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Alt 12.12.2017, 21:34
Orcafizierung - Folie im Zelt anbringen   Collection  No.:1
Dichter_Denker
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So ein Zelt leidet mit der Zeit und die verwendeten Reflektionsfolien sind auch nicht unbedingt immer das wahre. Hier also eine DIY- Anleitung um neue Folie ins Zelt zu bringen.

An sich egal was für Folie... aber das schicke Zeug muss man schonmal zeigen.


Wir brauchen Folie, Befestigungen (Ösen, Nieten, Schrauben und Muttern fallen mir so ein... hier insbesondere Ösen), kaum Werkzeug und einen geeigneten Platz. Ein leeres Zelt macht sich bei passenden Maßen z.b. gut und sollte eh bereit stehen.


Hier mal ne Auswahl an sinnvollem Werkzeug: Schere , Ösenzange, Lochzange, kleiner Bohrer, spitzer Stab mit passendem Durchmesser.


Für 4,5-5,5mm Ösen macht sich ein Locher ganz gut.


Damit lassen sich auch gut Löcher im festen (recht kleinen) Abstand machen - immer gleich 2 Stück auf einmal und dann den Locher weiterrücken (Abstand zum letzten Loch als Maßgabe). Damit ist so eine Rolle bzw ein Stück davon recht schnell bearbeitet.


Eine Reihe Löcher oben und unten reicht locker aus, um die Folie straff zu bekommen. Eigentlich reichen auch viel weniger. Am Anfang hab ich es etwas übertrieben mit Genauigkeit und co...


An den Enden der Folie ("links" und "rechts" sozusagen) sind vermutlich zusätzliche Löcher sinnvoll, aber das hängt von der geplanten Anbringung ab, wie viele und wo genau. Lässt sich dann auch später gut anbringen, wenn die Folie im Zelt hängt. Bei mir gibt's eine "Mittelstange" und daher ist's so sinnvoll gewesen. Ausgemessen und gemerkt für die andere Seite.


Eine Reihe fertig gelocht - dann muss aufgerollt werden. Eine Zusatzstange macht sich als Formgeber für die neue Rolle ganz gut.


Dabei kann man schon immer ausmessen wie viel man aufgerollt hat (messen bis zum letzten "freiliegenden" Loch z.b.), um die Rolle nur soweit zu bearbeiten, wie nötig und dann passend abschneiden zu können. Hab mir nen Zettel daneben gepackt und immer aufgeschrieben, wieviele cm es zwischen letztem und neuem "freiliegendem" Loch waren...

So weit so gut... Nun brauchen wir idealerweise ein leeres Zelt. Da drin arbeitet's sich wesentlich angenehmer, würd ich zumindest mal sagen


Imo ist es immer ganz sinnvoll die komischen Zeltsocken für Zuluft und dergleichen ordentlich zu verschließen. An den Stellen wo innen Folie liegen wird, sollte man dabei besonders ordentlich arbeiten. Ansonsten zieht da eventuell Luft rein und drückt die gute Folie nach innen.
Die Socken ziehen sich auch gerne nach innen mit der Zeit, wenn man die nicht richtig fest gemacht hat. Also nehmt euch da ein wenig Zeit für.

So z.b. ist's imo besonders schön.


Die innere Socke(also wo die Naht zum Zeltinnenmaterial hin verläuft) zuerst maximal nach Außen gezogen und fest geschnürt. Dann die äußere Socke so festgeschnürt, dass sie die innere Socke nochmal abschnürt. Mit den beiden Schnüren kann man dann das "Ergebnis" umwickeln und ein weiteres mal festschnüren. Dabei die Socken am besten noch verdrehen, sodass da alles ganz straff wird an der Zeltwand.
So ist's absolut luftdicht für die Belange. Da geht's einfacher durch die Nähte vom Zelt, würd ich mal sagen. Desweiteren ist's so fest geschnürt, dass sich die Socken auch nicht nach innen ziehen können und die Zeltwand schön ebenmäßig bleibt.
Zum Abschluss dann sogar noch ein Kabelbinder drum - das war dann aber wirklich langsam übertrieben

Nun kommen wir mal wieder zum eigentlichen Thema zurück. Folie ins Zeltgestänge einfädeln...


