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Alt 09.01.2001, 22:37
Der einfache Weg zur Indoorsaatbank oder ...   Collection  No.:1
Oma
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Registrierungsdatum: 13.10.2000
Oma ist offline  

Der einfache Weg zur Indoorsaatbank oder
warum Opa immer ein Tütchen Skunk#1 Samen extra kaufte... by Ohm Ahhhh

Zu Opas Lebzeiten gab es in den deutschen Growshops noch das gute Sensi-Saatgut legal zu kaufen. Bei jedem Shopping in seinem Lieblingsladen kaufte Opa immer ein Tütchen Skunk#1 Samen extra. Aber warum? Konnte er sich keine teuren Samen leisten? Ist Skunk#1 etwa Opas Lieblinsrauchkraut gewesen oder gab es noch andere Gründe für dieses notorische Skunkkaufen?

Beim Stöbern in Opas Nachlass habe ich ein Manuskript von einem Vortrag von Opa gefunden, den er vor 4 oder 5 Jahren vor befreundeten Rauchern gehalten hat. In dieser Fortbildung ging es um die Abstammungs- und Kreuzungslinien der wichtigsten Gräser in den letzten 30 Jahren...

Unter anderem wurde auch beraucht, warum so viele Hybridkreuzungen auf der bekannten Skunk#1 basieren... Für die interessierten Leser habe ich Opas Ausführungen hierzu zusammengefasst. Seine Infos stammen u.a. aus: Cervantes, J., R.C. Clarke und E. Rosenthal; Indoor Marijuana Horticulture Totally Revised; 1993; hier besonders das Breeding Chapter von R.C. Clarke S. 244ff.


Skunk#1 ist eine relativ gut stabilisierte Polyhybridkreuzung aus C.sativa x C.afghani. Das Original wurde in den späten 70ern für Freiland- und Glasshauskultivierung von Cultivator's Choice entwickelt. Aber auch unter Kunstlicht produziert Skunk#1 ausgezeichnetes Sinsemilla.

Skunk#1 hat seine berechtigte Bedeutung, die es in den Jahren erlangt hat, im Besonderen einer Eigenschaft zu verdanken, nämlich seiner hohen "allgemeinen genetischen Kombinationsfähigkeit" bei Kreuzungen mit anderen Sorten bzw. Hybriden. Daher ist Skunk#1 eine ausgezeichnete Wahl für die männliche Seite einer Befruchtung.

Die Züchter des Skunk#1 haben mit der Entwicklung dieser Pflanze das Ziel verfolgt, eine Sorte zu entwickeln, die in Kreuzungen mit möglichst vielen anderen Sorten oder Hybriden ihre gewünschten positiven Eigenschaften mitgibt oder schon vorhandene positive Eigenschaften des Kreuzungspartners unterstützt. Fast jede Pflanze, gekreuzt mit einer Skunk#1, wird in den gewünschten positiven Eigenschaften unterstützt, verstärkt oder verbessert.

"Gewünschte positive Eigenschaften" sind im wesentlichen:
allgemeine Kräftigkeit, Potenz, Harzgehalt, Blüte zu Blattverhältnis, Länge und Größe der Blüten, Qualität des High und therapeutische Effekte, Geschmack und Aroma, kurze Internoden, frühe Reife und Schimmel- bzw. Schädlingsresistenz.

Werden verschiedene Weibchen mit einem einzigen Männchen gekreuzt, ist die unterschiedliche Fähigkeit der einzelnen Weibchen zur Weitergabe erwünschter Eigenschaften in die nächste Generation zu beobachten. Diese Fähigkeit ist dann die "spezifische genetische Kombinationsfähigkeit" eines Weibchens. Ist der Anteil der weitergegebenen positiven gewünschten Eigenschaften groß, ist auch die "spezifische genetische Kombinationsfähigkeit" hoch. Wenn ein Individuum in vielen Kreuzungen mit verschiedenen Sorten oder Hybriden eine hohe spezifische genetische Kombinationsfähigkeit besitzt, dann hat diese Pflanze auch eine hohe "allgemeine genetische Kombinationsfähigkeit". Die "allgemeine genetische Kombinationsfähigkeit" einer Pflanze wird durch seine Zuverlässigkeit als Elternteil gemessen. Diese Messung kann nur durch eine wiederholte Kreuzung mit einer großen Menge anderer Pflanzen durchgeführt werden.

