserkrankungen traten - abgesehen von
Lungenkrebs - bei allen jedoch gleich häufig auf. Diabetes wurde am
häufigsten bei den Übergewichtigen festgestellt, dafür hatten die
Gesunden die meisten Schlaganfälle.

Das Ergebnis: Die Raucher kamen den Staat am billigsten. Im Alter von
20
bis zu ihrem Tod verursachten sie durchschnittlich rund 220.000 Euro an

Behandlungskosten. Die Übergewichtigen kosteten 250.000 Euro. Die
gesunde, schlanke Gruppe war am teuersten: 281.000 Euro.

Die lange Lebenserwartung gibt den Ausschlag bei der Kostenberechnung.
Das wird auch dadurch deutlich, dass bis zum Alter von 56 Jahren die
jährlichen Gesundheitskosten für die Fettleibigen noch am höchsten
liegen und für die gesunde, schlanke Gruppe am niedrigsten.

Die Wissenschaftler kommen aufgrund ihrer Ergebnisse zu dem Schluss,
dass staatliche Vorsorgeprogramme zwar zu einer Verlängerung des Lebens

führen. Weil die gewonnenen Lebensjahre aber für den Einzelnen nicht
unbedingt gesunde Jahre sind, haben sie ihren Preis für die
Gesellschaft. Vorsorgeprogramme zur Verhinderung von Fettleibigkeit und

Rauchen seien daher keine Lösung, um Gesundheitskosten zu senken - so
zynisch das auch klingt.

Der Mechanismus ist einfach: Vorsorgeprogramme bewirken den Forscher
zufolge, dass eine tödliche, aber billige Krankheit durch eine weniger
schlimme, jedoch teurere Krankheit ersetzt wird.

Vor allem beim Rauchen mache sich das bemerkbar, denn es stehe mit
tödlichen und billigen Erkrankungen (zum Beispiel Herzinfarkt) in
Verbindung. Vom rein finanziellen Standpunkt sei es daher sinnvoller,
eher gegen Fettleibigkeit vorzugehen als gegen Rauchen.

Die Autoren der Studie geben zu, dass sie einige Vereinfachungen
vorgenommen haben. Höhere Arbeitsausfälle von Rauchern und Fettleibigen

wurden nicht berücksichtigt - also auch nicht die daraus folgenden
volkswirtschaftlichen Verluste, die die Behandlungskosten bei weitem
überträfen. Außerdem wurden die Belastungen für Angehörige ignoriert,
ebenso wie die geringeren Rentenzahlungen und sinkende
Tabaksteuereinnahmen.

Aber, schreiben die Forscher, finanzielle Aspekte alleine könnten
ohnehin nicht das Hauptkriterium bei der Bewertung sein. Das Ziel eines

Gesundheitssystems sei schließlich nicht, dem Staat Kosten zu ersparen
-
sondern den Menschen Leid.

Nutzhanf


35. Studie erschienen: Flachs und Hanf: Künftig Chancen in Deutschland?

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Pressemitteilung , 13.02.2008
Dr. Torsten Gabriel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
http://idw-online.de/pages/de/news246749

Flachs und Hanf: Künftig Chancen in Deutschland?

Studie des nova-Instituts als Gülzower Fachgespräch Band 26
veröffentlicht
Die Studie "Markt- und Konkurrenzsituation bei Naturfasern und
Naturfaser-Werkstoffen (Deutschland und EU)" wurde vom
Bundesministerium
für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert. Sie gibt

einen umfassenden Überblick über die aktuelle Marktsituation und die
Zukunftschancen der alten Kulturpflanzen Flachs und Hanf. Auch wenn die

aktuellen Anbauzahlen sehr gering sind, bieten sich attraktive
Marktpotenziale in zahlreichen Anwendungen. Welche das sind und wie man

sie erschließen könnte, das behandeln die Autoren um Michael Carus vom
nova-Institut ausführlich auf fast 400 Seiten.
Flachs und Hanf wurden und werden vor allem wegen ihrer hochwertigen
Naturfasern angebaut. Während in der EU die Nutzung von Flachs
überwiegt, räumen Fachleute in Deutschland vor allem dem Hanfanbau gute

Chancen ein. Deshalb wurde auf diesen Aspekt ein besonderer Schwerpunkt

gelegt.
Doch auch zum Flachs oder Faserlein finden sich in der Studie
zahlreiche
Fakten, von der Wirtschaftlichkeit des Anbaus und der
Weiterverarbeitung
über die technischen Eigenschaften und Preise bis hin zum heutigen und
zukünftigen Marktvolumen und der damit eng zusammen hängenden
Konkurrenzsituation gegenüber exotischen Fasern.
Die Darstellung listet jedoch nicht nur Daten auf, sie bezieht auch
Stellung. Auf die Frage, warum Flachs und Hanf die Chance zu einer
Renaissance bekommen sollten, gibt sie Antworten. Eine davon lautet:
Der
deutlich unter dem von Konkurrenzprodukten liegende Energieaufwand zur
Herstellung der Fasern macht den Rohstoff unter ökologischen
Gesichtspunkten interessant. Die Studie zeigt weitere ökologische
Vorteile auf, untersucht aber auch Hemmnisse, die der Anbauerweiterung
derzeit entgegenstehen.
Das nova-Institut beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dem
Thema Naturfasern, Michael Carus hat dazu seit 1993 zahlreiche Bücher,
Broschüren und Fachartikel veröffentlicht.
Die Gülzower Fachgespräche werden von der Fachagentur Nachwachsende
Rohstoffe (FNR) herausgegeben. Der Band 26 "Markt- und
Konkurrenzsituation bei Naturfasern und Naturfaser-Werkstoffen
(Deutschland und EU)" kann kostenlos auf www.fnr.de - Literatur
bestellt
werden.
Nicole Paul


36. Ein Haus aus Hanf, Lehm und Holz

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Pressemitteilung Webservice, 16.02.08
http://www.pressemitteilung.ws/node/122271

Neuer umweltfreundlicher Baustoff entwickelt. Ein Haus aus Hanf, Lehm
und Holz

Das Rad wurde zwar nicht neu erfunden, doch mit seinem Projekt
NEUZEITBAU liegt der Berliner Architekt Frank Braun voll im Trend. Mit
den Zutaten Sonne, Wasser, Lehm und Hanf produziert der 51jährige
Visionär einen wärmedämmenden, atmungsaktiven Baustoff, der es mit
jedem
industriell hergestellten Material aufnehmen kann. In Belzig, bei
Berlin, entsteht derzeit das erste NEUZEITBAU Musterhaus. Ab März 2008
kann dieser Prototyp von interessierten Besuchern begutachtet werden.

Das bezüglich unseres immens steigenden Energieverbrauchs einiges im
Argen liegt, dürfte mittlerweile jedem bekannt sein, doch gerade der
Bausektor hat hier noch einige Defizite, im Hinblick auf
ressourcenschonende Produktionsprozesse, wett zu machen.

Bei Neuzeitbau beginnt der Herstellungsprozess des Basismaterials mit
dem Anbau eines nachwachsenden Rohstoffs, mit dem Anbau von Hanf, der
pro Hektar in einer Wachstumsperiode über 13 Tonnen CO2 reduzieren
kann.
Es ist kein fabrikmäßiger Aufschluss des Materials nötig, da die ganze
Pflanze, das innere Mark (Schäbe) als auch die Fasern verwertet werden.

Das gehäckselte Hanfstroh wird mit Lehm und Wasser vermengt und in
großformatige Formen gegossen. Das Material wird nicht aufwendig
gebrannt, wie dies bei herkömmlichen Ziegeln der Fall ist, sondern
lediglich, bei einer Temperatur von 40-50 Grad, luftgetrocknet.
Temperaturen in diesen Größenordnungen können solarthermisch erzeugt
werden. Auf diese Weise wird ein Baumaterial, mit einer Wärmeleitzahl
von unter 0,1 Watt / mk. (Messergebnis der TU Dresden), hergestellt und

gleichzeitig die heute geforderte Wärmedämmung, bei einer
Außenwanddicke
von 36 cm, erfüllt.

Reine Lehmbauten sind allerdings hierzulande nicht häufig anzutreffen,
da ein Haus in unseren Breiten auch einmal mit den Füßen im Wasser
stehen kann und deshalb eine sichere Statik nicht gewährleistet ist.
Was
allerdings Tradition hat, ist zunächst ein Tragwerk aus Holz aufzubauen

und die Zwischenräume (Gefache) mit Lehm und Stroh auszufüllen, wobei
man speziell beim Hanfstroh wesentliche Vorzüge gegenüber dem
herkömmlichen Getreidestroh vorfindet. Zum einen ist der Hektarertrag
der Pflanze um ein wesentliches höher als bei Getreidearten, was der
CO2
Bindung entgegenkommt und zum anderen liegt eine höhere Faseraminierung

vor, die für weniger Volumenschwund bei der Austrocknung sorgt und last

but not least ist es schädlingsresistenter.

Der Architekt und Entwickler Frank Braun ist zuversichtlich, dass sein
Projekt, bei umweltbewussten Bauherren, auf große Akzeptanz stoßen
wird,
zumal die Erstellungskosten weit unter den marktüblichen Preisen für
Energiesparhäuser liegen. Seine Vision geht sogar einen Schritt weiter
und sieht in dieser energieeffizienten Einzelform vielleicht schon den
künftigen städtebaulichen Entwurf des Informationszeitalters.

Weitere Informationen unter:
Neuzeitbau GmbH, Tel. 030/ 81099474, http://www.neuzeitbau.de


Merkwürdiges


37. USA: Promis zum Entzug im Big-Brother-Container

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Max, ohne Datum
http://www.max.de/pop-kultur/people/stars-drogen-klinik/205122,1,article,Suc
ht+zum+Mitfiebern.html

Stars und Drogen
Sucht zum Mitfiebern

Big Brother mit prominenten Junkies! Im amerikanischen Fernsehen treten

Brigitte Nielsen, Porno-Queen Mary Carey und Daniel Baldwin den
Live-Entzug an und machen Schluss mit Drogen und Alkohol.
Von Markus Weiß

Amy checkt ein, Britney checkt aus, Eva und Kirsten sind frisch dabei,
Pete hat sich schon länger nicht mehr blicken lassen. Die Empfangsdamen

in den internationalen Entzugskliniken sehen derzeit mehr Prominente
als
die Paparazzis am roten Teppich. Dank einer amerikanischen Show kann
auch der normale Fernsehzuschauer live dabei sein, wenn die
Berühmtheiten ****, Kapseln und anderen Süchten ade sagen.