Geht ziemlich einfach eigentlich. Das sollte man leicht hinbekommen. Die Folie lässt sich dann auch noch sehr gut verschieben hinterm Gestänge, wenn's am Anfang nicht gleich ordentlich glatt wird beim Einfädeln.

Hab mir mit S-Haken ausgeholfen, um das Ganze erstmal ordentlich aufzuhängen.


S-Haken von allen Seiten (jeweils einer)


Damit lässt sich die Folie dann wie ein Vorhang aufziehen. Ab und an mal S-Haken umstecken in ne andere Öse zwischendurch. Dauert schon ein paar Minuten, aber ist recht schnell erledigt. Lieber etwas langsamer und dafür die Folie ganz lassen

Am Ende sah's beim ersten Zelt so aus.


Schon sehr ordentlich - könnte man glatt so belassen und nur die paar S-Haken o.ä. als Aufhängung nutzen. 4 Aufhängepunkte waren's bis dahin nur und es ließ sich schon recht schick machen. Bei den Ösen könnte man deutlich sparen

Naja mehr Aufhängungspunkte können sicherlich nicht schaden - vor allem wenn man das (wie ich) bis an die Belastungsgrenze spannen möchte. Also kommen wir zum Kabelbinder-Massaker


Und jetzt nochmal so viel unten. Dann noch alles schön straff machen.


Teichfolie lässt sich übrigens auch ganz gut auf die Art behandeln. Hab dann ausreichend Teichfolie verlegt, um die noch mit der Orcafolie zu verbinden. So zieht's jetzt an der unteren Haltestange von unten und oben gleichermaßen und alles ist schön straff und bleibt es vermutlich auch für längere Zeit. Da haben sich dann auch die ganzen Ösen gelohnt, bei der Belastung. Alles nach und nach angebracht und zum Ende hin alle Kabelbinder bis auf's Maximum gespannt.


So... Ein gravierendes Problem beim ganzen Vorhaben habe ich euch bisher vorenthalten. Ordentliche Folie ist schön und gut, aber man möchte ja auch mal an die Pflanzen ran. Wenden wir uns also dem Problemfeld Tür zu.

Beim ersten Zelt hab ich die Folie einfach auch im Türenbereich (fast) komplett eingefädelt. Mit Kabelbindern noch die ersten 10-20cm der Türseite an die Zeltstangen befestigen und diese "Punkte" als "Scharnier" benutzen.
Ist nicht schön, aber macht sich schon ganz gut. Nun muss man halt, nachdem der Reißverschluss offen ist, noch die innenliegende "Folientür" öffnen.

Um die Folientür zu verschließen, musste ich etwas kreativ werden.

Hab dann was wunderbares gefunden.




Wird die Folie zerkratzen, aber das trifft ja immer nur in etwas dieselbe Stelle - ein bisl Schwund ist immer. Macht sich auf jeden Fall perfekt so - pro Entfernung/Anbringung einer Befestigung braucht's nur einen Handgriff.
Handtuchhalter per elastischem Faden an Öse befestigt. Durch den Faden spannt's besonders gut. Erstmal werden die 3 Halterungen reichen.* Wenn dann richtung Decke wandert muss irgendwann noch ein Verschluss oben rechts her - da stört dann leider das Zelt beim verschließen/öffnen, aber vermutlich wird's auch recht schnell gehen. Erstmal brauch ich so weit oben noch keine gute Reflektion.

* 2 Halterungen reichen auch und wären glatt besser gewesen. Einfach oben und unten - beide gespannt reicht aus - mehr geht eh nicht. Die mittlere Halterung bringe ich nur noch an damit die nicht durchhängt und werd da mal bei Gelegenheit "schnipp schnapp" machen. Dann noch eine ganz oben (schwer zugänglich), für den "Ernstfall".

Hatte auch ein paar Alternativen ausprobiert. Die Kombination oben ist sehr tauglich.


