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Alt 29.12.2016, 16:29
Hanf " Der Gerät " (mein erster Growreport / erster Grow)   Collection  No.:1
Der Ingenieur
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Der Gerät 1.0


(dieser Thread ist für die jenigen, die Abends eine Gutenachtgeschichte zum Einschlafen brauchen)

Vorwort:

Hier seht ihr die perversen Auswüchse und verwirrten Gedanken eines biologisch ahnungslosen aber technisch versierten, und hoffnungslos perfektionistischen Möchtegern-Wissenschaftlers, dessen Projekt völlig ausser Kontrolle geraten ist.





14.000 Watt/m²


100% Stealth


(das Vorwort dient dazu, zu verstehen, warum das rausgekommen ist… äh, was halt am Ende rausgekommen ist… und bestimmt auch sehr tauglich, für Neulinge, die die selben blöden Ideen haben wie ich und sich lieber etwas anderes überlegen sollten. ;-)


Angefangen hat eigentlich alles damit, dass ich einfach nur eine einzige Pflanze für den eigenen (und erstmaligen!) Konsum ziehen wollte. Mehr rein aus Fun und auch wissenschaftlichen Aspekten. Eine Pflanze ziehen wollte ich schon immer (abseits der üblichen öden Hauspflanzen). Es sollte eine besondere Art sein, wo man auch ein bisschen mehr von hat, als nur das Aussehen (Früchte!). :-P Naja und wie sollte es auch anders sein…

Im Internet gibt es allerlei Tipps wie man zu den besten Ergebnissen kommt. Ich fand das spannend. Etwas, wo man die Effizienz steigern kann. Das Ergebniss variiert, je nachdem wie viel Mühe ich mir während der Aufzucht gebe. Also fuhr ich die bis dato technisch größten Geschütze auf, die mir zur Verfügung standen. Frei nach dem naiven Motto: „Je mehr Technik, desto besser wächst die Pflanze!“. Dieses Motto wandelte sich dann anschließend bis heute in ein: „Was mir an biologischem Know How fehlt, gleiche ich mit zusätzlicher Technik aus!

Natürlich musste ein gescheites Kleid für das Minibiotop her. Anfangs wollte ich alles in ein PC Gehäuse zimmern, denn kaum etwas ist platzsparender und dezenter als das. Und ich wollte ja eh nur ein Bonsaibäumchen züchten.
Am Ende scheiterte es daran, dass einerseits der Aufwand zu groß war, das filigrane Gehäuse dicht zu bekommen (wäre möglich aber lästig gewesen und zu viele Werkzeuge notwendig, die ich mir zusätzlich hätte anschaffen müssen) und andererseits ein Selbstbau Kohlefilter, und die ganzen Netzteile, die einfach nirgends Platz finden wollten. DIY-Kohlefilter sind zwar verpöhnt aber für ein einzelnes Bonsaibäumchen brauchts keine Industriefilter, war meine Ansicht.

Übrig blieb ein 110 Euro teures, nur für diesen Zweck angeschafftes, schickes Gehäuse das auf den Schrott landete. Dabei war die Idee so genial…


(erster und einziger Versuchsaufbau, mit Wasserkühlung, zum belustigen, bevor die richtigen Teile eintrafen: )
Aber ich wurde dann am Ende doch vernünftig und kam auf die Idee, einfach alles in einen kleinen Kleiderschrank zu basteln, wo auch zusätzlich professionelle AKFs und Rohrlüfter Platz fanden, samt Netzteile.





Übrig hingegen blieb, das böse Erbe der ersten Idee.
Ein spezial angefertigter 80€ Kühlkörper, mit exakten Maßen, angepasst an‘s PC Gehäuse mit passend zum Luftstrom ausgerichteten Kühlfinnen. Und die vielen bereits bestellten LEDs… Meine Güte! Was für gleißend helle LED‘s!...



Geändert von Der Ingenieur (29.12.2016 um 18:39 Uhr).

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Alt 29.12.2016, 16:30
AW: " Der Gerät " (mein erster Growreport / erster Grow)   C  No.:2
Der Ingenieur
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Da muss ich glatt noch ein Post öffnen, nur für das Thema Licht

Ich habe mich -bevor ich mit meinem Projekt startete- 2 Jahre lang immer wieder viel belesen. Und was man absolut überall fand war: „Die Pflanzen können nicht genug Licht bekommen!“, „zu viel Licht gibt’s nicht!“ Und dann findet man noch Zahlen, dass die Sonne, die Erde mit 100.000 Lm/qm bestrahlt, während ein Zimmer bereits bei 500lm/qm für einen Menschen hell erleuchtet scheint. Und weil die Pflanzen draußen am besten wachsen, ist indoor also technisch noch viel Luft nach oben.
Tja, eher verbrennen die Pflanzen an den museumsreifen Lampentechnologien, die überall verbreitet sind, als das sie zu viel Licht bekommen würden. Die viel kompakteren und leichter zu kühlenden LED‘s waren die letzten Jahre auch kaum in Gebrauch, so dass sich dieses Gerücht wohl so hartnäckig hielt. Und ich freute mich, mit meiner überlegenen Technik (besonders auf diesem kleinen Raum) deutlich mehr Licht erzeugen zu können, als andere.
Dabei ist die Lösung doch so einfach: Angenommen eine LED-Beleuchtung hat 1000 Watt und eine Effizienz von ~50 Prozent: dann erzeugt sie 500 Watt Hitze und 500 Watt Photonen (Licht) und diese 500 Watt Photonen landen in der Pflanze! (das ist wie eine Mikrowelle, nur statt magnetischen Strahlen, mit Lichtstrahlen) Die Pflanze heizt sich an dem Licht auf und verbrennt trotzdem (innerlich), egal wie gut gekühlt die Lampe ist. Es gibt also doch zu viel Licht. Mal ganz abgesehen davon, dass der Stoffwechsel einer Pflanze generell beschränkt ist.