Promis im Entzugs-Container
Der Musiksender VH1 griff kurzerhand den Rehab-Rausch auf und steckte
acht "Prominente" in den Entzugs-Container - Big Brother lässt grüßen.
Während die einen ihre Sucht bekämpfen, haben die Fernsehzuschauer eine

neue Sucht gefunden - "Celebrity Rehab" ist ein großer Erfolg und zudem

die ideale Möglichkeit für alle, die noch nicht genug intime Details
über ihre Idole wissen. Mit dabei sind unter anderem Busen-Star
Brigitte
Nielsen, Crazytown-Sänger Seth Binzer und Pornodarstellerin Mary Carey
-
nicht zu verwechseln mit der beinahe gleichnamigen
Acht-Oktaven-Pop-Röhre Mariah Carey, denn in der Drogen-Doku spielt
ausschließlich B-Prominenz mit. Die A-Klasse unter den Stars zieht
weiterhin den Entzug unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor.

Amy und Pete in der zweiten Staffel
Doktor Drew Pinsky kann sich trotzdem vorstellen, in der zweiten
Staffel
den bekannteren Wiederholungstätern zu helfen. Amy Winehouse und Pete
Doherty wären seine Wunschkandidaten. Sie führen ein öffentliches Leben

am Abgrund und machen Schlagzeilen mit Abstürzen, die das Kampftrinken
von Jugendlichen wie einen Kindergeburtstag aussehen lassen. Zwischen
all den Gästen in Einrichtungen wie der Promises Facility, der Priory
und der Cottonwood Clinic gibt es definitiv Leute, deren Drogensucht
keinen wirklich überrascht. Bei anderen hingegen ist das Staunen groß -

jüngster Fall ist Spider-Man-Star Kirsten Dunst.

Bereits im Januar machte Dunst beim Sundance Filmfestival weniger mit
glamourösen Auftritten auf dem roten Teppich Schlagzeilen als mit
durchgefeierten Partynächten. In der Privatklinik Cirque Lodge hat
Kirsten gute Gesellschaft. Auch ihre Kolleginnen Lindsay Lohan und Eva
Mendes wählten die renommierte Einrichtung, um clean zu werden. Entzug
bleibt jedoch Entzug. Mit Luxus-Urlaub hat das nichts zu tun. "Die
Menschen denken, dass sich die Prominenten in ein Spa-Ressort begeben
und sich gesund machen lassen. Sie haben keine Ahnung davon, wie hart
so
ein Aufenthalt tatsächlich ist", sagt Fernseh-Doktor Drew Pinsky -
davon
kann sich dank VH1 nun jeder selbst ein Bild machen.


38. Rom: Schlangen und Pitbulls bewachen Drogen

==========
Spiegel online, 31.01.08
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,532342,00.html

EINSATZ IN ROM
Schlangen und Pitbulls bewachen Drogen

Unangenehme Überraschung für italienische Drogenfahnder: Bei einer
Razzia in einem Vorort von Rom sahen sich die Polizisten plötzlich
hundert Schlagen und vier Pittbulls gegenüber. Ihr Herrchen hatte sie
als Drogen-Bewacher eingesetzt.

Rom - Die Tiere wurden offenbar nur gehalten, um die in der Villa
versteckten Drogen zu bewachen. Die Polizeibeamten riefen eine
Sondereinheit für gefährliche Tiere zur Hilfe. Mit deren Hilfe konnten
sie das Rauschgift beschlagnahmen.

Eine Razzia mit Erfolg: Sie entdeckten etwa hundert Dosen ****** und
zehn Kilogramm Cannabis. Der Besitzer der Villa, ein mutmaßlicher
Drogenhändler, und ein Komplize wurden festgenommen.
jjc/AFP


Verschiedenes


39. Termine

28.-30.03.2008 in Bern: CannaTrade.ch
http://www.cannatrade.com/ct/index.php?nav=1000&lang=de

10.-12. Oktober in Wien: internationale Hanfmesse „cultiva“
http://www.cultiva.at/


Freitag, 13.06.2008, 16.00 – 18.00 Uhr
FEZ Berlin, An der Wuhlheide 197, 12459 Berlin
Podiumsdiskussion: Cannabis: Legalize it?
Geplante Podiumsteilnehmerinnen und -teilnehmer:
• Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung
• Max Plenert, Koordinator Fachforum Drogen, Grüne Jugend
• Günter Amendt, Sozialwissenschaftler, Suchtexperte und Publizist
• Wolfgang Sterneck, Alice – The Drug- and Culture Project
• Peter Tossmann, Koordinator „Realize it“, Forschungsinstitut Delphi

aXXL
29.03.2008, 13:32
7.

Uff! Danke Georg, danke Steffen. Good Job...!

Babomera
30.03.2008, 12:39
Podiumsdiskussion zum Thema Cannabis

http://www.jungfrau-zeitung.ch/artikel/?cq_*8d3c0062=ivxPU=8798711v

Tzilma
30.03.2008, 15:10
hallo!

für die iacm-news gibts einen extra thread von eleanor r. :)
der countdown zu den 100 läuft. freu, freu und zwei *habe ich so gehört* sind auch bald am start. :)

:)

Babomera
02.04.2008, 16:23
Gras im Grenzverkehr
http://www.faz.net (http://www.faz.net/s/Rub8E1390D3396F422B869A49268EE3F15C/Doc%7EEAAF5ED4BE753480786B559D7EC3ABF7F%7EATpl%7EE common%7EScontent.html?rss_googlefeed)

aXXL
02.04.2008, 20:12
Die Rick S.-Story.
Insgesamt 7 Teile.

Hier Part 1.
Rest bei Youtube "Medical Cannabis" (nach Datum geordnet.)

http://www.*************watch?v=TSLPkduQGDk

Gruß

Axel

Babomera
03.04.2008, 17:49
Ganz toll :top:
http://www.welt.de/hamburg/article1864091/Hollaender_verlegen_Plantagen_ueber_die_Grenze (http://www.welt.de/hamburg/article1864091/Hollaender_verlegen_Plantagen_ueber_die_Grenze.htm l)

aXXL
03.04.2008, 21:20
MEHR "GANZ TOLL":

http://www.szon.de/news/politik/vermischtes/200803281356.html

http://www.tlz.de/tlz/tlz.nachbarstaedte.volltext.php?kennung=on1tlzLOKS taJena39539&zulieferer=tlz&kategorie=LOK&rubrik=Stadt&region=Jena&auftritt=TLZ&dbserver=1

UND NOCH TOLLER:

http://www.bild.de/BILD/leute/star-news/2008/04/03/corinna-juergens/auf-der-****-party

Babomera
04.04.2008, 05:14
Zu dem von Axxl angegebenen Fall in Jena, hier die Bilder:
http://diashow.otz.de/otz/jena.diashow.cannabis/otz.jena.diashow.cannabis.frameset.php

Find ich gut, dass die Polizei werbung für das Hanfblatt und die Grow macht.
Ebenso sind die dazu gehörigen Kommentare auch nicht von schlechten Eltern.

aXXL
04.04.2008, 10:49
TOLL-STORIES AUS TOLLHAUS-LAND:

http://www.welt.de/berlin/article1860323/Fall_Kristina_Hani_kommt_jetzt_vor_Gericht.html
(Kommentare...)

http://www.blick.ch/news/ausland/drogen-baron-30-jahre-knast-35598
(78 Gesichtsoperationen)

http://www.ln-online.de/lokales/2332373
(Drogen-Dedektor, Drogen-Hund, Drogen-Schwein, Drogen-Frettchen...)

http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Landsberg/Uebersicht/Artikel,-Polizei-stuermt-Kellerraeume-Drogen-Party-fliegt-auf-_arid,1199801_regid,2_puid,2_pageid,4500.html
(Verirrte Oktober-Fest-Besucher im April?)

http://derstandard.at/?url=/?id=3284927
(Stellvertreter-Drogenkrieg)

aXXL`s Fazit: Der Drogenkrieg ist weder gegen die vielfältigen Substanzen - noch gegen ihre Konsumenten zu gewinnen, aber er sichert Beschäftigung im großflächigen Ausbringen von unglaublichem Elend infolge permanenter Kriminalisierung.

aXXL
04.04.2008, 13:19
MEHR TOLLHAUS:

http://www.lifeline.de/cda/nachrichten/medizin-news/content-181465.html

http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1206872408601.shtml

http://www.stuttgart-journal.de/tp/index.php?id=53&tx_ttnews%5Btt_news%5D=567&tx_ttnews%5BbackPid%5D=11&cHash=d767033ff7

http://afp.google.com/article/ALeqM5jfwiY6xId9LQ2x2rILj5g7onTscA

http://www.20min.ch/


Prima TOLLHAUS-Präventions-Ergebnisse: Tote, Verletzte, Inhaftierte und Kriminalisierte.

aXXL
04.04.2008, 13:31
TOLL IM KNAST:

http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3158281,00.html

Babomera
04.04.2008, 18:05
Aus der Haft, in die Haft
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/50664/1166444/bundespolizeiinspektion_flughafen_duesseldoerf



Hi Axel,
scheint so als hätte dir das Wort "toll" es sehr angetan?!
Das "Ganz toll" bezog sich auf die Polizei und nicht auf die Grower. Nicht das es zu missverständnissen gekommen ist.

Gruß
Babo

aXXL
04.04.2008, 19:11
Moin Babo,
keine Missverständnisse. Wahrscheinlich eher Zynismus über die totale Hilflosigkeit des Staates,
einem Problem angeblich Herr werden zu wollen, aber permanent das Falsche zu tun.

Gruß
Axel

aXXL
04.04.2008, 19:27
Zum Thread 1455:
"Gemäß der Rechtslage wurde von der Bundespolizei ein Strafverfahren gegen den 53-jährigen Deutschen eingeleitet, da das deutsche Strafrecht bestimmte Straftaten verfolgt, auch wenn diese im Ausland begangen wurden -international geschützte Rechtsgüter-. "

Ist mir 1975 in den Niederlanden und anschließend in Deutschland passiert: Doppelbestrafung für das gleiche Delikt.

Erinnere mich, als wenn es gestern war, wie der U-Richter damals folgende Gesetzes-Passage zitierte:
"Für eine im Ausland begangene Straftat kann (man) im Inland erneut verurteilt werden, wenn das im Ausland ergangene Strafmaß erheblich unter dem hier zu erwartenden liegt."