Funktioniert ganz gut so, aber die Lösung beim 2ten Zelt gefällt mir bisher besser. Da hab ich nur einen Teil der Folie auf der Türseite eingefädelt (und komplett mit Kabelbindern befestigt). Und dafür wurde Folie direkt auf dem Zeltmaterial (Türseite) befestigt. Die eingefädelte Folie lappt nun im geschlossenen Zustand über die Folie auf der Tür - perfekte Reflektion von allen Seiten und ein Verschließen/Öffnen des Zeltes wie üblich. Mit der zusätzlichen Folie ist die Zelttür etwas "störrischer". Ideal wäre eine Halterung für die Zelttür beim öffnen, sodass die Folie glatt bleibt. Sowas ist üblicherweise (zumindest an meinen DR) Zelten dran übrigens (Klettverschlüsse). Bei mir leider unzugänglich - da muss ich wohl noch was basteln.

Achso zurück zur Tür-Befolieung. Erstmal alles schön straff legen - Zelt dafür auf die Seite packen. Ein paar Gewichte können auch hilfreich sein.


Dann würde ich mich Loch für Loch voranarbeiten. Allzu viele braucht's glücklicherweise ja nicht. Immer wieder zwischendurch alles straffen und dann zum nächsten Loch gehen. Hab am Reißverschlussende angefangen und mich dann den Zelttürrand entlang gearbeitet.

Arbeitsweise: Loch an passender Stelle machen und irgendwas geeignetes nehmen, um die zuzumachen

Löcher lassen sich gut per kleinem (Holz-)bohreraufsatz machen. Durch die Spitze macht man gleich ein Loch, bevor was verrutschen kann und kann dann auf die gewünschte Größe erweitern (mit dem passenden Bohrer). Hab danach noch mit dem spitzen Bambusstab (siehe ganz ganz oben) durchgepiekt und dann war die Öffnung auch schön rund.

Ne Lochzange oder ein Locher macht sich natürlich besser (kräftig drücken und dann noch etwas verdrehen, wenns "knips" gemacht hat, um das Loch richtig auszuschneiden (sonst blieb der "Schnipsel" bei mir meist hängen), aber damit lässt sich nur (nahe) am Rand (gut) arbeiten.
Für Löcher mitten im Gewebestück geht's dagegen problemlos mit nem Bohrer.

So sieht's mit Nieten und Schrauben aus beim Zelt:


Die paar Nieten bei denen es geklappt hat, sehen nicht hübsch aus, aber halten.


Nieten hätten sich wohl gut gemacht, wenn ich das passende Werkzeug gehabt hätte. Hohlkammernieten sind das passende Stichwort - gab's im Baumarkt zwar, aber dummerweise hatten die nicht passende Zangenaufsätze da. Gibt's aber billig im Netz - erfordert dieselbe Zange wie Ösen - nur andere Aufsätze.

Mit Schrauben und Unterlegscheiben geht's aber auch wunderbar. Ist vermutlich sogar die solidere Variante, wenn man sich was passendes holt. Ist aber deutlich "buckliger" als die Nieten.

100% luftdicht sind die (Schraub/Nieten) Verbindungen nicht unbedingt, aber das scheint kein Problem zu sein. Dachte erst da würde dann eventuell die Folie eingedrückt werden, aber die bleibt bei geschlossenem Zelt mit Unterdruck schön straff. Viel Luft zieht da auch nicht rein, aber mit angelegtem feuchtem Finger merkt man's etwas. Werd dann mal bei Gelegenheit noch Heißkleber oder Silikon drauf verteilen. Bin mir unsicher, ob der Heißkleber halten würde - an sich wär's mir sympathischer als Silikon.


Geändert von Dichter_Denker (12.12.2017 um 22:03 Uhr).

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Alt 19.12.2017, 02:36
AW: Orcafizierung - Folie im Zelt anbringen   C  No.:2
bürger
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Registrierungsdatum: 06.06.2007
bürger ist offline  

Ich weiss das Orca als die neue ultimative Folie gilt. Wenn ich mir die Lichtreflektion deines Blitzes auf diesem Foto anschaue, gewinnt für mich aber deine alte silberne Beschichtung.


Geändert von bürger (19.12.2017 um 02:50 Uhr).