Das Erlangen dieser simplen Erkenntnis habe ich aber aufgrund meines Technikwahnsinns lange Zeit vor mich hergeschoben.

Und was kam am Ende dabei raus? Ein für‘s neue Setting nicht mehr ganz so tauglicher Spezial-Kühlkörper und 13 monströse 100 Watt LEDs (die man dauerhaft auch mit über 130 Watt betreiben könnte, wie ich bei Tests heraus gefunden habe)

Kurz: Eine ~550 Euro teure (nur Materialkosten!) ~1300 Watt DIY-LED-Lampe für eine Fläche, die nichtmal ein zehntel Quadratmeter beträgt!
Stromkosten waren mir egal, ich wollte das perfekte Wachstum, durch überlegenes Licht!
Wenn man bedenkt, dass man (als Faustregel) ca. eine 400 Watt Lampe benötigt um 1m² optimal auszuleuchten, also 400W/m², dann läge meine Lampe bei völlig wahnsinnigen ~14.500 W/m², bezogen auf meine lächerliche 0,09m² Anbaufläche. Also das 36 fache, von dem, was die Pflanze normalerweise benötigt. Nungut, mit Vollast wollte ich sie auch im PC-Gehäuse schon nicht betreiben (wo die Fläche noch kleiner war), denn mir ging es auch darum, eine möglichst breite Fläche auszuleuchten und die Effizienz der LEDs steigt ebenfalls, je niedriger sie bestromt werden (abgesehen davon, dass man eine wahnsinnige Lüftung benötigt, vom Kühlkörper so viel Wärme abzuführen). Aber selbst mit den kleinsten (hochwertigen) Netzteilen auf niedrigster Stufe, die ich mittlerweile für meine selbst zusammengebastelten Spannungskreise (~ 180V und 350V) kaufen konnte, lande ich bei über 80 Watt, obwohl ich für meine Mini Fläche nur ~36 bräuchte. Das entspricht über 850W/m².



Meine generelle Idee nach gesitigem Austausch mit einem User eines anderen Forums -das mittlerweile nicht mehr exestiert- war auch, der Pflanze 4 Stunden Licht und 4 Stunden Dunkelheit zu geben. LEDs und deren Netzteile vertragen viel mehr Schaltspiele als die antiquierten Lampen. Also wird 6 mal am Tag an und aus geschaltet. Das hat den Vorteil dass man statt 18 oder 20 Stunden Licht nur noch 12 benötigt, die Pflanze aufgrund der sehr kurzen Dunkelphase von nur 4 Stunden aber trotzdem in der Vegi bleibt. Und dafür dass die Pflanze nur 4 Stunden statt 18 Licht am Stück bekommt, könnte man ihr dafür mehr Licht geben. Denn ich war der Ansicht dass eine Pflanze nach einer gewissen Zeit ohnehin mit Licht gesättigt ist und mehr nicht aufnehmen kann, bzw. das vorhandene in der Nacht erstmal verstoffwechseln muss. Also kurze Beleuchtung, dafür aber sehr kräftig. Das könnte die Effizienz steigern. Bei Menschen ist es im übrigen auch nachgewiesener Maßen möglich, nur alle par Stunden eine halbe Stunde Schlaf zu nehmen und dadurch die Gesamtschlafzeit pro Tag zu reduzieren und trotzdem dauerhaft ausgeruht zu bleiben. Der Mensch ist ohnehin meist nach maximal 9 Stunden Schlaf mit Ruhe „gesättigt“ und mehr bringt nicht mehr. (Wermutstropfen an der Sache ist, dass man als arbeitender Mensch kaum die Möglichkeit hat, auf Arbeit alle par Stunden eine halbe ratzen zu können...)


Aber auch ums Spektrum war ich anfangs besorgt und so interessierte ich mich abseits der effizienten weißen LEDs auch für die sogenannten PAR-LEDs. Die angeblich das optimale Spektrum für Pflanzen liefern (eher für Algen :-P ). Aber meist so ineffizient sind, dass man mit den „theoretisch“ nicht ganz so optimalen weißen LED‘s dennoch meist besser fährt. Mir ging es hier ebenfalls nicht so sehr um Strom Effizienz, sondern darum, dass die höherwertigeren Modelle der PAR Spezies deutlich tiefer in den ultravioletten und infraroten Bereich hinein strahlen, als es alle weißen tun. Und so kaufte ich mir die neuste Generation an PAR-Cobs, die es gab (im folgenden Bild rechts).


Und so sieht meine Konfiguration folgendermaßen aus:
8 warmweiße LEDs von Bridgelux, die generell ein möglichst großes Lichtsprektrum abbilden, für Vegi und Blüte gleichermaßen taugen und zudem sehr effizient sind. Und 5 von diesen relativ experimenteln PAR-COB‘s die man pur eigentlich nur aus China importieren kann. Um das vorhandene Spektrum etwas tiefer in den UV und IR Bereich zu erweitern. In wie weit das von der Pflanze überhaupt zusätzlich von Nutzen ist, ist natürlich fraglich. Aber genau darum ging es mir ursprünglich ja. Sowas auszutesten.


Die alten Generationen arbeiteten dabei immer mit verschiedenfarbigen Einzel-LED‘s. Was auch teils die hohe Ineffizienz mit sich brachte. Grün wurde meist ganz vernachlässigt und Blau und Rot möglichst in den tiefen Bereich verschoben. Da Pflanzen aber auch nicht unerheblich wenig grünes Licht aufnehmen, sind weiße LEDs aber meist die bessere Wahl. Selbst die Nasa hat im Weltall an Versuchen mit verzehrbaren Salaten herausgefunden, dass das Wachstum durch zusätzliches grünes Licht spürbar verbessert wurde. Die haben Anfangs nämlich auch nur rote und blaue LED‘s verwendet.