Der Ankauf von BtM brachte mir in Holland damals 2 Monate Haft. Nach erfolgter Abschiebung wurde ich wegen des gleiches Deliktes in Deutschland erneut verurteilt: 27 Monate Haft.
Bis auf den letzten Tag verbüßt.
Ohne Urlaub, ohne Freigang, ohne Möglichkeit der Vorbereitung auf (m)ein Leben in Freiheit.

"RESOZIALISIERUNG" ist nichts als ein Schlagwort, das im Falle von BtM-Tätern keine Anwendung findet, wenn die Exekutive es nicht will.
Auch solche Dinge findet aXXL "gaaaaanz tollll!"

Realizer
04.04.2008, 19:38
IM KNAST:

wenn ihr mal "live-elend" von angehörigen mitverfolgen wollt, dann empfehle ich die mailingliste von www.knast.net (http://www.knast.net:)

sagt Realizer

aXXL
05.04.2008, 09:13
Aufruf zum „Worldwide Marijuana Marsh“ in Frankfurt

Vogelsbergkreis. Anfang Mai finden unter dem Motto „Worldwide Marijuana
Marsh“ weltweit in über 220 Städten Demonstrationen und Kundgebungen für die
Entkriminalisierung von Marihuana statt. Die Grüne Hilfe Hessen, linksjugend
(’solid)-Vogelsberg und Die Linke.- KV Vogelsberg rufen gemeinsam zur
Unterstützung des überparteilichen „Worldwide Marijuana Marsh“ am Samstag,
den 3.Mai in Frankfurt auf:
„Der Konsum von Cannabis sei längst ein Massenphänomen. Ein immer noch
strafbares Massenphänomen, und das obwohl mit den Verboten in erster Linie
die Gesundheit des Einzelnen geschützt werden solle. Aufgabe des
Strafrechtes sei es jedoch, nur grob abweichendes Verhalten zu
sanktionieren. Dies sei Konsens in allen Sparten der Kriminalwissenschaft.
Nur ein Verhalten, das die Gesellschaft schlechterdings nicht hinnehmen
könne, dürfe strafbar sein. Angesichts des relativ geringen
Gefährdungspotentials von Cannabis, der massenhaften Verbreitung dieser
Droge und in Anbetracht der Gefahren, die aus den Begleitumständen am
illegalen Markt resultieren, sei das Cannabisverbot nicht mehr zu begründen.
Drogenpolitik werde nur durch eine enge Verbindung von Prävention,
ausstiegsorientierten Hilfen und Gesundheitshilfen für Kranke erfolgreich
sein. Um die Kriminalisierung von DrogengebraucherInnen zu stoppen treten
wir für eine Liberalisierung des Betäubungsmittelrechts ein und rufen zur
Beteiligung am „Worldwide Marijuana Marsh“ in Frankfurt auf, heißt es im
Aufruf der Vogelsberger Linken.
Als Sprecher der linken Landensarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik Hessen
erläuterte Joachim Biermanski aus Alsfeld, dass die derzeitige
Kriminalisierung von drogengebrauchenden Menschen durch Zerstörung von
Lebensläufen, Vertrauensverhältnissen, Freundschaften und Familien mehr
Probleme schaffe, als sie vorgebe zu lösen. Die herrschende Verbotspolitik
bewirke soziale Ausgrenzung durch Kriminalisierung, befördere den
Schwarzmarkt und verhindere durch die Deregulation des Marktes notwendigen
VerbraucherInnenschutz, der auch für DrogengebraucherInnen ein Menschenrecht
sei, so Biermanski.
Zum „Worldwide Marijuana Marsh“ in Frankfurt vermittelt „Die Linke im
Vogelsberg“ unter Fon: 06631- 708224 Fahrgemeinschaften.

aXXL
05.04.2008, 09:45
MARIHUANA. FOR MECICAL PURPOSES ONLY.
Part 1, 2, and 3

http://www.*************watch?v=X9N0snvL5To&feature=related

DesStaa
05.04.2008, 13:53
„Worldwide Marijuana Marsh“

Ähm aXXL, auch wenn ich jetzt Erbsenzählermässig rüberkommen, aber heisst es nicht "March"?
Oder ist da vielleicht ein Wortwitz drin, den ich nicht raffe? Dann bitte erläutern :-)

Wissen ist Macht.

gruss, Des

Ps. "Marsh" bedeutet soviel wie "Sumpf" und aus diesem will die Hanf-Szene doch eher raus, oder?

aXXL
05.04.2008, 18:18
Moin DesStaa,
wenn wir tatsächliche Erbsen zählten, müssten die "-mässigen" auch klein geschrieben sein.
Den eigentlichen Gag an der Sache kann ich Dir also nicht erklären, denn weder hab ich das Motto formuliert, noch den "March" oder "Marsh" initiiert oder könnte gesundheitlich daran teilnehmen, was man (links) zu Fuß geändert wünscht.
Tatsache ist, dass ich die auf meinem Rechner gelandeten News 1 zu 1 in den Thread setze, um auf meine Weise als Katalysator für die weitere Verbreitung zu fungieren.
Sehr viel mehr geht im Augenblick ohnehin nicht, weil mir inzwischen in der neunten Woche des quasi "chemokeulenden Spritzens und Pillenfressens" die Kräfte ziemlich ausgehen vor lauter andauerndem Dünnpfiff, Schlafstörungen, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und unter dem ekelhaften Gefühl, als wenn unaufhörlich jemand mit einer Eisenstange auf mein Birnen-Glöckchen eindrischt.

Fast geht es mir wie Mister Tim Timmons, Texas, der bei YOUTUBE einen ziemlich drastischen Aufruf gestartet hat:
http://www.*************watch?v=qFddamg-ez8
Bloß mit dem Unterschied, dass mein Strafurteil für die medizinische Verwendung von Cannabis bereits gesprochen ist und alles darauf hindeutet, dass ich meine zwischen 1971 und 1978 gemachten (bitteren) Knast-Erfahrungen offensichtlich wiederholen soll, weil es dem System wohl noch nicht genügt, dass ich nach allen gängigen Kriterien vollständig resozialisiert bin und lediglich eine Substanz zur Gesundheitsstabilisierung verwende, an deren Wirksamkeit nach ärztlichen und wissenschaftlichen Erkenntnissen keinerlei Zweifel mehr bestehen dürfte.

Wenn es aber so ist, dass heutzutage Recht und Politik über medizinische Frage entscheiden sollen und dies weiterhin ablehnend tun wie bisher, dann ist die Zeit des "Erbsenzählens im Marsh" tatsächlich schon angebrochen. Dann rette sich, wer (gerade noch) kann. Am besten per "March".

Realizer
05.04.2008, 18:58
Bloß mit dem Unterschied, dass mein Strafurteil für die medizinische Verwendung von Cannabis bereits gesprochen ist und alles darauf hindeutet, dass ich meine zwischen 1971 und 1978 gemachten (bitteren) Knast-Erfahrungen offensichtlich wiederholen soll, weil es dem System wohl noch nicht genügt, dass ich nach allen gängigen Kriterien vollständig resozialisiert bin und lediglich eine Substanz zur Gesundheitsstabilisierung verwende, an deren Wirksamkeit nach ärztlichen und wissenschaftlichen Erkenntnissen keinerlei Zweifel mehr bestehen dürfte.
dann ändere doch mal deine strategie(n)! es wird doch wohl nicht schwer fallen, eine "haftunfähigkeit" rauszuboxen, alter...!

diese verbindest du dann mit deinem krankheitsbild und lässt dir dann dieses synthetische DRONABINOL© verordnen. ein arzt wird das ja wohl in deinem falle verschreiben. kannst es ja immer noch ins klo schütten, um der "pharmafia" eins auszuwischen, oder?

denkt Realizer

DesStaa
05.04.2008, 20:12
Tatsache ist, dass ich die auf meinem Rechner gelandeten News 1 zu 1 in den Thread setze
Achso, das erklärt alles. Ich hab mich schon gewundert, weil Du ja an sich mit Worten und Sprache nun wirklich gut umgehen kannst. Da fiel dieser komische Schnitzer schon auf. Ich glaube Du hattest vor einiger Zeit schonmal auf den WMM hingewiesen, da war die Schreibweise auch so sumpfig. :-) Damals konnte ich mich noch bremsen, nicht den Erbsenzähler zu spielen.

... Wie auch immer: Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit! Ich hoffe wirklich die wagen es nicht Dich einzuknasten. Das wäre einfach nicht angemessen! Das wäre ne Farce!

Jetzt mache ich mal meinen March zum Einkaufen...

Gruss, Des

Babomera
05.04.2008, 20:15
Hi,
ob das alles wie du (Realizer) sagst funktionieren würde, ist fraglich.

Nicht das ich Axels Krankheit in irgendeiner Weise harmlos finde, aber es gibt sicher Leidende die noch schlimmer dran sind als er und die immer noch keine Möglichkeit haben Cannabis als Schmerzmittel zu verwenden. Die Krankenkassen bezahlen fast nie diese Medikamente und deshalb müssten die Kosten Privat getragen werden. Nur wie soll bitte ein Patient, der schwer Krank und wahrscheinlich nicht arbeiten kann, solche Kosten bezahlen können?!Ich glaube, dass 500 Milligramm Dronabinol ca. 400€ kosten sollen, wenn nicht sogar noch mehr! Ohne die Unterstützung von anderen, ist dies für die meisten unbezahlbar!!!

Es ist wirklich Traurig, wie das in Deutschland mit Cannabis als Schmerzmittel gehandhabt ist. Ich bin zwar für die vollständige Legalisierung von Hanf, aber mir würde es schon reichen wenn sich wenigstens was im Bereich Medizin tun würde. Aber nein, es interessiert keinen!!!
Hauptsache Morphin wird weiterhin bei starken Schmerzen verschrieben und die Patientin werden Süchtig danach. Aber wie schon gesagt, wenn interessierts?


Noch ein schönes Wochende an alle die sich hier beteiligen,
Babo

aXXL
05.04.2008, 20:44
@Realizer:
Es geht mir nicht um "Haftunfähigkeitsspielchen". Ich frage nach GRUNDRECHTEN.
Ausserdem ist die Entscheidung über Haftunfähigkeit abhängig von Personen, die an die Möglichkeit der angemessenen medizinischen Versorgung hinter Gittern glauben. Notfalls kommt man - wie jüngst ein SCM-Mitglied - in ein Haftkrankenhaus (in diesem Fall Hohenasperg).