Da dieses eine jahrelange Beschäftigung ist, hat Opa es sich leicht gemacht und immer ein paar Skunk#1 Männchen gezogen, die er dann mit außergewöhnlichen Weibchen kreuzte. Die Skunk#1 Weibchen wurden natürlich nicht abgeschnitten, sondern zur vollen Blüte gebracht. Opa erlaubte sich immer den Luxus, die geernteten Blüten mindestens 6 Monate reifen zu lassen, ehe er dann, vorzugsweise in Sommernächten im Garten, seine riesigen puren Skunkjoints entzündete und die Welt in einem wunderbaren Aroma versinken ließ...


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Alt 10.01.2001, 02:18
Re: Der einfache Weg zur Indoorsaatbank oder ...   C  No.:2
PrinzGanja
Foren Member
 
Registrierungsdatum: 25.04.2001
PrinzGanja ist offline  

jooh,....ich kann mich auch noch an opas riesige skunk joints erinnern.....nicht nur das aroma daß sie verbreitet habe war was besonderes, sondern auch das glimmen der riesigen wundetüte (zu anfang hab ich gedacht da hat ein kind seine schultüte abgesteckt) hat die ganze umgebung in ein besonders licht getaucht

PG


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Alt 10.01.2001, 19:45
Re: Der einfache Weg zur Indoorsaatbank oder ...   C  No.:3
**DONOTDELETE**
 
 

Hi Oma

Sehe ich das richtig ? Ich nehm ein weibchen Irgendeiner Sorte, bestäube die mit Skunk#1 und dann hab ich schönes F1 Saatgut, oder. Nur wenn man die Nachkömmlinge diese Samen (aber wozu man bekommt ja genug) wieder miteinander Paart ist die Qualität nicht mehr so gut wie bei der F1, richtig?

grüsse
der indi-farmer


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Alt 10.01.2001, 21:55
Re: Der einfache Weg zur Indoorsaatbank oder ...   C  No.:4
HoppSing
Foren Member
 
Registrierungsdatum: 25.07.2000
HoppSing ist offline  

Hallo Oma!

Schön wieder was von Dir zu lesen

Und Du hast auch prompt wieder "Input" von Opa mitgebracht.Danke...

Ich hab in der Zwischenzeit auch ne Menge zu berichten (schreib dDir noch )...

Tschüß & bis denn dann
HoppSing


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Alt 10.01.2001, 22:56
Re: Der einfache Weg zur Indoorsaatbank oder ...   C  No.:5
Oma
Foren Member
 
Registrierungsdatum: 13.10.2000
Oma ist offline  

...Weibchen Irgendeiner Sorte, bestäube die mit Skunk#1 und dann hab ich schönes F1 Saatgut...

Im Prinzip ja.

... Nur wenn man die Nachkömmlinge diese Samen (aber wozu man bekommt ja genug) wieder miteinander Paart ist die Qualität nicht mehr so gut wie bei der F1, richtig?...

Im Prinzip nein.

Eine F1xF1 (Weibchen? X Skunk#1 männchen) Hybridkreuzung ergibt etwas, was Differenzierung genannt wird. Hierbei werden alle Gene sozusagen neu ausgewürfelt.

Was in der F1 Generation als dominantes Merkmal zu beobachten war, sich also von einem Elternteil auf alle Kinder vererbt hat, wird in der F2 Generation auch wieder zu finden sein. Zusätzlich werden aber auch in einem Teil der Pflanzen wieder Eigenschaften der Eltern (P1) zu finden sein, die in F1 rezessiv, d.h. phenotypisch (vom Erscheinungsbild) nicht ausgeprägt waren. Und es wird weiterhin zu Pflanzen kommen, die rezessive Eigenschaften der Eltern (P1) in der F2 Generation phänotypisch ausprägen...