Ich habe eine neue PAR-COB Generation gefunden, wo jede einzelne LED bereits das PAR-Spektrum abstrahlt, anstatt dass dieses Licht aus vielen verschiedenfarbigen LED‘s zusammen gesetzt wird. Daher hoffe ich, dass damit auch die Effizienz dieser LED‘s gestiegen ist. Was ich mangels passender Messgeräte aber nicht nachprüfen kann. Zumindest das Spektrum konnte ich selber messen und dieses deckt sich tatsächlich mit den Kurven des Herstellers.


(alle Fotos selbst geschossen, bis auf die weiße Vergleichstabelle, die aber auch von mir zusammengestellt wurde, dessen Bilder stammen von google)

(ich habe mich übrigens für Bridgelux entschieden (weiße LEDs), weil ich die Cree einbautechnisch einfach nur desaströs finde! Geld spielte hingegen keine Rolle,
von welchem Hersteller die PAR-COB-LEDs stammen habe ich hingegen keine Ahnung, erstanden bei einem seriösen Händler auf Alibaba)


Geändert von Der Ingenieur (29.12.2016 um 17:06 Uhr).

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Alt 29.12.2016, 16:31
AW: " Der Gerät " (mein erster Growreport / erster Grow)   C  No.:3
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so, nun aber zum eigentlichen:


Die Anzuchtbox
Vorstufe zur Hölle


(hier während eines meiner ersten unsinnigen Experimente mit anderen Pflanzen)


Für die Anzucht und zum ersten antesten der LED‘s habe ich mir gleichzeitig zum PC-Gehäuse auch gleich eine Anzuchtbox gebastelt. Ich habe den hässlichsten aller CPU-Kühler gewählt, da dieser die optimale Form für mein Vorhaben hatte (der einzige der sich für so eine Art Montage/Missbrauch eignete).


(auf den Bildern ist noch die alte Version zu sehen, Schrauben und Lüfter wurden mittlerweile hochwertiger ersetzt)

Natürlich wollte ich die Pflanze auch vor Viezeuch schützen und habe die Lüftung mit Demciflex Gittern versehen. Diese finden in medizinischen Bereichen Anwendung und werden auch in letzter Zeit im PC Bereich viel eingesetzt um Staub abzuhalten. Wie man auf dem Foto erkennt, ist es ein vielfaches feiner, als normale „feine“ Fliegengitter. Da kommt nichtmal Wasser durch, wenn es nicht mit einem gewissen Mindestdruck gegen gepresst wird. (dieses Gitter verwende ich auch für's Zelt, dieses besitzt zwar auch bereits ein Fliegengitter, das war mir aber zu grob)


Die Anzuchtbox besitzt eine weiße LED, die dauerhaft mit bis zu 150 Watt befeuert werden kann. (inklusive Raumbelüftung herrschen dann ca. 30 °C auf Höhe Mitte der Box, der Kühlkörper wird nicht mehr als handwarm)
Anfangs immer mit 100 Watt betrieben, läuft diese nur noch mit max 25 Watt, seit ich von der 400/m² Regel erfahren habe… :-P Und mittlerweile auch selber festgestellt habe, dass es einfach zu viel ist. Zumindest die Anzuchtbox lässt sich stufenlos von 0 – 150 Watt regeln (durch Strom und Spannungsregelung).

Ein sehr feines Teil geworden… Nur leider viel zu niedrig, wenn man z.B. Steckies ziehen will. Und keine Möglichkeit, dass Licht abzuschotten.


Geändert von Der Ingenieur (29.12.2016 um 17:16 Uhr).

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Alt 29.12.2016, 16:32
AW: " Der Gerät " (mein erster Growreport / erster Grow)   C  No.:4
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Der Gerät
(nun wirklich und wahrhaftig)

Tja, was ist nun draus geworden? Ein Dings, ein Etwas, ein Irgendwas. Ein Gerät.
Aus dem kindischen PC-Gedöns wurde etwas MÄNNLICHES! Ein ER.


Jeder Schwachsinn findet ein Ende und so auch dieses Projekt in Form dieses Schrankes.


Er ist noch nicht fertig. An den Schubladen verlor ich die Lust. An den Deckel vom AKF Raum (vertaptes Holzbrett oben mitte) muss ich noch die Schubladenfront anflanschen und das Brett irgendwie abdichtend bekommen. Die unteren 2 Schubladen sind fertig (die unterste wegen eines zusätzlichen Rohres verkürzt) und müssen eigentlich nur noch eingeschoben werden. Und schon sieht man nichts mehr ausser ein einziges 230V Kabel, dass ebenso gut versteckt von unten in den Schrank gesteckt wird und alles versorgt. Ein hervorragend komplett geschlossenes System.

Eigentlich selbsterklärend.
Links der Lüfter-Raum. Dort kommen auch alle Netzteile herein. Später wird die Abluft gezielt um diese Netzteile geleitet, um diese zu kühlen, bevor die Abluft dann endgültig den Schrank verlässt (das Loch dafür befindet sich auf dem Bild genau hinter dem Rohrlüfter).
Rechts direkt daneben (mitte oben im Bild), der AKF-Raum. Da dieser nicht ins Zelt passte, musste ich mir etwas einfallen lassen, um ihn weiterhin saugend verwenden zu können. Der AKF-Raum ist absolut luftdicht und saugt daher die Luft über ein steifes Rohrsystem aus dem Grow Raum (ganz rechts). Da ich auf weitere filigrane Basteleien vorerst keine Lust hatte, habe ich einfach ein perfekt passendes Zelt hineingestellt. Das erspart es mir, die klobige, völlig undichte Tür mit ihren völlig dafür ungeeigneten Scharnieren Luft und Licht dicht abdichten zu müssen und das bemahlen oder verkleben der Wände mit Weiß. (kümmere ich mich später drum, um auch die letzten Zentimeter zusätzlichen Platz zu gewinnen)

Ich habe zuletzt noch ein 40mm Rohr in den Schrank gezimmert, von der ganz linken zur ganz rechten Kammer, um dort später die ganzen Kabel der Netzteile bequem hinter den Schubladen versteckt in den Growroom zu führen.