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Alt 19.12.2017, 15:43
AW: Orcafizierung - Folie im Zelt anbringen   C  No.:3
Möhre
Foren Member
 
Registrierungsdatum: 17.06.2017
Möhre ist offline  

Guter Beitrag. Finde ich top
Ergänze das doch bitte noch um Angaben zu den Kosten.


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Alt 19.12.2017, 19:29
AW: Orcafizierung - Folie im Zelt anbringen   C  No.:4
.bQ
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Registrierungsdatum: 18.10.2009
.bQ ist offline  

Zitat:
Zitat von bürger
Ich weiss das Orca als die neue ultimative Folie gilt. Wenn ich mir die Lichtreflektion deines Blitzes auf diesem Foto anschaue, gewinnt für mich aber deine alte silberne Beschichtung.

Das für Pflanzen wichtige Spektrum bzw der Bereich nennt sich PAR und liegt zum Teil außerhalb des menschlichen Sichtbereich. Deswegen ist deine Einschätzung nicht ganz richtig.
Man kann den Vorteil nicht optisch erkennen.

__________________
Zitat:
Zitat von shivasjoy
Auf jemanden einzugehen der irgendwas von "schwarzen Chinesen" faselt hat sicher auch nichts mit höherer Intelligenz zu tun.
Zitat:
Zitat von schwanzuslongus
Da kann man sich im Gottsylemodus seine eigene kleine Welt schaffen: "Und am siebten Tage zündete der Grower die Evg's und die CDM wurd hell. Und er sah das es gut war!
Zitat:
Zitat von wastedgirl
irgendwas muss weggebomt werden

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Alt 19.12.2017, 20:35
AW: Orcafizierung - Folie im Zelt anbringen   C  No.:5
bürger
Foren Member
 
Registrierungsdatum: 06.06.2007
bürger ist offline  

hab schon geahnt, das jemand mit par daher kommt.

par ist 400-700 und damit sehr wohl sichtbar. das menschliche auge sieht sogar 380-780nm. ein simples foto zeigt reflexionseigenschaften sehr gut wenn zwei materialien neben einanderliegen.

https://en.wikipedia.org/wiki/Photos...tive_radiation
http://www.cwaller.de/deutsch.htm?licht.htm~information

das beste material ist imho rettungsdecke. gerichtete reflektion ist immer stärker als diffuse. und um schon mal vorwegzugreifen: nein die knitter erzeugen keine bösen hotspots die die pflanzen verbrennen.


Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2017, 20:36
AW: Orcafizierung - Folie im Zelt anbringen   C  No.:6
Dichter_Denker
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Registrierungsdatum: 15.09.2012
Dichter_Denker ist offline  

Schon wieder Text weg. Was ist das für ne Scheiße in letzter Zeit? Geht das nur mir so

Mit Heißkleber dicht gemacht


Geb mir Mühe, die Tür möglichst faltenfrei zu öffnen


Ein kleines Stück vom Klettband aus'm Bastelladen macht's möglich


Ganz aufmachen muss man ja auch gar nicht immer. Bei Reißverschluss an Folien-Unterkante komm ich schon gut an die Tanks.


Wenn ich weiterhin so zufrieden mit de großen Zelt bleibe, dann wird beim anderen auch bald die Folie an der Tür befestigt. Bin mal gespannt, wie sich der Heißkleber auf Dauer macht bei dem flexiblen Untergrund.
__________________________________________________ ___

Zitat:
gewinnt für mich aber deine alte silberne Beschichtung.

Na lass dich da mal nicht blenden
Schau genau hin. Orca ziemlich gleichmäßig hell trotz kräftiger falten. Silberfolie nur bei günstigem Winkel blendend-hell und sonst mitunter ziemlich dunkel.

Aber nen schöner vorher/nachher Vergleich wäre fein gewesen. Selbe Beleuchtung und Kameraeinstellung/Perspektive. Dafür ist's bei mir wohl zu spät bei den Zelten. Vielleicht hat ja wer anderes was parat oder demnächst ne günstige Gelegenheit
Fremdinfos/-bilder sind auch generell willkommen (eure eigenen natürlich ) .

Zitat:
Man kann den Vorteil nicht optisch erkennen.