Kurz gesagt, es werden überwiegend Pflanzen mit Eigenschaften entstehen, die Du schon bei den Eltern (P1)=(Weibchen? und Skunk#1 männchen) beobachten konntest, nur in unterschiedlichsten Kombinationen. Es werden aber auch ein paar Pflanzen mit Eigenschften entstehen, die in den P1 Pflanzen nicht zu beobachten waren.

F2 Anzubauen ist ein sehr interessantes Experiment. Es sollten möglichst viele Pflanzen angebaut werden (min. 24 Weibchen, idealerweise mehrere 1000), damit eine (minimale) Vielfalt gegeben ist und die Möglichkeit steigt, eine aussergewöhnliche weibliche Pflanze zu entdecken, die dann vegetativ vermehrt wird. Mit einem Skunk#1 männchen kann dann dieses Weibchen wieder hervorragende F1 Kinder produzieren.


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Alt 11.01.2001, 00:18
Re: Der einfache Weg zur Indoorsaatbank oder ...   C  No.:6
**DONOTDELETE**
 
 

super Oma !!

Im Moment hab ich ja noch den 1.Grow (is ja mehr oder minder noch expirimentell) am laufen. Aber ich gedenke mir selbst nach ein Paar unterschiedlichen Sorten mir aus der besten und einer anderen (jetzt weiss ich ja das es Skunk#1 sein wird) eine "eigene" Starke F1 Sorte zu ziehen. Dann hab ich genug Samen für Jahre... und meine eigene Sorte, die hat dann niemand anders

Danke Oma jetzt weiss ich ja wie ich es anstellen werde.

der indi-farmer


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Alt 11.01.2001, 19:20
Re: Der einfache Weg zur Indoorsaatbank oder ...   C  No.:7
Domme
Foren Member
 
Registrierungsdatum: 25.04.2001
Domme ist offline  

oma is die beste, schade dass solche menschen in unserem ach so freien europa keine öffentlichen vorträge halten können.
es müsste mehr omas wie dich geben (und natürlich auch mehr opas), nich nur menschen die alles glauben was ihnen vom staat erzählt wird


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Alt 12.01.2001, 01:36
Re: Der einfache Weg zur Indoorsaatbank oder ...   C  No.:8
Dualta Panka
Foren Member
 
Registrierungsdatum: 08.04.2000
Dualta Panka ist offline  

mensch oma, supergeiles posting!
sorry meine großschreibung ist kaputt. naja. die informationen von opa sind sicher für viele hier gold wert. echt stark. so wird man endlich unabhängig!
danke, man!
hatte das auch schon mal aufnem amiboard gelesen, daß skunk #1 gut zum züchten ist. aber das mit der allgemeinen genetischen kombinationsfähigkeit und die anderen details haben mich total überzeugt! skunk#1 -tütchen muß her, koste es was es wolle. haha und die sind so suprabillig..
du hast hier wirklich großes freude verbreitet mit deinem posting.
dp


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Alt 27.09.2012, 18:45
Top AW: Der einfache Weg zur Indoorsaatbank oder ...   C  No.:9
gelöscht
 
 

Hi,

wirklich suoi Infos.

habe noch eine Frage: Warum eine männliche Skunk #1 ?

Zur meinem Experiment:

habe vor etlichen Jahren die PowerPlant von DP zugelegt und nach dem HB-Anleitung "Growing in a Box" aufgezogen, dort stand, dass die PP nicht hybidisiert sei und sehr stabil zum weiterzüchten. Damals habe ich gedacht man kann sie immerwieder untereinander kreuzen und damit unabhängig sein Growerdasein fristen.
dass dem nicht so ist habe ich am eigenen Joint gespürt, die Qualität und Quantität nahm ständig ab, dennoch waren die Plants erstaunlich gleichmäßig im Aussehen, irrtümlicherweise doktorte ich an allen möglichen Parametern rum um bessere Ergebnisse zu erzielen, vergeblich. Es roch,schmeckte und turnte garnicht mehr wie beim ersten Grow.
Das gute ist, ich habe alle Samen deklariert, eine Linie habe ich 4x mit sich selbst gekreuzt, da sind jetzt pechschwarze kleine vermutlich afrikanische Perlen.