(hinter der Schublade)


(Ausgang Growroom)



Hier noch mein geiler Rohrkanal, den ich gebastelt habe, da für 100mm Schläuche kein Platz waren und ich eine feste Konstruktion generell besser finde. Ich achte natürlich besonders darauf, dass sich keine Vibrationen übertragen, die gerade dort auftreten können. Da die Kanäle sich wölben, beim zusammenstecken, habe ich sie vernietet, damit sie gerade bleiben. Der Einsatz von Silikon und Bechernieten, für absolute Luftdichtigkeit ist natürlich für einen Perfektionisten wie mich selbstverständlich (sieht von innen fragwürdig aus, hält aber bombastisch zusammen). Ebenso habe ich an den Kanalteilen sämtliche unnötigen Erhebungen weggeschliffen und Kanten abgerundet, damit der Luftstrom möglichst wenig gestört wird. Kurz: Völlig übertrieben alles, aber es macht SPAß !


Der Kanal ist so bombastisch, der saugt das verbrauchte Licht gleich mit ab.



/edit
ursprünglich wollte ich ein Carbonrohr modelieren. Mangels Pre-Form habe ich davon zum Glück abgelassen... Obwohl ich aber leider schon alles Material dafür da habe... ... ... Vieleicht später...


Geändert von Der Ingenieur (29.12.2016 um 17:55 Uhr).

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Alt 29.12.2016, 16:33
AW: " Der Gerät " (mein erster Growreport / erster Grow)   C  No.:5
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Eigentlich wollte ich jetzt schreiben: “das Herzstück: die LED-Sonne“
aber das wahre Herzstück ist glaube ich der völlig übertriebene
AKF-Flansch:




2x 3mm Edelstahl Ronden verklebt mit Epoxidharz (als Dichtmasse zum Holz) und verschraubt mit M6 Edelstahlschrauben. (oder war es M8 ich weiß es nicht mehr…)
Ein ultrakurzes Kanonenrohr im Steampunk Design. Wenn eine Atombombe direkt in meinem Haus detoniert, dann ist das genau das was übrig bleibt. :-D

Ich musste mir ja etwas einfallen lassen, den AKF so anzubringen, dass er einerseits fest mit dem Rohrlüfter verbunden ist und andereseits keine Nebenluft zieht, bzw. der AKF-Raum dicht bleibt. So bin ich auf diese Metallplatten gekommen, gegen die der AKF mit einer fetten Gummidichtung gedrückt wird. Dem Holz alleine vertraue ich nicht. Daher hab ich es mit Edelstahl verstärkt. Die Gegenseite ebenso, quasi als riesige Unterlegscheibe, um die Lasten der Schrauben möglichst gleichmäßig auf‘s Holz zu übertragen. Und ausschließlich Edelstahl natürlich, weil ich Rost hasse. Verzinkte, verchromte oder lackierte Sachen etc. beschädigen eh mit der Zeit und rosten dann trotzdem. Die 2 Ronden habe ich anfertigen lassen (lasern), die Löcher für die Schrauben habe ich aber selbe gemacht, weil ich zu faul für eine technische Zeichnung war.



Meine selbstgebaute Ständerbohrmaschine. :-P
Najagut, ist von Proxxon aber ich musste die komplette Aufnahme absägen, eine eigene entwickeln und fertigen lassen und wieder an den Rest anflanschen, weil mein Akkuschrauber 40mm Maße hat und das originale Gussteil von Proxxon nur 35 und sich dieses aufgrund des bescheidenen Gusses nicht auf 40mm aufweiten ließ…

Habe ich mir nur für dieses Projekt angelegt. (okey, werde ich später bestimmt noch öfter brauchen können). Zum Edelstahl bohren, und für die rund 300 Löcher im Alukörper der verrückten DIY-Led-Lampe brauchts einfach was halbwegs anständiges.


Geändert von Der Ingenieur (29.12.2016 um 17:40 Uhr).

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Alt 29.12.2016, 16:34
AW: " Der Gerät " (mein erster Growreport / erster Grow)   C  No.:6
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Nun aber zur Sonne, bzw. eigentlich müsste man eher Höllenfeuer sagen, so übertrieben wie das Ding für meinen Einsatzzweck ist.


So sah das mal aus, bevor ich losgebastelt habe. Ihr könnt euch garnicht vorstellen, was das für ein Akt war, die schwarze Eloxierung mit Sandpapier LED seitig vom Kühlkörper zu schleifen, nur weil ich `ne zusätzliche Reflexionsfläche haben wollte. 2 Tage und 10-20 Bögen Schleifpapier hat es benötigt, dieses hochagressiv haftende Zeug abzubekommen. Mangels Schleifmaschine… Nur was für völlig Verrückte...

Nach gefühlt 1001 gebohrten Löchern am Ende sah das Ding dann so aus:



Die zusätzlichen großen Löcher ganz aussen habe ich hinzugefügt, damit der Kühlkörper besser atmen kann. Statt an den Finnen entlang bewegt sich die Luft ja jetzt von unten nach oben durch den Kühlköper. Da der Kühlkörper länglich ist, der Growroom aber quadratisch und der Kühlkörper länger ist, als der Growraum breit ist, musste ich den Airflow quasi ebenso quadratisch gestalten… Naja, eben das beste aus dem Erbe machen. Die Kühlung ist aber zum Glück ausgezeichnet und ich brauche nichtmal zusätzliche Lüfter, wie ich es erst angedacht hatte.