Ich würde sagen schon. Könnt natürlich auch Placebo gewesen sein, aber ich war schon beeindruckt bei der Anbringung, als es mit derselben Schreibtischlampe als Arbeitsbeleuchtung stetig heller wurde.

@Möhre: Vorhin war ich detaillierter, aber damit lässt sich eh wenig anfangen. Beide Zelte (90 x 90 + 90 x 150) mit Rollenbreite behandelt => ca 8,5m
129€/10m x 1,37m Rolle => ca 110€

Den Rest könnte man für 50€ locker zusammen bekommen. Ich hab viel probiert und alles mögliche geholt - Kabelbinder, Schrauben und sowas werden ja nicht schlecht. Mit den Halterungen hab ich's übertrieben. Dezenter wäre wohl schöner. Lieber weniger, aber dafür ordentlich gearbeitete Halterungen. Bei den Ösen würd ich nächstes mal etwas tiefer in die Tasche greifen z.b.

Falls Werkzeug geholt wird, dann lieber auch nicht sparen. Vor allem die billige Lochzange ist'n Graus. Passende Spiralbohrsätze sind da einfacher.
Die Ösenzange ist zum Glück nur etwas anstrengend - blöder Griff und wenig Hebel.

Ne schöne Lösung wäre wohl auch Klettband. Per Tacker oder Schrauben auch ziemlich einfach und kostengünstig anzubringen. 1-3 Halterungen pro Seite (je nach Zeltgröße) reichen da sicher.


Zitat:
das beste material ist imho rettungsdecke. gerichtete reflektion ist immer stärker als diffuse. und um schon mal vorwegzugreifen: nein die knitter erzeugen keine bösen hotspots die die pflanzen verbrennen.

Äh ich glaub eher nicht so
Je nachdem was man haben möchte. Möglichst unveränderte/-s Wellenlängen/Spektrum gibt's da sicher nicht. Positiv beeinfluss wäre natürlich auch fein, aber generell wohl schwer bis unmöglich.


Geändert von Dichter_Denker (19.12.2017 um 20:42 Uhr).

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Alt 19.12.2017, 21:05
AW: Orcafizierung - Folie im Zelt anbringen   C  No.:7
bürger
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bürger ist offline  

Zitat:
Zitat von Dichter_Denker
Na lass dich da mal nicht blenden
Schau genau hin. Orca ziemlich gleichmäßig hell trotz kräftiger falten. Silberfolie nur bei günstigem Winkel blendend-hell und sonst mitunter ziemlich dunkel.

das ist bei gerichteter reflektion immer so wenn man im falschen winkel drauf schaut.


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Alt 19.12.2017, 21:50
AW: Orcafizierung - Folie im Zelt anbringen   C  No.:8
Dichter_Denker
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Dichter_Denker ist offline  

Äh ok schon klar. Aber merkst du nun, dass du dabei Äpfel und Birnen vergleichst, wenn du ne teils glänzend reflektierende Fläche (die vom Blitz direkt aus der Blickrichtung beschienen wird) mit ner matten vergleichst vom Eindruck aus einer Perspektive. Kameraeinstellung -> minimale Belichtungszeit, starker Blitz, sonst wenig Licht => Blitz macht fast alles aus und hat da immense Vorteile bei der glänzenden Fläche.

Und das mit dem falschen Winkel ist auch noch so ne Sache. Der stellt sich bei Zelten oder leicht knittriger Folie schnell ein. Zeltwand nach innen gezogen - Gestänge an den Ecken bleibt. Der entstehende Hohlspiegel streut etwas zur Wand hin und verursacht unnötige Reflektionen.

Matt reflektierend heißt übrigens nicht wahllos gestreut. Üblicherweise wird das Licht halt nur um die "normale" (Strahlenoptik) Reflektionsrichtung gestreut - das meiste wird auch mehr oder weniger glatt reflektiert.
Also keine Angst, dass dadurch viel Licht verloren geht.

Hochglänzend ist sehr formabhängig und daher problematisch beim Handling. Mehrwert hat's auch nicht unbedingt. Meist geht der Glanz zulasten der Farbtreue, wenn ich mich nicht täusche.