Was Dronabinol angeht: Es ist in der Wirkungsweise nicht identisch mit Cannabis, sondern nur
ähnlich. Schau Dir mal an, was der Patient Volker Krug darüber zu sagen hat. Auf der neuen SCM-Website müsste ein Artikel über ihn stehen. Ausserdem ist Dronabinol ÜBERTEUERT.
Drittens ist eine Dronabinol-Verschreibung als Beweisstück ohnehin Bestandteil meiner Verfahrens-Akte. Die Kasse (AOK-SH) hat die Erstattung mehrfach abgelehnt.
Was also soll ich mit einem Medikament, das ich mir (privat) nicht leisten kann zu bezahlen, und von welchem viele Mitpatienten berichten, dass es im Vergleich zu pflanzlichem Cannabis nur eine miserable Notlösung ist?

Ich verweise nochmals auf das Gutachten, dass Dr. Körner - Deutschlands höchster Drogenverfolger bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt - renommierter BTM-Kommentator - zur medizinischen Verwendung von Cannabis geschrieben hat. Du findest es hier irgendwo unter den 1450 Beiträgen oder - sobald die SCM-Website vollständig installiert ist - erneut im BLOGG der SCM-Seite.

@Babomera:
Die Verschreibung von Morphin wird heutzutage ebenfalls eher sehr restriktiv gehandhabt. Grund: Viele Ärzte haben Muffe vor dem Verwaltungsaufwand, kennen sich in "Suchtmedizin" nicht aus und wollen keine Verantwortung für mögliche Fehlentwicklungen übernehmen. Die Schmerzambulanzen, die in der BRD mit Morphin-Präparaten arbeiten, kann man an wenigen Fingern abzählen. Einen tieferen Einblick in die Materie vermitteln die www.morphinistenseite.com und dortselbst beispielsweise die Beiträge von Dr. Kapuste.

Danke für die Besserungswünsche, Des.
Das wird schon...

Realizer
05.04.2008, 21:45
@Realizer:
Es geht mir nicht um "Haftunfähigkeitsspielchen". Ich frage nach GRUNDRECHTEN.
Ausserdem ist die Entscheidung über Haftunfähigkeit abhängig von Personen, die an die Möglichkeit der angemessenen medizinischen Versorgung hinter Gittern glauben. Notfalls kommt man - wie jüngst ein SCM-Mitglied - in ein Haftkrankenhaus (in diesem Fall Hohenasperg).
du aXXL, ich hab im JVK Fröndenberg (JVK = Justizvollzugskrankenhaus) gesessen und mir hats die sprache verschlagen. weisst du eigentlich wie mies die medizinische versorgung in den knästen ist? total miserabel. ich habe auch derbste hafterfahrungen und die "bediensteten" spielen mit einem dort. auch die ärzte dort sind verwegen, nicht alle, aber viele.

wenn du glaubst, es gibt die möglichkeit der "angemessenen versorgung", dann irrst du. es gibt bundesweit von über 80.000 gefangenen kaum mehr als 1.000 substituierte im knast!! die obersrte divise lautet dort: ABSTINENZ! dass menschen dann wie die hunde leiden, dass kann sich wohl jeder vorstellen, der schon mal gesessen hat (klar, es gibt ja auch im knast drogen, aber für welchen preis?) o.k., bei den verschiedenen haftformen (u-haft, strafhaft, etc...) kann man mit GELD so einiges bewegen. ich habe häftlinge kennengelernt, die haben sich 3mal täglich ihr essen auf die zelle von draussen bringen lassen. so ist das mit der medizinischen versorgung auch.


Was Dronabinol angeht: Es ist in der Wirkungsweise nicht identisch mit Cannabis, sondern nur
ähnlich. Schau Dir mal an, was der Patient Volker Krug darüber zu sagen hat. Auf der neuen SCM-Website müsste ein Artikel über ihn stehen. Ausserdem ist Dronabinol ÜBERTEUERT.
na klar ist es ein unverschämter preis, den die "pharmafia" verlangt. aber ich kenne menschen, für die ist DRONABINOL© das potenteste heilmittel der wahl! laut aussagenberichte gehen die entzündungen weg. bei den verschiedenen apllikationsformen (oral oder inhalativ oder transdermal) kann man selbst entscheiden, wie man es anwendet. ich kenne niemanden, bei dem es nicht wie erwartet, gewirkt hatte.


Drittens ist eine Dronabinol-Verschreibung als Beweisstück ohnehin Bestandteil meiner Verfahrens-Akte. Die Kasse (AOK-SH) hat die Erstattung mehrfach abgelehnt.
Was also soll ich mit einem Medikament, das ich mir (privat) nicht leisten kann zu bezahlen, und von welchem viele Mitpatienten berichten, dass es im Vergleich zu pflanzlichem Cannabis nur eine miserable Notlösung ist?
menno. ich will dir nicht eine "haftunfähigkeitlösung" vorschlagen, aber mit dem kopf durch die wand hats auch noch keiner im knast geschafft. hast du es denn überhaupt schon einmal mit DRONABINOL© versucht? viele behaupten, es turnt nicht. das stimmt aber nicht. sie sagen das doch nur, weil sie "echtes kraut" haben wollen. und deine richter denken bestimmt, "ach, der WILL doch nur eine DROGE mehr!", oder was meinst du?

wechsel dann doch mal die krankenkasse. die AOK ist bekannt dafür, dass sie ablehnt!


Ich verweise nochmals auf das Gutachten, dass Dr. Körner - Deutschlands höchster Drogenverfolger bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt - renommierter BTM-Kommentator - zur medizinischen Verwendung von Cannabis geschrieben hat. Du findest es hier irgendwo unter den 1450 Beiträgen oder - sobald die SCM-Website vollständig installiert ist - erneut im BLOGG der SCM-Seite.
was sagt der typ denn? ist er etwa "befangen"? ich finde es nicht auf die schnelle.


Die Verschreibung von Morphin wird heutzutage ebenfalls eher sehr restriktiv gehandhabt. Grund: Viele Ärzte haben Muffe vor dem Verwaltungsaufwand, kennen sich in "Suchtmedizin" nicht aus und wollen keine Verantwortung für mögliche Fehlentwicklungen übernehmen. Die Schmerzambulanzen, die in der BRD mit Morphin-Präparaten arbeiten, kann man an wenigen Fingern abzählen. Einen tieferen Einblick in die Materie vermitteln die www.morphinistenseite.com (http://www.morphinistenseite.com/) und dortselbst beispielsweise die Beiträge von Dr. Kapuste.
die morphionistenseite bringt es auf den punkt. JOP!


auch euch ALLEN beste genesungswünsche!

edit: wenn die mit dir schon solche faulen spielchen spielen (und das hast du aXXL nicht verdient), dann spiele doch auch mal mit denen. das nennt sich umkehreffekt. wie das geht, das möchte ich ungerne öffentlich schreiben.

sagt Realizer

Realizer
05.04.2008, 22:52
Hi,
ob das alles wie du (Realizer) sagst funktionieren würde, ist fraglich.

es "kann" aber funktionieren, Babomera. Vielleicht.



Nicht das ich Axels Krankheit in irgendeiner Weise harmlos finde, aber es gibt sicher Leidende die noch schlimmer dran sind als er und die immer noch keine Möglichkeit haben Cannabis als Schmerzmittel zu verwenden.
ja, leider! und das ist im 21.jahrhundert tragisch. menschen fliegen in den weltraum, in anderen kontineneten verhungern sie einfach.

ich werde noch später auf dein qouting eingehen. das können wir bis zum post 2.000 weiterführen.



ich danke dir für deine antwort.


sagt Realizer

aXXL
06.04.2008, 11:03
Moin Realizer:
Wie bereits erwähnt: Meine eigenen Erfahrungen habe ich mit den Verhältnissen im Knast bereits zur Übergenüge gemacht. Vorwiegend im Saarland, das berüchtigt dafür gewesen ist, seinen Häftlingen in der Behandlung und Umgangsweise einen ähnlich steinzeitlichen Stil aufzubürden wie die bayrischen Gefängnisse.
Inzwischen liegt meine letzte Verbüßung zwar gute 30 Jahre zurück und ich kann stolz darauf sein, seither nicht mehr eingeflogen zu sein, aber das liegt m. E. nicht so sehr an den fragwürdigen Umständen im Kittchen, sondern eher an meinen eigenen ernsthaften Versuchen, meinem Leben andere Ziele zu geben als ein Verharren in (illegalisierter) Drogenabhängigkeit und zwangsläufiger Konfrontation mit der Justiz.
Dass eine solche "menschliche Wandlung" nicht einfach ist, beweist die ansonsten bestehende hohe Rückfall-Quote, der ich maßgeblich durch eine ordentliche Substitution (seit 1981), durch geregeltes Arbeiten und durch den Aufbau von Sozialkontakten entgegentreten konnte.

Wir haben uns allerdings missverstanden, was die "angemessene medizinische Versorgung" in Haftanstalten angeht. Ich persönlich glaube nämlich nicht daran.
Wenn schon innerhalb der (freien) Gesellschaft ein Zwei-Klassen-Gesundheitssystem besteht, das die Bessergestellten bevorzugt, dann ist es doch wohl logisch, dass eine soziale Randgruppe wie die Knackis lediglich so etwas wie eine "medizinische Notversorgung" erhält. Natürlich wird das von den Verantwortlichen rigoros bestritten, aber der Zwang zu (kaltem) Entzug und zur Abstinenz in den meisten deutschen Haftanstalten zeigt, dass Abhängigkeitsformen von diversen Substanzen noch immer keine echte Anerkennung als KRANKHEIT gefunden haben, sondern vielmehr einer Wertung von "persönlicher Pervertiertheit" oder "bestrafenswürdiger Willensschwäche" unterliegen.

Was das Gutachten zur medizinischen Nutzung von Cannabis aus der Feder von Dr. Körner angeht, bitte ich Dich noch einige Tage zu warten, bis die SCM-Website wieder online ist. Ich hab das Gutachten zwar vorliegen, aber keinen Bock die entscheidenden Passagen Wort für Wort abzutippen. Nur soviel: Du wirst überrascht sein, was der "Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung der Drogenkriminalität und Oberstaatsanwalt beim Landgericht Frankfurt" für eine (progressive) Meinung vertritt. Unter anderem hält er die Festlegung auf ein bestimmtes Medikament (Dronabinol, Extrakt) für nicht gesetzeskonform, weil es der Auffassung der "freien Therapiewahl" widerspricht.
Google mal ein wenig und leiste ein wenig Vorarbeit, falls Dich das Thema ernsthaft interessiert.