Hier mal ein par Bilder, wie der ganze Mist eigentlich befestigt ist:



Den grünen dünnen Draht habe ich gespannt, damit die Zeltdecke nicht zu dicht an den Kühlkörper angesaugt wird (einfällt), damit dieser genug Platz zum atmen hat. Alle Löcher und scharfen Ecken sind natürlich penibel entgratet bzw. gesenkt und die Leitungen zusätzlich mit Schrumpfschlauch ummantelt, dass sich ja nichts aufscheuern kann (Kurzschlüsse).
Eigentlich wollte ich den Kühlkörper noch erden, was bei 350V Gleichstrom vieleicht ganz sinnig ist... Habs aber bisher gelassen...



Wie man bei einer stark unterbelichteten Aufnahme sehen kann, hat eine LED sich leider teilweise zerlegt. Das ist durch die Montage passiert, weil ich viel zu viel Wärmeleitpaste augetragen habe und sich diese durch sämtliche Ritzen der LED hindurchgedrückt hat. Wundert mich im Nachhinein, dass der Rest diese Tortur so gut durchgestanden hat.


Geändert von Der Ingenieur (29.12.2016 um 17:49 Uhr).

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Alt 29.12.2016, 16:39
Mata AW: " Der Gerät " (mein erster Growreport / erster Grow)   C  No.:7
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sonstiges Gedöns



Mein selbstgebautes 4 adriges 5000V Kabel.

Der Querschnitt ist viel zu groß und die Isolierung ist ebenso völlig übertrieben. Keine Ahnung was mich da geritten hat. Hab nen halben Tag an dieser 1 Meter Leitung gesessen, weil ich kein anderes passendes Kabel zur Hand hatte. (Stecker wurde später mit Harz ausgegossen)
Man will ja keine Verluste haben...


Meine selbstgebaute USB-Peitsche.

8 USB-Kabel die in nem kompakten ehemealigen AV-Kabel enden. Diese sollten meine 8 Miniventilatoren im Growraum versorgen. Meine Idee war, das ganze später per Raspberry Pie kompliziert zu steuern und echte dynamische Winde damit zu simulieren. Diese ollen 1 Euro China Ventilatoren (die in der EU für 7 Euro das Stück verkauft werden!) rauchen aber ihrem Preis entsprechend nach wenigen Wochen ab. Mal gut das ich 2 Monate gewartet habe, statt auf Amazon 7 Euro pro Stück zu verbrennen. Am Ende sind diese Lüfter ohnehin immernoch zu groß und ich werde auf wenige PC Lüfter umsteigen. Generell reicht der Luftzug durch den Rohrlüfter aber in meinem kleinen Zelt eigentlich vollkommen aus, dass nirgends die Luft steht. Ich wollte eigentlich durch höhere Luftbewegung die Pflanzen zu kräftigeren Stämmen anregen.
Ob der Querschnitt und mangelnde Schirmung für Sensoren taugt, bezweifle ich und werd das Ding langfristig wol wieder rausschmeißen. Ausser ich finde 8 gescheite Ersatzlüfter, die sich ebenso gescheit positionieren lassen, was ich auch bezweifle...


Das habe ich noch gemacht:



Hatte ich ursprünglich garnicht vor aber irgendwie neige ich zum durchdrehen. Ich habe meinen Schrank anfangs komplett auseinander gebaut, bestimmte Teile mit Epoxidharz versiegelt (nur einseitig, damit das Holz weiter atmen kann), z.B. den AKF-Raum, damit man Gerüche und Verschmutzungen leichter abwischen kann und dieser Luftdichter ist. Und beim zusammenbauen habe ich alle Verbindungen wie im Bild mit Silikon eingeschmiert. Um Schallübertragungen z.B. durch Vibrationen zu unterdrücken und auch um die Dichtigkeit des AKF-Raumes (übertriebener Weise) noch weiter zu verstärken. Das Silikon hat sich schon bemerkbar gemacht: Egal ob Holzregal, Schrank, Tisch, wenn man sich dagegen lehnt, knarzt es. Aber nicht mehr dieser Schrank. Man kann jetzt drann rüteln sich mit voller Kraft dagegen lehnen oder sonstwas anstellen, das Ding gibt tatsächliche absolut keine Geräusche mehr von sich! Herrlich! :-D Sinnlos, aber trotzdem herrlich… (alle Schraubenköpfe sind ebenfalls mit Silikon eingesetzt, damit diese ebenfalls nicht am Holz Reiben können)
Wie kam es dazu? Ich musste eh für die vielen großen Löcher einige Teile auseinander bauen...
Naja, dann dachte ich mir, "wenn schon, denn schon"...

Das kommt noch:


Ein zusätzliches Rohrsystem, basierend auf der vorhandenen Absaugung (obere Bilder, der weiße genietete Kanal), nur viel viel komplizierter. Dieser wird auf der Schrankrückseite und Unterseite montiert. Damit die Luft dann von rechts unten vorne angesaugt wird (und dann hinten links oben wieder ausgeblasen wird, denn derzeit wird hinten (rechts) angesaugt und ebenso hinten (links) ausgeblasen, was suboptimal ist) Ich benötige Ansaugseitig ohnehin noch eine Lichtfalle, also einen sich schlängelnden Kanal, der dann auch noch zusätzlich mit einer austauschbaren UV-C Lampe ausgestattet werden soll, damit evtl. Keime und Pilze vorzeitig abgetötet werden und diese die Pflanze garnicht erst erreichen. Habe schon alles dafür da, alles ist exakt bemaßt und teilweise angefangen aber ich hab keine Lust mehr… Kümmere ich mich später drum. Wird mindestens genauso übertrieben wie der Rest…


Wie ich dieses hoch-UV beständige schwarze Silikon anständig mit dem ABS-Werkstoff verbinde, weiß ich schon. :-P Wobei der Kanal, in dem die UVC-Lampe steckt noch zusätzlich mit Alufolie ausgekleidet wird. (Edelstahl bzw. Alurohre in der selben/passenden Größe habe ich keine gefunden) Mir fehlt nur noch eine Fell- und eine glatte PTFE-Walze in der richtigen Größe, um dat Zeug von innen aufzutragen und ich finde es einfach nirgens…

So, meine Güte, jetzt bearbeite ich Bilder und schreibe hier schon seit 17 Stunden, dass es mal Zeit wird mit dem eigentlichen Growreport anzufangen… Denn der ist auch alles andere als normal...