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Alt 20.12.2017, 01:38
AW: Orcafizierung - Folie im Zelt anbringen   C  No.:9
bürger
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Zitat:
Matt reflektierend heißt übrigens nicht wahllos gestreut.

eigentlich schon, matt streut in alle richtungen, gerade dies macht es so gleichmässig.

bei diffuser reflektion geht 50% in die falsche richtung (zurück zur lampe).


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Alt 01.01.2018, 18:12
AW: Orcafizierung - Folie im Zelt anbringen   C  No.:10
Dichter_Denker
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Dichter_Denker ist offline  

Theoretisch nicht ganz verkehrt, aber nur u.U. angebracht so ranzugehen.
Man kann man bei wiki nach lambertsches Gesetz schauen für genaueres - da hab ich mich auch hauptsächlich belesen (hält sich also in Grenzen, aber sollte reichen ).

Orca Folie soll dieses wohl gut erfüllen und tut's meinem kleinem Experiment nach auch zumindest ziemlich gut. Kann man ja einfach mal rumprobieren mit Lichtquelle, Folie und Betrachter. Ist schön matt - bei senkrechtem Lichteinfall wirkt die Fläche aus allen Richtungen gleichmäßig hell. Die Fläche wird dabei aber kleiner wenn man von der Senkrechten abweicht und den Abstand beibehält und somit die Strahlungsmenge "in Richtung der Reflektionsfläche" immer weiter abgesenkt.
Ist anscheinend schon ziemlich nahe am idealen Matt dran. Bei senkrechtem Lichteinfall streut das Licht um die Einfallsrichtung herum und somit auch nach oben. Das ist korrekt aber keineswegs schlimm. Warum sollte hochglanz da besser sein? Da würde alles zurück in die Einfallsrichtung gehen und das soll doch bestimmt auch nicht Zweck der Übung sein, möglichst viel Licht auf die Leuchtquelle zurückzufeuern
Matt geht ne knappe Hälfte in die richtige Richtung und der Rest halt woanders hin und bekommt so vielleicht sogar ne bessere Ausgangslage als ständig parallel zur Grundfläche rumgeschubst zu werden.

Das gilt aber nur für den Teil der senkrecht auf die matte Oberfläche trifft. Ansonsten gibt's wie gesagt eher ne Streuung um die übliche Reflektionsrichtung herum, wie du bei wiki (Beispiele) nachlesen kannst. Das ist für ne gleichmäßige Beleuchtung vorteilhaft und deutlich einfacher zu handlen.
Das bügelt nämlich kleine Fehler bei der Form aus. Hochglanz ist dagegen anfällig und jede noch so kleine Falte macht die theoretischen Vorteile pö a pö (oder so ) zunichte. Ist meist auch kratz- und schmutzanfälliger, was das Handling weiter erschwert.

Für den typischen Grower ist matt an Wand und Decke einfach einfacher und meist die bessere Wahl. Hochglanz macht nur Sinn, wenn die Vorteile der gerichteten Strahlung ausgenutzt sind und die Leuchten von Anfang an perfekt ausgerichtet sind, was wohl selten der Fall ist. Geht ja außer bei diy-led bspw. auch eher selten. Reflektor der das Licht in die passende Grundrichtung schafft und Wände, die den nicht ganz perfekt eingestellten (oder überhaupt vorhandenen perfekt geeigneten) Reflektor ausgleichen....

Wann wäre hochglanz besser? Wenn's ordentlich gepflegt wird und die Form stimmt. Lohnt sich imo nur direkt um Hochdruchleuchtmittel drum herum, aber da nehm ich lieber nen Hammerschlag (aaw konkret da gut und vorhanden).
Bei nem Zelt könnte man sowas eigentlich gut integrieren. Oben könnte irgendwas Richtung "Paraboloid-Donut" gut kommen (eventuell mit Hochglanz ) als Reflektor und unten ein etwas größerer Zylinder mit matter Reflektionsfläche.

Pflanzen passend wachsen zu lassen, um das Licht auch ohne Wandreflektion ausreichend wegzufangen ist übrigens auch ne Option - vor allem bei größeren Boxen und/oder 600-1000W Lampen


Geändert von Dichter_Denker (01.01.2018 um 18:15 Uhr).

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