Es besteht übrigens auch meinerseits kein Zweifel daran, dass es Menschen gibt, deren Krankheiten und Leiden sehr viel schlimmer sind als meine eigenen. Das hält mich jedoch nicht davon ab, mich für mein eigenes Überlebens-Interesse einzusetzen und alles Mögliche zu unternehmen, um meine eigenen Rechte zu hinterfragen und einzufordern. Mag sein, dass ich dies inzwischen auch stellvertretend für eine hohe Dunkelziffer an Betroffenen tue, die sich nicht (mehr) so artikulieren können wie ich oder die bereits an den finanziellen Erforderlichkeiten - Gebühren, Porto, Anwaltskosten etc. - zur Wahrung ihrer Interessen scheitern.
Die wahren Dimensionen des Geschehens sind mir zugegebenermaßen erst richtig deutlich geworden, nachdem mir die Vernetzung zu anderen Patienten Aufschluß darüber gegeben hat, was wirklich läuft im Staate BRD: Grausame Widerlichkeiten zu Lasten Tausender Einzelschicksale.
Du musst Dir nur mal die Beiträge bei YOUTUBE zu "medical Cannabis" anzuschauen und Dir klar darüber werden, dass sich im Ami-Land auch bloß die Spitze des Eisberges an betroffenen Patienten zeigt/zeigen kann. Übertrag das auf Deutschland und Du erhältst eine annähernde Ahnung davon, was hier seit mehr als 10 Jahren (und Gründung des ACM) passiert...:
Eine verwaltungsbehördlich willentliche Hinnahme von Gesundheitsverschlechterung in einer Unzahl von Einzelfällen.
Was dieses ignorante Verhalten bewirkt, was es letztendlich kostet und was es für schreckliche Konsequenzen hat, das sollte man von seiner Regierung, von der Justiz, von der Verwaltung und von der Ärzteschaft erwarten dürfen, dass es abgestellt - und dem Elend endlich entgegen getreten wird.

Nochmals zu Dronabinol: Was hilft mir es auszuprobieren und möglicherweise für gut zu befinden, wenn ich es mir definitiv nicht leisten kann? Als chronisch Kranker ist man auf die dauerhafte Einnahme von Medikation angewiesen, d. h. die Sicherung der Gewährleistung einer ununterbrochenen Medikamentenvergabe ist das A und O einer Aussicht auf Leidensminimierung und
Lebensqualitätsverbesserung. Muss ich hier wirklich noch einmal darauf verweisen, dass die körperliche Unversehrtheit Bestandteil unseres Grundgesetzes ist und es keinen logisch nachvollziehbaren Sinn macht, ein billiges, möglicherweise sogar selbst anzubauendes, seit Jahrtausenden bewährtes und bekanntes Heilmittel zu verbieten, wenn mit diesem Verbot die Verpflichtung zum Ertragen von Schmerz und anderen schlimmen Symptomen einhergeht und darüber hinaus eine Strafverfolgung droht, sofern man sich dieser "staatlichen Schmerzverpflichtung" nicht unterordnen kann oder will?

Was den vorgeschlagenen Krankenkassen-Wechsel angeht, so ist auch diese Möglichkeit eine Frage der Finanzierbarkeit. Ich empfände es jedoch als feige, die AOK aus ihrer ethisch moralischen Pflicht einer Erstattung von wirksamen Medikamenten zu entlassen, zumal ich als AOK-Mitglied Beiträge ohne Ende gelöhnt habe. Für mich wäre das vergleichbar mit einem Patienten-Asyl in Oregon oder Kalifornien, dem ich mich zuwende, bloß weil im eigenen Land kein diesbezüglicher Fortschritt zu verzeichnen ist.
Du würdest sicher auch nicht wollen, dass ich Dir rate zu saufen, bloß weil der Genusskonsum von Cannabis einer unmöglichen Verbotsstrategie unterliegt.
Oder?

Gabi
06.04.2008, 12:53
@Realizer:
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Ich verweise nochmals auf das Gutachten, dass Dr. Körner - Deutschlands höchster Drogenverfolger bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt - renommierter BTM-Kommentator - zur medizinischen Verwendung von Cannabis geschrieben hat. Du findest es hier irgendwo unter den 1450 Beiträgen oder - sobald die SCM-Website vollständig installiert ist - erneut im BLOGG der SCM-Seite.

..
hier ist das Gutachten von Dr.Körner:
http://blog.selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de/?cat=5&paged=7

Gruß Gabi

Realizer
06.04.2008, 21:15
hier ist das Gutachten von Dr.Körner:
http://blog.selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de/?cat=5&paged=7

@Gabi, ich glaube du meinst dies hier:

http://blog.selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de/?cat=5&paged=12

ich werde mir das gleich mal zu gemüte führen.

@aXXL: deine antwort hat mich gefreut. dazu kommt später noch ein statement.

aXXL
06.04.2008, 23:03
Moin,
heute nachmittag stimmte der Link von Gabi noch. (Danke, Wusel!)
In der Zwischenzeit ist der von Realizer der richtige.
Kann sein, dass das neue System noch nicht richtig greift.
Alles noch so frisch - alles noch so GRÜN hier...

Off topic:
Jon Jon and the Poco Loco Band bei Minus-Graden. Scheiß-Sound, aber wir durften froh sein, nicht erfroren zu sein.
http://www.sylter-ferien-fernsehen.de/?gclid=CI3J9NH5xpICFRAJZwodaTIXvQ
"Hörnumer Osterfeuer heizte ein..."

aXXL
07.04.2008, 11:40
"TOLL-NEWS":

http://www.oe24.at/zeitung/oesterreich/chronik/article283598.ece

http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/Suedwest/Rockerbande-schmuggelt-Drogen-und-Waffen_arid,29617_regid,1_puid,1_pageid,26.html

http://www.op-marburg.de/newsroom/weltimspiegel/zentral/weltimspiegel/art699,563417

http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/essen/2008/4/4/news-35331237/detail.html

Realizer
07.04.2008, 12:13
http://blog.selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de/?cat=5&paged=12



o.k., ich habe mir das gutachten von dr.körner durchgelesen. irgendwie werde ich aber nicht schlau daraus. wenn ein so hoch angesehener mensch, dazu noch oberstaatsanwalt "dafür" stimmt, wie kann es sein, dass der gesetzgeber immer noch "dagegen" ist?

wenn die "verwendung" von cannabis im öffentlichen interesse liegt, wo bleibt dann die umsetzung?

[zitat von dr.körner]:
,,Kann die medizinische Nutzung von Cannabis erlaubt werden?"
und gelangte zur der Antwort, dass der Erwerb, Besitz and der Anbau von
Cannabis zu medizinischen Zwecken bei Schwerkranken im öffentlichen
Interesse liegen und unter ärztlicher Kontrolle deshalb nach § 3 Abs. 2 BtMG
als Ausnahme genehmigt werden kann, obwohl die zuständige Verwaltungsbehörde
entsprechende Anträge von Individualpersonen bislang regelmässig abgelehnt
hatte.
[zitat ende]


das BfArM gehört doch zum AMG!! was sind das denn für pervertierte spielchen, die auf kosten von schwerkranken patienten ausgetragen werden?

wie willst und gedenkst du, aXXL das denn zu ändern?

selbst in den niederlanden gibt es bedrocan oder simm-18, welche aber NICHT im schengener abkommen integriert sind, zumindestens was die abgabe und einführung dieser heilmittel betrifft.

WTF!

Realizer, leicht angesäuert!

Babomera
07.04.2008, 17:07
Herr Ströbele

http://www.abgeordnetenwatch.de/hans_christian_stroebele-650-5853--f105066.html#frage105066

Realizer
08.04.2008, 09:18
http://www.abgeordnetenwatch.de/hans_christian_stroebele-650-5853--f105066.html#frage105066


was lese ich da? der fragesteller auf der abgeordnetenwatch hat doch einen an der schraube!

[zitat Alexander E.]:
Oder wäre es nicht doch besser, hier endlich mal energische Massnahmen zu ergreifen, anstelle den Besitz und den Konsum von Drogen mit immer weniger und immer harmlioseren Strafen zu ahnden??
[zitat ende]

na KLAR doch! noch MEHR knäste, noch mehr VERURTEILUNGEN, noch mehr LEID! /kopfschüttel/

die antwort von Herrn Ströbele finde ich dafür um so positiver!

[zitat Ströbele]:
Nach einer Entkriminalisierung könnten Anbau und Handel viel besser kontrolliert und Verunreinigungen z.B. durch suchterzeugende Zusätze verhindert werden.
[zitat ende]

aXXL
08.04.2008, 12:32
@realizer:
So ist es: Einen an der Schraube.
Genau das sind die Leute, die Cannabis für RAUSCHGIFT halten und bei den Statistiken über Drogentote lamentieren, dass so `n gefährliches Zeugs vom Angesicht des Planeten getilgt werden muss.

--------------

Zum Körner-Gutachten:
Es hat keinerlei rechtliche Bedeutsamkeit, dass der Leiter der Zentralstelle für die Bekämpfung der Drogenkriminalität eine derart progressive Meinung vertritt, denn

a) ist das Gutachten so gut wie keinem Richter bekannt
b) sind Richter "unabhängig" und machen sich ihr eigenes Bild vom Gesamtgeschehen.

Es gibt übrigens ein Vorläufer-Gutachten aus dem Jahr 2000 von Dr. Körner, das ich im März 07 zum Anlass genommen hatte, ihn zu bitten, seine Meinung zu aktualisieren, damit sich die Patienten-Situation endlich zum Positiven verändert.
Dass er es tatsächlich getan hat, ist umso verwunderlicher, denn in seiner Position als Oberstaatsanwalt kostet es ihn ein müdes Lächeln und bloß einen Knopfdruck, um herauszufinden, dass der Bittsteller insgesamt 14 mal wegen Drogendelikten vorbestraft war/ist.

Du siehst, wir müssen einige unserer eingefahrenen "Feindbilder" gründlich revidieren. Umso mehr, als ich Dir verraten kann, dass Dr. Körner im wissenschaftlichen Beirat des ACM sitzt und somit zumindest in Sachen Gerechtigkeit für medizinische Cannabis-Gebraucher eine eindeutige Haltung an den Tag legt.