/edit
meine Güte, das wichtigste vergessen:

Ich wil noch einen Raspberry Pie instalieren der dann Sensoren auswerten soll, kleine PC Lüfter im Growraum steuern und mit einer Kamera Fotos schießen, um daraus später eine Zeitrafferaufnahme zu fertigen, mit der man dann der Pflanze sprichwörtlich beim wachsen zuschauen kann. Da würde man sehr gut direkt sehen, wie sie auf Dünger, Wasser, Licht und Dunkelheit reagiert


Geändert von Der Ingenieur (30.12.2016 um 20:10 Uhr).

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Alt 29.12.2016, 17:34
Hanf AW: " Der Gerät " (mein erster Growreport / erster Grow)   C  No.:8
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DER REPORT


Angefangen hat alles mit 2 Jahre alten, im Kühlschrank lagernden White Widow Seeds von Sensiseeds. 3 Stück um genau zu sein. Ich wollte erstmal nur einen zum keimen bringen, um nicht durch noch mangelnde Erfahrung gleich alle 3 auf die selbe Weise über‘n Jordan zu schicken.

Habe es mit den nassen Tüchern zwischen 2 Tellern versucht. Allerdings mit der Menge an Tüchern und vor allem mit der Menge an Wasser übertrieben. Dadurch hat der Samen bösartig angefangen zu schimmeln (an der stumpfen Stelle wo die Blätter später aufbrechen). Habe den Schimmel mit Wattestäbchen entfernt und weiter keimen lassen. Dadurch das die Seeds schon zwei Jahre alt waren, dauerte es natürlich alles einwenig. Irgendwann (nach eineinhalb Wochen?) habe ich mich dann entschlossen, doch noch die anderen beiden dazu zu tun, da ich der Meinung war, aus dem ersten Schimmelversuch wird eh nichts mehr. Einen Tag später habe ich den Gammelseed einfach in Anzuchterde gepackt (Eazy Plugs).

Anschließend nur kurz darauf dann auch die anderen beiden Seeds, die noch nicht gekeimt sind, weil ich befürchtete, die gammeln mir sonst auch nur. Den Gammelseed habe ich jeden Tag ausgegraben, um zu gucken, ob da schon was kommt. Soll man natürlich nicht machen, aber ich hab für den, sowieso schon alle Hoffnungen aufgegeben und wollte den als Referenz missbrauchen um zu schauen, wie lange die anderen dann bräuchten.

Natürlich kam es, wie es kommen musste und es passierte Unvorhergesehenes.
Der Gammelseed wächst wunderbar, während die anderen, viel sorgsamer und mit besserem Wissen behandelten Seeds bis heute nicht gekeimt sind…


Es bildete sich nach ein oder zwei Wochen(!) eine wenige Millimeter lange weiße Wurzel und ab da ließ ich den Seed vergraben. Als dann auch schon recht zügig das Köpfchen hervor lugte, sah man schon den Gammel, genau dort, wo eigentlich die Blätter austreten sollten. Ich wischte ein letztes Mal den Schimmel herunter und beobachtete weiter. Das war mein letzter übrig gebliebener Seed.


Trotz der 100 Watt LED Beleuchtung auf einer Entfernung von nichtmal 10 cm, spargelte das Ding nach oben. Kein Wunder, das Blattpaar war bösartig verklebt und verkrustet. Während die Spitze braun und klumpig war, sah man seitlich aber sattes grün. Das Ding war nicht tot, es konnte sich nur nicht öffnen.


Mit einer desinfizierten Nagelfeile (die Nagelschere war in dem Moment nicht auffindbar) pulte ich die Verkrustung auseinander. Und entfernte den ganzen Schimmel, der noch überall anhaftete.


Die Pflanze überlebte es zum Glück und wuchs als sei nichts gewesen.


Ich topfte den Plug in den Eazy Block um, als schon kleine Wurzelspitzen aus der Erde schauten. Mangels richtiger Topfgrößen, bastelte ich mir einen Papiertopf, samt Perlite, um meiner Meinung nach den Wasserhaushalt besser regulieren zu können. (vermutlich hätte das Papier nur das Wasser aus dem Block gesogen)


Die übertriebene Bestrahlung von 100Watt weißem LED Licht machte der Pflanze zu schaffen. Kurz darauf fand ich erst die 400W/m² Regel. Zuvor war die Lichtstärke eine meiner letzten unbeantworteten Fragen gewesen. Ich drosselte das Licht allmählich auf 25 Watt herrunter.


Weil mir nachts das Licht der Anzuchtbox auf den Sack ging, bastelte ich einen Karton herum.
Dafür brauchts bis heute noch eine vernünftige Lösung.


Während die Pflanze vor sich hin vegitierte, stellte ich hektisch und teils provisorisch den Schrank endlich fertig, denn irgendwann wurde die Pflanze zu groß für die Anzuchtbox.
Wieder traf ich zufällig den richtigen Zeitpunkt zum Umpflanzen, die Wurzeln waren mehrere Zentimeter aus dem Block herrausgewachsen, als ich die Pflanze umtopfte und an ihren endgültigen Platz brachte.