Jetzt habe ich mir von Sensi Skunk #1 besorgt eine feminisierte zum Testen wie das turnt und eine Regular zum Experimentieren. Sehr schöne harte Buds nicht so fluffig wie bei der PP auch netter Turn, ich denke dass die beiden sich gut ergänzen sollten.

Die fem. quarze ich gerade weg, und habe die Regular und die PPxPP PP°xPP° beide unter gleichen Bedingungen zum keimen gebracht, diePP°°- Samen sind 6 Jahre alt und waren sehr vital, wogegen die Skunk-Samen sich nicht rührten.
Tage später haben zwei von 10 reagiert. Habe auch immer geglaubt die Leute hier machen was falsch, wenn sie über schlecht keimende Samen berichten. Die fem. Samen waren dagegen sehr agil. Vielleicht sind die wirklich schon sehr alt weil nur wenige experimentieren.
Egal, jedenfalls habe ich zwei aufpäppeln können.

Jetzt habe ich German-Angst, dass die beiden ausgerechnet weiblich werden, wo ich doch eine männliche Skunk #1 brauche, bei 10 Stück wäre ja wohl eine dabei gewesen.
Von den PP°° habe ich genug.

Warum ist es wichtig eine männliche Skunk #1 zu nehmen?

Und was wäre, wenn ich keine männliche Skunk #1 bekomme und stattdessen eine männliche PP°° mit einer weiblichen Skunk kreuze?


Dank schon mal und die nächste Tüte Skunk #1 kaufe ich vor Ort frisch und das Buch besorge ich mir auch noch, wäre aber dankbar für eine Antwort weil sich mir idie Frage stellt ob und wie ich weitermache.

Gruß dopefind


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Alt 07.11.2013, 17:39
AW: Der einfache Weg zur Indoorsaatbank oder ...   C  No.:10
JustChill
Foren Member
 
Registrierungsdatum: 17.01.2006
Ort:
erde
JustChill ist offline  

Vorposter leider gelöscht aber vielleicht fragt sich ja noch jemand, weshalb gerade ein Skunk Männchen
IMO, weil es das selektieren eines geeigneten Males extrem vereinfacht.
Grob vereinfacht gesagt, natürlich mit Ausnahmen, gilt:
"Pflanze mit gewünschten Eigenschaften"(f) X "Pflanze mit gewünschten Eigenschaften"(m) = Nachkommen mit einem Mix aus den gewünschten Eigenschaften.

Aber wie findet man jetzt heraus, ob ein Männchen die gewünschten Eigenschaften trägt (/vererbt)? Bei der Vitalität in der Vegi ist das noch einfach zu selektieren, aber dann? Kaum jemand hat den Platz und die Nerven mehrere Männchen komplett ausblühen zu lassen, um z.B. den Ertrag anhand der Üppigkeit an Pollensäcken abschätzen zu können. Wenn es dann um Aroma und High geht, wird es vollends unmöglich das am männlichen Individuum zu erkennen, produziert ja keine Buds...

Skunk#1 ist sehr Homogen, d.h. die Männchen sind ebenfalls sehr Homogen. Also ist die Wahrscheinlichkeit ein Männchen mit den gewünschten Skunkeigenschaften zu erwischen auch sehr hoch.
Man weiß also, wenn es kein Krüppel o.ä. ist, schon vorher was man bekommt.
Es ist also imo die "Planbarkeit", welche Skunk#1 zum bevorzugten Männchen macht. Die Weibchen kann man ja sehr gut anhand der gewünschten Kriterien selektieren

__________________
alkohol ist cool weil er nicht verboten ist, saufen ist nicht schlimm doch so mancher hat sich totgekifft
Herr von Grau

Skunk#1 fem. 250w MH/NDL
Letztes Update: BT55

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