-------------

Die Frage, wie ich die Situation zu ändern gedenke, überfordert mich ein wenig.
ALLEIN würde/werde ich das sowieso nicht schaffen. Dazu ist Solidarität nötig, Medien-Interesse, Aufklärung und stetes Arbeiten an der Sache.
ACM und SCM, Hanfblatt und Hanfjournal zeigen diese Solidarität. Ebenso die taz.
Dieser Thread hier ist ebenfalls Teil meiner Bemühungen.
Dennoch ist der Weg noch weit, erfordert Geduld und die Fähigkeit, Rückschläge einzustecken.
Andererseits gibt es auch kleine Erfolge zu verzeichnen: Das BfArM erkennt inzwischen an, dass Cannabis als Medizin eine medizinische Notwendigkeit ist. Man räumt ein, über "nicht ausreichendes Regelungswerk" zu verfügen. Der Leiter des BfArM fordert sogar (laut Bericht aus der Patienten-Szene), dass Cannabis umgestuft wird.

Im Juni oder September wird es auf Antrag der Grünen in Berlin eine Anhörung zum Thema geben, die auf Initiative des SCM zustande gekommen ist.
Bin - zugegebenermaßen - ein wenig stolz, meinen Beitrag zu den Fortschritten geleistet zu haben, muss aber im gleichen Moment wieder abwiegeln, weil es ja "nur" ÜBERLEBENSWILLE ist.

Gruß
Axel

aXXL
08.04.2008, 12:47
SUPERTOLL:

Die Nähe von Drogen und Terrorismus:
http://www.espace.ch/artikel_505524.html

Speed und die Langsamkeit der Präventionserfolge:
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Dillingen/Uebersicht/Artikel,-Verdacht-Drogen-gebraut-_arid,1203700_regid,4_puid,2_pageid,4495.html

Prohibition und Handel:
http://www.hna.de/northeimstart/00_20080407180131_vierfuenf_Kilogramm_Drogen_im_Au to.html

3 Kilo - 3 Jahre. Kosten-Gegenrechnung?
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Dillingen/Uebersicht/Artikel,-Drei-Kilo-Drogen-im-Kuehlschrank-_arid,1203703_regid,2_puid,2_pageid,4495.html

Realizer
08.04.2008, 13:03
du sag mal, aXXL, kennst du denn schon das JES-Selbsthilfe Netzwerk? denn da hättest du evtl. auch SOLIDARITÄT. wenn du möchtest, dann setze ich dir hier die links rein (meinetwegen auch per pm - ich weiss ja nicht, wie die moderatoren und admins das hier so sehen?), damit du in deren news-verteiler mit reingenommen wirst.

eine mitgliedschaft ist meine wissens dort umsonst. eine adresse habe ich als anreiz für dich hier mit reingeschrieben: http://www.jesnrw.de/ (das ist ein landesverband in nrw und es gibt schon ca. 40 gruppen bundesweit, sogar eine im aufbau befindliche auf sylt).

die DAH ist bei JES auch mit-tätig und mit deiner leidensgeschichte hat man dort immer ein offenes ohr...

ich habe ja nun die meisten (fast alle beiträge) von diesem (deinem!) thread gelesen und weiss, dass du die morphinistenseite auch kennst und auch andere diverse "newshawks-listen", sowie den DHV.

wenn du mehr input brauchst, dann lass es mich wissen. ich kenne fast alle gruppen, die sich mit drogenpolitik, insbesondere hanfpolitik beschäftigen!

fragt Realizer

skazi
08.04.2008, 14:29
vorweg: ich hab nicht den gesamten thread durchgelesen (99 seiten waren mir spontan zu fett ;) ), jedoch ca die ersten 10 seiten.

was mir in diesen wenigen seiten schon auffällt ist die relativ (für ein cannabisforum) hohe zahl an jammerlappen, nörglern, kritikern und dummschwätzern, die sich mit dem thema nicht im ansatz auseinandersetzen, ergo, keine ahnung haben, wovon sie sprechen und sich dennoch fleißig mit destruktiven postings zu wort melden. leute, ihr macht mich traurig. denjenigen wünsche ich 2 gesunde augen in einem gesunden kopf mit gesundem menschenverstand (bitte nicht das, was hier in deutschland als gesunder menschenverstand gesehen wird ;) ) und beinahe auch die "möglichkeit", sich mit dem thema so genau befassen zu müssen, wie axxl. wünschen tu ich das natürlich keinem, außer natürlich menschen, wie sabine bä...oh entschuldigung. das is mir so rausgerutscht. nein, ich kann mich doch nicht so über menschen äußern, die nur das beste für uns wollen ;)

endlich mal ein mensch, welcher der massenkastration auf internationaler ebene entgangen ist und der noch die eier im sack hat, um sich gegen diese menschenverachtende regierung zu wehren und manche geben hier wirklich nur gequirlte und obendrein freche scheiße von sich. ihr habt echt das zeug zum bundestagsabgeordneten.

endlich mal ein mensch, der ein zeichen setzt. weiter so axxl :)
anstatt zu kritisieren, solltet ihr lieber unterstützen. wir sitzen alle im selben boot und wir haben das recht zur selbstbestimmung. nehmt das doch einfach mal in anspruch. ;) lasst euch nicht alles gefallen. passt auf, das funktioniert schon auf ganz kleiner ebene. erbitterter widerstand gegen unrecht zahlt sich aus. selbst wenn man nur 5 menschen durch eine aktion auf die wahrheit aufmerksam macht, welche einen unterstützen, ist schon viel geschafft. jetzt stellt euch das als schneeballsystem vor. man kann eine "armee des "volkes" " bilden. einfach mal die glotze ausschalten, die BILD bei seite legen und die augen aufmachen hilft schon ein wenig weiter auf dem weg zu geistigen genesung.

holt euch eure eier wieder!

PS: spendet doch wenigstens 1€. das kann doch nun wirklich jeder von uns oder?
mehr instanzen, mehr aufsehen, mehr chancen. gerechtigkeit gibts hier eben bloß gegen $$$$$$$$$CASH$$$$$$$$$$$

EDIT: so. grad 5€ überwiesen. is nich viel aber kleinvieh macht auch mist...hoffe ich zumindest...

aXXL
08.04.2008, 14:43
Ja, klar kenne ich JES.
Hatte bis dato nur keine direkte Veranlassung, mich an die Leute zu wenden, weil ich meine eigene Abhängigkeitsentwicklung selbständig lösen wollte, nachdem ich nach dem "Brain-Wash" der Drogenhilfe Tübingen (1991-1993) vorübergehend ohne eigene Meinung gewesen bin und mir letztendlich vorkam wie ein ferngelenkter Roboter.
Ich halte JES für eine außerordentlich gute Sache, aber inzwischen haben sich für mich die Prioritäten verschoben, d. h. es geht mir nicht um die Anerkennung (m)einer Substanzmittel-Abhängigkeit, sondern eher um einen der möglichen Wege, die daraus hinausführen.
Ich stehe allerdings zu meinen Wurzeln und Erfahrungen. Deshalb schreibe gelegentlich für die MS und muss mir womöglich irgendwann richterlicherseits anhören, mir würde jegliche Distanz zur Gefährlichkeit der Drogenproblematik fehlen.
Richtig.
Als Betroffener hat man keine Distanz, sondern man setzt sich damit intensiv auseinander, wenn man sich (oder etwas) verändern will. Oder alles bleibt, wie es ist/war.

Was Du verlinken möchtest oder wie Du der Sache insgesamt dienlich sein willst, überlasse ich Dir.
INPUT ist auf jeden Fall immer gut. Andererseits gilt es, weitestgehend die hiesigen Regeln einzuhalten. Ich weiß zwar, dass die MODS ohnehin ein fettes Auge für mich zudrücken in diesem Monster-Thread, aber es sind auch schon Beiträge gelöscht worden, die jedweden Zusammenhang mit Cannabis vermissen ließen. Ich möcht`s mir also nicht versauen und versuche mich ständig in "Drogen-Diplomatie", die eher dem Ritt auf einer Rasierklinge ähnelt als konkretem Tacheles.
Hoffe da auch ein wenig auf Dein Verständnis.

Gruß von der sonnengefluteten Insel
um vom krankgeschriebenen aXXL

aXXL
08.04.2008, 14:57
Moin skazi,
toller Beitrag. Geht runter wie Hanf-Öl. Danke auch für den Fünfer; ich (bzw. meine beiden Anwälte) werden es zu schätzen wissen.
In der Zwischenzeit ist es zu einer ziemlichen Ausdünnung der Nörgler gekommen. Ich denke, da waren einige sehr überkritisch zu Beginn der Aktion.Mittlerweile merkt wohl jeder, dass diese Angelegenheit keine Eintagsfliegen-Dauer hat, sondern die Ziele größer sind und ein wenig mehr Aufwand und Geduld erfordern.

Bleib dabei, mach`s Dir gemütlich und gib Deine Meinung kund, wann immer Du was zu sagen hast.

Bis dann

Axel

Skunk-Nation
08.04.2008, 16:38
... Ich möcht`s mir also nicht versauen und versuche mich ständig in "Drogen-Diplomatie", die eher dem Ritt auf einer Rasierklinge ähnelt als konkretem Tacheles.
Hoffe da auch ein wenig auf Dein Verständnis.
...

wow, du bist so hart aXXl und geschickt....

... und nen fünfer für fluppen haste nun auch. allles richtig gemacht, denk ich mal.

aXXL
08.04.2008, 20:11
"HART und GESCHICKT?"

Meine Fluppen dreh ich mir selbst (Schwarzer Krauser No. 1) und das Geld dafür muss ich mir nicht mit Spenden zusammenschnorren, Skunk-Nation. Ich arbeite. Mein Stundenlohn beträgt 9, 55 €. Dazu gibt`s einen Zuschlag von 1, 28 €/Std, da ich ausschließlich nachts arbeite undzwar jeweils von 21 Uhr bis 6,45 Uhr.
Jeder einzelne Cent, der für die Sache von Sympathisanten kommt, ist bisher an die Anwälte Lüko Becker (Berlin) und Heiko Mohrdiek (Hamburg) gegangen. Du erinnerst Dich, dass ich zu Beginn glatte 2500 Tacken an einen wahnsinnigen Anwalt bezahlt habe, der sich erst im Verlaufe des Verfahrens als an schizoiden Schüben erkrankt erwies. Die Knete ist futsch. Die Hanseatische Rechtsanwaltskammer hat sich geweigert, ein Standesverfahren gegen R. W. einzuleiten, der - wenn Du Dich erinnerst - Mitangeklagter im Verfahren gewesen ist und freigesprochen wurde.

Das Spendenkonto wird nach wie vor vom ACM verwaltet. Sogar das unerwartete Sponsoring seitens der ********** ist DIREKT an den Hamburger RA H. M. gegangen, der meine Antragssache beim BfArM begleitet.