Wie man erkennen kann, wurden die neuen Blätter wieder grün, nachdem ich die Beleuchtung herrunter geregelt hatte. Allerdings hat der Schimmel wohl seinen Tribut gezollt. Das vierte Blattpar (das erste runde mitgezählt) brachte eine Mutation hervor. Statt 5 Blätter waren es nur 4. Wo eigentlich das 5. sein sollte, wuchs nur ein kleines Häärchen…



Aber die Pflanze wuchs prächtig. Tief dunkelgrüne Blätter und lila Stängel.


schon gab es die ersten Probleme

Gedüngt habe ich nach Biobizz Schema in Allmix. Vermutlich war es zu viel des Guten und zu früh. Was es nun genau war, weiß ich bis heute nicht. Vieleicht habt ihr eine Idee?


Dringend Zeit zum umtopfen. Ich habe doch tatsächlich einen Topf gefunden, der exakt in mein Zelt passt. Nur die Höhe musste ich einwenig einkürzen (am Topf, sowie dessen Untersetze).


Die hässlichen stellen wurden leider schlimmer


Die Pflanze erholte sich zügig vom Umtopfen, wurde nun aber auch an den obersten Blättern aussen Gelb. Was passiert hier?
Ebenso wurden die braunen Flecken und gelbe Verfärbung im unteren Bereich stärker, sodass ich mich entschloss, den ganzen Topf durchzuspülen, weil ich vermutete, alles sei überdüngt. Allmix Erde für die Katz… Vermutlich hätte ich den Biobizzdünger erstmal einstellen sollen und pures Wasser gießen.


Die Pflanze wucherte weiter, wurde oben wieder grün.
Biobizz habe ich weiterhin mit halben Schema immer beim Gießen angewendet.


Richtig tief grün war die Pflanze ab da aber nicht mehr.



(kurz vor oder nach der Blüte)
Die Pflanze wucherte weiter, bekam nun aber an vereinzelten Blättern sehr gleichmäßig übers ganze Blatt verteilt „Sommersprossen“ und diese wurden dazu gelb. Zumindest dieses Schadbild sieht eindeutig nach Manganmangel aufgrund eines falschen PH Wertes des Wasser aus. Ich habe während der Anzucht ausschließlich destilliertes Wasser verwendet und anschließend pures Leitungswasser, dass ich aber immer durch einen Wasserenthärter geschickt habe, da ich sehr hartes Wasser habe. (diese Kännchen mit austauschbarem Kohlefilter) Wobei dessen Kohlefilter aber vermutlich schon lange aufgebraucht ist…

Werde mir demnächst wol doch ein PH-Messgerät zulegen müssen.


Hier der aktuelle Stand (dritte Blütewoche):


Die Nekrose geht leider weiter. Heute werde ich 1:4 LW:dest.Wasser gießen, samt halben Biobizzschema, denn die Erde ist wieder trocken. Bei meinen 850W /m² Licht, wird es wol kein Problem von Überdüngung sein. Evtl. sogar zu wenig… ich weiß es nicht.
Die Pflanze befindet sich in der 3. Blütewoche und fängt an den obersten Blättern an zu purplen. Die gelben Blätter rupfe ich ab, sobald sie anfangen sich einzurollen und sich dadurch ohenhin leicht ablösen lassen.

Vieleicht hat jemand Tipps, was jetzt zu tun ist?

Noch ein par Impressionen:

Die Pflanze aus Sicht einer Ameise


purplende Stängel


Der kräftige Hauptstamm mit seinen fetten Knoten nimmt trotz der geringen Pflanzenhöhe allmälig die Größe einer Zigarre an.



Schön schaut die Pflanze nicht aus. Aber eine stolze Größe und Form hat sich erreicht.
Es hätte für den ersten Grow schlimmer kommen können. Also zumindest bisher...


Geändert von Der Ingenieur (29.12.2016 um 18:36 Uhr).

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Alt 29.12.2016, 17:44
AW: " Der Gerät " (mein erster Growreport / erster Grow)   C  No.:9
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Alt 29.12.2016, 18:28
AW: " Der Gerät " (mein erster Growreport / erster Grow)   C  No.:10
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@ Mod

diesen Post bitte löschen, danke


Geändert von Der Ingenieur (30.12.2016 um 18:56 Uhr).

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Alt 30.12.2016, 02:44
AW: " Der Gerät " (mein erster Growreport / erster Grow)   C  No.:11
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Hallo, tolles Projekt, Hut ab. Allerdings scheint es der Plant nicht sonderlich gut zu gehen. Was fuer Erde verwendest du? LG

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Alt 30.12.2016, 07:58
AW: " Der Gerät " (mein erster Growreport / erster Grow)   C  No.:12
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Schon ein ausgesprochenes Freakprojekt....und ein bisschen größenwahnsinnig auch.

Schade eigentlich, daß die Plant wohl kurz vorm Exitus steht...ich vermute mal, daß zu ihrer Krise mehrere Faktoren beigetragen haben. Hohe Wattage direkt zu Beginn des Pflanzenlebens war schonmal nicht so optimal; das Laub sieht mir jedenfalls eher nach Lockout aus...gerade wenn man hartes Wasser nicht mit einem funktionierenden Filter behandelt. Regenwasser oder eine Umkehrosmoseanlage wären wohl die bessere Giesswasseralternative.

Da hat sich wohl im Substrat ein Problem aufgebaut, deswegen hat das Spülen und Umtopfen auch zeitweise Linderung gebracht. Da du aber mit demselben Wasser weitergegossen hast, sind die Probleme wieder da...ich würde drauf tippen, daß dein Wasser zu hart, dein Wasserfilter scheisse und ein pH-Meßgerät wohl dringend vonnöten ist.