"Hart" bin ich eigentlich nur, wenn mir auf subtile Weise unterstellt wird, ich würde mich persönlich bereichern. Ob ich "geschickt" bin, überlasse ich dem Urteil derjenigen Personen, die letztendlich über mich richten werden.

Ich wollte eigentlich etwas Anderes loswerden. Nämlich das hier...

"Danach ist in den einschlägigen Gesetzen der Mitgliedstaaten u.a. für den Handel
mit geringen Mengen von weniger gefährlichen ("weichen") Drogen eine
Mindesthöchststrafe von 1 bis 3 Jahren vorzusehen."

Zitat von Sabine Bätzing

Das haut mich schon irgendwie leicht um, denn "Handel" wird mir ja nicht vorgeworfen.
Die ganze Story zum Zitat des obigen Satzes:

31.03.2008
Frage von

Sehr geehrte Frau Bätzing,

Ich möchte Ihnen eine ganz einfache Frage stellen mit der Bitte Position
dazu zu beziehen. In den Niederlanden ist Cannabis in so genannten
Coffeeshops frei und legal für jeden Erwachsener über 18 Jahren
verfügbar. Es gibt sozusagen keine Restriktionen für den persönlich
Gebrauch und Besitz. Warum sind die Raten an Cannabiskonsumenten unter
den Erwachsenen deutlich niedriger als z.B. in den benachtbarten
Ländern, die eine viel restriktivere Politik verfolgen?

Nach zwei unterschiedlichen Studien (Kraus, L., Augustin, R.:
Repräsentativerhebungen zum Gebrauch psychoaktiver Substanzen bei
Erwachsenen in Deutschland 2000, Sucht 47. Jahrgang, Sonderheft 1,
September 2001 (ISBN 3-87581-224-7) sowie Kraus, L., Bauernfeind, R.:
Repräsentativerhebungen zum Gebrauch psychoaktiver Substanzen bei
Erwachsenen in Deutschland 1997, Sucht 44. Jahrgang, Sonderheft 1,
September 1998 und www.cannabislegal.de lag beispielsweise der Antweil
regelmäßiger Konsumenten (30-Tage Prävalenz) im Jahre 2000 / 2001 bei
den Niederländern bei 2,5%, während er bei den (Gesamt-)Deutschen bei
2,8% und bei den Westdeutschen sogar bei 3,0% lag.

Außerdem spielt nur bei ca. 3.2% Konsumenten das Verbot eine Rolle den
Konsum zu beenden (siehe gennannte Repräsentativerhebung).

Zeigen diese Beispiele nicht, dass die Drogenpolitik komplett
fehlgeschlagen ist und Prohibition absolut nichts nützt bzw. sogar
kontraproduktiv wirkt?!?
Warum möchten Sie (die Bundesregierung), dass Coffeeshops aus den
Niederlanden verschwinden? Sicher weil diese Aufzeigen wie nutzlos
Prohibition ist.

Sie ist nur unglaublich teuer und erzeugt immer mehr Leiden als dass sie
irgendjemanden hilft. Die Bürger müssen dafür in Form von Steuern zahlen
und Drogenkonsumenten, die höchstens sich selbst schädigen, wird durch
die Strafverfolgung oft die ganze Existenz zerstört. Einzig allein die
Mafia und andere kriminelle Organisationen profitieren von der Prohibition!

Mit freundlichen Grüßen

=====

07.04.2008
Antwort von
Sabine Bätzing

Bild: Sabine Bätzing

Sehr geehrter Herr ,

leider irren Sie in Ihrer Annahme, dass "Drogenkonsumenten höchstens
sich selbst schädigen". Sie verursachen neben dem Leid, das sie ihren
Angehörigen und Freunden zufügen, auch von der Gesellschaft zu tragende
Kosten. Vor dem Hintergrund der mit dem Suchtmittelkonsum verbundenen
gesundheitlichen Risiken erreichen mich immer wieder Briefe von Bürgern,
die sich sogar dafür aussprechen, das solidarische Versicherungssystem
zu entlasten, indem Kosten für die Behandlung von durch Suchtmittel
verursachten Erkrankungen ausschließlich dem Behandelten auferlegt werden.

Ihre im Zusammenhang mit Daten aus den Jahren 1997 bzw. 2000/2001
geäußerte Annahme, Prohibition sei nutzlos, teile ich nicht. Im August
2007 habe ich mich zum Cannabisverbot in diesem Forum u.a. wie folgt
positioniert: "wie ich in diesem Forum schon an anderer Stelle
ausgeführt habe, halte ich Cannabis nicht für eine harmlose Droge. Es
geht mir daher darum, den Konsum von Cannabis insgesamt zu reduzieren.
Dazu gehören Informationen über die Gesundheitsrisiken, die Prävention,
die Behandlung von Abhängigen, die Schadensreduzierung, aber auch die
Angebotsreduzierung. Die Unterstellung von Cannabis unter das
Betäubungsmittelgesetz dient dazu, den Konsum zu reduzieren, um die
Gesundheit der Bevölkerung zu schützen." Ergänzend möchte ich anfügen,
dass die 30-Tage-Prävalenz des Cannabiskonsums in der Altersgruppe 18-64
Jahre in Deutschland nach Ergebnissen des aktuellen Epidemiologischen
Suchtsurveys (der 2006 durchgeführt wurde) 2,2% beträgt. Der über die
Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD)
verfügbare Vergleichswert aus den Niederlanden (der aus einer Studie aus
dem Jahr 2005 stammt) beträgt für die 15-64-Jährigen 3,3%.

Eine Antwort zu Ihrer Frage "Warum möchten Sie (die Bundesregierung),
dass Coffeeshops aus den Niederlanden verschwinden?" habe ich in diesem
Forum ebenfalls bereits veröffentlicht: "Sie beziehen sich auch auf das
Beispiel der Niederlande, wo der Cannabiserwerb für den Eigenkonsum zwar
gesetzlich nicht erlaubt ist, aber in sehr engen Grenzen geduldet wird.
Gerade der liberale Ansatz der Niederlande stößt EU-weit und auch
innerhalb der internationalen Gemeinschaft mehr und mehr auf Kritik. So
hat der Rat der Europäischen Union am 25. Oktober 2004 - nach
langjährigem Widerstand der Niederlande - einen Rahmenbeschluss zur
Festlegung von Mindestvorschriften über die Tatbestandsmerkmale
strafbarer Handlungen und die Strafen im Bereich des illegalen
Drogenhandels angenommen (ABl. L 335 vom 11.11.2004, S. 8). Danach ist
in den einschlägigen Gesetzen der Mitgliedstaaten u.a. für den Handel
mit geringen Mengen von weniger gefährlichen ("weichen") Drogen eine
Mindesthöchststrafe von 1 bis 3 Jahren vorzusehen."

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Bätzing

Da geb ich mir doch glatt `ne Extra-Fluppe an "Weich-Droge" und setz `n Kaffee auf, damit ich gut vorbereitet bin, wenn mir jemand an den Kopf werfen möchte, ich würde mit skazis Fünfer bloß weiterhin meinen polytoxikomanen Mischkonsum finanzieren...

aXXL
08.04.2008, 20:25
HART UND GESCHICKT No. 2


http://www.hanfjournal.de/hajo-website/download/pdf/pdf_pdf/2008/0804hanfjournal.pdf


Falls der Link nicht funktioniert, bitte selbst in Angriff nehmen.

Babomera
08.04.2008, 21:12
Härtere Strafen als in Deutschland, das gibs!
http://www.espace.ch/artikel_505060.html


Mal wieder was von der Polizei
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/68438/1168418/polizeiinspektion_delmenhorst_oldenburg_land?
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/65853/1167906/kreispolizeibehoerde_rhein_sieg_kreis?
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/56518/1168056/polizeiinspektion_goslar?
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/4970/1168220/polizeipraesidium_frankfurt_am_main?


Zu komisch
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/65857/1167578/kreispolizeibehoerde_viersen

Realizer
08.04.2008, 21:38
Ja, klar kenne ich JES.
Hatte bis dato nur keine direkte Veranlassung, mich an die Leute zu wenden, weil ich meine eigene Abhängigkeitsentwicklung selbständig lösen wollte, nachdem ich nach dem "Brain-Wash" der Drogenhilfe Tübingen (1991-1993) vorübergehend ohne eigene Meinung gewesen bin und mir letztendlich vorkam wie ein ferngelenkter Roboter.
JES löst aber keine "Abhängigkeitserkrankungen", das tust nur allein du selbst (sofern du eine hast oder der meinung bist, eine zu haben). JES ist ideologisch für die "reinsubstanzvergabe" aller illegalisierten substanzen, wobei das THC natürlich auch dazu gehört!


Ich halte JES für eine außerordentlich gute Sache, aber inzwischen haben sich für mich die Prioritäten verschoben, d. h. es geht mir nicht um die Anerkennung (m)einer Substanzmittel-Abhängigkeit, sondern eher um einen der möglichen Wege, die daraus hinausführen.
die MS würde fragen, warum du da überhaupt "raus" willst? ich kenne kaum jamanden, der die nebenwirkungen von interferon ohne weiteres aushält.


Ich stehe allerdings zu meinen Wurzeln und Erfahrungen. Deshalb schreibe gelegentlich für die MS und muss mir womöglich irgendwann richterlicherseits anhören, mir würde jegliche Distanz zur Gefährlichkeit der Drogenproblematik fehlen.
ich denke mal, dass du dafür gewappnet bist?


Als Betroffener hat man keine Distanz, sondern man setzt sich damit intensiv auseinander, wenn man sich (oder etwas) verändern will. Oder alles bleibt, wie es ist/war.
als aussenstehender kann man aber "ratschläge, tipps und erfahrungsberichte" mit einbringen!


Was Du verlinken möchtest oder wie Du der Sache insgesamt dienlich sein willst, überlasse ich Dir.
das verlinken ist nicht meine aufgabe. ich werde dich in den JES-Verteiler aufnehmen lassen und dann bekommst du hanf-und drogenpolitische news, die du dir dann selbst zusammenstellen kannst. o.k.? (es wird aber ein paar tage dauern, weil dieser gerade neu eingerichtet wird)

sagt Realizer

Realizer
08.04.2008, 21:45
das verlinken ist nicht meine aufgabe. ich werde dich in den JES-Verteiler aufnehmen lassen und dann bekommst du hanf-und drogenpolitische news, die du dir dann selbst zusammenstellen kannst. o.k.? (es wird aber ein paar tage dauern, weil dieser gerade neu eingerichtet wird)

welche email-adresse soll ich denn überhaupt nehmen. die von dir hier in diesem thread gepostete?

fragt Realizer

aXXL
09.04.2008, 00:20
1.
@ Babomera:
Du hast die magische 100 geknackt. Klasse!
Mail mir über die Hanfburg, hinterlass Deine Adresse und ich lass Dir was aus eigener Produktion zukommen, womit ich allerdings KEIN DOPE meine.

2.
@ Realizer:
Knapp verfehlt, aber immerhin der Zweite und Dritte auf der hundertsten Seite. Mail mir ebenfalls über die Burg, dann brauche ich meine private E-Mail-Adresse hier nicht so rumzuposaunen. Hab schon reichlich damit zu tun, dass VIAGRA und CIALIS aus Canada immer billiger werden und die Millionen-Angebote (natürlich gegen Vorkasse) aus Afrika immer mehr.
Ich denke, es wird nichts schaden, mich auch mit JES zu befassen, wenn ich bloß irgendwie meinen 24 Stunden Tag auf 26 ausweiten kann.

Ich mal jetzt mal `n Knicks und sag artig - aber müde - DANKE!

Axel

DesStaa
09.04.2008, 00:20
Im August 2007 habe ich mich zum Cannabisverbot in diesem Forum u.a. wie folgt positioniert: "wie ich in diesem Forum schon an anderer Stelle
ausgeführt habe, halte ich Cannabis nicht für eine harmlose Droge.

Und sie hat es schon wieder getan! Nur oberflächlichst auf die Frage eingehen, dann pauschalen Brei absondern und sich selbst zitieren. Der Frager hat NIRGENDS behauptet Cannabis wäre harmlos. Aber die Bratzing kommt immer zuverlässig damit wie eine Platte mit Sprung (kennen nur noch die älteren Semester) ... Mann, was regt mich diese Inkompetenzia auf.

Auch nur panne das Argument zu bringen, die liberale Lage in NL wäre "falsch", da die NL auch zusehends Druck von allen Seiten kriegen. Mainstream-Politk kann sie ganz toll machen, aber bitte nicht in die Details gehen, es könnte ja nach hinten losgehen.

Und jetzt trink ich noch ein lecker Staatsdrogen-Bier, damit die Imkompetenzia Bratzing später auch schön ihre fette Politker-Rente geniessen kann. Gute Nacht, Leute.

aXXL
09.04.2008, 00:25
Vielleicht fängt sie sich ja unversehens `ne schlimme Krankheit und revidiert ihre Ansichten noch?
Es soll ja Leute geben - ähemm, ähemm - die sich im Verlaufe des Lebens doch zum Positiven
ändern...

G`Nacht!

Realizer
09.04.2008, 00:31
@ Realizer:
Mail mir ebenfalls über die Burg, dann brauche ich meine private E-Mail-Adresse hier nicht so rumzuposaunen. Hab schon reichlich damit zu tun, dass VIAGRA und CIALIS aus Canada immer billiger werden und die Millionen-Angebote (natürlich gegen Vorkasse) aus Afrika immer mehr.
Ich denke, es wird nichts schaden, mich auch mit JES zu befassen, wenn ich bloß irgendwie meinen 24 Stunden Tag auf 26 ausweiten kann.


ich kann dich unmöglich für einen/mehrere NEWS-Verteiler (nicht MAP-domeus) hier in der Burg eintragen. die burg würde mit tausenden NEWS aus dem bereich hanf-und drogenpolitik überschwemmt werden. es handelt sich ausschlisslich um private Mailing-Listen, die NUR über hanf-und drogenpolitik berichten. das wären an die 100/Tag an mail-aufkommen!!

also an die yahoo-adresse? somit hast du dann ja schon mal eine yahoo!-ID. die NEWS sind absolut 100% VIAGRA frei...

...und GUTE BESSERUNG!!

wünscht Realizer

DesStaa
09.04.2008, 00:52
Ich hoffe es sehr. Vielleicht kommt die Altersweisheit, obwohl das wäre bei ihrem jugendlichen Alter leider noch sehr lange hin. Oder Altersstarrsinn schon mit 30? Neee... :-)

kackratte
09.04.2008, 05:50
oh mann, was geht ab???

sind wir nicht alle arme irre?
die tatsache, dass wir alle so dämlich sind und rum frusten, weil wir uns nicht einfach unserer sucht voll und ganz hin geben können.
weil ausser meckern keiner etwas für diese freiheit tut.
weil wir haare spalten, anstatt ein zu sehen, dass er ein verbündeter ist.

deswegen...

geld hab ich keins.
da ich aber leider auch nix zu rauchen hab, kann ich dir leider auch kein gras spenden.
sry
trotz dem viel glück

skazi
09.04.2008, 07:50
warum musste ich das morgens schon lesen? :(

jetzt hab ich schlechte laune :/

frau bätzing schießt den groben unsinn in ganz neue dimensionen. an ihrer antwort merkt man schon, wie viel ahnung sie von der materie hat.

grob überschlagen komm ich in dem kleinen kaff, wo ich wohne, schon auf über 5%. 2,2 is BRUTAL geschönt und einfach nur blauäugig. was für eine volksnahe regierung.

die dümmsten sesselfurzer kriegen die höchste position in der hierarchie:kotz:

ich bin traurig, sauer, enttäuscht. die niederlande sind das TOP beispiel dafür, dass prohibition sinnlos ist (wenn man sich auf WAHRE statistike stützen WÜRDE). klar, dass der rest der welt da rot sieht. die eigene politik könnte vom volk in frage gestellt werden und das ist unseren staatsvätern bekanntlich sehr unangenehm.

die niederlande haben eine kräftige wirtschaft, eine niedrige arbeitslosigkeit und ein bei weitem besseres bildungssystem als deutschland, womit nur ein kleiner teil der positiven aspekte genannt wäre.

kleine kiffer werden unterdrückt, kranken wird die adäquate medizin verweigert. dafür wird kohle aus dem fenster geschmissen. keiner profitiert davon.

in dem gymnasium auf das ich gegangen bin, is der putz mitten im unterricht von der decke gefallen.

muss ich mehr sagen? oO

danke für die antwort axxl. freut mich, dass das geld brauchbar ist :)

@kackratte

hasse ma ne maak?

aXXL
09.04.2008, 14:15
ABSCHIED AN DIE POLITIK:

http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/04/08/wirt-erhaengt-sich/wegen-rauchverbot,geo=4208136.html

Na, immerhin...:
http://www.marktplatz-recht.de/559/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=59492&tx_ttnews%5BbackPid%5D=10

Hinweise über noch mehr Präventions-Kolateralschäden an die Kriminaldirektion 1:
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4103&Alias=wzo&cob=338637

Babomera
09.04.2008, 19:05
Drogenhändler zu vier Jahren Haft verurteilt


http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Drogenhandel-Marihuana;art126,2509126



Achja der Artikel von der Bildzeitung ist schon ziemlich krass!!! Nur ob es wahr ist, immer schwer zu sagen bei der Bild. Vielleicht kommt es ja auch noch in den Nachrichten.

@Axxl, mail ist draussen :)

Realizer
09.04.2008, 22:15
Vielleicht fängt sie sich ja unversehens `ne schlimme Krankheit und revidiert ihre Ansichten noch?
schön wärs! bei schäuble hats auch nix genutzt. "der sitzt ja schon im rollstuhl" (sagte scharping damals, als es um die bundeskanzlerwahl mal ging)

ich verwette meinen arsch, dass dieser schäuble DRONABINOL© bekommt, so wie er sich es wünscht. denn im rollstuhl hat man unweigerlich "krämpfe"!


Es soll ja Leute geben - ähemm, ähemm - die sich im Verlaufe des Lebens doch zum Positiven
ändern...!
die bätzing ist eh ne "feierfrau" (gewesen). wie schnell ihre privaten bilder aus ihrer homepage verschwunden waren, als sie gewählt wurde, war ungeheuerlich!

sagt Realizer

aXXL
10.04.2008, 09:29
Samstag 19. April, Westerland/SYLT, Alter Kursaal, Benefiz-Konzert für das Waisenheim "Kenya-Nest" mit den Bands

OBVISSION YOUNG
(Henner Krogh Förderwettbewerb-Gewinner 2008)

SOUNDS OF AFRICA

DOG EARED PAGES

AWAY FROM HOME

JON JON and the POCO LOCO BAND
(Reinhard Mey-Preis Gewinner 2008)


Eintritt: 2,50 €
Beginn: (wahrscheinlich) 18,00 Uhr

aXXL
10.04.2008, 12:25
1500
PRÄVENTIONS-MEINUNGEN?
HAFTJAHRE?
OPFER VERFEHLTER DROGENPOLITIK?

Es gibt Wichtigeres auf der Welt als 1500 Beiträge in einem cannabisspezifischen Thread...

z.B.:
"Es handelt sich um Pflanzen jeder Größe, vom Samenkorn über frisch gezogene Setzlinge bis zu abgeernteten Strünken", sagte ein Polizeisprecher.

http://www.mdr.de/thueringen-journal/5411396.html


...andererseits lässt sich an 1500 Beiträgen erkennen, dass das Cannabisspezifische immer mehr wird, statt (wie "gewollt") immer weniger...

z.B.
"Nachgewiesen wurde insgesamt die Lieferung von kilogrammweise ******, Marihuana, Haschisch sowie von 11.000 Ecstasy-Pillen..."
undzwar alles im Sitz eines Paragliders geschmuggelt..:

http://portal.gmx.net/de/themen/nachrichten/panorama/vermischtes/5707596-Brandenburger-Ermittler-zerschlagen-Drogenhaendlerring,cc=000000160300057075961Q0oKY.h tml

...und die Gefahren werden zudem offenbar ständig größer...

z. B.
"Auch die Polizeibeamten, die am Freitagabend versucht hatten, dem jungen
Mann erste Hilfe zu leisten, gerieten in Schwierigkeiten..."

http://www.lr-online.de/regionen/seenland/Senftenberg;art1054,1996427,1


...so wie der Hang, sich selbst aus welchen Gründen auch immer zu dopen...

z. B.
«Als Profi ist es meine Pflicht, all meine Resourcen zum größten Vorteil der Menschheit zu nutzen. Wenn die 'Enhancer' dazu beitragen, ist es meine Pflicht, sie zu nehmen.»

http://www.netzeitung.de/wissenschaft/968217.html