Finde es eigentlich schade, daß du das Miiniteil wieder abgebaut hast...nach all den Investitionen und dem Riesenaufwand. Samen sind schnell wieder bestellt, also warum nicht Versuch zwei MIT pH-Meßgerät und der Erfahrung aus Durchgang eins?

Weiss ja nicht, ob die WW-Seeds feminisiert waren, aber zu denen würde ich dir auf jeden Fall raten...vielleicht hat sich dein Pflänzchen ja aus Anstand selbst gerichtet, bevor es dir seine Männlichkeit zeigen konnte...


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Alt 30.12.2016, 18:50
AW: " Der Gerät " (mein erster Growreport / erster Grow)   C  No.:13
Der Ingenieur
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Der Ingenieur ist offline  

Die waren selbstverständlich feminisiert. Hatte aber erst befürchtet, dass sie zwittern, aufgrund des Stresses. Sieht aber nicht danach aus.

Zitat:
Zitat von AntiPathetic
Hallo, tolles Projekt, Hut ab. Allerdings scheint es der Plant nicht sonderlich gut zu gehen. Was fuer Erde verwendest du? LG
Zur Erde: gekeimt im Eazy Plug, dann in Eazy Block, dann in 50:50 Biobizz light/allmix und dann in allmix + anfangs wurzelstimulator und später (Anfang / Mitte Vegi) das halbe Biobizz Schema, mit "gefiltertem" und anschließend einen halben bis mehreren Tagen stehen gelassenem Leitungswasser.
Während Keimung hab ich ausschließlich destilliertes Wasser verwendet. Bis ich in Erde umgetopft hab.
Ich hätte später wol mindestens 50:50 LW/dest. Wasser gießen sollen, statt pures LW.

Ja es wird schlimmer. Zuletzt hab ich mit destilliertem Wasser gegossen (gestern, inklusive halben Biobizz Schema). Regentonne ist leider leer, weils dieses Jahr kaum geregnet hat. Es schneit nicht mehr, es regnet nicht mehr, es scheint keine Sonne mehr. Was ist bloß los mit der Erde?!

Ist das Schicksal der Pflanze wirklich schon besiegelt? Dachte, man kann noch was machen.

Zum Wasser entkalken finde ich einfach nichts gescheites, außer die bescheuerten Kannen mit ihren teuren Filtern, die man nach 10 Anwendungen weg schmeißen kann und eh kaum wirken. (hab den Unterschied anfangs mit Härtegrad Teststreifen geprüft)

Gibt's da nicht etwas kleines aber professionelles für zu Hause, das langfristig das Wasser ordentlich weich macht und den ganzen Dreck entfernt? Darf gerne auch 2000 Euro kosten, solange es keine hohen weiteren Kosten verursacht und Jahre hält.

Überhaupt habe ich das Gefühl das Leitungswasser wird immer schlimmer. Mit jeder Wohnung wird es kalkhaltiger und hinterlässt immer mehr ominöse bunte Rückstände, während einem die Medien weiß machen wollen, das Leitungswasser sei ja so toll in Deutschland. In meiner aktuellen Wohnung ist es sogar so schlimm, dass ich mehr definitiv mal ne Probe zum checken ins Labor schicken lassen werde.

Könnt ihr ein professionelles (aber möglichst handliches) PH Messgerät empfehlen? Habe das Gefühl im Internet gibt's nur Chinaschrott. Den Rezensionen auf Amazon traue ich auch schon lange nicht mehr. Dort wird auch viel von Menschen bewertet, die von der entsprechenden Materie keine Ahnung haben und nur glauben alles sei in Ordnung.




Achso, wichtig: die meisten Bilder sind im pinken Licht gemacht worden, da sieht die Pflanze aufgrund der Beleuchtung nicht so grün aus, wie sie eigentlich ist. (erkennt man aber auf den Fotos, ob dieses pinke PAR Licht gerade eingeschaltet war). Hab mir jetzt angewöhnt Fotos möglichst nur noch mit weißem Licht zu knipsen. Aktuell verliert die Pflanze aber tatsächlich an Farbe und wird insgesamt gelber.


Geändert von Der Ingenieur (30.12.2016 um 19:22 Uhr).

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Alt 30.12.2016, 19:30
AW: " Der Gerät " (mein erster Growreport / erster Grow)   C  No.:14
rebel K
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Registrierungsdatum: 02.06.2016
rebel K ist offline  

Es blutet mir das Herz wenn ich sehe wie viel Arbeit du in dein Projekt steckst, und wie wenig Feedback du erhälst!

Hanfburg brauch den Der Ingenieur, Antiphatic, Spebel, Bad Habits, Hermeister, bistje.. und... und.. und.

Wir sind nicht soo wenige wie es scheint.. Lasst uns den Scheiß mal finanzieren!



Gruß,
rebel K.




Sry fürs spamen.

__________________
Das Spiegelbild der Welt ist leerer Schein,
kein Weiser hält es für das wahre Sein.

Dont call it a Dream
Call it a Plan

Geändert von rebel K (30.12.2016 um 19:32 Uhr).

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Alt 30.12.2016, 19:56
AW: " Der Gerät " (mein erster Growreport / erster Grow)   C  No.:15
Der Ingenieur
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Registrierungsdatum: 16.10.2016
Der Ingenieur ist offline  

Hier mal noch aktuelle Fotos von den Buds:

Ist das normal das die oberen Buds bei der White Widow so einen weißen Blumenkohl ausbildern oder ist das schon Albino-fizierung aufgrund zu viel Licht?

(der Mainbud, runtergbunden)

(der Mainbud von der Seite)



(jüngere Buds auf mittler Höhe)

Sie kränkelt zwar aber buddet immernoch wie sau weiter, meiner Meinung nach.


Geändert von Der Ingenieur (30.12.2016 um 19:59 Uhr).

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